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Der einseitige Funke...

Hallo liebes Forum,

Im Voraus vielen Dank an diejenigen die sich die nachfolgenden Zeilen lesen und vielleicht sogar einen Ratschlag für mich haben.

Ich wende mich an euch weil ich seit dem vergangenen Wochenende etwas irritiert bin.

Ungefähr vor einem Jahr habe ich ein nettes Mädchen über eine Partnerbörse kennengelernt. Sie kommt aus meiner Nähe und obwohl wir in der folgenden Zeit wirklich viel Nachrichten ausgetauscht haben (...ich war der Meinung dass wir uns beide gut tun...) ist es bisher noch nie zu einer Begegnung im echten Leben gekommen. Das muss ich an erster Stelle aber mir ankreiden da ich was solche Geschichten angeht immer gerne etwas die Distanz wahre (die berühmten "schlechte Erfahrungen") und als Mann hier schlichtweg einfach zu wenig die Initiative ergriffen habe. Daraufhin schlief der Kontakt etwas ein auch weil sie in der Zwischenzeit in einer anderen Beziehung gewesen ist die aber wie ich am vergangenen WE erfahren habe nicht länger als knappe zwei Monate gehalten hat.

Jedenfalls war hier am zurückliegenden Freitag ein größeres Fest in der Nähe und als ich zu später Stunde durch die Fußgängerzone tingele steht sie plötzlich vor mir. Ich habe sie zuerst gar nicht erkannt was mir irgendwo auch peinlich gewesen ist, Menschen sehen auf irgendwelchen Social-Network-Profilen ja meistens anders aus als im echten Leben. Ich war auf alle Fälle ziemlich perplex als sie plötzlich so vor mir stand, fand sie aber auf Anhieb wirklich sehr sympathisch, süß und einfach nur toll.

Wie es auf solchen Veranstaltungen nunmal so ist hatten wir auch beide ausreichend getrunken, sie sogar noch etwas mehr als ich. Wir haben uns dann gut unterhalten und zusammen mit den anderen Freunden den weiteren Abend verbracht. Dann allerdings passierten Sachen die mich wie oben schon gesagt ziemlich irritiert zurückgelassen haben, ich versuche die Ereignisse einfach mal so wiederzugeben wie ich sie empfunden habe:

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Der gute Pegel den wir beide bzw. v.a. sie hatte war dafür verantwortlich dass sie sich mir zum Beginn unserer Unterhaltung sehr oft um den Hals fiel oder sogar Händchen mit mir gehalten hat. Zudem waren auch andere Leute da die wir beide kennen und denen sie mit mir im Arm ständig die Frage gestellt hat ob wir als Paar gut rüberkämen (...mir ist bewusst wie Banane sich das anhört). Es gibt ja auch die Aussage dass Betrunkene und Kinder immer die Wahrheit sagen, vielleicht ist es auch so zu erklären dass im Verlaufe unserer langen Konversation auch immer wieder solche Sätze von ihr fielen wie "Du bist auch so ein Typ der einfach zu lieb ist" oder "Du bist nicht normal", was aber von ihr nicht so negativ rüberkam wie es sich hier vielleicht ließt und die Aussage vielmehr mit einem deutlichen Augenzwinkern getätigt wurde.

Wir haben ca. 6-7h miteinander verbracht, waren später noch auf einen späten Drink in meiner Stammkneipe und hatten uns vorher mal für eine Stunde aus den Augen verloren weil die Taxen nicht mit ihren Fahrten nachkamen. Vor diesem letzten Drink ist sie mit einem Kumpel von mir schon im ersten Taxi zur Kneipe gefahren während ein anderer Kumpel und ich noch auf das zweite Taxi warten mussten. Ehrlich, ich hatte es wirklich noch nie so eilig in ein Taxi bzw. wieder zu ihr zu kommen und diese Stunde hat gefühlt eine Ewigkeit gedauert...auch ein ziemlich komisches Verhaltensmuster für eine Person die man gerade mal 2-3h kennt oder findet ihr nicht?

Man könnte jetzt vermuten dass ich ausschließlich auf Sex mit ihr ausgewesen wäre aber wer mich näher kennt weiß dass ich nicht der Typ bin der so drauf ist. An der Kneipe endlich angekommen stand sie mit meinem Freund draußen vor der Tür und beide haben sich recht angeregt unterhalten...von da an hatte ich persönlich aber das Gefühl doch recht abgemeldet bei ihr zu sein denn auch wenn wir nach wie vor noch gemeinsam am Tisch saßen und uns auch später noch ziemlich gut vor der Tür unterhalten hatten war es jetzt mein Kumpel für den sie gewisse "Augen" hatte. Ich fühlte mich wirklich sehr unwohl in meiner Haut und als die beiden dann noch freundschaftlich(?) Handy-Nrn. austauschten (er ist ebenfalls Single) hätte ich mich am liebsten hinter den nächsten Bus geworfen.

Mein Vorschlag sie nach Hause zu begleiten wurde von ihr nicht in Anspruch genommen, sie bedankte sich nur für das Angebot und sagte dass es nicht nötig wäre. Bei unserer Verabschiedung haben wir uns beide in den Arm genommen und uns beim Aufgang der ersten Sonnenstrahlen verabschiedet.

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Bereits auf der Heimfahrt war ich sichtlich geknickt und hatte schlechte Laune, einfach aus dem Grund heraus weil ich mich meiner Empfindung nach schlecht verkauft hatte und mich vielleicht besser ihr gegenüber hätte präsentieren können? Ich meine so überschwänglich ihre ersten Reaktionen mir gegenüber ausfielen umso komischer ist doch ihr Verhalten so fortgeschrittener Stunde gewesen oder was meint ihr? Es klingt schizophren aber kann es sein dass sie bzw. uns der vorhandene Promillepegel so schnell gegenseitig hat ausbrennen lassen? So angeregt, kurzweilig und toll wie wir uns noch knappe 2 Stunden vorher unterhalten hatten, so wenig hatten wir uns zum Ende des Abends noch etwas zu sagen.

Ich habe am Samstag dann nochmals bewusst den Kontakt zu ihr gesucht, mich für den netten Abend bedankt und ihr gesagt dass ich mir echt in den Hintern treten könnte dass ich sie nicht vorher schon nach einem Treffen gefragt habe und dass sie mindestens genauso sympathisch gewesen ist wie es vorher in unseren unzähligen Nachrichten der Fall war. Sie hat mir zwar freundlich geantwortet und fand auch dass es ein toller Abend war, sagte aber zeitgleich in ihren Nachrichten dass es "ein schöner Abschluss mit uns gewesen ist." worauf sie auf neben mir noch auf den bereits erwähnten Kumpel abzielte.

Gestern haben wir jetzt gar nicht geschrieben und normalerweise wäre sie diejenige die sich jetzt melden müsste, wir hatten da vorher schon so etwas wie ein "gentleman/gentlewoman-Vereinbarung aber irgendwie sagt mir jetzt etwas dass das nicht passieren wird weil sie am Freitag dann augenscheinlich doch sehr schnell das Interesse an mir und meiner Person verloren hat und ich wohl einfach wieder in der "guten Freunde"-Schiene gelandet bin.

Ich hoffe die Geschichte ist einigermaßen verständlich geschrieben, bitte entschuldigt den langen Text. Vielleicht aber finden sich trotzdem ein paar User hier zusammen die sich die Mühe gemacht haben und mir sagen wie sie die ganze Geschichte interpretieren würden. Ich freue mich ganz ehrlich auf jeden Kommentar dazu.

Beste Grüße,
ein verwirrter N-L-L

PS: Was vielleicht noch nicht so klar wird. Ich glaube ich habe mich in Sie verguckt, jedenfalls denke ich die ganze Zeit über diese Nacht nach und empfand gerade die ersten Stunden mit ihr wirklich sehr schön. Natürlich weiß ich aber auch um den Umstand dass man dem Alkohol einen sehr großen Teil an dieser Geschichte zusprechen kann und ich deshalb bestimmt auch irgendwo überinterpretiere. Es hat mir persönlich jedenfalls sehr gut getan, selbst wenn diese Nähe durch einige Drinks katalysiert wurde empfand ich den ersten Abend mit ihr echt schön.

Allerdings hinterlassen gerade die letzten Stunden eben einen negativen Nachgeschmack und ich bin mir echt nicht sicher was passiert wenn ich sie fragen würde ob sie sich nochmal mit mir treffen wollte weil ich mir ihre Antwort schon irgendwo ausrechnen kann.

Danke für eure Ratschläge!
 
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Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Hallo auch, no lesson learned,

Deine Enttäuschung kann ich verstehen. So wie ich Deinen guten Bericht verstehe, erscheint auch mir eine Absage wahrscheinlich, solltest Du sie nochmal kontaktieren. Aber auch wenn mit einer Absage zu rechnen ist, schadet Nachfragen nichts. Du könntest sagen, dass für Dich ihr Verhalten "davor und danach" nicht verständlich ist. Es ist ja nicht ausgeschlossen, dass Du irgendwas falsch gemacht hast (aufdringlich wirktest). So kannst Du evt. zumindest etwas lernen über "wie bin ich" , "wie möchte ich sein" und "wie sehen mich andere".

Es ist eben wie es ist: Auf allgemeinen Plattformen triffst Du viele Menschen und man kann ihnen auch bei einem Treffen nur vor den Kopf sehen. Und je ernster es Dir ist, den anderen Menschen wirklich kennenzulernen, je hinderlicher ist der Alkohol.

"Wir" müssen einfach davon ausgehen, dass viele Menschen nicht authentisch sind. Damit meine ich, dass die eigene Überzeugung, die folgenden Worte und Taten, oft eben nicht übereinstimmen. "Ich finde Dich super sympathisch" wird gesagt, und "was Du aber machst, und warum, ist mir egal" wird gedacht.

Ich denke, Du solltest Dich mit dem Begriff Authentizität genauer auseinandersetzen. Dies einmal mit Dir. Also Dich selbst beobachten und hinterfragen, ob Du Dich authentisch verhältst. Wenn ja, dann kann ein anderer Mensch auch schneller erkennen, inwiefern Du auch der bist, der Du zu sein scheinst - und dann kann man feststellen, ob man ggf. zusammen passen könnte.

Wenn Du über diese Authentizität verfügst, kannst Du schneller positiv kritisch erkennen, ob Du jeweils auch einen authentischen Menschen vor Dir hast. Dies hilft sich selbst vor Täuschungen und Enttäuschungen zu bewahren.
Das hat nichts mit "schlechten Erfahrungen" zu tun, sondern mit dem Wunsch, unter den vielen nicht authentischen Menschen den einen zu finden, der authentisch ist und zu Dir passt.

Einfach locker bleiben. Sag Dir einfach, dass z.B. 90% der Menschen nicht authentisch sind. Also musst Du 91 Menschen kontaktieren, um den einen zu finden, der authentisch ist. Ob er dann zu Dir passt, ist eine andere Frage.

Nicht den Kopf hängen lassen. Realistisch bleiben, aber auch positiv und fröhlich. Denn fröhliche und lockere Menschen sind anziehender als Menschen, die den Kopf hängen lassen und verkrampft Kontakte knüpfen wollen.

LG; Nordrheiner
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo ihr beiden und erstmal vielen Dank für eure Antworten!

Ich finde es wirklich ziemlich seltsam dass du Nordrheiner direkt den Punkt der Authentizität aufgreifst denn um diesen Punkt drehen sich wirklich sehr viele Gedankenströme bei mir.

Ich bin mir nicht sicher ob ich in dem Maße über eine gewisse Authenzität verfüge, unter normalen Umständen bin ich schon ein sehr kommunikativer Mensch und versuche eigentlich immer über den gemeinsamen Dialog mit Menschen in Kontakt zu treten. Was mir jedoch schwer fällt ist dieses "Lesen zwischen den Zeilen" bzw. auch die Tatsache dass ich meinen Gefühlen in der jeweiligen Situation nur schwer Ausdruck verleihen kann, gerade auch weil mir viel Erfahrung mit dem anderen Geschlecht fehlt wie ich am vergangenen Wochenende bemerken musste. Mit etwas Abstand (z.b. durch das Handy einen Tag später) und mit ein paar geordneten Gedanken mehr fällt mir es schon deutlich leichter mich mitzuteilen. Vielleicht fühle ich mich auch gerade deshalb auf solchen Partner-Plattformen wohl.

"Wir" müssen einfach davon ausgehen, dass viele Menschen nicht authentisch sind. Damit meine ich, dass die eigene Überzeugung, die folgenden Worte und Taten, oft eben nicht übereinstimmen. "Ich finde Dich super sympathisch" wird gesagt, und "was Du aber machst, und warum, ist mir egal" wird gedacht.
Ein sehr guter Ansatz wie ich finde. Nicht dass diese Worte in ähnlicher Art und Weise auch gefallen wären aber ihre Avancen, die überschäumende Begrüßung und die ständige Suche nach körperlichem Kontakt zu Beginn des Abends haben da in mir dem Anschein nach etwas ausgelöst was auf meiner Seite schon seit sehr langer Zeit nicht mehr dagewesen ist und bei dem ich realisiert habe wie sehr mir diese Art der Nähe eigentlich gefehlt hat.

Ich frage mich dahingehend eben nur ob das tatsächlich alles dem zu tiefen Blick ins Glas beigemessen werden kann da u.a. auch solche Aussagen wie "Du kennst mich so gut" oder die bereits im ersten Post erwähnten Sätze gefallen sind...irgendwie verstehe und deute ich diese Aussagen anders als sie vielleicht gedacht waren :confused:

Über gegenseitige Gefühle haben wir noch nicht geredet, wir haben uns schließlich am vergangenen Freitag zum ersten Mal in Natura gesehen aber aufgrund der Nachrichten die schon über ein Jahr ausgetauscht wurden habe ich mich zu ihr schon mehr verbunden gefühlt als es bei jemand anderen der Fall gewesen wäre den ich zum ersten Mal getroffen hätte. Es ist dann einfach banal gesagt sehr ernüchternd und tut irgendwo auch weh dass sich solche Empfindungen im Zuge der Zeit wohl nur auf meiner Seite eingestellt haben.

Ich denke dass ihr beide Recht habt und ich sie wohl einfach damit konfrontieren muss auch wenn ich mir ihre Reaktion jetzt schon ausmalen kann und es sicherlich auch verletzend wird. Wie ihr aber schon richtig sagt wird man eine Partnerschaft oder ein Gefühl des "Verliebtseins" unter keinen Umständen erzwingen können. Vor dem Schritt und der direkten Konfrontation mit ihr habe ich aber dennoch etwas Angst.
 

Dayton

Mitglied
Als sie zu dir gesagt hat, dass du auch so ein Typ bist, der einfach zu lieb ist, hätten bei dir sofort alle Alarmglocken schrillen müssen. Es gibt zwei Möglichkeiten: entweder du bist tatsächlich lieb und zeigst das auch noch unverblümt - das ist sehr schlecht; oder oder du bist gar nicht so lieb, sie denkt es aber - das ist auch schlecht, aber in dem Fall kann man noch was retten. Indem du sie rasch überzeugst, dass du eben doch nicht lieb bist. Frauen wollen m.E. generell keine "lieben" Männer, weil "lieb" = Waschlappen. Wenn eine Frau so formuliert man sei "lieb" wie sie es bei dir getan hat, ist das eine schallende Ohrfeige. (Ein Spruch wie "Du bist nicht normal" kann hingegen schon wieder bedeuten, dass man sexy ist...). Im Prinzip hättest du sie sofort überzeugen müssen, dass du eben doch nicht so lieb bist wie sie glaubt, sondern eher dirty, ein richtiger Kerl, der weiß wos langgeht und wie man eine Frau behandelt. Diesen Moment hast du verpasst. Da wundert es dann auch nicht, wenn sie sich eher deinem Freund zuwendet, dem sie anscheinend eher die Qualitäten zutraut, die sie bei dir vermisst.

Da ist nicht dein Freund schuld, sondern du bist schuld, weil du am Drücker warst und das vergeigt hast. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben oder: die Frau.

M.E. kannst du nur noch etwas retten (falls es überhaupt noch etwas zu retten gibt...) wenn du nun nicht unterwürfig angekrochen kommst, sondern ihr gegenüber dominant auftrittst, also ihr z.B. nicht schreiben "magst du vielleicht Essen gehen?" sondern "Ich würde dich gerne zum Essen einladen", also klar sagen was man will, und auch auf keinen Fall irgendwie so rüberkommen, ich nehme jeden Termin den du mir anbietest, sondern am Montag, Dienstag, Donnerstag habe ich schon was vor, aber Mittwoch, Freitag, Samstag hätte ich noch Zeit.
 

Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
... und ich sie wohl einfach damit konfrontieren muss auch wenn ich mir ihre Reaktion jetzt schon ausmalen kann und es sicherlich auch verletzend wird. Wie ihr aber schon richtig sagt wird man eine Partnerschaft oder ein Gefühl des "Verliebtseins" unter keinen Umständen erzwingen können. Vor dem Schritt und der direkten Konfrontation mit ihr habe ich aber dennoch etwas Angst.
Wenn man Menschen im anonymen Internet kennenlernt, steht dieses Kennenlernen immer unter dem Vorbehalt der Authentizität im Alltag, bei einem persönlichen Treffen. Sich verlieben und sich Hoffnungen machen ist völlig in Ordnung. Nur - es ist sehr wichtig, trotzdem einen inneren Abstand zu behalten und sich bewusst zu sein, dass die Realität beim Kennenlernen mir ggf. einen anderen Menschen zeigt als den, den ich im Internet kennenlernte.

Ich würde so ein Treffen in der Realität immer mit der Einstellung "positive Neugier" angehen. Also als ob ich zu mir sage: Mal sehen, inwieweit sich das Internetbild bestätigt.
Damit erlaube ich auch, dass sich das Internetbild eben nicht bestätigt. Wenn es so sein sollte, ist es nicht schön. Aber es haut mich auch nicht aus den Socken. Und Dein neuer Kontaktanlauf sollte ebenso positiv sein. Du gehst nicht hin in der Erwartung, dass sie Dir sogleich um den Hals fällt. Du gehst mit der Einstellung hin: "Mal sehen, was ich über mich erfahre". So in dem Sinne: "Mal sehen, wie ich von ihr gesehen und empfunden werde." Oder" mal sehen ob ich erfahre, warum ich ihr Verhalten im Internet anders empfunden habe als jetzt in der Realität." Also das Stichwort wäre für mich wichtig: Positive Neugier

Sätze wie "ich habe es ja gewusst" oder "mal wieder eine Enttäuschung" sind einfach negativ und bringen Dich keinen Schritt nach vorne. Du hast jetzt einfach mal wieder eine schöne Gelegenheit, Deine Menschenkenntnis zu erweitern. Das ist doch prima.
Derzeit hat es den Anschein, als ob Du mit der Bestätigung einer Absage rechnen musst. Also wenn das zutreffen sollte, kannst Du schon nicht mehr enttäuscht werden. Es geht also in der Hauptsache nur noch darum, etwas aus dem Kontakt über Menschen zu lernen - und evt. auch, wie Du auf andere Menschen wirkst. Stell' Dir vor, Du würdest sie als Beraterin engagieren in der Frage: Wie wirke ich - wie kann ich mich verbessern, was kann ich besser machen?
Evt. kannst Du also etwas lernen, falls Du sie fragst. (Wobei ihr Rat, was Du besser machen solltest, nicht richtig sein muß.)

Der Grund, warum Du jetzt nochmal Kontakt aufnimmst, ist sehr wichtig. Hast Du hohe Erwartung auf einen positiven Ausgang, bist Du unrealistisch und das Risiko der Enttäuschung ist groß. Ist Dein Grund "ich will nur prüfen, ob ich über mein Wirken etwas erfahren kann" ist eine mögliche Enttäuschung viel geringer. Selbst wenn Du nichts lernst, ist es gut zu verschmerzen, oder?
Also bleib positiv! Und Angst - wovor, warum? Dafür sehe ich keinen Grund. Sie wird Dich nicht beißen.

LG, Nordrheiner
 
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