Hallo Darknight2000!
Ich glaube, dass man nicht mehr viel machen kann, wenn man nur noch wenige Tage zu leben hätte und wenn man auch schon Schmerzen hat etc.
Dann freut man sich wohl meistens nur noch darüber, dass es möglichst schmerzlos vonstatten gehen soll. Ich könnte mir allerdings auch Menschen vorstellen, die bewußt den Kampf mit dem Tod suchen und sich dem Schmerz stellen wollen, indem sie ihm "trotzen" etc. Das wäre wohl nicht mein Ding.
Die meisten wünschen sich wohl ein friedliches Einschlafen. Ich glaube, dass dies auch mein Wunsch wäre.
Ich hänge auch am Leben. Ob man daran hängt, hängt vermutlich auch vom Lebensalter ab. Es ist ein Unterschied, ob man mit 8, 37, 50 oder 79 stirbt. Manche sind einfach lebenssatt oder lebensmüde. Ich selbst habe noch Lebenshunger.
Aber wenn ich die sichere Diagnose hätte, dann würde ich versuchen, mich an sie anzupassen und würdig zu sterben. Wenn ich 50 wäre, würde ich eventuell daran denken, was mir mein Leben bereits gutes gegeben hat. Manche sterben ja auch früher als ich. Aber man soll sich wohl besser nicht vergleichen.
Was mir noch helfen würde, wäre mein Glaube an meine Unsterblichkeit. Ob es wirklich so ist, weiß ich nicht. Aber es spricht meines Erachtens viel dafür, dass ich in irgendeiner Form weiterexistieren werde. Dies macht mich in der Tat lockerer angesichts meines Todes. Es relativiert meinen Tod.
Mann kann es auch ganz knallhart betrachten. Entweder ist alles für immer aus. Dann merke ich es nicht mehr. Und die andere logisches Alternative hieße, dass es weitergeht. Unangenehm ist nur die relativ kurze Zeit zwischen diesen beiden Perioden (meist wegen des körperlichen Schmerzes, aber auch wegen des Abschiednehmens von liebgewonnen Menschen etc).
Ich vertraue darauf, dass mein Tod auch einen Sinn hat, obwohl mir der Zeitpunkt nicht immer passt.