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Das gefühl nirgendwo reinzupassen

Twilight

Aktives Mitglied
Hallo,

Ich weiß nicht was ich mir erhoffe aber will es mir mal von der Seele schreiben.

Kurz zu mir und meiner Geschichte:
Ich bin 34 Jahre alt, verheiratet und habe 2 Kinder und nen Hund.
Ich hab das Gefühl Beruflich nicht wirklich irgendwo anzukommen.
Ich arbeite im Moment als Kaufmännischer Mitarbeiter in der Rechnungsabteilung in einem Mittelständischen Unternehmen. Die Bezahlung ist ok, der Rest ist eher mittelmäßig (keine Möglichkeit für HO, 25 Tage Urlaub nur und kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld, aber immerhin Gleitzeit). Ich arbeite dort seit 15.08.24 und ein richtiges sich wohlfühlen und angekommen sein hat sich immer noch nicht eingestellt.
Ich habe von 2022 bis 2024 eine Umschulung als Kaufmann für Digitalisierungsmanagement gemacht, nachdem ich 2020 und 2021 gesundheitlich nicht mehr in der Lage war meinen alten Job im Lager auszuführen (Schichtarbeit nicht mehr möglich ,zuviel Stress und Druck der mich ausgenockt hat)
Ich wohne eher ländlich und daher ist es hier nicht so einfach mit passenden Arbeitsstellen.
Mein großes Problem, weswegen ich wohl an kaum einen Arbeitsplatz zurecht komme, ist meine introvertierte und zurückhaltende Art (zusätzlich bin ich an Depressionen und Sozialer Phobie erkrankt) mit der ich in der Arbeitswelt nicht weiterkomme da überall gefühlt kommunikationsstarke Menschen gesucht werden was ich eben nicht bin und auch nicht mehr werde.
Meine Sozialen Ängste und Depressionen hab ich in sehr vielen Therapien versucht zu behandeln aber nie ganz aus mir raus bekommen(mehrere stationäre Aufenthalte, tagesklinik, ambulante Therapie, medizinische Reha) vorallem im Beruf ist es besonders ausgeprägt, mein Therapeut meinte es wäre schon ein Teil meiner Persönlichkeit nachdem es mit 18 Diagnostiziert wurde.
Ich weiß einfach nicht wie es beruflich weitergehen soll...momentan halte ich meinen Job aus aber auf Dauer kann ich es mir dort nicht vorstellen, ja ich behalte ihn weil ich ein haus habe, laufende Kosten etc. Und es mir nicht leisten kann nichts zu bekommen.
Die Sachen die mich unwohl fühlen lassen:
Das Betriebsklima ist toxisch (sehr viel gehässigkeit und hinter dem Rücken reden)
Ich komme mit meiner Chefin nicht so gut klar (sie redet mit mir nicht wirklich irgendwas, bekomme weniger Aufgaben als meine Kollegen, etc.)
Die Aufgaben sind ok aber nicht wirklich erfüllend
Die Benefits sind sehr mager (siehe oben)
Kaum Wertschätzung

Aufgrund meiner introvertierten Art überfordert mich viel Kommunikation auf Dauer einfach. Ein job wo ich in Ruhe vor mich hinarbeiten kann würde mir am besten gefallen, mit eigenem Büro oder Homeoffice, aber was passendes finde ich nicht. Kommunikation ist ja Überall gefragt.
Auch bin ich zeitlich unflexibel aufgrund meiner Kinder, Hund und meine Frau die im Schichtsystem arbeitet.
Im Moment überlege ich eine Medizinische Reha wegen meiner psyche zu machen Im Sommer, aber ob es was bringt ?
Sorry für den langen Text...Es war ganz gut mal es sich von der Seele zu schreiben.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen und einen Weg raus gefunden?
 
Du bist mit 34 noch jung und könntest versuchen dich noch weiter zu bilden, die Kaufmännische Ausbildung ist schon mal eine Solide Grundlage, du könntest dich eventuell mehr in richtung IT weiterentwickeln, das ist ein grosses Spektrum, vielleicht findest du etwas. Ich kenne Jemnaden der hat auf seine Kaufmännische Ausbildung danach Wirtschaftsinformatik studiert.
 
Zwei Gedanken:
Erstens: möchtest du weiterhin in dem Bereich arbeiten und einen Weg aus einer Introvertiertheit finden oder findest du dass der Bereich nicht zu dir passt?
Zweitens: hast du schon mal an Rhetorikseminare, Coaching etc. statt Therapie gedacht?
 
Eine Reha fänd ich für deinen Fall gar nicht schlecht. Alternativ könntest du auch eine Vater-Kind-Kur beantragen, allerdings würde ich dazu vorab mit deiner Frau sprechen und natürlich müssen auch die Kinder im entsprechenden Alter sein. Auch da hättest du Gelegenheit, dich mal mit einem Therapeuten auszutauschen und deine Problematik zu besprechen.

Ich schließe mich aber auch grundsätzlich der Meinung von Mioomio an, dass du mit 34 Jahren noch viele Möglichkeiten hast, dein Leben in neue, zufriedenstellendere Bahnen zu lenken. Auch wenn es eine Option ist muss das nicht zwingend ein Studium sein. Vielleicht hast du ja spezielle Interessen und könntest dich dazu weiterbilden. Es gibt Angebote wie Bildungsurlaub oder du schlaust dich in deiner Freizeit weiter auf.

Die Zeit, in der die Kinder jung sind, ist häufig herausfordernd. Anfangs dreht sich alles um sie, je selbständiger sie dann werden immerhin noch vieles. In Haus & Garten ist viel zu tun und es gibt viele Verpflichtungen. Da könntest du versuchen, dir mal kleine Auszeiten mit deiner Frau zu nehmen. Vielleicht die Kids mal ein Wochenende zu Oma und Opa und ihr gönnt euch mal etwas Schönes, damit ihr das Gefühl für einander nicht verliert und euch auch einfach mal etwas Gutes tut.

Du könntest dir auch mit den Kids auch ein Projekt überlegen , z. B. gemeinsam ein Baumhaus zu bauen, falls du handwerklich geschickt bist und die Gegebenheiten passen. Oder ihr entdeckt das Radfahren für euch und macht tolle Touren, erkundet die Umgebung. Sport ist ohnehin ein wichtiger Ausgleich, baut Stress ab und schafft körperliche Fitness, erhält Gesund. Es gibt durchaus Schlechteres als Freizeitgestaltung. Schaff dir/schafft euch schöne Momente in deiner/eurer Freizeit. Ganz viele Menschen finden ihre Erfüllung nicht im Job und akzeptieren den als ein Muss, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Wichtig isst, dass es irgendetwas Schönes gibt, woraus du deine Energie ziehst.

Grundsätzlich spricht natürlich auch nichts dagegen, nach etwas anderem Ausschau zu halten. Das Paradies auf Erden wirst du aber wahrscheinlich auch dort nicht schaffen und eine charakterliche 180-Grad-Wendung wirst du auch nicht hinkriegen.
 
Zwei Gedanken:
Erstens: möchtest du weiterhin in dem Bereich arbeiten und einen Weg aus einer Introvertiertheit finden oder findest du dass der Bereich nicht zu dir passt?
Zweitens: hast du schon mal an Rhetorikseminare, Coaching etc. statt Therapie gedacht?
Wie gesagt optimal für mich wäre ein Job mit minimalen Kontakt zu anderen, zur Not tippe ich auch zeug den ganzen Tag ein, meistens ist sowas schlecht bezahlt.

Persönlich wüsste ich nicht in welche Richtung ich mich weiterbilden soll. Mit sowas geht auch eine angst einher mehr Verantwortung zu bekommen und damit dann überfordert zu sein, wenn ich schon mit Kommunikation an der Arbeit nicht klar komme
 
Eine Reha fänd ich für deinen Fall gar nicht schlecht. Alternativ könntest du auch eine Vater-Kind-Kur beantragen, allerdings würde ich dazu vorab mit deiner Frau sprechen und natürlich müssen auch die Kinder im entsprechenden Alter sein. Auch da hättest du Gelegenheit, dich mal mit einem Therapeuten auszutauschen und deine Problematik zu besprechen.

Ich schließe mich aber auch grundsätzlich der Meinung von Mioomio an, dass du mit 34 Jahren noch viele Möglichkeiten hast, dein Leben in neue, zufriedenstellendere Bahnen zu lenken. Auch wenn es eine Option ist muss das nicht zwingend ein Studium sein. Vielleicht hast du ja spezielle Interessen und könntest dich dazu weiterbilden. Es gibt Angebote wie Bildungsurlaub oder du schlaust dich in deiner Freizeit weiter auf.

Die Zeit, in der die Kinder jung sind, ist häufig herausfordernd. Anfangs dreht sich alles um sie, je selbständiger sie dann werden immerhin noch vieles. In Haus & Garten ist viel zu tun und es gibt viele Verpflichtungen. Da könntest du versuchen, dir mal kleine Auszeiten mit deiner Frau zu nehmen. Vielleicht die Kids mal ein Wochenende zu Oma und Opa und ihr gönnt euch mal etwas Schönes, damit ihr das Gefühl für einander nicht verliert und euch auch einfach mal etwas Gutes tut.

Du könntest dir auch mit den Kids auch ein Projekt überlegen , z. B. gemeinsam ein Baumhaus zu bauen, falls du handwerklich geschickt bist und die Gegebenheiten passen. Oder ihr entdeckt das Radfahren für euch und macht tolle Touren, erkundet die Umgebung. Sport ist ohnehin ein wichtiger Ausgleich, baut Stress ab und schafft körperliche Fitness, erhält Gesund. Es gibt durchaus Schlechteres als Freizeitgestaltung. Schaff dir/schafft euch schöne Momente in deiner/eurer Freizeit. Ganz viele Menschen finden ihre Erfüllung nicht im Job und akzeptieren den als ein Muss, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Wichtig isst, dass es irgendetwas Schönes gibt, woraus du deine Energie ziehst.

Grundsätzlich spricht natürlich auch nichts dagegen, nach etwas anderem Ausschau zu halten. Das Paradies auf Erden wirst du aber wahrscheinlich auch dort nicht schaffen und eine charakterliche 180-Grad-Wendung wirst du auch nicht hinkriegen.
Stimmt natürlich beides, ich versuche aber irgendwie das optimalste rauszuziehen.
Mein jetziger Job ist mein erster nach der Umschulung.
Eine Reha ist momentan Gedanklich mein naheliegenste möglichkeit die ich sehe um mich intensiver mit dieser Thematik auseinanderzusetzen.
2020 hatte ich bereits eine Reha die mir gut geholfen hat und letztendlich mich vorbereitet hat das ich seelisch die Umschulung schaffe
 

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