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Chefin mobbt meine Mutter

  • Starter*in Starter*in Rote_Feder
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Rote_Feder

Gast
Hallo Leute,

ich habe eine Frage zu den Schweigerecht.

Meine Mutter hat nicht grad eine nette Führungschefin (Diese hat selbst ein Chef, der ist aber nicht besser) Sie wird seit halben Jahr von ihr bemobbt. Erst ging es um ein Streitpunkt, dass meine Mutter die ganze Arbeit nicht schaffen kann (Sie ist Reinigungskraft (Springer). Meine Mutter musste morgens arbeiten
(4-11Uhr), dann Nachmittags (14-18Uhr) und Abends nochmal (18-20Uhr) bei ihrer zweiten Arbeitsstelle (die Führungschefin hat ihr die Arbeit gegeben) diese ist aber 3km entfernt von der ersten Arbeitsstelle. Dazu kommt das sie Athrose hat, es war alles ihr zuviel gewesen...

So die Chefin hat sie beschimpft, dass sie nicht sauer arbeitet, dass sie sich dumm anstellt, sie nichts kann u.s.w (Wobei meine Mutter da 7 Jahre arbeitet und die beste Reinigungskraft ist) Die Chefin hat ihr am ende die stunden 14-18Uhr weggenommen.

Jetzt das Hauptprobelm:

eine Ma ist krank (Grippe) und war beim Arzt gewesen, dieser hat ihr bis Samstag Gelbenschein geschrieben, dannach hat sie eine woche Urlaub. (Die Krankheit kann man sich nicht aussuchen wann sie kommt) so...

Die Chefin hat sie angerufen und gesagt, dass sie lügt und das sie nur wegen den Urlaub das gemacht hat, diese hat sie gezwungen zu sagen was sie hat. Meine Mutter wollte aber es nicht sagen, reicht doch wenn sie den Gelbenschein sieht.

Ja meine Frage ist, darf die Führungschefin sie ausfragen, was sie hat und wo was sie hat? (Die Chefin lästert sehr viel und erzählt meiner Ma's Mitarbeiterinnen und diese machen sie fertig am Arbeitsplatz). Wenn es nur eine andere Arbeitstelle geben würde, wär sie schon längst weg, nur das geht zur Zeit nicht.
 
Ja wenn das doch so einfach wär, da gibts nämlich kein Betriebsrat, dass ist eine Klinik und die stecken alle hinter einer Decke. Und da meine Mutter noch eine Ausländerin ist, hat sie garkeine Chance, weil sie nicht richtig deutsch sprechen kann.
 
Was ist das denn? Ab 5 Mitarbeitern braucht man einen Betriebsrat. Ihr könnt auch einen Brief von einem Anwalt für Arbeitsrecht abschießen lassen, das wirkt auch.

Falls ihr jetzt schon wisst, dass er Ärger gibt, dann wäre eine Rechtsschutzversicherung mit Arbeitsrecht sinnvoll, denn die 7 Jahre würde ich nicht wegwerfen wollen.

- Über eine Krankheit ausfragen ist eines der schlimmsten Vergehen die ein Vorgesetzter machen kann
- Darüber mit anderen Kollegen reden ist Mobbing- und üble Nachrede

Schön wenn die alle unter einer Decke stecken, die bekommt man aber ganz schnell kleinlaut wenn die Angst um ihren Job haben müssen 😉
 
Darf sie nicht! Wenn in der Firma ein Bertriebsrat ist, dort die Geschichte erzählen - und schon wird die Chefin handzahm😉

Wo gibt es denn einen Betriebsrat, der noch etwas zu sagen hat?
Wie sind hier im Arbeitsleben und nicht im Zivildienst, wo man im Notfall den Regionalbetreuer anrufen kann. Sowas gibt es in der freien Wirtschaft nunmal nicht.
Und da, wo es sowas noch gibt, wird die FDP nochmal nachhelfen, die lästigen Betriebsräte (sinngemäßes Zitat des dt. Außenministers Westerwelle) loszuwerden. Die Spendenkonten sind doch voll, jetzt müssen noch mehr Privilegien verteilt werden.
In einen Land, in dem man gefeuert wird, weil man eine Frikadelle, die über war, gegessen hat, ist vieles Möglich für Unternehmer.
Reguläre Arbeitskräfte werden durch Zeitarbeiter ersetzt oder man nennt das Unternehmer xy z.B. xy 3xl und schon darf man Löhne drücken.
Es gibt zum Teil keine festen Gehälter mehr, viele Firmen zwingen ihre Arbeiter, mit 42,5 Grag Fieber zur Arbeit zu kommen (bei Busunternehmer z.B.), sonst gibt es kein Gehalt. Da sind dann 70 % des Lohn die sogenannte Gesundheitsprämie. Das Privileg, bei Krankheit zu fehlen, ist praktisch in mehren Unternehmen schon ausgehebelt. Heutzutage sind die Unternehmern fast sozial, die die Möglichkeit anbieten, Krankheitstage durch Überstunden oder Urlaub auszugleichen. So sieht es doch aus in der Wirtschaft.
 
Also eine Firma braucht keinen Betriebsrat ab 5 Mitarbeitern, aber die Arbeitnehmer haben ab 5 Mitarbeitern das Recht einen zu gründen, so herum wird ein Schuh daraus. Man kann einen Konzern mit 12.000 Mitarbeitern haben und trotzdem keinen Betriebsrat so lange die Mitarbeiter keinen wollen.

Der Arbeitgeber hat ausserdem kein Recht zu erfahren weswegen man krankgeschrieben ist und darf auch nicht danach fragen. Darum bekommt er ja auch einen Schein auf dem nur die Krankheitsdauer, nicht aber die Krankheit notiert ist. Lediglich wenn nach sehr langer Krankheit absehbar ist, dass man nicht wieder in den Beruf zurück kann, dann muss das besprochen werden. Aber das ist bei Deiner Mutter ja nicht der Fall.

Sie soll ihrer Chefin einfach klar sagen, dass es gesetzlich nicht erlaubt ist danach zu fragen und gut. Im Übrigen würde ich Deiner Mutter empfehlen sich ab sofort und auch rückwirkend noch alle Vorfälle zu notieren. Und zwar mit Datum, wer dabei war etc. Auch ruhig wenn die Chefin über andere Mitarbeiterinnen erzählt. Im Falle einer Abmahnung oder eines Arbeitsgerichtsprozesses ist das sehr hilfreich.
 

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