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Das Modell Familie am Ende?

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Nö, das was die Kirche dazu sagt, kann nicht ironisch sein. Die meinen das ernst. Der Fehler vieler Menschen liegt darin, die Aussagen von Kirchen nicht ernstzunehmen. Die meinen genau das was sie sagen. ( irgendwann zitiere ich auch noch aus dem Kapitel mit der Keuschheit )
 
Nö, das was die Kirche dazu sagt, kann nicht ironisch sein. Die meinen das ernst. Der Fehler vieler Menschen liegt darin, die Aussagen von Kirchen nicht ernstzunehmen. Die meinen genau das was sie sagen. ( irgendwann zitiere ich auch noch aus dem Kapitel mit der Keuschheit )
Mag sein, aber tun sie auch das was sie sagen?

Ich mein, der wachsende Differenzierung geht ein wachsende Widersprüchlichkeit einher. Das zeigt doch der Thread; eine Sowohl-als-auch-Kultur.
Wer also Keuschheit predigt, möchte eigentlich viele Kinder.😀
 
Ich wollte damit nur andeuten, woher ( und wie alt ) die Gedanken dazu einiger sein könnten. Das die Kirchen auf jeden Fall lustfeindlich sind ( warum weiß auch irgendwie keiner ) ist ja keine Frage. Übrigens gab es mal vor einiger Zeit ein Interview mit einem der Abba-Männer. Der Interviewer sprach wohl darauf an, warum sich die vier Mitgleider getrennt bzw. geschieden hätten und das ja auf die deutschen Fans sooo schlecht wäre. Und da kam die Antwort, daß dies in Schweden ganz normal wäre, daß sich Paare trennen und sich wieder neue Partner suchen. Tja, und mehr wird ja hier eigentlich auch nicht gesagt.
 
Ich bin einfach auch der Meinung, dass heutzutage nichts wirklich langfristig hält. Man sieht es ja zu Genüge.

Dir ist zuzustimmen, wobei ich genau genommen lieber "fast alles " anstelle von "nichts" formulieren würde.
Und jetzt wird es eigentlich erst interessant: Ist es gut, wenn fast alles oder nichts wirklich langfristig hält?
 
Ich bin überhaupt nicht heirats- und familiengründungsgeil. 😀
Kann mir das irgendwie überhaupt nicht vorstellen, selbst Kinder zu haben; ja und das obwohl ich eine Frau bin und obwohl ich sogar als Lehrerin arbeite und eigentlich schon immer viel mit Kindern zu tun hatte (Nachhilfe, Babysitting, Nannystelle im Ausland usw.). Mich zieht es da absolut nicht hin.
Ich stehe auch dazu, dass ich gerne frei entscheide, lieber alleine lebe, mein Ding durchziehe usw. Ich weiß nicht einmal, ob ich mit einem Partner zusammenziehen möchte.

So, damit Burbacher und Nordrheiner mal was Anderes zu lesen bekommen. 🙂

Es klingt fast alles ganz sympathisch. Fast.. Was Du unter Partner verstehst, kann ich nicht nachvollziehen.

Es wäre falsch, Burbacher und mich als Menschen zu verstehen, die als gute Lebensform nur Familie und Ehe kennen.
 
Leute, mal so nebenbei: Ich bin kein Mensch, der mit geschlossenen Augen durch die Welt geht. Und, was Ehe und Familie angeht, sind mir in meinem bisherigen Leben auch die Brüche nicht verborgen geblieben.
Eins jedoch unterscheidet mich in meiner Einstellung zu diesen Fragen. Ich beklatsche nicht, dass Familien zerfallen und ich kann in der Regel darin keinen Fortschritt erkennen, sehe ich doch in den meisten Fällen, in denen das geschieht, immer auch Elend, wenn nicht sogar überwiegend Elend, was in erster Linie die Kinder betrifft, aber auch die Paare selbst.
Mir ist also nicht klar, warum hier einige so tun, als verschieße sich ein Zeitgenosse wie ich oder auch Nordrheiner der Wirklichkeit.
Ich habe große Zweifel, und die kommen nicht nur aus dem Bauch, dass eine solche Entwicklung den Menschen wirklich gut tut oder ihnen sogar als Fortschritt erscheint.

Burbacher
 
Und jetzt wird es eigentlich erst interessant: Ist es gut, wenn fast alles oder nichts wirklich langfristig hält?

Meinst du das findet jemand gut? 😕

Du stehst immer noch an der gleichen Stelle wie vor 200 Seiten und verstehst nicht, dass es Menschen gibt die einfach auf diese heutige Situation entsprechend reagieren. Indem sie zb. nicht heiraten und keine Kinder bekommen - also keine Familie begründen. Um eben nicht Prozentual mit in die Scheidungsrate einzufliessen.

Diesen möchtest du aus ihrer Handlungsweise aber doch keinen Strick drehen, oder?
 
Leute, mal so nebenbei: Ich bin kein Mensch, der mit geschlossenen Augen durch die Welt geht. Und, was Ehe und Familie angeht, sind mir in meinem bisherigen Leben auch die Brüche nicht verborgen geblieben.
Eins jedoch unterscheidet mich in meiner Einstellung zu diesen Fragen. Ich beklatsche nicht, dass Familien zerfallen und ich kann in der Regel darin keinen Fortschritt erkennen, sehe ich doch in den meisten Fällen, in denen das geschieht, immer auch Elend, wenn nicht sogar überwiegend Elend, was in erster Linie die Kinder betrifft, aber auch die Paare selbst.
Mir ist also nicht klar, warum hier einige so tun, als verschieße sich ein Zeitgenosse wie ich oder auch Nordrheiner der Wirklichkeit.
Ich habe große Zweifel, und die kommen nicht nur aus dem Bauch, dass eine solche Entwicklung den Menschen wirklich gut tut oder ihnen sogar als Fortschritt erscheint.

Burbacher

Statt zu kritisieren, sollte man vielleicht mal eine Gesellschaft darstellen, in der es besser wäre.

Ich sehe das so: Wir haben viele Freiheiten gewonnen, Frauen haben sich emanzipiert, viele leben im Wohlstand, wir haben soziale System, uns stehen viele technische Möglichkeiten zur Verfügung.

In anderen Ländern dieser Welt gibt es weder Sozial- noch Rentensystem. Familie und Kinder sind überlebensnotwendig. Frauen werden zwangsverheiratet und dürfen nicht den Finger heben wenn ihre Männer sie unterdrücken. Die Armut ist so groß, dass man Resourcen in einer Familie vereinen muss. Kinder ziehen nicht aus, weil Wohnungen zu teuer sind, die Familie bleibt in einem Mehrgenerationenhaushalt vereint. Bei der Feldarbeit muss die ganze Familie zusammen arbeiten. Wenn was kaputt ist, ruft man nicht den Handwerker, sondern braucht Freunde und Familie.

Ist unser "Problem" die eigene Freiheit?
 
Statt zu kritisieren, sollte man vielleicht mal eine Gesellschaft darstellen, in der es besser wäre.


Ich sehe das so: Wir haben viele Freiheiten gewonnen, Frauen haben sich emanzipiert, viele leben im Wohlstand, wir haben soziale System, uns stehen viele technische Möglichkeiten zur Verfügung.
Dafür bin ich dankbar.

In anderen Ländern dieser Welt gibt es weder Sozial- noch Rentensystem. Familie und Kinder sind überlebensnotwendig. Frauen werden zwangsverheiratet und dürfen nicht den Finger heben wenn ihre Männer sie unterdrücken. Die Armut ist so groß, dass man Resourcen in einer Familie vereinen muss. Kinder ziehen nicht aus, weil Wohnungen zu teuer sind, die Familie bleibt in einem Mehrgenerationenhaushalt vereint. Bei der Feldarbeit muss die ganze Familie zusammen arbeiten. Wenn was kaputt ist, ruft man nicht den Handwerker, sondern braucht Freunde und Familie.

Ist unser "Problem" die eigene Freiheit?

Die letzte Frage ist eine gute.
Ich habe manchmal den Eindruck, dass Freiheit auch zu einer inneren Entfernung führt. Menschen entfernen sich voneinander oder finden nur schwer zueinander, trotz äusserliche Nähe. Äusserlich in Gesellschaft - innerlich alleine.
 
@ Nordrheiner und Burbi:
das kam anders rüber vorher. Ok. 🙂

Um Nordrheiners Frage zu beantworten. Ein Partner ist jemand, mit dem einen Gefühle verbinden, als bloß mal "ich finde denjenigen nett" und mit dem man Sex hat und mit dem man eine ehe-ähnliche Gemeinschaft bildet, so man es denn will. 🙂 Wobei ich ja nicht zu diesen Zusammenzieh-Fetischen gehöre. 😉
 
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