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Chancen auf sozialen Aufstieg?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 135658
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Gelöscht 135658

Gast
Hallo Leute, bin männlich, Ende 20 und befinde mich zurzeit in einer Zweitausbildung in der Lebensmittelindustrie. Wenn ich diese Ausbildung abgeschlossen habe, werde ich Anfang 30 sein und möchte direkt meinen Meister und danach ggf. den technischen Betriebswirt dranhängen.

Jetzt zur Diskussion: Kann man Eurer Meinung nach in dieser Krisengebeutelten Zeit, in der eher mehr wirtschaftlich und sozial bergab geht als bergauf, noch einen sozialen Aufstieg durch Karriere oder Selbstständigkeit erarbeiten?
Wenn ja, worauf sollte man Wert legen zu diesem gelingen?
Wenn nein, aufgeben oder auswandern?
Habt Ihr vielleicht eigene Erfahrungsberichte?

Was mir im Moment bleibt, wenn man ziemlich weit unten liegt, sind sich Ziele geben, vorsichtiger Optimissmus (als ehemaliger Pessimist 🙂, sich genug Disziplin, Professionalität, Selbstvertrauen beibringen, an den eigenen Softskills arbeiten und sich Weiterbilden. Habt Ihr vielleicht weitere Ideen?

Danke fürs lesen 🙂
 
A

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Re: Chancen auf sozialen Aufstieg?
Verschoben in den Bereich "Soziales", da die Diskussion des Problems den Austausch über gesellschaftliche Aspekte miteinschliessen soll.
 
Prinzipiell halt ich es nie für verkehrt Zeit und Energie in Zukunft und Ausbildung zu investieren. Wie du selbst sagst; Weiterbildung, Soft Skills verfeinern, Ziele setzen und dranbleiben!

Momentan ist es alles andere als einfach, aber nicht unmöglich und wer weiß, wie sich die Lage in den nächsten Jahren entwickeln wird. Du scheinst das sehr realistisch zu sehen, zumindest hört sich das für mich sehr so an. Mein Rat wäre; gib nicht auf. Schau, dass du so viele Kontakte knüpfst wie möglich und dich in den Bereichen die dich interessieren engagierst!
 
Kann man Eurer Meinung nach in dieser Krisengebeutelten Zeit, in der eher mehr wirtschaftlich und sozial bergab geht als bergauf, noch einen sozialen Aufstieg durch Karriere oder Selbstständigkeit erarbeiten?
Das klingt so als käme es dir auf "Karriere" bzw "Selbstständigkeit" per se an, egal in welchem Bereich. Sowas funktioniert eher schlecht, ganz unabhängig von einer wirtschaftlichen Gesamtlage.
 
Ja, man kann es relativ einfach, weil es einen Mangel an Leuten gibt, die bestimmte Dinge machen können oder wollen (Steuerberater, Handwerker, Gartenservice), weil es für viele Positionen und Firmen wenige Nachfolger gibt, und weil es in vielen Bereichen viel Innovation, viel Bewegung gibt.

Und man sollte es auch tun, wenn man kann, eben weil alles knapper wird.

Wie?

Geh dahin, wo die Möglichkeiten sind. Oder : Mach das, was fast keiner macht (weil man sich zu fein ist, weil es an Fähigkeiten fehlt, weil man nicht nach Chancen sucht etc.). Oder klassisch über Bildung.
 
Kann man Eurer Meinung nach in dieser Krisengebeutelten Zeit, in der eher mehr wirtschaftlich und sozial bergab geht als bergauf, noch einen sozialen Aufstieg durch Karriere oder Selbstständigkeit erarbeiten?

Ja.
Es gibt aber natürlich immer Gründe/Ausreden, um etwas nicht anzugehen.

Wenn du etwas willst, musst du es richtig wollen.
Um etwas wirklich wollen zu können, musst du erstmal wissen, was.

Was tust du, um herauszufinden, wohin du willst, was du tun möchtest?
Das wäre doch wichtig vor allen anderen Überlegungen, denke ich.

Wenn ja, worauf sollte man Wert legen zu diesem gelingen?

Plan A und B für den Weg zum möglichst konkreten Ziel.

Und das sehe ich bei dir nicht.
Keine Idee, kein Ziel, kein Plan.

Was mir im Moment bleibt, wenn man ziemlich weit unten liegt, sind sich Ziele geben,

Welche hast du?

sich genug Disziplin, Professionalität, Selbstvertrauen beibringen, an den eigenen Softskills arbeiten und sich Weiterbilden.

Unbedingt.
Doch wo willst du hin?
Wie wählst du Weiterbildungen ohne das zu wissen?
 
Hallo Leute, bin männlich, Ende 20 und befinde mich zurzeit in einer Zweitausbildung in der Lebensmittelindustrie. Wenn ich diese Ausbildung abgeschlossen habe, werde ich Anfang 30 sein und möchte direkt meinen Meister und danach ggf. den technischen Betriebswirt dranhängen.

Jetzt zur Diskussion: Kann man Eurer Meinung nach in dieser Krisengebeutelten Zeit, in der eher mehr wirtschaftlich und sozial bergab geht als bergauf, noch einen sozialen Aufstieg durch Karriere oder Selbstständigkeit erarbeiten?
Wenn ja, worauf sollte man Wert legen zu diesem gelingen?
Wenn nein, aufgeben oder auswandern?
Habt Ihr vielleicht eigene Erfahrungsberichte?

Was mir im Moment bleibt, wenn man ziemlich weit unten liegt, sind sich Ziele geben, vorsichtiger Optimissmus (als ehemaliger Pessimist 🙂, sich genug Disziplin, Professionalität, Selbstvertrauen beibringen, an den eigenen Softskills arbeiten und sich Weiterbilden. Habt Ihr vielleicht weitere Ideen?

Danke fürs lesen 🙂

Ja - man kann ohne Mühe heutzutage Karriere machen und zumindest ein 6stelliges Jahresgehalt nach Hause bringen ...

Aber: In den Regionen, wo das möglich ist, ist man kein Top Verdiener, sondern einfach 'normal' eingestuft als Fachkraft mit etwas Praxis.

Mein Tip ist Schweiz. Bei Lebensmittelindustrie wäre mein persönlicher, spontaner Tipp 'Bell' in Basel.
 
Du solltest positiv in die Zukunft sehen und deine Energie in die Ausbildung investieren.
Lebe im hier und jetzt und nicht negativ in die Zukunft schauen
.
 
Oder klassisch über Bildung.
Das ist für mich ohnehin der ultimative Schlüssel. Und wenn man dann noch planvoll, statt kopflos oder einfach dem Lustprinzip folgend vorgeht, ist das schon die halbe Miete. Habe gestern schon in einem anderen Thread den Tipp gegeben, KI bei den Überlegungen mit einzubeziehen und mal zu fragen, wie sicsh aktuelle Berufsbilder durch den Einsatz von KI verändern. Das kannst du weiterentwickeln, indem du deine aktuell bereits vorhandenen Skills mit deinen Interessen und Talenten verwebst und dich beraten oder auch inspirieren lässt, wo deine Reise hingehen könnte. Bei der Lebensmittelindustrie denke ich an den Handel als Branche. Da gibt es sicherlich deutlich attraktivere, wenn du mal nach Gehaltsperspektiven schaust.
 

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