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Depression hat wieder zugeschlagen -könnte nur noch schlafen

  • Starter*in Starter*in feuerherz09
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F

feuerherz09

Gast
Hallo liebe Community, 🙂

ich habe mein Studium vermasselt und stehe jetzt mit 26 Jahren vor dem Nichts.
Ich habe mein Studium über alles geliebt da es mir halt gegeben hat...
Naja, seitdem hat bei mir die Depression wieder zugeschlagen und ich könnte nur noch schlafen.
Ich bin höchstens fünf Stunden am Tag wach und will nur noch schlafen....
Ich fühle mich so richtig schlapp und müde.
Ich hab jeden Tag geheult, das ist jetzt besser geworden...
Ich nehme Trevilor, 150 mg am Tag, ich hatte sie davor von 300 mg reduziert. Die werde ich nun wieder "aufstocken"...

Hat jemand einen Tip wie ich gegen diese Müdigkeit und Motivationslosigkeit ankämpfen kann.
Bin vor zehn Minuten mal wieder aufgestanden und habe schon wieder den Drang ins Bett zu gehen.... :mad:

Mir hat mal ein Arzt Ritalin verschrieben, aber ich denke das dass jetzt gar nicht so gesund wäre...

Ich wünsche Euch alles alles Liebe
 
Hallo feuerherz09,

Ja, mit dem Medi`s sollte man ohne Aufsicht nicht experimentieren, das habe auch ich erfahren müssen. Gut, das du es erkannt hast.

Was macht diese Müdigkeit aus?
Kraft weg? Steine auf der Brust? Kopfkino? Ängste?

Wenn du einfach nur erschöpft bist ohne Symptome, dann ist doch alles okay. Schlafe einfach mal richtig aus.
Ich habe schon mal 2 Nächte und den Tag dazwischen durchgepennt. Danach ging es mir besser.
 
Hallo Energie,

danke für Deine liebe Antwort.

Es ist so, als wäre meine Kraft vollkommen aufgebraucht.
Ich denke dass es Kopfkino ist denn jedes mal, wenn ich daran denke, dass ich es meinen Vater erkläre (sehr dominant, Kontrollfreak, bin aber gerade zu schwach um näher darauf einzugehen, ist ne sehhhr lange Geschichte...Beleidigungen und Druck...)
oder was ich an Behördengängen vor mir habe, dann überkommt mich so ein schreckliches Gefühl der Müdigkeit und Kraftlosigkeit....
Ich bin gerade erst wieder aufgestanden und mein Rücken fühlt sich an wie eine einzige Verspannung....
Ich habe dann auch bei Stress immer dieses Kribbeln im Rücken und in den Beinen....
Ich wünschte ich könnte einfach in irgendein Land abhauen und da den ganzen Tag schlafen....
Mir ist auch jeder soziale Umgang im Moment zu viel.
Ich gehe auch nicht mehr ans Telefon weil ich einfach niemanden ertrage und hören will....
Mir ist einfach alles zu viel....
Dann habe ich manchmal dieses komische Gefühl am Kehlkopf, alsob da nur ganz schwer Luft reinkommt, so ein Druck...

Bei mir wurde Posttraumatische Belastungsstörung, eine Angststörung so wie Emotional-Instabile-Persönlichkeitsstörung festgestellt....war da in der Klinik zu einem Persönlichkeitstest.

Ich habe das Studium wegen meinen Ängsten (Prüfungsangst, Angst zu versagen) versaut und durch den daraus entstandenen Teufelskreis von Demotivation und Depression.

Seitdem ich weiss ich habe die Prüfungen sozusagen "hinter mir" (versaut), ist die grösste Angst weg...

Dafür macht sich jetzt die Depression breit....

Ich habe auch vor mir einen Behindertenausweis machen zu lassen (das nur nebenbei).

Ich habe ein schrecklich schlechtes Gewissen.

Könnt schon wieder schlafen.

Ich könnt ausflippen, hätte ich ein Haus für mich alleine, würde ich jetzt zum abreagieren alte Sachen zertrümmern oder rumspringen wie eine Irre...
Aber geht hier ja nicht, lebe in einer Wohnung mit vier Parteien und zum Joggen oder so traue ich mich hier nicht alleine raus....

Ich wünsche Dir alles Liebe!
 
Ja, diese Symptome habe ich genau so.
Die kleinste Kleinigkeit überfordert mich dann und die Hilflosigkeit entzieht mir jegliche Kraft zu Handeln.

Für die Behördengänge solltest du dir jemanden mitnehmen und dir dabei helfen lassen.

Auch ich wünsche dir alles Liebe. 🙂
 
Hallo feuerherz,

das klingt doch mehr nach dem sogenannten "Erschöpfungssyndrom".
Du bist chronisch erschöpft und kaum in der Lage aufzustehen oder körperlich aktiv zu werden. Vor einiger Zeit kam ein Bericht über dieses Krankheitsbild (wenn man es so nennen kann) im Fernsehen. Das was du beschreibst klingt weniger nach Depression, kann sein dass du dadurch leichter dem jetzigen Zustand verfällst als einer ohne Depression.
Hast du nicht die Möglichkeit, deine Prüfungen nochmal zu wiederholen? Dann kannst du vielleicht doch wieder Kraft schöpfen.
Ich kenne auch das Problem mit der Prüfungsangst und habe grundsätzlich alle Prüfungen die ich jemals gehabt habe zweimal machen müssen.

LG trinchen
 
Sorry trinchen78, ich glaube, da verwechselst du etwas.
Hier mal etwas von den Fachkliniken Nordfriesland:

Erschöpfungssyndrome /CFS

Das Symptom „Erschöpfung“ ist Bestandteil sehr vieler verschiedener akuter und chronischer Erkrankungen. Das Symptom „Erschöpfung“ hat zunächst einmal eine Warnfunktion, dahingehend, dass der Körper Ruhe braucht, z.B. um alle Kräfte zu Krankheitsbekämpfung einzusetzen (Infektionskrankheiten).

Erschöpfung kann u.a. in Folge von Schlafstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hormonelle Störungen, Anämie, Krebserkrankungen, Infektionen oder auch Depressionen, Angststörungen und Stress-Störungen wie Burn-Out oder PTSD auftreten.
Erschöpfung ist oft auch ein zentrales Symptom bei umweltmedizinischen Krankheitsbildern. So ist Erschöpfung eines der Symptome, die am häufigsten von Personen mit chronischer Exposition gegenüber neurotoxischen Substanzen wie Lösemittel oder Biozide genannt werden (Singer et al., 1990). Auch in Folge von mikrobiellen Belastungen gegenüber Schimmelpilze und ihrer Metabolite können Erschöpfungszustände auftreten.
Eine spezielle Art eines Erschöpfungssyndroms ist das Chronic-Fatigue-Syndrom (CFS). Charakteristisch für ein CFS sind die schwere, zur Behinderung führende Erschöpfung und die Verschlechterung des Gesundheitszustandes durch Anstrengungen körperlicher oder geistiger Art.
Weitere Symptome sind des CFS sind Muskelschmerzen, nicht erholsamer Schlaf oder veränderte Schlafmuster, Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten, Gastrointestinale Symptome, Colon irritable/Reizdarm, Orthostatische Intoleranz (z.B. niedriger Blutdruck, Kopfschmerzen eines neuen Typs oder Schweregrades).
Ein charakteristisches Merkmal der Erkrankung ist, dass sich die Symptome gewöhnlich schon durch minimale körperliche oder geistige Belastung verstärken.
Einige der Symptome, die man bei dem CFS (und anderen Erschöpfungssymptomen) beobachtet, überschneiden sich beträchtlich mit denen anderer neuropsychiatrischer Krankheitsbilder wie etwa der Depression oder Angsterkrankungen. Außerdem treten Depressionen und Angsterkrankungen oft als Folge des sehr belastenden CFS auf.
Dennoch gibt es deutliche Unterschiede zwischen diesen sich überlappenden Krankheitseinheiten.
Im Unterschied zu depressiven Patienten sind CFS-Patienten üblicherweise hochmotiviert, etwas zu tun. Sie leiden nicht unter einem Verlust an Lebensfreude durch Alltagsaktivitäten und ihr Selbstwertgefühl ist intakt.

Mit einem lieben Gruß von mir. 🙂
 
Ich kenne das sehr gut. Könnte auch nur noch schlafen. Das geht schon eine ganze weile so. Muss mich sehr zwingen aufzustehen. Habe Schilddrüsenwerte nochmals untersuchen lassen und bekomm seit Februar die doppelte Menge Hormone Merke aber nicht das sich der Antrieb verbessert hat. Habe nicht mal Lust zu arbeiten. Mein Arzt sagt ich sei nicht motiviert und solle mir einen neuen jop suchen. Na schön dank auch.
Ich kann das sehr gut nachvollziehen wenn man nur noch schlafen könnte. weiß leider auch nicht was man dagegen machen kann. Eine Therapeutin hat mal zu mir gesagt das mein Körper nichts entscheiden will wie es weiter geht. Ein anderer Therapeut sagte mal das es ein Tonstellreflex ist und das mein Körper mir signalisiert das er nicht mehr kann. Doch dies geht bei mir schon Monate. Wenn ich Tavor nehme bekomm ich etwas Auftrieb und dann ist die Angst die ich zusätzlich habe nicht ganz so hoch.
Werde mal weiter googeln nach Erschöpfungssymtrom - Ist ja auch einiges schon geschrieben wurden hier.
Gruss Matthes
 
fachärztliche Behandlung wäre wichtig, vernünftige Diagnose, vernünftige Therapie.
Kümmer dich um deine Gesundheit!

Du solltest zudem dringend in Verhaltenstherapie denn in deinem Alter kannst du an sich noch vieles rausreißen, auch noch dein Studium retten oder aber nach Alternativen gucken.
Mit depressivem Kopf der dir nur negative Gedanken einimpft geht das natürlich nicht, daher ist fachkundige Behandlung der Depression sehr wichtig. Und dafür bist du zuständig, denn es ist dein Kopf, deine Gesundheit, Fachärztliche Hilfe findest du ja aufgrund des Gesundheitssystem für umsonst...also nutzen und Therapie machen!

Tyra

Internetdiagnostik funktioniert natürlich nicht..hier kann man nur mutmaßen und raten was es alles sein könnte, wichtig ist dass du umgehend neurologisch und psychiatrisch untersucht wirst.
Und Blutbild um depressionsauslösende Mängel zu checken etc.
Zeit ist schon ein wichtiger Faktor, denn egal was es ist, biochemische Ungleichgewichte im Gehirn dürfen nie zu lange andauern denn sonst definiert das Gehirn ungesunde Systemzustände als "normal" und das bedeutet dass die Erkrankung sich manifestiert.
Beim akuten Blinddarmdurchbruch wartet man ja auch nicht ab sondern geht direkt zum Facharzt..beim akuten psychischen Zusammenbruch sollte man dasselbe tun.

Bei Disposition zu Depression ist natürlich Prävention nach der Akutbehandlung ein MUSS. So was lernt man in der Psychotherapie.
Es ist in der Regel relativ einfach eine Depression dauerhaft in den Griff zu kriegen, wenn man das richtige TUT..Betonung liegt auch Handeln und behandeln lassen.
 

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