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Das Buch "Wenn Liebe fremdgeht" - Was haltet Ihr davon ?

Hope14

Mitglied
Hallo Ihr Lieben,
ich lese gerade das Buch "Wenn Liebe fremdgeht" von Ulrich Clement und weiss noch nicht genau, was ich davon halten soll. Eigentlich finde ich, es eröffnet ganz hilfreiche Sichtweisen auf das Problem. In Kommentaren zu einem Artikel über das Buch (Ulrich Clement: "Einen Seitensprung nicht persönlich nehmen" (Seite 3) - BRIGITTE.de) wird es aber total verrissen. Würde mich mal interessieren, ob es jemand gelesen hat und was Ihr davon haltet...
LG Hope
 
Ehrlich ?

Ich werde und würde eine Seitensprung sehr persönlich nehmen und die Sache beenden.

Das was der Herr da von sich gibt, von wegen einer kann ja für den anderen nicht alles sein und man hat das Recht seine Sehnsüchte woanders auszuleben, das mag für andere gut sein.

Für mich nicht.

Mein Partner weiß sehr genau, dass damit die Beziehung beendet ist und wenn er trotzdem einen Seitensprung wagt, dann wars ihm unsere Beziehung nicht wert.

Für mich ist das eine falsche Toleranz.

Andere mögen damit leben können, ich kann und könnte es nicht und dann wäre eben Schluß.

Ich jedenfalls hätte keine Lust mir jedesmal , wenn er mit jemandem spricht zu überlegen, ob das sein nächster Seitensprung sein könnte und mir jedesmal Gedanken zu machen, wenn er später nachhause kommt.

Dazu ist mir meine Zeit zu schade und dazu bin ich mir zu schade.

Entweder er weiß wo er hingehört oder eben nicht.

Gruß. Chris
 
Hallo Chris,
vielen Dank für Deine Antwort. Grundsätzlich gebe ich Dir recht. Eine Beziehung, in der Seitensprünge zum Alltag gehören, ist auch nicht das, was ich mir unter einer guten Beziehung vorstelle. Ich verstehe allerdings das Buch (und auch den Artikel) nicht so, dass er einem sozusagen das Recht auf Seitensprünge zugesteht und eine Beziehungsform proklamiert, in der das "normal" ist. Ich verstehe es eher als Versuch, die Hintergründe zu erklären, sollte es doch (trotz aller guten Vorsätze) zu einem Seitensprung gekommen sein. Allerdings habe ich das Buch auch noch nicht zu Ende gelesen und es kann sein, dass ich meine Meinung noch revidieren muss....;o)

Aber z.B. diese Sache mit dem "Einen Seitensprung nicht persönlich nehmen" enthält meiner Ansicht nach schon etwas wahres. Ich denke schon, dass viele Betroffene (Betrogene) sich fragen, ob sie etwas falsch gemacht haben oder was vorher in der Beziehung nicht gestimmt hat.
Sicher, oft ist ein Seitensprung auch ein Zeichen dafür, dass in der Beziehung etwas nicht stimmt. Aber das muss eben nicht immer so sein. Viele Seitensprünge resultieren denke ich auch aus dem Reiz des Verbotenen, dem Kitzel des Neuen, usw., den einem die Beziehung einfach gar nicht geben kann. Das kann natürlich keine Entschuldigung sein, denn beschissen bleibt es allemal diesen Reiz egoistisch auf Kosten des festen Partners auszuleben. Aber es kann doch eine Erklärung sein, die einem helfen kann zu verstehen und die Sache zu verarbeiten. Und in diesem Sinne ist das "Seitensprung nicht persönlich" nehmen glaube ich auch gemeint. Weil es eben nicht unbedingt Zeichen für einen "Mangel" des festen Partners oder der Beziehung sein muss. Eher Zeichen für einen "Mangel" des Betrügers, der nicht in der Lage war, diesem Reiz zu widerstehen. Aber Fehler zu machen ist menschlich und aus Fehlern kann man lernen. Aber wie gesagt, das ist alles keine Entschuldigung, aber für einige vielleicht eine Erklärung...

Ich wünsch Dir alles Gute und bin gespannt auf weitere Meinungen,
LG Hope
 
Ich nehme das aber persönlich, sehr sogar.

Und wenn es nicht aus Beziehungsgründen passiert , sondern nur aus Interesse an was neuem, dann nehme ich das noch viel persönlicher.

Da ist meine Toleranz am Ende. Punkt. Und Kompromisse gibt es schon gar nicht.

Entweder er ist treu oder nicht. So einfach ist das.

Es gibt hierfür - für mich - keine Entschuldigungen.

Wenn er das jemals tun würde, dann könnte er seinen Bedarf an Neuem gleich mit der nächsten ausleben.

Mit mir nicht mehr.

Ein Seitensprung und die Beziehung ist tot. Ich will dann nicht mal mehr eine Entschuldigung und wissen warum schon gar nicht.

Dann soll er sich vergnügen mit wem er will - mit mir nicht mehr.

Das ist eine ganz einfache Sache.

Aber da wir das beide so sehen, ist die Chance gering, dass das mal passiert.
 
So streng hab ich das auch mal gesehen (und sehe es grundsätzlich auch heute noch so), bis ich selbst in diese Situation geraten bin, von der ich vorher dachte, es könnte mir nie passieren.
Es ist halt nicht immer alles schwarz und weiss (zumindest sehen das nicht alle so). Toll aber für Euch, wenn Ihr beide Euren hohen moralischen Ansprüchen (die ich grundsätzlich teile) auch dauerhaft genügen könnt und nie vom rechten Weg abkommt. Ich wünsche Dir, dass Du Dich nie mit dem Thema befassen musst,
LG Hope
 
Hm...ich denke, man sollte ein Thema immer aus mehreren Sichten beleuchten. Vielleicht hilft es dir, wenn du auch mal Bücher liest, in denen die These vertreten wird, dass Untreue grundsätzlich etwas mit einem "Mangel" in der Beziehung zu tun hat.

z.B. Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest
oder
Die Kunst des Liebens

Es steckt ja viel mehr dahinter, als der Sexakt. Grundsätzlich kann man aber keine Pauschalaussagen treffen, es kommt immer auf die Situation an. Und ich finde, dass man immer zunächst versuchen sollte zu verzeihen und schauen sollte, woran es gelegen hat. Und es liegt sicher nicht nur am Betrogenen Partner, sondern daran, dass die Partner sich nicht genügend austauschen.
Natürlich,vielleicht kann es auch mal in einer feuchtfröhlichen Nacht passieren und es steckt einfach gar nichts dahinter, da mag sein.

Ich finde es aber problematisch grundsätzlich zu sagen: Ach, ich nehms nicht persönlich, hat mit mir gar nichts zu tun, also weiter im Text... Man sollte immer klären, was dahinter steckt, wenn man bereit ist zu verzeihen und an der Beziehung zu arbeiten.

Ich finde es auch problematisch, radikal zu sagen, dann ist es aus und vorbei und dann ist meine Liebe weg und ich will nicht mehr, das geht doch gar nicht, wenn man wirklich liebt. Wir sind alle nur Menschen und eine Beziehung hat Höhen und Tiefen und es kann einfach passieren.

LG
 
Hi Bana,
vielen Dank für Deine differenzierte Antwort und auch die Buchtipps. Mit den Hintergründen meines damaligen Verhaltens und auch der Frage, ob ein Mangel der Beziehung zugrundelag, haben mein Freund und ich uns allerdings schon ausgiebig befasst und sind dabei zu dem Schluss gekommen, dass es eben an verschiedenen, komplexen und ineinandergreifenden Gründen lag (die wir im Einzelnen für uns erkannt haben), aber eben gerade kein Mangel in der Beziehung vorhanden war. Deshalb finde ich mich/uns auch in den "gängigen" Ratgebern zu dem Thema nicht wirklich wieder.

Natürlich hast Du Recht und mit der Einstellung "Ach, ich nehms nicht persönlich, hat mit mir gar nichts zu tun, also weiter im Text... " löst man das Problem nicht. Denn irgendetwas hat ja dazu geführt und man muss schon schauen was dahintersteckte um es zukünftig vermeiden zu können. Nur das was dahintersteckt muss eben nicht unbedingt etwas mit der Person des Partners oder der Beziehung zu tun haben.

Diese radikale Sichtweise finde ich auch problematisch und ich würde mich auch als Partner nicht wirklich angenommen fühlen, wenn mein Partner dann so radikal reagieren würde und nicht versuchen würde, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen (was jetzt wiederum nicht heissen soll, man hätte einen Anspruch darauf, dass einem verziehen wird; sollte einem verziehen werden, so ist das ein großes Geschenk und ein großer Liebesbeweis, dem man sich durch sein zukünftiges korrektes Verhalten würdig erweisen sollte).

Aber da kann natürlich jeder seine eigene Ansicht haben und diese respektiere ich selbstverständlich auch.

Bei uns ist es nun so, dass wir der Meinung sind, das Geschehene für uns gut aufgearbeitet zu haben. Was bleibt ist der dumpfe Nachgeschmack, dass so etwas passiert ist. Und gerade in dieser Situation erscheint mir das Buch ganz hilfreich, zum einen um sich z.T. in der eigenen gefundenen Sichtweise bestätigt zu sehen und eben auch weil es in gewisser Weise eine etwas entspanntere Sicht auf die Dinge vermittelt, was in der Situation, wo man eigentlich alles geklärt hat, nur das dumpfe Gefühl noch da ist, mir ganz hilfreich erscheint.

Ich wünsch Dir alles Gute,
LG Hope
 
Ich finde es auch problematisch, radikal zu sagen, dann ist es aus und vorbei und dann ist meine Liebe weg und ich will nicht mehr, das geht doch gar nicht, wenn man wirklich liebt.

Meine Liebe wäre sicher nicht weg, von heute auf morgen, aber mein Vertrauen in die Beziehung und ich liebe mich selbst genug, dass ich sowas nicht haben muss.

Wir sind alle nur Menschen und eine Beziehung hat Höhen und Tiefen und es kann einfach passieren.

LG

Es kann viel passieren, aber sowas nicht!!!!

Nicht für mich.
 

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