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Das Schicksal?

Armadillo Quintero

Aktives Mitglied
Hallo,

mich würde mal interessieren ob ihr an das Schicksal glaubt? Dass alles was geschieht irgendwie einen Sinn hat, dass jedes Ereigniss, ob positiver oder negativer Natur vorbestimmt ist und zum großen Plan des Schicksals des einzelnen Individuums gehört.

Oder meint ihr vielleicht ist das glauben an das Schicksal nicht mehr einfach nur eine Kapitulation und aufgabe des eigenen seins ist? Wenn man einfach das Leben auf sich zukommen lässt und dann mal sagt, wenn etwas negatives passiert: "Ops, naja war halt mein Schicksal, da kann ich jetzt auch nichts dran ändern."

Oder man hat einen völligen Einfluß auf sein Leben und die absolute Kontrolle was geschieht, man ist des eigenen Glückes schmied und sowas wie Schicksal und Vorbestimmung gibt es nicht. Das ganze Leben ist das Ergebniss des eigenen Handelns.

Was ist dann aber mit den Ereignissen auf die man keinen Einfluß hat und haben kann? Beispielsweise ein Gewinn im Lotto, ein plötzlich Unfall oder gar unerwarteter Tod. Man hätte ja nichts dagegen machen können, egal wie bemüht man gewesen wäre sein eigenes Leben selbst zu gestalten, die absolute Kontrolle hat man nie, gibt es also doch sowas wie Schicksal?

Ich kam auf die Idee darüber nachzudenken weil sovieles in meinem Leben in letzter Zeit passiert ist. In den letzten 2 Woche hatte ich 2 Situationen wo ich eigentlich nur knapp einem schweren Unfall entgangen bin, der entweder im Krankenhaus oder mit meinem Tod geendet hätte. Ich hatte auf diese Ereignisse garkeinen Einfluß gehabt, und doch haben da Kleinigkeiten zwischen Leben und Tod entschieden. Ich verstehe das nicht, wenn es nur etwas anders gelaufen wäre, ein ganz klein wenig, könnte ich jetzt nicht hier sitzen und das hier abtippen. Also warum bin ich noch hier?
 
Zuletzt bearbeitet:

Hallo Armadillo Quintero,

schau mal hier: Das Schicksal?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Ich verstehe das nicht, wenn es nur etwas anders gelaufen wäre, ein ganz klein wenig, könnte ich jetzt nicht hier sitzen und das hier abtippen. Also warum bin ich noch hier?

Nun, weil hätte wäre wenn es ein kleines bisschen anders gelaufen wäre du nicht mehr da wärst. Und das ist es nunmal nicht, deswegen bist du noch da.

An das Schicksal so wie du es definierst glaub ich nicht denn das führt zu Hätte-Wäre-Wenn-Gedanken die an bereits eingetretenen Umständen nichts mehr ändern.

Bestimmte Ereignisse führen zu Gedankenanstößen, Gedanken die schon länger nicht aufgekommen sind. Ein Sinn für diesen Gedankenanstoß gibt es nicht.
 
Was ist aber wenn das Leben eines menschen irgendwo feststeht und das Ende genau in den Augenblick eintritt in dem es bestimmt ist. Würde also heißen, dass meine Zeit da noch nicht gekommen ist und ich irgendwas noch auf dieser Welt erledigen muss bevor ich "das zeitliche" segne. Doch was es ist, kann ich es nicht mal erahnen. Ich bin nur ziemlich müde und habe keine Lust zu leben, das ist ja das Problem.
 
Ich bin nur ziemlich müde und habe keine Lust zu leben, das ist ja das Problem.

Dann ist es natürlich sehr ärgerlich, dass du diese zwei Situationen so gut überstanden hast - Gemeinheitsmodus aus.

Also ich finde diees Thema im Grunde äußerst interessant.

An Schicksal in dem Sinne einer Vorbestimmung glaube ich nicht. Dazu bedürfte es einer irgendwie gearteten Macht über uns , also soetwas wie Gott oder ähnliches. An die Existenz einer solchen "Institution" glaube ich nicht und daher auch nicht, dass z.B. schon bei deiner Geburt "feststeht", dass du am Tag X im Lotto gewinnst, am Tag Y einen Verkehrsunfall glücklich überlebst und am Tag Z an Krebs stirbst. Auch denke ich nicht, dass alles was geschieht, wie in deinem Beispiel in einer brenzligen Situation durch Glück dem Tod von der Schippe zu springen, einen tieferen Sinn hat. Sehr wohl aber bin ich mir 100 % sicher, dass alles was einem widerfährt, eine, wenn auch kleine Prägung hinterlässt.

Was ich aber auf jeden Fall glaube, dass unser Leben in großen Teilen, oder zumindest in viel größeren Teilen als die Meisten Menschen wahrhaben wollen, vom Schicksal im Sinne des Zufalls bestimmt wird. Es gibt, wie du schreibst, viele Dinge, die wir nicht beeinflussen können und mindestens nochmal so viele, von denen wir uns nur einbilden sie beeinflussen zu können, die aber nicht selten "über Leben und Tod" entscheiden. Halte daher absolut nichts von so Thesen wie "jeder ist seines Glückes Schmied" oder von den, auch hier im Forum sehr stark präsenten Gruppe der "man kann mit der Kraft der Gedanken alles selbst bestimmen, es gibt keinen Zufall".

Grüßle

Schlumpf
 
Also warum bin ich noch hier?

Weil deine Lebensuhr noch nicht abgelaufen ist.

Schicksal ist in diesem Zusammenhang, dass du mal über dein Leben und wie du es erlebst, bzw. wie du es lebst, nachdenkst. Irgend etwas läuft schief, dass du diese Unfälle gehabt hast. Mit dabei ist wahrscheinlich eine starke Todessehnsucht, weil dir dein Leben nicht gefällt, so wie es derzeit läuft. Mit den Unfällen hast du die chance dich mal auf etwas anderes zu konzentrieren, als auf den lästigen Alltag. Sie sind aber nur der Gipfel des Eisberges, der in dir schlummert, bzw. wütet. Das heißt, die Unfälle sollen dir dazu verhelfen, wieder deine eigene Spur zu finden.

LG Dame
 

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