Meine Tochter wurde von ihrem Kindsvater verlassen, als das Baby noch ganz klein war. Das war ein schrecklicher Schock. Er war ihr Erster, es war sehr, sehr romantisch, aber beide ( er zumindestens mit seinen damals achzehn Jahren) war einfach überfordert.
Ein Nachbar mit damals 55 Jahren half damals mit, kümmerte sich rührend um die beiden und war echt ein väterlicher, sehr verständnisvoller und lieber Freund- es wurde mehr daraus, sie wurden ein Paar. Mein Ex war eher ein Vater, der zu unserer Tochter distanziert war- hier holte sie das nach. Mein Mädchen brauchte das, sie wollte es so, das war ihre Entscheidung, da wurde nicht gebaggert und unter Druck gesetzt. Sie liebte ihn- drei Jahre etwa war jener Pflaster, Halt, Papa, Liebhaber, alles in einem.
Dann zog ihr zukünftiger Ehemann in dieses Mehrparteienhaus und der war etwa gleich alt, man unterhielt sich vorm Haus gern auf der Gemeinschaftsbank, man ging zusammen Gespräche ein, es kam zum Löslösen von jenem, der andere übernahm...rund um die Uhr praktisch betreut, geliebt, versorgt... immer war jemand da. Alles zur rechten Zeit, alles wie geplant von einer unsichtbaren Hand.
Der ältere Mann, mit dem ich übrigens noch immer gern rede, wenn wir uns wo sehen, der hat bald darauf wieder ein sehr junges Mädchen als offizielle Freundin gehabt, warum nicht?
Der war alles andere als ein Sexist, eher im Gegenteil. Ein Mensch zum Anlehnen und Wohlfühlen.
Welcher Typ ist der Lehrer? Wieso denkt man bei ihm, er ist suspekt?