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Dauerhafte Kopfschmerzen

G

Gast

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Hallo,
ich bin 17 Jahre alt und ich habe folgendes Problem:
Ich habe nun seit ca. einem Jahr ununterbrochen Kopfschmerzen. Ich fühle mich immer schlapp, müde und energielos. Die Kopfschmerzen sind kaum auszuhalten und ich bekomme dauernd Heulkrämpfe, weil die Schmerzen einfach unerträglich sins. Ich war schon bei vielen verschiedenen Ärzten, aber keiner kann eine Ursache feststellen und ich habe auch schon so ziemlich jedes Schmerzmittel ausprobiert, aber sie helfen mir alle nicht mehr. Die Schmerzen werden nur für meistens zwei Stunden etwas weniger, wenn mir mein Arzt so ein Betäubungsmittel in die Schläfen und den Hinterkopf spritzt.
 

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Zebrafellchen

Aktives Mitglied
Wurden Deine Wirbelsäule und Nacken mal ordentlich untersucht? Das könnte durchaus auch die Ursache sein.
Wenn noch nicht, dann würde ich Dir empfehlen zu einem Chiropraktiker zu gehen.
 
G

Gast

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Ja, das mrt war ohne Befund und beim Chiropraktiker war ich auch schon.
Also ich habe seit 2 Jahren Depressionen und ritze mich auch und könnte eigentlich ununterbrochen schlafen, aber das weiß nur meine Psychologin. Ich traue mich nicht das meinem Arzt oder meinen Eltern zu sagen und jetzt kann ich vor Kopfschmerzen seit ca 2 Tagen kaum was essen, weil mir so schlecht vor Schmerzen ist. Es wird einfach immer schlimmer.
 

PsychoSeele

Urgestein
Huhu,

nimmst du dauerhaft oder mehrmals in der Woche Schmerzmittel?

Wenn ja, Kopfschmerzen können auch von Schmerzmitteln ausgelöst werden (Analgetikakopschmerz). Das ist eine typische Nebenwirkung.

Kopfschmerzen können zb. auch auftreten, wenn man nicht richtig sehen kann bzw wenn es Probleme mit den Augen gibt.

Ich wünsche dir das es dir bald wieder besser geht. Kopfschmerzen sind einfach schlimm..

Liebe grüße
SchwarzeSeele
 
W

Wannahelp

Gast
Oh je, Du Arme! :(

Hast Du vielleicht Migräne? Das äußert sich nicht unbedingt immer in einem einseitig, pochenden Schmerz. Manchmal ist der Schmerz stechend, manchmal dumpf, manchmal beidseitig.
Meine eigene Migräne ist von den Symptomen her sehr untypisch. Aber es ist tatsächlich Migräne. Das habe ich dadurch heraus gefunden, dass ich in die Apotheke ging und Dolortriptan kaufte.
Als ich das nahm, war der Schmerz weg.
Paracetamol, Ibuprofen, und alles andere kann man vergessen. Es helfen nur Triptane wie zB Formigran (sehr gut), Naratriptan oder Sumatriptan (gut, aber verschreibungspflichtig).
Wenn Du Dir Triptane in der Apotheke kaufst, kostet eine Packung etwa 10 Euro für nur zwei Tabletten. Doch wenn Du siehst, die Tablette schlägt an und hilft, dann weißt Du endlich, was los ist.
Danach kannst Du immer noch zum Arzt gehen und sagen "ich habe mir Formigran, Naratriptan (eben ein Triptan) gekauft; und es hat geholfen, also habe ich Migräne und bitte um etwas Langfristiges dagegen."
Manchmal braucht man in so einem Fall eine Mischung aus Triptanen und AntiDepressiva. Auch Mutterkraut kann unterstützend helfen. zb nehme ich Formigran oder Sumatriptan, Opipramol und Mutterkrautkapseln. Tolle Kombi (ist individuell natürlich verschieden)

In der Apotheke kann es passieren, dass man Dich fragt, ob Du eine diagnostizierte Migräne hast. Sag am besten Ja, kaufe Dir zwei Tabletten und nehme nur eine. Besser Du kaufst Dir mal eine 10 Euro Packung Triptane als wenn man niemals heraus findet, was los ist.

Ich habe fünfzehn Jahre lang nicht erkannt, dass ich Migräne habe (weil ich keine Aura hatte, kein Pochen, nur stechenden oder dumpfen Schmerz...der aber furchtbar war). Als ich dann endlich ein Triptan ausprobierte, war das wie eine Erleuchtung.

Manche schlimmen Schmerzen vergehen auch mit der Zeit. Es gibt Hoffnung. :)
Und manche Krankheiten haben Symptome, die in keinem Medizinlexikon stehen.

Alles Gute Dir und gute Besserung! :)
 
G

Gast

Gast
Das ist ein sehr gefärlicher Rat, jemanden aufzufordern Triptane in der Apotheke zu kaufen und die Apotheker zu belügen.
Triptane können für Nicht-Migräniker sehr gefährlich sein und u.a. zum Schlaganfall führen! Die gleichzeitige Einnahme von Triptanen und Antidepressiva kann außerdem zum gefährlichen Serotonin-Syndrom führen. Triptane sind außerdem keine Dauerlösung, da man davon "abhängig" werden und medikamenteninduzierte chronische Kopfschmerzen bekommen kann.

Was sind das für Kopfschmerzen? Sind sie pochend, drücken, ziehen sie, hast du sie an den Schläfen, an der Stirn, im Hinterkopf? Hast du vorher, währenddessen oder nachher andere Begleitsymptome wie Sehstörungen, Taubheitsgefühle, Kribbeln, Lärm- und Lichtempfindlichkeit, Übelkeit usw.? Wann treten diese Kopfschmerzen auf? Wann haben sie angefangen? Wie sieht es bei dir eigentlich mit Stress aus? Gehst du noch zur Schule? Fühlst du dich dort wohl? Sind Kopfschmerzen in der Familie bekannt? Hatten deine Eltern Migräne in ihrer Jugend?

Ich selber hatte für etwas mehr als 2 Jahre jeden Tag (!) starke Migräneanfälle. Auch bei mir hat man nichts gefunden. Es hat außerdem mehrere Monate gedauert, bis man bei mir Migräne diagnostiziert hat. Ich kann mir vorstellen, wie du dich fühlst. Bei mir haben die Auraysmptome (Übelkeit, unregelmäßiger Herzschlag, Kribbeln und Taubheitsgefühle, Geschmacksveränderungen, Zahnschmerzen) bereits mehrere Stunden vor den Kopfschmerzen angefangen, sodass es schwierig war, festzustellen ob es Migräne ist oder nicht.

Ich hatte anfangs Migräne v.a. bei Schlechtwetter, dann wurde es auch zyklusabhängig. Irgendwann hatte ich jeden Tag Migräne, vor allem nachmittags oder gegen Abend, 2-4 Stunden nach dem Mittagessen. Später fing die Migräne bereits 1-2 Stunden nach dem Frühstück an. Und irgendwann hatte ich dauernd Migräne. Der Anfall fing mit dem Aufstehen an und hörte meistens abends auf, als ich ins Bett bin. Aber manchmal konnte ich auch nachts nicht schlafen oder bin aufgewacht, weil ich Schmerzen hatte und mir so schlecht war. Schmerzmittel habe ich nur selten genommen, weil es meistens nichts half. Triptanen war ich sehr skeptisch gegenüber, weil sie die Aurasymptome so sehr verstärkt haben, dass ich allein deshalb bettlägerig war, auch ohne Kopfschmerzen. Außerdem steht in der Packungsbeilage, dass man sie nur nehmen soll, nachdem die Aura aufgehört hat, aber ich hatte teilweise auch nach dem Migräneanfall noch Aura.

Ich habe die Migräne durch eine Ernährungsumstellung "in den Griff" bekommen. Ich hatte auch alles versucht, angefangen von Homöopathie bis hin zu Kräutertees, da mir Ärzte nur Triptane und andere Schmerzmittel verschrieben haben und ich die nicht nehmen wollte. Sie halfen ja auch nur an dem Tag, an dem ich sie genommen habe. Dass die Kopfschmerzen auch durch die Ernährung kommen könnten, habe ich im Internet gelesen. Ich habe dann mit einem Arzt abgesprochen, dass man es versuchen könnte.

Vielleicht wäre das auch bei dir einen Versuch wert? Ich habe die (ziemlich strengen) Ernährungslisten auf histaminintoleranz.ch so lange eingehalten, bis die Kopfschmerzen weg waren. Bereits am dritten Tag nach der Ernährungsumstellung haben sich die Kopfschmerzen gebessert (u.a. waren die Sehstörungen weg), sodass ich wusste, dass ich auf dem richtigen Weg war. Nach etwa 2-3 Monaten waren meine Kopfschmerzen weg. Ich habe dann angefangen, langsam wieder "normale" Lebensmittel einzuführen. Ich habe dann festgestellt, dass ich nichts aus Weizenmehl essen kann, keine Tomaten sowie keine Fertigprodukte. Solange ich mich daran halte, geht es mir mehr oder weniger gut. Wenn ich ein Weizenbrötchen esse, bin ich 3 Tage lang im Bett und es geht mir 2 Wochen lang total schlecht. Ich würde dir raten, mal mit deinem Arzt zu besprechen, was er von einer Ernährungsumstellung halten würde.

Mir selbst kam auch komisch vor, dass ich nach jedem Essen, aber vor allem nach dem Mittagessen, auf einmal so müde war, dass ich ins Bett musste, und das mit Anfang 20.

Falls auch du solche Beobachtungen gemacht hast (Müdigkeit nach dem Essen, Kopfschmerzen anfangs v.a. nach dem Essen), könnte es einen Versuch wert sein. Ob du Migräne hast oder nicht kann nur ein Arzt diagnostizieren. Bitte gehe nicht in die Apotheke um verschreibungspflichtige Medikamente zu besorgen, die gefährlich sein könnten.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft im Kampf gegen die Kopfschmerzen. Denn dass das so nicht weitergeht, das ist klar.
 

Kontor

Aktives Mitglied
Das kann viele Ursachen haben. Angefangen von Psyschichen Problemen ,wie du bereits schon schriebst. Auch das kann sowas auslösen bis hin zu einem Tumor. Obwohl ich da jetzt nicht denn teufel an die Wand malen will. Ein Gang in die psychiatrie sollte da eig. mal für angebracht sein , das praktisch alles mal richtig durch geschaut wird.

Gute Besserung
 
W

Wannahelp

Gast
Das ist ein sehr gefärlicher Rat, jemanden aufzufordern Triptane in der Apotheke zu kaufen und die Apotheker zu belügen.
Triptane können für Nicht-Migräniker sehr gefährlich sein und u.a. zum Schlaganfall führen! Die gleichzeitige Einnahme von Triptanen und Antidepressiva kann außerdem zum gefährlichen Serotonin-Syndrom führen. Triptane sind außerdem keine Dauerlösung, da man davon "abhängig" werden und medikamenteninduzierte chronische Kopfschmerzen bekommen kann.
Ui...Du scheinst echt Ahnung zu haben.
Doch wenn einem das Gesundheitssystem nicht hilft...was soll man tun?

Hätte ich mir damals keine Packung mit zwei Triptanen (aus Verzweiflung) in der Apotheke gekauft, wüsste ich immer noch nicht, dass ich Migräne habe. Ärzte fragen immer nur "pocht es, ist der Schmerz einseitig, haben Sie Sehstörungen, eine Aura"...die typischen Migräne Symptome eben. Und wenn man dann zu allem "nein" sagt, hat man keine Migräne. Abarbeitung von Patienten nach Schema F halt- aufgrund von fehlender Zeit und verrückten Punktesystemen, Maßregelungen durch Krankenkassen und co. Leider. :( Doch ich habe trotz atypischer Symptome garantiert eine Migräne, weil nur dann die Triptane helfen.

Generell bin ich auch kein Fan davon sich einfach mal so ein starkes Medikament aus der Apotheke zu holen. Doch die Gefahr, dass bei einer einzigen Einnahme einer (!) Tablette etwas passiert, halte ich für geringer als dass die Fragestellerin immer mehr zermürbt wird, wenn das so weitergeht. Außerdem sind die Triptane aus der Apotheke niedriger dosiert als die, die man vom Arzt bekommt.

Triptane und Antidepressiva (da gibt es ja viele verschiedene) nehme ich zusammen- aber unter Anleitung des Arztes. Alleine würde ich mir eine Dauerbehandlung mit dem einen oder dem anderen -oder gar beidem zusammen- auch nicht zutrauen.

Doch wie das bei Ärzten nun mal so ist: man bringt am besten seine eigene Diagnose mit. :) Na ja, nicht ganz. Doch ich hätte mir 15 Jahre lang Leid durch einmal Pinocchio spielen in der Apotheke ersparen können. Hätte ich das eher getan.
Als ich nach meinem ersten Triptan zum Arzt ging, verbesserte sich mein Leben deutlich.

Doch vorsichtig sein muss man natürlich. Vielleicht auch am besten kein Triptan bei zu hohem Blutdruck einnehmen. Oder wenn man eine hoch dosierte Pille nimmt (auch nicht ohne)
Und ohne ärztlichen Rat Kombinationen aus starken Medis sowieso nicht.
 

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