Vielen Dank für die schnellen und zahlreichen Rückmeldungen!
Kurz, ich arbeite in unserer eigenen Familienfirma nun seit über 6 Jahren. Erst seit ca. 1,5 Jahren gibt es Konflikte mit meinen Eltern. Meine Mutter ist nie im Betrieb, mein Bruder auch nicht. Mein Vater seit ein paar Jahren immer weniger und dieses Jahr nur noch sporadisch.
Ich leite die Firma mittlerweile und es läuft gut, ich möchte nicht alles einfach aufgeben und werde trotzdem noch was das "Unternehmertum" angeht bisschen die Unterstützung vom Vater benötigen.
Aber auch hier habe ich Druck, ich hatte schon mal daran gedacht aufzuhören, weil ich mich eher als Fachkraft sehe und nicht Unternehmer. Am Anfang durfte ich mir anhören, dass ich doch hier viel mehr Geld verdiene, mir Sachen über die Firma kaufe usw. Als ich mir einmal nach 7 Jahren einen neuen PC gekauft habe durfte ich mir anhören, dass ich mir den in einem anderen Job nicht hätte leisten können, dabei bin ich Ingenieur und bilde mich weiterhin in meinem alten Job weiter, damit ich jederzeit wieder zurückgehen könnte.
Irgendwann haben die es eingesehen und gesagt, sie würden mich unterstützen wenn ich aufhöre. Alles klar. Jetzt ist es wieder so weit, dass davon nichts übrig geblieben ist. Ich will definitiv nicht mehr aufhören, aber ich bekomme weder von der Mutter noch von meinem Bruder mal Unterstützung in der Firma. Mein Bruder kassiert jeden Monat 600 € trotzdem ab. Ich sagte, entweder bekomme ich die Hälfte zurück oder du schaffst jetzt mal hier. Wir haben uns darauf geeinigt, dass das Geld auf ein Tagesgeldkonto geht und wir Urlaub damit machen werden. Für meine Eltern eine Katastrophe wie geizig ich sei uvm.
Ich darf von meinem Vater anhören, dass ich schon ein teures Auto über die Firma fahre, obwohl er es mir damals nebenbei empfohlen hat, selbst aber insgesamt vier Fahrzeuge angemeldet hat.
Zur Unterstützung/Widerspruch. Ich bekomme Unterstützung ala Ratschläge geben, aber wenn ich Hilfe benötige wie in der Firma kommt nichts. Ich hatte einmal die Uhrzeit vergessen als ich meine Thesis geschrieben habe und den vorletzten Bus verpasst, der letzte wäre 1,5h später gekommen und fragte, ob mich meine Mutter abholen könne (mit dem Auto 5 Minuten entfernt, zu Fuß 30 Minuten, zumal ich auch zwei volle Beutel Bücher dabei hatte.), die Antwort: Nein. Mein Vater brachte lieber einmal meinen Bruder zu seiner Uni Klausur und wartete dort, als mir bei einer wirklich sehr dringenden Angelegenheit in der Firma zu helfen.
Ich habe auch nie Entschuldigungen gehört, dass es doof war, sondern immer, sie hätten es so nicht gemeint oder mich falsch verstanden. Ich habe ein Nein von beiden immer einfach akzeptiert, mein Bruder zickt dann immer herum. Meine Gefühle waren verletzt, aber das spielte nie eine Rolle.