Liebes Forum-Volk,
erstmal allen frohes neues Jahr 2011,
ich habe die ersten 16 Seiten gelesen, und nun die letzte hier.
In der Spannung, ob sich durch den hier eingerichteten und gewollten Austausch, bei dem Einen oder der Anderen etwas verändert hat, habe ich die einzelnen Beiträge gelesen.
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Es gibt so viele Dinge im Leben.
Da sind Faktoren wie Aussehen und Charakter nur ein Teil davon.
Andere Faktoren sind das Gegenüber. Was strahlt er/sie aus? Was möchte er/sie?
Ein Geheimrezept, das goldene Ei, oder Trick 17 beim "klarmachen" bzw. kennenlernen gibt es nicht.
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Es gibt wohl bestimmte Techniken, in welcher Stimmung mit welcher Ausstrahlung jemand rein psychologisch besonders gut beim anderen Geschlecht ankommt.
Bücher sind darüber geschrieben worden, Kurse werden angeboten.
Und verkürzt gesagt: Wertigkeit ist wichtig.
Schaffe ich es jemandem im ersten Gespräch mit einem Lächeln zu begegnen, ihn/sie auf eine gemeinsame Ebene zu holen; sei es durch Witze, Weltanschauung oder andere Dinge, so habe ich ihre/seine Aufmerksamkeit.
Sowas zu trainieren, wie Sport oder ein Hobby kann theoretisch jeder Mensch machen.
Das alles eine Art "Fun" ansehen, denn:
jeder Mensch hat das Recht "Nein" zu sagen. Also egal wie locker, lustig, sportlich und amüsant ein Flirt ist, und egal wie gut jemand ist, im Ansprechen, es kann auch dann noch ein "Nein" von einem selber, oder von der anderen Person kommen.
Und das ist ja auch legitim.
Was ich persönlich auf Dauer quatsch finde, wenn jemand wirklich diese "Anmach-Techniken" auswendig lernt. Ich habe mal zum Spaß oder aus der Not heraus, auch mal gelesen, wie so etwas funktioniert; und wahrscheinlich auch wirklich funktioniert, wenn so etwas konsequent trainiert wird.
Aber: es kotzt mich persönlich an.
Die Gesellschaft ( Männer wie Frauen) lässt sich nun mal nach bestimmten Verhaltensmustern ködern. Die jeder Mensch, wenn er es denn möchte, sich antrainieren kann.
Aber: wer bin ich dann selber? Wenn ich mich so verbiege, damit ich in jedem Fall Erfolg bei dem Partner meiner Wunschvorstellung habe?
Und darauf kommt es, denke ich mir, viel eher an.
Zu sich selber zu stehen.
Wenn jemand mit sich im Unreinen ist, manche Sachen an sich nicht mag; oder gerade keinen Sex mit anderen haben möchte, oder vielleicht lieber länger über sich und seine Probleme nachdenken möchte- jeder soll tun und lassen können, was er möchte.
Es ist im Grunde nicht schlimm, allein zu sein - die Frage ist nur: mache ich mir selber deswegen viele Gedanken darum, verzweifle ich gerade, oder nehme ich es gelassen hin?
Denn: so sehr das Umfeld, die Kollegen, Freunde, Fremde oder Leute hier im Internet etwas erzählen wollen ( einschließlich mir), jeder selber entscheidet, wie wertvoll, wichtig und unbedingt notwendig das Thema "Beziehung haben" oder "Single-sein" für ihn ist.
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Generell ist es mir bisher im Leben so ergangen, wenn ich wegen einer Sache innerlich mich besonders unter Druck gesetzt habe : "scheisse- du musst eine Beziehung haben.." "scheisse, du musst dies...musst das unbedingt, ohne wenn und aber haben..."
dann ist das Gegenteil passiert. Der innere Druck, etwas bestimmtes zu wollen, hat sich nicht nur menschlich, sondern auch überall dort negativ ausgewirkt, wo ich etwas wirklich unabdingbar wollte.
Wahrscheinlich ist das die Psyche. Die immer dann mit reinspielt, wenn der Mensch (allgemein gesehen) etwas wirklich zwanghaft möchte.
Das strahlt der Mensch nicht nur Aussen, bei anderen ab, sondern auch sich selber gegenüber.
Er konzentriert sich auf das, was er nicht hat, auf einen Mangel, den er unbedingt beseitigen möchte.
Der Mensch ist unzufrieden mit sich und der aktuellen Situation. Er möchte die Situation schnellstmöglich, auch unter großem Kraftaufwand ändern.
Und das geht dann schief.
Das Ergebnis, oder die Lösung ist: Entspanntheit. Gelassenheit.
Freude an dem, was das Leben bisher zu bieten hat.
Mir ist es mehr als einmal passiert, wo ich locker und ohne Zwang gewesen bin, dass es dann in Beziehungen ging.
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Ob das ein Patentrezept für alle ist, weiß ich nicht.
Da jeder Mensch meine Worte anders lesen, und anders verstehen wird.
Für jeden wird das Wort "Beziehung" auch in Details wohl etwas anderes bedeuten.
Oder das Wort "Liebe" - da wird jeder mehr als einen Satz zu schreiben können, und doch anders dabei empfinden. Weil er andere, eigene, persönliche Erlebnisse und Assoziationen dabei hat.
Ich kann, um hier zu einem Ende zu kommen, jedem als Idee hier mit auf den Weg geben, sich offen und ehrlich sich selber die Frage zu stellen, was er wirklch will.
Ob er Männer, Frauen möchte?
Für eine Beziehung? Und was das wirklich für ihn heisst im Einzelnen? ( wie das aussehen soll)
Und wie gut er sich selber mag; was er in einer Beziehung geben kann?
Denn jemand, der nur Liebe möchte, hat einen Mangel.
Jemand, der Liebe geben kann, ein Vermögen.
Und je mehr ich etwas brauche, umso weniger kann ich etwas anderen geben.
In diesem Sinne Alles Gute nochmals zum neuen Jahr 2011
Liebe Grüße
p.s.: ich überlege mich, hier wieder anzumelden...aber ich dreh hier zu schnell durch... *gg 😉... ich glaub, ich bleibe unsichtbarer "Gast" 🙂