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Depression nach Einstieg in die Arbeitswelt

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Gast

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Ich habe meinen Bachelor an einer renommierten Hochschule beendet und arbeite nun als Praktikant in einer Investment Bank. Der Job ist interessant, mein Team super nett... aber ich bin total unglücklich. Ich vermisse die Freiheit, welche ich während des Studiums hatte und habe Schwierigkeitenn, meinen Job einfach als das zu sehen, was es ist - einen Job.
Obwohl ich Praktikant bin und noch nicht einmal eine Erfolgsbeteiligung kriege, arbeite ich meist noch länger als meine Arbeitskollegen. Ich fühle mich für mein Team und mein Unternehmen verantwortlich, möchte alles im Detail verstehen und sicherstellen, dass die Dinge gut laufen.

Wenn ich aber Abends nach Hause komme, drehen sich meine Gedanken und ich werde ständig depressive (obwohl ich dachte, ein geregelter Alltag würde mich wieder emotional stabilisieren). Nach Jahren des Stress und des "funktionieren müssens"(bereits im Studium), weiss ich nicht einmal mehr, was ich mag. Ich mag alle Menschen, ich mag alles Essen, ich mag viele Dinge, und trotzdem macht mir kaum etwas wirklich Spass und ich habe keinen einzigen Menschen von dem ich glaube, dass er mich wirklich versteht. Ich fühle mich als sei ich seit Jahren auf Reisen, auf einer veritablen Odyssee, und komme nie nach Hause - denn es gibt für mich keinen Ort, wo ich mich "zu Hause", also warm, geborgen und sicher fühle.

Das letzte mal, als ich mich "zu Hause" fühlte, war in meiner letzten richtigen Beziehung vor ein paar Jahren. Nachdem ich diese beendet hatte, hatte ich eine Beziehung die mehr auf Oberflächlichkeiten beruhte und nach deren Ende war ich bereits in oben beschriebenem Zustand und konnte keine tiefe Bindung zu einem Mitmenschen mehr aufbauen. Daher bin ich seit bald einem Jahr single.

Soll ich in einer Beziehung nach diesem Gefühl, zu Hause zu sein, suchen? Oder wo soll ich anfangen?
Bin für jeden Tip dankbar.
 
Soll ich in einer Beziehung nach diesem Gefühl, zu Hause zu sein, suchen? Oder wo soll ich anfangen?

Hallo Gast,
das klingt für mich nach einer guten Strategie, ja.
Denn du hattest ja schon mal, nach was du wieder
suchst - und rein fachlich (ich arbeite als Coach)
gilt: wenn es eine Zeit gab, in der man sich gut
fühlte, kann man das, was damals noch anders
war, als Ziel nehmen.

Und rein sachlich passt das für mich auch - denn
wenn du vor allem für die Arbeit lebst, fehlt dir
etwas Wichtiges im Leben, das nicht nur Geborgen-
heit gibt, sondern auch Sinn und Glück. Ich denke,
wenn du ein paar Monate dort arbeitest, wird sich
dein Zustand auch beruhigen und du wirst mehr
Routine bekommen.

Alles Gute!
Werner

P.S. Ich nehme mal an, dass du viel am Bildschirm
arbeitest und vielleicht nicht weißt, dass die Augen
dabei sehr viel Zink verbrauchen - und dass ein
Zinkmangel depressive Zustände auslösen oder ver-
stärken kann. Du könntest dir also auf jeden Fall
etwas Gutes tun, wenn du deine Zinkversorgung
verbesserst, entweder mit zinkreichen Lebensmitteln
(Austern, Rindfleisch, Cashews, Kakao) oder mit
einem Zinkpräparat (15-25mg/Tag - und das eine
Stunde vor dem Essen einnehmen). Infos zu Zink:
Informationen zum Mineralstoff Zink
 

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