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Das ewige Thema Geld, die Vergleiche und die Inakzeptanz gegenüber sich selbst

Es geht ja nicht drum gleich die Beziehung zu hinterfragen, es ist einfach die Frage warum nicht wenigstens einer von uns in der Beziehung Glück/Erfolg hat. Es fühlt sich in Gegenwart von anderen manchmal schlicht wie in einem schlechten Film an. Als wären lauter Alphamännchen um einen herum und man selbst hat nichts gebacken bekommen.

Natürlich nimmt die Miete viel, insbesondere unerwartete Geldausgaben fressen gleich wieder das Polster auf. Mir ist nicht klar, wie wir überhaupt jemals irgendwie sowas wie Vermögen aufbauen sollen.
Ich kann auch nicht hinter die Kulissen blicken ob die Eltern oft nachhelfen oder nicht, man sieht eben immer nur dass das Leben anderen scheinbar locker flockig von der Hand geht. Dazu hätten wir uns eh die falschen Eltern ausgesucht.
Wenn ich so ein paar Rechnungen aufstelle, könnte es aber durchaus sein dass die oft was zuschießen, denn mir ist schleierhaft wie der eine oder andere seinen Lebensstil so einfach bestreiten kann, wofür ich mit einem durchschnittlichen Gehalt Monate sparen müsste.
 
Dazu hätten wir uns eh die falschen Eltern ausgesucht.
Wenn ich so ein paar Rechnungen aufstelle, könnte es aber durchaus sein dass die oft was zuschießen, denn mir ist schleierhaft wie der eine oder andere seinen Lebensstil so einfach bestreiten kann, wofür ich mit einem durchschnittlichen Gehalt Monate sparen müsste.

die eltern kann man sich leider nicht aussuchen ,)
ich wollte dir nur sagen, dass viele solche infos verschweigen. ich dachte auch früher wie schaffen die das. urlaub, wohnung und studium zu finanzieren und dann noch die ganzen markenkleidung, plus auto.
das ist nicht schwer, wenn man jemanden hat der es sich leisten kann.
und die haben es mir vorher auch nicht erzählt, aber manchmal erzählen die dann doch irgendwann was ihre eltern beruflich machen.
eine ehemalige freundin, da hatte ich mich auch gewundert. immer die neuesten sachen, sei es tv, handy oder sonst was. es kam raus, dass sie alle auf kredit gekauft hat und jetzt in privatinsolvenz ist. dadurch das ihr freund aber geld hat, hat sie wirklich null draus gelernt.

ich kann dich auch verstehen. gerade wenn man denkt wieso hat die person immer so viel glück. ich denke manche haben auch das glück gepachtet. die denken auch nicht viel nach, wieso auch. es läuft. ich glaube man ist dann weniger blockiert und kommt fliegend rüber. aber auch die, haben mal schlechte phasen.

keiner würde aber beim angeben dir mitteilen, dass der ausflug doch nicht so toll war. oder der job eigentlich scheiße ist. das machen sie erst, wenn sie gewechselt haben 😉

schreibt doch gemeinsam mal auf, was eure ziele noch sind. dann könnt ihr gemeinsam dort hinarbeiten.
 
Natürlich nimmt die Miete viel, insbesondere unerwartete Geldausgaben fressen gleich wieder das Polster auf. Mir ist nicht klar, wie wir überhaupt jemals irgendwie sowas wie Vermögen aufbauen sollen.

Klar unerwartete Kosten kommen jeden Monat, aber so hoch das diese gleich die ganzen Polster auffressen?
Ich hab grade mal meinen Zettel für dieses Jahr geprüft. Bei mir war es: ein neuer Staubsauger, ein neues günstiges Handy, ein Ersatzakku und 2 mal die Telefonrechung im Ausland bei nicht durch die Flat abgedeckten Telefonanrufen. Kosten ~ 350 €. Die Ausgaben waren nicht erwartet aber auch nicht in nem Maße wo die ernsthaft das Polster auflösen.
Ist euer Polster so gering das 200 € das auflösen? Es wird ja 2-3 Netto Gehälter empfohlen. Oder geht bei euch nur regelmäßig sehr teures (Fahrräder, Waschmaschienen, Laptops, Autos) kaputt?

Ich hatte auch sehr teure Jahre aber da war z.B. nen Umzug der inkl. Doppelmiete, Umzugsunternehmen und Kaution ein paar tausender kostete. Aber das macht man ja auch nicht jedes Jahr.

Wenn ich so ein paar Rechnungen aufstelle, könnte es aber durchaus sein dass die oft was zuschießen, denn mir ist schleierhaft wie der eine oder andere seinen Lebensstil so einfach bestreiten kann, wofür ich mit einem durchschnittlichen Gehalt Monate sparen müsste.

Ihr seht wo die Geld ausgeben, aber seht ihr auch wo die sparen?
 
Wir hatten vor kurzem z.B. eine teurere Autoreparatur von 1200 EUR. Schwupp ist das "Polster" dahin. Das Einkaufen wird auch - trotz der roten Preisschildchen - scheinbar immer teurer, nach 3 Tagen frage ich mich dann wieder wo der ganze Einkauf geblieben ist.

Im Grunde haben wir schon so wenig wie möglich Fixkosten und keine unnötigen Verträge, aber dennoch haben wir fast keine Chance dauerhaft größere Beträge anzusparen.

Es geht ja grundlegend auch darum, dass man einfach immer den Eindruck hat dass es bei anderen alles ganz easy läuft.

Wir hatten uns z.B. beim Urlaub hin- und her überlegt ob wir für 200 EUR 1 Tag mehr gehen oder das Geld lieber anderweitig einsetzen sollen. Bekannte posten derweil täglich Bilder von ihrer USA Rundreise, 3 Wochen, über den Daumen gepeilt mind. 3500 EUR pro Person. Sie arbeitet dabei lediglich beim Kaufhof als Verkäuferin. Gut, seit sie sich von ihrem Partner getrennt hat und betonte dass der Neue endlich mehr Geld hat (Daimler), hat man teure Handtaschen und macht plötzlich andere Urlaube, wobei ich mir jetzt auch nicht vorstellen kann dass er ihr alles bezahlt.

Man fragt sich einfach oft warum man die ganze Zeit im falschen Film sitzt.
Da verliert man dann auch irgendwann die Lust, weil bei gemeinsamen Treffen mit anderen immer wieder vor Augen geführt wird, wie toll und schön alles ist (außer bei uns) und bereits der nächste Urlaub in den Startlöchern ist. Pompöse Firmenfeiern, extra VIP-Tische beim Volksfest, teure Einrichtungsgegenstände scheinbar einfach nach Gefallen gekauft.. läuft..
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie gesagt du kannst nicht den gesamten Haushaltsplan sehen den die anderen haben.
Ggf haben die ja wirklich 100 € mehr im Monat.

Und klar sind 1200 nicht wenig aber wenn das euer Polster frisst ist das polster zu niedrig. Empfohlen werden 2-3 Netto Monatsgehälter. In eurem Fall eure beiden zusammen.

Und Lebensmittel werden teurer, ja, aber dafür steigt üblicherweise auch das Gehalt um 2-3 % im Jahr. Entweder automatisch oder durch Verhandlung.

Hier mal 2 Vorschläge:
  1. Setzt euch mal 2-3 Monate hin und schaut mal wo euer Geld hin geht denn bei 2 mittleren Einkommen von ich vermute mal jeweils irgendwo zwischen 1300 Netto und 2500 Netto muss bei geringen Fix Kosten ja irgend was über bleiben oder eben irgend wo verschwinden.
  2. Beobachtet mal objektiv was die mit denen ihr euch ständig vergleicht wirklich haben. Haben die wirklich alle alles besser? Oder vergleichst du euer Auto mit Nachbar A, den Urlaub mit Nachbar B, die Wohnung mit der Freundin C usw. ? Denn jeder setzt ja andere prioritäten und wirklich vergleichen kannst du ja nur mit einer Person. Wobei es für dein wohlbefinden wirklich besser wäre wenn du dich garnicht verglechen würdest sondern statt dessen entweder dein einkommen steigerst oder lernst mit dem was du hast besser zu haushalten/leben.
 
Der Neid bringt nichts, der macht euch kaputt. Wenn ihr euch fragt, wie es die anderen geschafft haben, dann würde ich da nur im Sinne von "was kann ICH mir von denen abschauen, dass es MIR bald besser geht" überlegen. Wenn die also bei gut zahlenden Firmen arbeiten, versuche, dich dorthin zu bewerben. Was hast du schon zu verlieren? Im schlimmsten Fall kommen Absagen, dann stehst du aber immer noch nicht schlechter da als jetzt.

Derweil lohnt sich der Tipp mit dem Haushaltsbuch. Zumindest ich habe dabei mal festgestellt, dass ich sehr viel Geld unnötig zum Fenster hinauswerfe. Ein Snack hier, ein Coffee2Go da, dann ein kleines Accessoire, ein Computerspiel im Sale, das ich doch nie spiele, ein eBook, das ich auch kostenlos hätte leihen können. Schwupp sind 100€ im Monat weg, die ich deutlich sinnvoller hätte ausgegben können.
Falls du oder dein Partner raucht gäbe es dort z.B. ein großes Einsparpotenzial.

Prioritäten setzen ist auch gut. Ich und mein Partner fahren beipielsweise auch gerne in Urlaub. Der kann günstig werden, wenn man frühzeitig bucht. Mit BC25 sind wir schon zu zweit für unter 100€ inkl. Sitzplatzreservierung mit der Bahn ins Ausland gekommen - hin UND zurück. Einfach unbeliebte Zeiten buchen und vor allem lange im voraus. Beim Hotel achten wir darauf, dass es einen Kühlschrank gibt. In unserem Lieblingsort kennen wir z.B. jeden Supermarkt in und auswendig, wissen aber nicht, wo man auswärts essen kann. Wir haben schon im Hotelzimmer am Kaffeetisch mit Papptellern und Plastikbesteck gegessen und dabei gelebt wie Gott in Frankreich. Isst man halt 3 Tage kalt, kann für das Geld aber einen Tag länger bleiben. Und muss vor allem nicht pünktlich zum ohnehin überteuerten Frühstück aufstehen.
Wir haben übrigens kein Auto, das spart nochmals Geld. Sollen doch die anderen mit ihrem Mercedes im Stau stehen, während wir gechillt in der S-Bahn vorbeifahren.

Wenn du mit dem vorhandenen Geld dauerhaft nicht auskommen willst, musst du dir überlegen, wie du an mehr kommst. Wie gesagt, bewirb dich einfach noch woanders. Deinen Partner würde ich das nicht ausbaden lassen. Zuerst solltest DU dich nach einer besser bezahlten Stelle umsehen, ehe du dich beschwerst, dass er genauso schlecht verdient wie du selbst. Ein neuer Partner wäre in meinen Augen nur eine schlechte Option. Dann bist du abhängig und musst immer Angst haben, dass du ihn mitsamt dem gehobenen Lebensstil verlierst. Dann doch besser selber schauen, dass mehr aus dir wird. Ggf. noch eine Weiterbildung machen oder (je nach Alter) beruflich nochmals neu anfangen, in einem besser bezahlten Bereich.
 
Liebes Sofakissen,

das ist ja genau der Knackpunkt. Überall schauen wo man noch den einen oder anderen Euro sparen kann, während die anderen sich nicht drum scheren ob der Urlaub 200 EUR mehr oder weniger kostet oder wieviel man einkauft.
Das kann auf Dauer sicher nicht der Lebenssinn sein?

Abgesehen davon geben wir schon recht wenig für Unnützes aus.
Nur wann fängt denn wirklich das Knausern bzw. Zurückstecken an?

Wer definiert was zuviel / unnötig ist und was nicht?
Rauchen tun wir beide nicht.

Haushaltsbuch haben wir schonmal geführt, wenn man eben außer Arbeiten, Essen und Schlafen noch was vom Leben haben will, sieht es eben so aus dass diverse Sachen zu Buche schlagen. Früher war der Einkaufswagen voll und kostete die Hälfte.

Was die Arbeit angeht, so ist glaube ich auch bekannt wie der Markt heute aussieht. Wenn du nicht gerade ein Alphatier in irgendwas, Beamter bist oder eben (wie die anderen) Glück hattest einfach nur in der entsprechenden Firma deine Ausbildung zu machen, wird es meiner Ansicht nach eher schwierig "mal eben" was anderes zu machen dass dann auch gleich besser bezahlt wird.

Man könnte es auch Ungerechtigkeitsempfinden nennen.
Und genau daher rühren auch diese Vergleiche und der damit verbundene Unmut, weil manche schlicht wie die Made im Speck leben und obendrein noch Vorteile/Glück haben.
 
Was die Arbeit angeht, so ist glaube ich auch bekannt wie der Markt heute aussieht.

Was man so liest und hört, ist der Arbeitsmarkt momentan für viele Arbeitnehmer sehr günstig. Gerade für Handwerker.

Glück hattest einfach nur in der entsprechenden Firma deine Ausbildung zu machen

Man könnte es auch Ungerechtigkeitsempfinden nennen.
Und genau daher rühren auch diese Vergleiche und der damit verbundene Unmut (...) weil manche schlicht (...) Glück haben.

Ok, dann ist DAS also der Grund: Die waren nicht so viel schlauer, sondern die hatten einfach Glück. Die wussten vorher vielleicht auch nicht, dass sie später so viel besser verdienen werden als in einem anderen Betrieb. Und die Eltern hat sich auch keiner ausgesucht. Zumindest kannst du damit doch insofern zufrieden sein, als ihr nicht viel falsch gemacht habt. Okay, vielleicht hättet ihr am Ende der Schule mehr darauf achten können, wieviel ihr später in dem Beruf / Laden verdienen werdet. Aber mal ehrlich, wer hat denn mit 16 oder 19 so richtig den Plan, was später mal sein wird?

Und dazu könnt ihr auch ein wenig stolz darauf sein, es überhaupt so weit gebracht zu haben. Ihr habt die Schule abgeschlossen, ihr habt einen Beruf erlernt, ihr ernährt euch und über Steuern und Sozialsystem auch noch andere mit. Ihr seid nicht alkoholabhängig, obdachlos oder drogensüchtig geworden, habt nicht die Schule oder Ausbildung hingeschmissen, seid nicht in der Arbeitslosigkeit oder einer Sekte gelandet, wart schlau genug, nie mit dem Rauchen anzufangen, habt einen anständigen Partner gefunden, habt einen Freundeskreis. Das ist zwar jetzt nicht soo besonders und außergewöhnlich, aber es ist doch weit mehr, als viele andere mit derselben Ausgangslage geschafft haben. Eigentlich geht's euch doch ganz gut. Ihr habt nur das Pech, ständig mit Leuten zusammenzutreffen, denen es noch besser geht. Vielleicht solltest du dich doch mal ganz bewusst nach unten vergleichen. Macht doch mal Urlaub in einem ärmeren Land. Nach Marokko kann man auch mit Ryan Air fliegen. Oder such mal bewusst den Kontakt zu Menschen, die weit weniger erreicht haben. Selbsthilfegruppen, Obdachlosenhilfe, Bahnhofsmission.

Noch ein paar konkrete Tipps von meiner Wenigkeit:

Erstens, sprich mit deinem Mann über deine Unzufriedenheit. Nicht vorwurfsvoll natürlich, aber so, dass die Bedeutung des Themas für dich klar wird. Sieht er es genauso? Wenn er es anders sieht, kann man es auch so sehen wie er, oder übersieht er etwas? Könnt ihr nicht froh sein, dass ihr euch gegenseitig habt?

Zweitens, versuch aus dem Neid was Konstruktives zu machen. Im Moment ist er ja nur destruktiv. Konstruktiv wäre z.B., mit deinem Mann und evtl. einem Berufscoach mal zu schauen, was beruflich noch möglich wäre. Im Moment brummt doch die Wirtschaft (noch). Gibt es keine Chance, in eine der größeren Firmen und eine besser bezahlte Position zu kommen? (Zwischenfrage: Kann es sein, dass man dafür auch einen Preis zahlt, weil in Großkonzernen alles viel bürokratischer und hierarchischer abläuft?) Gibt es die Möglichkeit, mit einer Weiterbildung eine höhere Position zu erreichen? Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es in den aktuellen Jobs? Käme ein Umzug in eine reichere Region in Frage?

Drittens, ihr könntet versuchen, den wirtschaftlichen Status, bei dem euch andere voraus sind, mit einem höheren kulturellen Status zu kompensieren oder gar zu toppen. Zum Beispiel indem ihr den günstigeren, aber interessanteren Urlaub macht. Indem ihr ein Hobby habt, das nichts kostet, aber sehr exotisch ist. Indem ihr mehr Sprachen sprecht, mehr Bücher lest, bei mehr Themen mitreden könnt oder ein eigenes interessantes Projekt aufzieht (Wohltätigkeit, Kultur, Politik etc.). So wie Berlin: arm, aber sexy. Dann wärt ihr die Meiers (oder so), die ihr Leben dieser interessanten Sache gewidmet haben, und nicht mehr die Meiers, die irgendwie immer so verbissen kucken, wenn man mal irgendwas erwähnt, das mit Geldausgeben zu tun hat.
 

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