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Chef zwingt mich unentgeltlich zu putzen

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 121299
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Gelöscht 121299

Gast
Hallo,
bin als Werkstudent bei einer mittelständischen Firma angestellt, arbeite 20 Stunden die Woche in Teilzeit von Montag bis Freitag und muss einmal im Monat am Samstag (morgen) von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr unentgeltlich sauber machen, also Büro und sogar Sanitärbereich (Toilette) putzen, obwohl mein eigentlicher Job null damit zu tun hat (Physik). An den anderen Tagen sollen dann Leute aus meinem Team am Samstag in der Firma sauber machen, so dass man sich immer abwechselt. Bei der Einstellung wurde nichts davon erwähnt und meine Kollegen meinen, ich würde überreagieren, immerhin lautet das Firmencredo, dass man ein Team ist und einmal im Monat lädt der Chef kostenlos zum Firmenessen ein, da kann man auch eine "Gegenleistung" erbringen. Würdet ihr kündigen oder bleiben ? Stundenlohn ist ok und Arbeitserfahrung sammle ich eigentlich auch (bis auf diesen einen Samstag im Monat ...). Höre ich erstes Mal, dass sowas in Deutschland gang und gäbe sein soll.
 
Ich würde verstehen wenn man an einem Arbeitstag gemeinsam klar Schiff macht(aber auch nur Euren Arbeitsbereich, keine anderen sanitären Anlagen!) , aber an einem freien Tag und unentgeldlich würde ich das nicht tun.
Du bist keine Putzfrau sondern soweit ich das verstehe ein angehender Physiker.
Sowas hätte definitiv vor der Einstellung geklärt werden sollen.
 
Nimm das Putztuch und machs und nachher hole dir diese entgangenen Gelder wieder über Umwege zurück- mach langsamer, erhol dich halt von dieser "Anstrengung" im regulären Dienst und hab dann kein schlechtes Gewissen. Putzen ist kein geringes Handeln, es ist ein extrem wichtiger Vorgang, richtig meditativ und sehr erbaulich, wenn du das einfach so sehen lernst. Man kann mit aller Sorgfalt und Hingabe putzen und auch übellaunig und bös sein dabei. Das eine baut dich auf, das andere hilft abzubauen. Du kannst diese Samstage lieben lernen, weil sie Teil deiner Arbeit sind in dieser Firma, für die du dich einsetzt, zum Wohle aller, auch zu deinem. Du kannst das sehen, als ob du ins Fitnessstudio gehst, oder eben mal Zeit hast zum Runterkommen und schweigend Millimeter für Millimeter zum glänzen bringst. Das ist eine Achtsamkeitsübung und kann wie ein Gebet sein. Man kann in Japan solche Tage buchen, wo man mithilft, gründlich zu säubern, das hilft erden, das hilft zu sich kommen, das hilft, sich einkriegen wieder und ins Lot kommen, man kann daneben so schön nachdenken, oder leer machen und Ordnung machen zugleich auch im Kopf.
Mir fallen noch Millionen Gründe ein, warum man das nicht als unwürdig betrachten sollte.
Komm deinem Chef entgegen, wie er auch euch entgegen kommt, zugleich schau halt, dass alles ausgeglichen ist. Bei Zeiten genieß dafür deine andere Beschäftigung wie ein Hobby, das man dir bezahlt. Sei nicht stur.
 
Ich würde mich weigern. Nicht mal, weil putzen was schlimmes ist und es nicht in der Arbeitsbeschreibung stand (Aber selbst das ist ein Grund), sondern einfach weil es unbezahlt ist.

Das Argument, dass ihr doch ein tolles Team seid und das nun mal so ist zählt hierbei nicht, denn wenn dem so wäre, würde das Essen ja nicht aufgerechnet werden. Nur, weil mir jemand was schenkt heißt es nicht, dass man mich damit unter Druck setzen kann.

Ich würde nicht versuchen die Situation zu ändern, da du keinen Rückhalt hast und auch eines der schwächsten Glieder (Der Neue, nur Werkstudent). Du kommst gegen die Gruppendynamik wohl nicht an. Daher würde ich mir was neues suchen.

Bei einigen Kommentaren der Vorredner kann ich übrigens nur den Kopf schütteln
 
Lade deinen Chef doch mal zum Putzen ein.
Macht dem bestimmt ganz viel Spaß, und ist auch eine tolle Maßnahme zur Teambildung.
Ansonsten bleibt doch der " wichtigste Mensch" der Firma außen vor.
So etwas könnte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren.
 
Unentgeltlich?

Nee, würde ich nicht machen.
Als Gegenleistung ein Essen? Da würd ich mir lieber selbstbezahlte belegte Brote schmieren und auf das Essen verzichten.

Deine Freizeit ist deine Freizeit. Umsonst arbeiten? Ich würde mich weigern.

Er soll halt Reinigungspersonal einstellen.
Aber daran möchte er wohl gerne sparen.
 
Hallo,
sogar extra auf eigene Kosten anreisen um an einem Tag, der gar kein Arbeitstag ist, unentgeltlich zu putzen? Weil der Chef ein Essen bezahlt? LOL

@ holunderzweig
Deinen Beitrag fasse ich als witzig gemeinten Scherz auf. Du ermutigst andere unentgeltlich zu arbeiten, was im übrigen auch noch arbeitsrechtlich illegal ist?
 
Zuletzt bearbeitet:
Würe ich nicht machen und das Essen könnt er sich sonst wo hinstecken.
Der ist zu geizig eine Putzfirma zu beauftragen, die muss er ja bezahlen, bei euch bekommt er das umsonst. 4 Std. putzen à 15,00 € = 60,00 €. Das kosstet kein Essen.
Moderne Sklavenarbeit.
Such dir eine andere Stelle oder kläre das mit einem Anwalt.
 
4 Std. putzen à 15,00 € = 60,00 €.

Ein Unternehmen kann das nicht für 15 €/Std. anbieten, was bliebe da versteuert noch?
Er spart also viel mehr!

Kartenhändler, du wirst dich entscheiden müssen. Derzeit gehst du selbst über deine Grenze und lädst so andere ein das auch zu tun.
Für dich ist dieser unentgeltliche Putztag absolut nicht in Ordnung, also solltest du danach handeln.

Etwas provokativ, aber ich würde in einer Besprechung oder bei so einem Essen einen Verbesserungsvorschlag machen.
Verzicht auf das kostenlose Essen zugunsten der Beschäftigung von Putzpersonal.

Die bereits abgeleisteten Stunden würde ich tatsächlich wie von Hollunderzweig vorgeschlagen ausgleichen und mir während der regulären Arbeitszeit zurückholen. Auch wenn das keinen freien Samstag ersetzt.

Schreib Bewerbungen, damit du aus diesem Saftladen rauskommst. Leider finden sich derartige und ähnliche Arbeitsbedingungen gar nicht so selten.
 

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