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Den Chef verpetzen?

G

Gast

Gast
Hallo!!!

Ich arbeite in der Gastronomie, in meinem jetzigen Betrieb seit über 4 Jahren. Ich mag meine Arbeit und meine Kollegen, doch es gibt da eine Sache, die mich seit einiger Zeit tierisch ärgert:

Mein Chef hinterzieht Steuern, und das nicht zu knapp! Jeden Tag gehen zwischen 500 und 1000 Euro am Finanzamt vorbei. Zumindest ist es das, was ich so mitbekomme, könnte aber tatsächlich noch viel mehr sein.
Könnte mir ja eigentlich egal sein, aber wenn man nach Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld o.Ä. fragt, heisst es natürlich, dafür ist kein Geld da. Uns (den Mitarbeitern) wurde letztes Jahr auch eine Gewinnbeteiligung versprochen. Klar, das es dazu niemals kommen wird, wenn der Betrieb offiziell nur Minus macht.
Mich ekelt das langsam richtig an!

Was kann man also tun?
Mit dem Chef reden und den Job riskieren?
Mit dem FA reden und den Job riskieren?
Garnichts?

Ich bin für jeden Ratschlag, jede Meinung sehr dankbar!
 

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Anonymi

Aktives Mitglied
Lieber Gast,

was dein Chef macht ist strafbar!
Ich an deiner Stelle würde SOFORT [ ! ]zum Finanzamt.

Du musst danach auch kein schlechtes Gewissen haben!
Denn es wäre nicht petzen-eher eine Information weiterleiten,
um Unrecht auffliegen zu lassen.
Es wäre das einzig richtige.

LG,
Anonymi
 

mafl

Aktives Mitglied
hallo,
du kannst ja auch anonym ne anzeige beim fa machen.
dann würde keiner wissen das du es warst.
ich denke du kannst dir eh nen neuen job suchen wenn das fa da war den das kostet ja richtig strafe was er da macht und evtl. muss er ja dann auch noch in den knast.
lg mafl
 

Christianb

Mitglied
Lieber Gast,

wie Anoymi schon sagte, es ist strafbar, was dein Chef macht. Und wenn das FA ihm auf die Schliche kommt, kann man dich und die Kollegen sogar der Mittäterschaft bezichtigen. An deiner Stelle würde ich sofort eine Eingabe beim FA machen (weiß ich daher so genau, weil mein Mann dort arbeitet). Eine anoyme Anzeige bringt da leider nichts. Aber du kannst dem Amt einen Tipp geben, dass sie eine Betriebsprüfung machen sollen. Damit hast du die Info weitergegeben und stehst nicht als "Petze" da. Bist du aber ohnehin nicht. Du handelst rechtmäßig, daher kann er dich nicht einmal kündigen :)
 

deadwood

Aktives Mitglied
Ich glaube auch wie mikenull, dass Steuerhinterzieher hierzulande eher selten im Gefängnis landen.
Meist kommen Steuersäumige einer solchen Bestrafung durch eine ihnen nahegelegte Selbstanzeige zuvor, um nur noch ihre aufgelaufene Steuerschuld zuzgl. einer oft überschaubaren Geldstrafe abzutragen.
Die Finanzbehörden sind in erster Linie daran interessiert, überhaupt an den ihnen per Gesetz zustehenden Obolus zu gelangen.
 
B

Blumenzwiebel

Gast
Woher weiß der TE, dass der Chef etwas strafbares macht?

Man sollte sich vorher überlegen, ob wirklich eine Steuerhinterziehung vorliegt, bevor man eventuell mit falschen Anschuldigungen hausieren geht.

Der Schuß könnte auch nach hinten losgehen.
 
D

Deichgräfin

Gast
Woher weiß der TE, dass der Chef etwas strafbares macht?
Der Schuß könnte auch nach hinten losgehen.
Als Angestellter in der Gastronomie kann man es zum Beispiel daran bemerken,dass Einnahmen nicht über die Kasse laufen.
Nicht gebont werden/werden dürfen.

Ich frage mich allerdings,wie es für den TE aussieht
sollte eine Anzeige an das F'amt erfolgen und es kommt
heraus wer das gewesen ist.

Ist kein Kündigungsgrund, aber es wird sich bestimmt ein
Grund finden lassen, dem Arbeitnehmer durch dessen eigenes Verschulden zu kündigen.;)
Das bedeutet 3 Monate Sperre beim AlG II, sollte man
nicht sofort einen neuen Job zur Hand haben.

Woher weiß der TE,dass der Betrieb mit Verlust arbeitet ?
Weil der Chef es sagt, um die versprochene Beteiligung
nicht auszahlen zu müssen ?
Wurden die Steuererklärungen eingesehen ?

Wie will die TE den Chef ansprechen ?
In der Art einer Erpressung ?
Er soll gefälligst Weihnachtsgeld und die Umsatzbeteiligung
zahlen,da man weiß,dass er über finanzielle Mittel verfügt,
man auch das F'amt informieren könnte /wird.

Außerdem müsste es dem F'amt auffallen,wenn
ein Betrieb über Jahre mit Verlust arbeitet,dass
dort etwas nicht stimmen kann.


Meine Meinung :
Der Schuß kann ganz gewaltig nach hinten losgehen !!!


Gruß Karin
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gast

Gast
Danke für die Antworten!

Man merkt es u.A. an der Kasse, möchte hier aber nicht so sehr ins Detail gehen.

Ausserdem bin ich nicht die einzige, die mitbekommt, was bei uns vor sich geht. Im Kollegenkreis wird teilweise recht offen darüber gesprochen und es gibt einige, die rein vorsorglich alles sammeln, was sie als Beweis geeignet halten.

Was hätte ich davon, meinen Chef zu Unrecht zu beschuldigen? Ich habe niemanden angezeigt, ich bitte doch nur um einen Ratschlag. Am liebsten wäre mir ja, er würde das einfach lassen. Mir bringt es doch auch nichts, wenn er auffliegt. Langfristig wird er das aber, auch ohne mein Zutun. Also soll ich einfach auf den grossen Knall warten?

Es geht mir doch auch nicht darum, Urlaubsgeld oder sonst etwas zu erpressen. Wie mikenull schon andeutete, bekomme ich das so oder so nicht. Ist doch trotzdem irgendwie verständlich, dass mich das Ganze wütend macht!? Mein Chef war nicht immer so, zumindest glaube ich das. Jemanden zu beschuldigen ist sicherlichlich falsch, aber so etwas zu decken finde ich auch nicht richtig.

Lg
 

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