Meine eigene Erfahrung sagt mir, nie mehr unter 30. Ab 30 fängt man an, sich selbst zu begreifen und zu verstehen, was man eigentlich braucht. Andere fangen an, einen ernst zu nehmen. Ab 40 fängt man dann an, die Weisheiten, die einem das Leben geschenkt hat, auch umzusetzen. Man wird sehr viel gelassener, man weiß sehr schnell, was Sinn macht und was nicht. Man weiß, was man braucht und was nicht und man weiß auch im Allgemeinen, wo es Sinn macht, sich Gedanken zu machen, viele Probleme, die mit 20 noch der Nabel der Welt waren, fallen nun hinten runter, weil man weiß, dass sie nicht wirklich wichtig sind. Ich selbst liebe es, Erfahrung zu Weisheit werden zu lassen. Es ist auch sehr entlastend, begriffen zu haben, andere kann ich nicht ändern, nur immer mich selbst oder besser meine Sichtweise der Dinge. Alter bedeutet nicht nur Abbau, im Gegenteil, Alter bedeutet INNEREN Aufbau.
In Deinem Alter konnte ich mir das alles auch nicht vorstellen. Eine Kollegin sagte damals zu mir, ab 30 wird das alles anders. Ich glaubte ihr nicht. Nun ja, heute kann ich diese Aussage nur voll bestätigen. 🙂 Ich möchte nicht jünger sein. Ich finde es immer sehr spannend, wenn ich sehe, mit welchen Problemen sich junge Menschen herum schlagen. Aus meiner heutigen Sichtweise könnte ich da sagen, deine Probleme möchte ich haben, eben, weil ich weiß, dass sie keine wirklichen Probleme sind. In dem entsprechenden Alter hatte ich aber die gleichen und genau deshalb nehme ich sie auch ernst. Es gehört einfach so dazu. In den 20ern hat man noch viel zu lernen, weiß es aber noch nicht. Und genau das ist auch gut so. Das kommt alles von allein. Beim Einen mehr, beim Anderen weniger.
Ich selbst mache mir heute nur noch sehr wenige Gedanken über Dinge, die ich nicht ändern kann, wie eben körperliche Alterung. Ob ich darüber nun grübele oder verzweifelt bin, es ändert nichts, also nehme ich das so an, wie es kommt.
LG kiablue