T
Tyra
Gast
Liebe anika,
ich stimme den vorherigen Kommtentare hinsichtlich der Ineffizienz des Rechtssystems voll und ganz zu. Da stimmt wirklich etwas nicht und das hat mannigfache Ursachen, über die ich seitenlang schreiben könnte, was aber hier nicht weiterhilft. Man muß sich zunächst auf die gegebenen Umstände einstellen und handeln. Gewalt ist ein Anthropologikum, d.h. gehört zum menschlichen Leben dazu und Gewalt gegen Frauen ist nochmals eine Sache für sich. Viele Gewalttäter laufen bereits nach kurzer Zeit wieder frei herum, werden häufig rückfällig und greifen sich neue Opfer. Die Folge aus diesen Realitäten sollte sein, dass jedes Mädchen und jede Frau lernt sich selber verteidigen zu können. Das fängt schon bei der Erziehung von Mädchen an, denen man Selbstvertrauen schenken sollte,das Gefühl wertvoll und stark zu sein und die man auf die bestehenden Lebensumstände vorbereiten sollte. In der Geschlechterforschung spricht man von "lebensbedrohlichen Mythen und Klischees* über Frauen" die in der Erziehung eine mitbestimmende Rolle spielen. Eines davon ist, dass eine Frau schwach und hilflos ist, ohnehin durch ihre Weiblichkeit die Erbsünde für sich gepachtet hat (vgl Frauenfeindlichkeit des Katholizismus),sich ständig schuldig fühlen soll, die Klappe zu halten, zu dulden und still zu leiden hat etc. etc. Gerade in Fällen von Mißbrauch oder Vergewaltigung, beides Vorgänge in denen es um Macht geht, sieht man wie bedrohlich solche Klischees sein können. Daher rate ich jeder Frau diese Rollenzuschreibung bewußt abzulehnen und sich selber neu zu definieren. Eine Therapie ist da ein ganz wichtiges Hilfsmittel dabei. Ebenso das Erlernen einer Kampfsportart, in der Körperbeherrschung, Kampfgeist und Beobachtungsgabe geschult werden.
Was deine abgebrochene Therapie betrifft, gegen eine Verhaltenstherapie, die einmal in der Woche stattfindet, kann auch das Jugendamt nix haben. Im Gegenteil, die erwarten, dass du zur Fürsorge deines Kindes dich auch genügend um deine eigene physische und auch psychische Gesundheit kümmerst. Was nützt es dir und deinem Kind, wenn du irgendwann an deinem Trauma zerbrichst und zusammenklappst oder keine neue Beziehung zu Männern (die von der lieben Sorte...die gibt es nämlich auch noch!) mehr aufbauen kannst? Dadurch hätte der Täter einmal mehr gewonnen. Lass dir ein unbeschwerteres Leben nicht nehmen und tu dazu, was notwendig ist.
Wir können das marode Rechtssystem nicht so ohne weiteres ändern, aber wir können unsere eigenen Einstellung ändern und lernen uns selber zur Wehr zu setzen....was bleibt uns anderes übrig?
Lieber Gruß
Tyra
*Wirkung durch Glaube daran...es heißt nicht umsonst "die Macht des Glaubens" also wenn ich glaube hilflos zu sein...bin ich's auch...= self.fulfilling prophecy. Eine Verhaltenstherapie entlarvt diesen Mechanismus und polt ein bißken um
ich stimme den vorherigen Kommtentare hinsichtlich der Ineffizienz des Rechtssystems voll und ganz zu. Da stimmt wirklich etwas nicht und das hat mannigfache Ursachen, über die ich seitenlang schreiben könnte, was aber hier nicht weiterhilft. Man muß sich zunächst auf die gegebenen Umstände einstellen und handeln. Gewalt ist ein Anthropologikum, d.h. gehört zum menschlichen Leben dazu und Gewalt gegen Frauen ist nochmals eine Sache für sich. Viele Gewalttäter laufen bereits nach kurzer Zeit wieder frei herum, werden häufig rückfällig und greifen sich neue Opfer. Die Folge aus diesen Realitäten sollte sein, dass jedes Mädchen und jede Frau lernt sich selber verteidigen zu können. Das fängt schon bei der Erziehung von Mädchen an, denen man Selbstvertrauen schenken sollte,das Gefühl wertvoll und stark zu sein und die man auf die bestehenden Lebensumstände vorbereiten sollte. In der Geschlechterforschung spricht man von "lebensbedrohlichen Mythen und Klischees* über Frauen" die in der Erziehung eine mitbestimmende Rolle spielen. Eines davon ist, dass eine Frau schwach und hilflos ist, ohnehin durch ihre Weiblichkeit die Erbsünde für sich gepachtet hat (vgl Frauenfeindlichkeit des Katholizismus),sich ständig schuldig fühlen soll, die Klappe zu halten, zu dulden und still zu leiden hat etc. etc. Gerade in Fällen von Mißbrauch oder Vergewaltigung, beides Vorgänge in denen es um Macht geht, sieht man wie bedrohlich solche Klischees sein können. Daher rate ich jeder Frau diese Rollenzuschreibung bewußt abzulehnen und sich selber neu zu definieren. Eine Therapie ist da ein ganz wichtiges Hilfsmittel dabei. Ebenso das Erlernen einer Kampfsportart, in der Körperbeherrschung, Kampfgeist und Beobachtungsgabe geschult werden.
Was deine abgebrochene Therapie betrifft, gegen eine Verhaltenstherapie, die einmal in der Woche stattfindet, kann auch das Jugendamt nix haben. Im Gegenteil, die erwarten, dass du zur Fürsorge deines Kindes dich auch genügend um deine eigene physische und auch psychische Gesundheit kümmerst. Was nützt es dir und deinem Kind, wenn du irgendwann an deinem Trauma zerbrichst und zusammenklappst oder keine neue Beziehung zu Männern (die von der lieben Sorte...die gibt es nämlich auch noch!) mehr aufbauen kannst? Dadurch hätte der Täter einmal mehr gewonnen. Lass dir ein unbeschwerteres Leben nicht nehmen und tu dazu, was notwendig ist.
Wir können das marode Rechtssystem nicht so ohne weiteres ändern, aber wir können unsere eigenen Einstellung ändern und lernen uns selber zur Wehr zu setzen....was bleibt uns anderes übrig?
Lieber Gruß
Tyra
*Wirkung durch Glaube daran...es heißt nicht umsonst "die Macht des Glaubens" also wenn ich glaube hilflos zu sein...bin ich's auch...= self.fulfilling prophecy. Eine Verhaltenstherapie entlarvt diesen Mechanismus und polt ein bißken um