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Der Fall Maddie - Warum ist sie so berühmt ?

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Früher wurden sie wie kleine Erwachsene behandelt und das sind sie definitiv nicht!

äh,ich würde sagen das ist heutzutage der Fall.
Es kann den Eltern nicht schnell genug gehen.
"Schau mal,meiner kann schon "S****" sagen,ist er nicht süss?
Und wo ist der gute alte Stubenwagen wo die Kinder noch bis zum ersten
Lebensjahr drin schliefen?
Ah,nee,der heisst ja nu Maxi-Cosi,sauteuer aber hauptsache modern,lässt sich auch als Autositz ummontieren..🙄
Heutzutage müssen Baby's schon mit 6 Monaten sitzen können,sauber sein und wenn's geht auch noch ihre Adresse auswendig können...🙄,achja,das Laufen hab ich vergessen.


So,das war genug Off-Topic

Lise
 
"Früher wurden sie wie kleine Erwachsene behandelt und das sind sie definitiv nicht!"

Wie lise bereits geschrieben hat: genau dies ist heute das Problem. Allmählich ändert sich dies - glücklicherweise - wieder etwas, aber die "70er-total-liberalen-Kinder-sind-Götter-und-dürfen-alles" Erziehung war der totale Fehlschlag.
Natürlich sollten wir niemals zurückkehren zu den Erziehungsmethoden a la schlagen, einsperren, etc., aber dieses "zuerst das Kind und lange danach mal die Eltern" muss sich wieder verändern.
Denn das so viele Jugendliche so total lebensunfähig sind und sich einfach übrehaupt nicht in die Gesellschaft eingliedern können, rührt exakt von dort her. Während ihrer ganzen Kindheit mussten sie nicht ein einziges Mal untendurch, gabs Schwierigkeiten reagierte man partout mit Verständnis und psychologischem Erklärungsgefasel - und wenn es dann irgendwann darum ging, sich in die Arbeitswelt einzufügen und auf eigenen Beinen zu stehen, kommts zum totalen Eklat.
Kinder müssen wieder lernen, Autoritätspersonen anzuerkennen - und dazu sollten auch die Eltern gehören.
Und es sollte nicht so sein, dass das ganze Leben der Eltern komplett auf die Kinder ausgerichtet ist, ja bestimmt wird.
Denn dies hift im Endeffekt niemandem - und schon gar nicht dem Kind.
Schönes Beispiel diese Krippendisskusion: Schätzchen muss bei Mama bleiben, weil es sonst Schaden nehmen könnte. Und Mama ist eine ganz, ganz böse und schlechte Mutter, wenn es ihr Kind in die Krippe geht.
Zucht und Ordnung - das tönt hart, aber ich bin definitiv für einen Rückgang zu den alten Werten, selbstverständlich zeitgerecht umgesetzt.
Denn wie sich die "Generation Golf" heute schlägt, sieht man ja jeden Tag.

Viele Grüsse,
der Drill Instruktor 🙂
 
warum werd ich hier als antiquierte mutter beimer hingestellt wenn ich der meinung bin, dass ich mich gerne um meine kinder kümmere? was ist daran verwerflich und falsch?
bin ich deshalb eine schlechtere mutter weil ich meine, dass kinder zwischen 2 und 4 nicht alleine gelassen werden sollen? nehm ich ihnen damit vielleicht irgendwie die freiheit selbstständig zu werden? das mag ja ab einem gewissen alter zutreffen und seh ich genauso, aber nicht in dem alter. da ist es für kinder wichtig, dass eine verlässliche bezugsperson greifbar ist. und sei es nur, weil sie schlecht geträumt haben. und es gibt 1000 andere, schlimmere dinge, die einem so kleinen kind passieren können, wenn sie alleine sind.
jetzt mag der eine oder andere sagen, dass man solche risiken halt nie ausschließen kann. das stimmt, aber ich habe alles getan, um schaden von meinem kind abzuwehren. und das ist doch, was zählt.
 
ja, hast recht, hast du... aber ich hab das mal aufgegriffen, weil ich merke, dass viele hier so denken. war kein angriff gegen dich, solltest du es so verstanden haben: mea maxima culpa 🙂
 
Der Fall Maddie hat doch nichts damit zu tun, was Du persönlich mit Deinen Kindern anstellst. Diese Eltern dort haben sich so entscheiden - vermutlich wie viele andere Millionen Eltern auch. Das hat man zu respektieren. Genau so gut, wie Deine Entscheidung wie Du mit Kindern umgehst. Ich wehre mich hier lediglich dagegen, diesen Eltern eine Art Mitschuld zu unterstellen - solange dies nicht bewiesen werden kann.
Und dazu wissen wir auch viel zu wenig.
 
Stimmt - alle Vermutungen der Welt bringen uns hier nicht weiter und wie der Rest der Welt können wir nur eines machen - abwarten.

Ich würde kleine Kinder ohne einen Babysitter auch nicht alleine lassen, aber es gibt immer solche und solche Eltern.
 
Ich möchte den Eltern für die Entführung auch keine Mitschuld geben! Damit kann man nicht rechnen, das ist klar!
Ich kritisiere einfach nur dass man so kleine Kinder alleine lässt! Wie lexi schreibt,Kinder brauchen vertrauenswürdige Bezugspersonen ! Und da gehört nunmal dazu erreichbar zu sein wenn sie einen brauchen!
Ich habe auch nie behauptet,dass ich für die antiautoritären Erziehungsstile bin in dennen die Kinder völlig kirre werden weil sie garnicht wissen wo Grenzen sind! Da sind in meinen Augen die Grenzen zur Verwahrlosung fliesend!
Diese Zeiten sind aber auch schon längst wieder vorbei! Heute nimmt man Kinder in ihrem Kindsein ernst! Und was das sauber werden betrifft liegst du falsch Lise:
Früher hat man die Kinder mit 1 Jahr so lange aufs Töpfchen gebunden, bis es sein Geschäft gemacht hat und es gab Prügel wenn was daneben ging! Heute weiss man , das so kleine Kinder noch garnicht in der Lage sind sich zu kontrollieren, und man lässt ihnen so viel Zeit wie sie brauchen! Früher gab es die "schwarze Pädagogig" , da wurden die Kinder getrimmt zu gehorchen und den eigenen Willen zu untergraben! Was daraus wurde lässt sich ja leicht nachweisen! Treue ,autoritätshörige Hitleranhänger, die garnicht auf die idee kamen eine eigene Meinung zu entwickeln , gescheigedenn etwas gegen die Obrigkeit zu tun!
Wie denn auch,haben ja immer schön gelernt sich zu unterwerfen! Sowas will ich nicht mehr! Da ertrage ich liebe lästige Trotzanfälle und stehe sie durch ohne das mir die Hand ausrutscht!!! Ein Kind ist ein Kind nicht mehr und nicht weniger!
 
wenn ich hier so lese, stärkt sich meine vermutung immer mehr, dass der fall maddie desw. so berühmt geworden ist, weil die eltern nur ~100m entfernt waren...... d.h. es ist eine diskussion angestoßen worden ('muss man immer bei seinen kindern sein?'), die den fall im gedächtnis der leute hält, auch wenn nicht direkt über die entführung geredet wird....
 
Schon interessant, zu lesen, wie sich so ein Thema entwickelt.

Ursprünglich ging es doch um die Frage, warum ausgerechnet Maddies Fall so medienwirksam ist.

Inzwischen scheint es eher darum zu gehen, dass sich die User gegenseitig ihre Weltanschauungen zum Thema "Kindererziehung" und "Kinder im Allgemeinen" an den Kopf werfen...

Aber vielleicht ist das ja auch der Grund, warum der Fall so medienwirksam ist. Weil so viele Frage offen sind und weil man so schön diskutieren kann: Wurde die Aufsichtspflicht verletzt? Haben die Eltern Mitschuld? Sind sie verantwortungslos? Bei einer vermissten 12-jähren würden sich diese Fragen ja nicht stellen.
Was ich hier nur am Rande finde ist Mitgefühl für das Mädchen.

Ich muss übrigens Mikenull Recht geben - wir wissen eigentlich zu wenig, um beurteilen zu können, ob die Eltern rechtens gehandelt haben. Ein Kind kann ebenso entführt werden, wenn man auf dem Balkon sitzt oder auf dem Klo. Ne 24-h-Aufsicht geht gar nicht.

Zum Thema Medien: Demnächst wird uns Maddies Auge bei google mahnend betrachten (ab dem 22. Juni- weil sie da 50 Tage vermisst wird)

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