Ich erzähle mal gerne was der Gemeinde noch dazu - heute Morgen ist mir zufällig ein Name eingefallen; wahsrcheinlich weil ich einen Auftrag für einen Kunden namens "Strauß" bearbeitet habe.
Strauß? Da war doch was vor vielen Jahren?
Ja, ich habe etwa 1977 im Umschulungszentrum ( ich mußte wegen diverser Gebrechen umschulen ) einen damals vielleicht 30 jährigen Mann aus Bayern kennengelernt, der erstaunlicherweise immer der Fröhlichste von allen war und der insgesamt esowas wie den totalen Optimismus verteilte. Erstaunlich deshalb, weil der Mann im Rollstuhl saß und keine Beine hatte. Irgendwann haben wir einen zusammen gehoben und ich habe mich bei ihm vorgetastet. Das ist normal, denn wer sich damit auskennt, weiß, daß sehr oft die Schwer-und Schwerstbehinderten die augenscheinlich lustigsten Menschen sind.
Nun, wie war seine Geschichte? Er hatte als junger Kerl bei der Bahn gelernt. Ich weiß es heute nicht mehr so genau, ich glaube, bei der Bahnpolizei. Jedenfalls ist ihm eines Tages auf dem Bahnhof ( auf seinem Bahnhof ) eine junge Frau aufgefallen, die Anstalten machte sich dort vor auf die Gleise vor einen durchfahrenden Zug zu werfen. Er rannte wohl los und es gelang ihm auch die Frau nach der anderen Seite weguzustoßen, aber er selbst.... Wie sich dann herausstellte hatte die Frau wohl irgendwo ein Schmuckstück geklaut, war erwischt worden und wollte sich dem familiären Schmach nicht aussetzen.
Für mich ( als lächerlich leicht behinderten Menschen ) war dieser Mann damals ein Grund, meine Blessuren nicht mehr so schrecklich ernst zu nehmen. Und in Menschen Vorbilder zu sehen, die auch nach schrecklichsten Niederschlägen sich sofort wieder an den Aufstieg machen.