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Depression

  • Starter*in Starter*in Gabelstaplerfahrerin
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G

Gabelstaplerfahrerin

Gast
Hallo, ich schreibe hier in dieses Forum, weil ich schon so weit fast alles versucht habe und leider keinerlei Hilfe bekomme. Ich bin 22 Jahre alt und mich verfolgen meine kranken Gedanken. Ich hab mittlerweile Angst vor mir selbst. Ich weiß gar nicht wo genau ich anfangen soll. Aber es gibt in meinem Leben einfach nix positives. Ich bin anders als andere Menschen, das ist mir schon als Jugendliche aufgefallen. Aber damals hatte ich genug Freunde , so dass ich mich mit diesen Gedanken kaum auseinandersetzen musste. Während meine Freunde allerdings sich weiterentwickelt haben, feste Partnerschaften eingegangen sind, blieb ich allein zurück. Dazu muss ich sagen das ich erst vor 2 Jahren etwa gemerkt habe das ich lesbisch bin. Allerdings hatte ich noch keine Beziehung....keinen Menschen der mir mal gezeigt hat wie es ist geliebt zu werden. Aber es gab immer Leute die da waren.
Nachdem ich allerdings umziehen musste, haben sich diese Freundschaften in Luft aufgelöst. Nun scheint es mir als komme ich aus dieser tiefen Depression nicht mehr heraus. Egal welchen Aspekt ich in meinem Leben betrachte, es erscheint mir sinnlos.
Ich fühle mich von allen verraten und benutzt. Ich bin ein sehr aufopfernder Mensch und lasse mich schnell von Menschen ausnutzen.
Bis vor kurzem habe ich auch jeden Tag Cannabis konsumiert. Aber seit 4 Wochen versuche ich davon los zu kommen. Was teilweise auch mit Erfolg geschah. Nur jetzt scheinen meine Depressionen noch intensiver aufzutreten. Immer mehr Selbstmordgedanken und totale isolation von der Außenwelt. Bin vor 5 Wochen auch arbeitslos geworden.... Ich hab schon versucht einen Termin bei einem Therapeuten zu machen... leider hat das nicht funktioniert, da ich um Rückruf bat und immer noch darauf warte. Letzte Woche war ich bei meiner Ärztin sie wollte mich in eine Anstalt einweisen... als ich es meiner Familie erzählte wurden sie böse auf mich. Und schrien mich nur an. So das ich diesen Gedanken verworfen habe, da ich immer versuche es allen recht zu machen. Ich kann nicht anders. Ich weiß gar nicht wie ich all meine Gedanken und Empfindungen in einen Text einbauen soll... Jedenfall habe ich Angst mir etwas anzutun. Ich hoffe das sich jemand meldet dem es ähnlich geht oder gegangen ist und mit mir seine Erfahrungen teilen möchte.
 

Hallo Gabelstaplerfahrerin,

schau mal hier: Depression. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo Gabelstablerfahrerin,
du hast es ja nicht gerade einfach,machst dir viel Gedanken über dich und dein Leben.
Ich finde es gut, dass du aufhörst mit dem Cannabis, aber sicher ist es normal,dass du deine Gefühle dann mehr spürst,natürlich auch die negativen,wie Depressionen.
Gibt es für dich vielleicht eine Möglichkeit, mit Menschen, die auch das gleiche Geschlecht lieben,in Kontakt zu kommen.
Gibt es vielleicht Kneipen oder andere Gruppen in deiner Nähe?
Ich finde auch,dass du weiterhin dran bleiben solltest,einen Therapeuten zu finden.Wenn der eine sich nicht meldet, suche einen anderen.
Du brauchst dringend jemanden, mit dem du regelmäßig reden kannst,weil du viele Gedanken hast, die sortiert werden müssen.
Es gibt so was wie Gedankenhygiene.
Wir lassen uns oft mit unseren Gedanken so treiben und wundern uns dann,warum es uns so schlecht geht.
Wir haben die Möglichkeit, gegen diese schlechten Gedanken positive zu setzen.Das geht natürlich nur,wenn wir uns klar machen,dass dieses schlechte Zeug Lüge ist und ich mir Gedanken mache,was ich dagegen setzen kann.
Also z.B.Ich bin so mies, kann nichts ich bin anders oder so
Dann kann ich Positiveres dafür einsetzen.
Was ich auch gemacht habe ist,alles aufgeschrieben,was ich an Festlegungssätze in mir trage,die mich belasteten.
Z.B.Frauen sind falsche Wesen oder Männer sind dumm oder eben dieses"Ich bin ganz anders als alle"Ich habe diese Sätze durchgestrichen und hingeschrieben,dass dies Lüge ist und habe das Gegenteil aufgeschrieben.Das hat mir sehr geholfen,mit meinem Leben besser klar zu kommen.
Wir sind alle verschieden und anders.Nur die anderen nehmen sich vielleicht mehr an und werden dann auch von den anderen in ihrem Wesen mehr angenommen.
Es gibt Millionen von Menschen,die genauso wie du denken.Aber dieser Satz"Ich bin anders als die anderen",ist er mal verinnerlicht,bewirkt,dass wir auf der einen Seite einen Stolz in uns tagen,was besonderes zu sein und auf der anderen Seite uns so einsam macht.
Glaube mir, ich kenne das Gefühl gut,und ich verstehe dich so gut.
Ich denke auch oft,mein Leben ist so anders als das der anderen.
Aber das denken nun mal die anderen auch und dadurch sind wir in unserer zivilisierten Welt so alleine.....
Ich wünsche dir viel Kraft und gute Gedanken,auch an eine Zukunft ,die dir gefällt und die du dir selbst gestaltest.
Mache das was du für richtig hälst und nicht, was die anderen wollen,zumindest nicht,wenn du dich damit verletzt oder einengst.
 
Liebe Gabelstaplerin,

es ist toll, dass du dich getraut hast, dir hier deine Gedanken von der Seele zu schreiben 😉

Letzte Woche war ich bei meiner Ärztin sie wollte mich in eine Anstalt einweisen... als ich es meiner Familie erzählte wurden sie böse auf mich. Und schrien mich nur an. So das ich diesen Gedanken verworfen habe, da ich immer versuche es allen recht zu machen.

Ich kann nicht anders.

hej, du kannst anders 😉! Das Problem ist ja nur, dass deine Familie dich total blockiert :mad:! Ich habe den Eindruck, du würdest gerne in ne Klinik gehen...????

Dazu muss ich sagen das ich erst vor 2 Jahren etwa gemerkt habe das ich lesbisch bin. Allerdings hatte ich noch keine Beziehung....keinen Menschen der mir mal gezeigt hat wie es ist geliebt zu werden. Aber es gab immer Leute die da waren.

Aber das ist doch toll, zu wissen, dass du lesbisch ist und dafür einstehst 🙂 auch wenn du noch keine Beziehung hattest.
ich steh z. B. zwischen den Stühlen, ich war mit Männern zusammen und mit einer Frau und ich weiß nicht wo ich hingehöre 🙁.

Wohnst du eigentlich noch zuhause??

Egal welchen Aspekt ich in meinem Leben betrachte, es erscheint mir sinnlos.
Ich fühle mich von allen verraten und benutzt. Ich bin ein sehr aufopfernder Mensch und lasse mich schnell von Menschen ausnutzen.

in der Situation, in der du dich gerade befindest, weiß ich, ist es sehr schwierig, wenn ich dir solche Dinge schreibe, wie, dass es auch Menschen gibt, die dir Liebes wollen und dich nicht ausnutzen und dich toll finden wie du bist. Aber es ist die Realität 🙂.

Als ich damals in meiner Depression steckte, habe ich solche Worte auch nie geglaubt, da war mir alles egal, die Welt war schlecht, ich war am Ende bis ich mit Therapie in einer Klinik begann.

Fast jeder in meiner Familie hat mir den Vogel gezeigt, als ich mich freiwillig habe einliefern lassen. Es war mir sowas von egal; vor allem da war ja sowiesi schon alles egal, also konnte ich auch in eine Klinik gehen.

Du hast geschrieben, du bist ein aufopfernder Mensch, immer für die Anderen da, dann versuch jetzt für dich was zu machen und in eine Klinik zu gehen 😉 das ist ein guter Weg!

Liebe Grüße
 

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