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Depressionen

korni54

Mitglied
ich leide seit 2006 unter Depressionen. 2021 ist mein Mann plötzlich verstorben. Seitdem hat sich alles verstärkt.
Habe einen Lebenspartner, der ebenfalls verwitwet ist und mich gut versteht. Wie reden viel über unsere Vergangenheit.
Leider kann ich keine Freude empfinden. Bin immer traurig und muss viel weinen.
Vor ein paar Tagen bin ich nach 5 Wochen psychosomatischer Reha wieder nachhause gekommen. Habe dort viel über Depressionen erfahren und auch über die Achtsamkeit und verschiedene Möglichkeiten zur Entspannung.
Mir geht es nach wie vor schlecht. Habe keinen Ausweg. Warum geht es mir nicht besser ?
 

Hallo korni54,

schau mal hier: Depressionen. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo, das tut mir leid. Bist Du oder warst Du in Therapie?

Du sagst, Du hättest viel erfahren in der Reha, kannst Du das anwenden in Deinem Alltag? Hast Du Dich ärztlich mal durchchecken lassen auf Hormone, Vitamine, Mineralstoffe etc.? Ich weiß nicht, ob das in so einer Reha immer gemacht wird.

Gab es ein Ereignis, dass die Depression ausgelöst hat?
 
Hallo @korni54 Ich fühle es. Habe Dysthymie, was ja die chronische Form von Depression ist.
Kann Dir noch mehr darüber berichten, oder auch Fragen beantworten zu Depression.
Warum geht es Dir nicht besser, da kann ich nur vermuten dass es an den Depressionen liegt. Wenn Depressionen lange anhalten, und Therapie nicht mehr ausreicht, oder um überhaupt therapiefähig zu werden, empfiehlt sich die medikamentöse Behandlung. Das würde ich mit meinem Psychiater besprechen, auch welche Therapieform hilft. Spontan denke ich jetzt zu Deinem Beitrag an Ergotherapie, die hat mir eine Weile lang sehr geholfen.
 
Hallo korni, ich bin kein Experte in Sachen Depression, habe aber selbst immer mal wieder dunkle Phasen, die ein Arzt vielleicht in Richtung leichte oder mittelschwere Depression betiteln würde.
Bei mir hängt es stark damit zusammen, wie ich sozial eingebunden bin. Ist um mich herum viel los, treffe ich mich regelmäßig mit Freunden, verstehe mich gut mit meinen Kollegen... geht es mir gut.
Bin ich aber viel allein, drückt mir das echt auf's Gemüt.

Da ich nicht weiß, wie dein Leben aussieht, kann ich hier nur von mir sprechen. Was macht dir Freude? Hast du genügend von diesen Momenten? Wo siehst du deinen Lebenssinn? Gehst du arbeiten?

Den Tipp mit Mineralien, Vitaminen etc. finde ich auch gut.
Mir hilft auch Sport oder allgemein Bewegung, um meine Stimmung etwas zu heben.

Hinzu könnte auch ein altersbedingt veränderter Hormonspiegel kommen. Und natürlich der Abschied von deinem Mann.
 
ich leide seit 2006 unter Depressionen. 2021 ist mein Mann plötzlich verstorben. Seitdem hat sich alles verstärkt.
Habe einen Lebenspartner, der ebenfalls verwitwet ist und mich gut versteht. Wie reden viel über unsere Vergangenheit.
Leider kann ich keine Freude empfinden. Bin immer traurig und muss viel weinen.
Vor ein paar Tagen bin ich nach 5 Wochen psychosomatischer Reha wieder nachhause gekommen. Habe dort viel über Depressionen erfahren und auch über die Achtsamkeit und verschiedene Möglichkeiten zur Entspannung.
Mir geht es nach wie vor schlecht. Habe keinen Ausweg. Warum geht es mir nicht besser ?
Das wissen wir nicht warum es bei dir so ist.
Ist deine Depression diagnostiziert und wird behandelt?
Die Behandlung von Depressionen mit Antidepressiva ist nicht für alle Betroffenen erfolgreich.
Es gibt noch jede Menge Möglichkeiten, etwa eine Psychotherapie.
Da erarbeitet man Strategien, die nachhaltig verändern können.
Es braucht schon Durchhaltevermögen, denn eine Therapie ist mit Arbeit und Aufwand verbunden.
Speziell für Menschen mit lang anhaltenden, schweren und therapieresistenten Depressionen wurde eine spezifische Psychotherapie entwickelt:
 
Bist du außerhalb der Rehe in Behandlung und bekommst Medikamente?
Das würde ich dir auch empfehlen.
Warst du schon bei einem Facharzt für Psychiatrie?
Wenn nicht, dann solltest du dir mal einen Termin geben lassen.
Manchmal braucht man einfach Medikamente wie Antidepressiva, um wieder ins Leben zurück zu finden, und um die Sachen, die man in der Therapie gelernt hat, überhaupt umsetzen zu können!
Da brauchst du auch keine Angst zu haben, diese Medikamente machen nicht abhängig.

Noch eine Frage, wie alt bist du?
Kann es sein, daß du in den Wechseljahren bist?
In dieser Zeit hat man auch öfters Stimmungstiefs, die sich auch zu einer Depression entwickeln können...

Das kenne ich selbst auch gut genug. Denn ich habe damals zu Anfang der WJ plötzlich richtig schlimme Schlafstörungen bekommen, die erst mit einem leichten Antidepressiva, und einem pflanzlichen Hormonpräparat besser geworden sind....
 
Das kann viele Gründe haben- ich vergleiche das mit Pflanzen, mit Tieren- wenn ein Wesen am Eingehen ist, dann sagt man auch nicht, ach arm, man ergreift Maßnahmen und fragt, wieso kam es so?

Also sag ich nicht, ach arm, du tust mir leid, ich frag, was fehlt dir?

Ein Wesen, ein Mensch, der sich zurückzieht und am Weinen ist, am Eingehen, der ist nicht froh, dem geht es nicht gut, warum geht es ihm nicht gut, warum ist er so geschwächt, was bräuchte er, damit es ihm besser geht?
Entsprechende Beschäftigung, ein anderes "Klima", eine andere Wohnsituation, ein anderes Umfeld? Andere Kost? Ein anderes Leben?
Wenn ich nach unten sacke, dann fehlt mir etwas. Oft reicht bei mir schon mehr Bewegung, meine Gruppe wieder um mich herum haben, etwas anders machen, mich erheben und weggehen von da, wo ich gefühlt eingehe.
Nun ist das bei dir, liebe Korni schon zwanzig Jahre so, das ist praktisch eine Chronische Erkrankung und während dieser Zeit des Rückzugs hat sich garantiert schon viel in deinem Organismus eingestellt, angepasst und umgeändert. Von heute auf morgen wird das nicht weg sein.

Man hat das mal verglichen mit Fettleibigkeit- bis man wieder mehr Muskel als Fett hat ( mehr gut fühlen, als schlecht fühlen) brauchts einen gezielten Plan, Geduld, "harte Maßnahmen"- also Durchziehen, was empfohlen wird, auch wenn es schwer fällt.
 

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J Studium, Depressionen, Einsamkeit Ich 5

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