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Burn-Out?

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Gast

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Hey ihr Lieben =)

Ich mache mir derzeit etwas Sorgen um mich weshalb ich dachte ich meld mich mal hier im Forum.

Erstmal zu mir: Ich bin 19, bin jetzt kurz vor meinem Abitur muss also "nur noch" bis April durch halten. Allgemein kann man sagen, dass ich zum Perfektionismus neige wenn mir etwas wichtig ist (Vorträge, Klausuren etc.) aber dann auch gerne mal einfach improvisiere wenn ich merke ich bekomm was nicht fertig. Ich weiß etwas widersprüchlich xD
Aber es ist wirklich so, dass ich an mich selbst sehr hohe Ansprüche stelle. Ich möchte nach dem Abitur Medizin studieren, wobei ich kein 1,2 o. Ä. Abi schaffen werde, aber auf etwas wie 1,7 oder 1,8 hab ich schon spekuliert.

Nun ist es halt so, dass ich dann auch alles (Schlaf, Gesundheit etc.) hinter Schule zurück stelle wenn es muss. Das heißt wenn der Vortrag nicht fertig wird sitz ich halt auch mehrere Nächte lang bis 2 Uhr nachts dran.
Dabei ist mir aufgefallen, dass ich in letzter Zeit immer leichter abschweife und 5 Sachen gleichzeitig mache, wobei ich inzwischen auch versuche mich dazu zu zwingen wirklich erst ein was fertig zu machen.

Nun also zu meinem Problem: Also da wäre zum einen, dass ich seit etwa 2 Monaten krank bin. Ist nur husten, schnupfen etc. inzwischen, aber es hält sich. Angefangen hat es am ersten Ferientag nachdem ich mich in den letzten Schulwochen mal wieder sehr verausgabt habe mit Fieber etc. Und seit dem bin ich halt krank, trotz Antibiotika und allem.

Auch ist mir aufgefallen, dass ich in letzter Zeit gereizter bin sowie leichter frustriert und wenn ich merke ich verstehe etwas einfach nicht oder kriege es nicht richtig hin habe ich immer das Bedürfnis zu heulen, was im Unterricht natürlich nicht so gut ist *lach*
Das kenn ich alles schon weil es halt "dazu gehört" wenn es mal wieder besonders stressig ist. Nur saß ich gerade eben vor meinen Mathe-Hausaufgaben und etwas wollte sich mir partout nicht erschließen und da fing ich dann halt wirklich an zu heulen. Dazu kam, dass ich angefangen habe zu hyperventilieren beziehungsweise meine Atmung sich auf dem besten Wege dahin befand und es schwer war sie wieder ruhig zu kriegen. Hat dann funktioniert mit Musik etc. Aber ich war danach noch mal kurz davor.

Jetzt hab ich erstmal beschlossen morgen zu Hause zu bleiben, da es ein sehr langer Tag ist und ich erst spät abends zu Hause wäre, dass wäre glaube ich eher nicht ideal. Zudem sind morgen auch zwei Fächer die mich derzeit am meisten frustrieren.

Meine Frage an euch: Hört sich das für euch nach Burn Out an oder mach ich mir nur schon wieder zu viele Sorgen und interpretiere da zu viel rein?
Und wenn ja was kann ich machen? Klar, organisierter (und weniger) arbeiten und entspannen zwischendurch aber kennt ihr noch irgendwelche "Tricks"?
Eine längere Auszeit so wirklich kann ich mir derzeit nicht leisten und die letzten zwei Monate werden noch mal sehr anspruchsvoll, da will ich auch nicht jeden zweiten Tag heulend im Bett liegen.

Würde mich über Tipps, Ideen und alles hilfreiche freuen =)
 

Hallo Gast,

schau mal hier: Burn-Out?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hey ihr Lieben =)

Ich mache mir derzeit etwas Sorgen um mich weshalb ich dachte ich meld mich mal hier im Forum.

Erstmal zu mir: Ich bin 19, bin jetzt kurz vor meinem Abitur muss also "nur noch" bis April durch halten. Allgemein kann man sagen, dass ich zum Perfektionismus neige wenn mir etwas wichtig ist (Vorträge, Klausuren etc.) aber dann auch gerne mal einfach improvisiere wenn ich merke ich bekomm was nicht fertig. Ich weiß etwas widersprüchlich xD
Aber es ist wirklich so, dass ich an mich selbst sehr hohe Ansprüche stelle. Ich möchte nach dem Abitur Medizin studieren, wobei ich kein 1,2 o. Ä. Abi schaffen werde, aber auf etwas wie 1,7 oder 1,8 hab ich schon spekuliert.

Nun ist es halt so, dass ich dann auch alles (Schlaf, Gesundheit etc.) hinter Schule zurück stelle wenn es muss. Das heißt wenn der Vortrag nicht fertig wird sitz ich halt auch mehrere Nächte lang bis 2 Uhr nachts dran.
Dabei ist mir aufgefallen, dass ich in letzter Zeit immer leichter abschweife und 5 Sachen gleichzeitig mache, wobei ich inzwischen auch versuche mich dazu zu zwingen wirklich erst ein was fertig zu machen.

Nun also zu meinem Problem: Also da wäre zum einen, dass ich seit etwa 2 Monaten krank bin. Ist nur husten, schnupfen etc. inzwischen, aber es hält sich. Angefangen hat es am ersten Ferientag nachdem ich mich in den letzten Schulwochen mal wieder sehr verausgabt habe mit Fieber etc. Und seit dem bin ich halt krank, trotz Antibiotika und allem.

Auch ist mir aufgefallen, dass ich in letzter Zeit gereizter bin sowie leichter frustriert und wenn ich merke ich verstehe etwas einfach nicht oder kriege es nicht richtig hin habe ich immer das Bedürfnis zu heulen, was im Unterricht natürlich nicht so gut ist *lach*
Das kenn ich alles schon weil es halt "dazu gehört" wenn es mal wieder besonders stressig ist. Nur saß ich gerade eben vor meinen Mathe-Hausaufgaben und etwas wollte sich mir partout nicht erschließen und da fing ich dann halt wirklich an zu heulen. Dazu kam, dass ich angefangen habe zu hyperventilieren beziehungsweise meine Atmung sich auf dem besten Wege dahin befand und es schwer war sie wieder ruhig zu kriegen. Hat dann funktioniert mit Musik etc. Aber ich war danach noch mal kurz davor.

Jetzt hab ich erstmal beschlossen morgen zu Hause zu bleiben, da es ein sehr langer Tag ist und ich erst spät abends zu Hause wäre, dass wäre glaube ich eher nicht ideal. Zudem sind morgen auch zwei Fächer die mich derzeit am meisten frustrieren.

Meine Frage an euch: Hört sich das für euch nach Burn Out an oder mach ich mir nur schon wieder zu viele Sorgen und interpretiere da zu viel rein?
Und wenn ja was kann ich machen? Klar, organisierter (und weniger) arbeiten und entspannen zwischendurch aber kennt ihr noch irgendwelche "Tricks"?
Eine längere Auszeit so wirklich kann ich mir derzeit nicht leisten und die letzten zwei Monate werden noch mal sehr anspruchsvoll, da will ich auch nicht jeden zweiten Tag heulend im Bett liegen.

Würde mich über Tipps, Ideen und alles hilfreiche freuen =)

Für mich hört sich das so an, als wenn du bereit studieren würdest. Dort wäre das, was du beschreibst, ein ganz normaler Tag im Studium ;-)

Ein Burnout ist das übrigens noch nicht. Als Tip würde ich dir noch auf den Weg geben ruhiger zu werden. Die Spekulationen, ob du das Abitur mit 1,6 oder 1,7 oder 1,9 oder was auch immer bestehst, kosten zu viel Ressourcen. Diese Überlegungen lenken dich zu sehr ab - das wirklich relevante übersiehst du dabei und das wird dir dann womöglich den Abiturschnitt kosten. Konzentriere dich auf das Fachliche und die richtigen Lernmethoden.
 
Hey,

Ich mache ebenfalls dieses Jahr Abitur, und das mit dem Stress kommt mir ziemlich bekannt vor. Ich will dir hier nicht irgendeinen Blödsinn erzählen, wie "Mach dir da mal nicht so 'nen Kopf drum" - wenn man aufs Abi zugeht ist das echt leichter gesagt als getan. Immer setzt man sich unter Druck - man "muss" ja was erreichen. Das Allheilmittel gegen Stress kann ich dir leider nicht präsentieren, aber was mir hilft, hilft vielleicht auch dir.

Wenn ich mal irgendwo nicht weiterkomme, krieg ich die Krise. Die ganze Zeit zerbricht man sich den Kopf über ein bestimmtes Problem, aber das raubt einem nicht nur den letzten Nerv, sondern auch Kraft und Energie, und dieses innerliche "Dichtmachen" und "Rumbocken" geht einem irgendwann selber auf den Geist. Ich leg dann meist die Sachen beiseite und mache was anderes. Mir persönlich hilft es, wenn ich einen Film schaue oder irgendwo hinfahre - Hauptsache ich kriege Ablenkung. Das Problem löst sich dadurch nicht von alleine, aber wenn man sich erstmal abreagiert hat, bevor die große Heulattacke kommt, kann man die Sache wenigstens mit einem relativ klaren Kopf angehen.

Wenn ich für eine Klausur lerne, hab ich oft Angst davor, dass sie schief läuft. Da gibt es bei mir dann zwei Möglichkeiten:
1. Ich befürchte nicht nur, dass sie schief läuft, sondern ich weiß es. Im Prinzip hilft mir da nur das Motto "Augen zu und durch". Ich weiß, das klingt sehr ernüchternd, aber stell dir selbst die Frage: "Was kann ich jetzt tun?" - man kann sich ja nur entweder verrückt machen und versuchen, sich frustriert den ganzen Stoff reinzuquetschen, oder man sagt sich "Okay, ich habe das Mögliche getan, ich kann nicht mehr lernen, ich bin grad echt überfordert", und dann geht man schlafen. Das scheint auf den ersten Blick vielleicht etwas simpel und dumm - aber wenn einfach nichts mehr geht, wenn die Luft raus ist und man nur noch am Verzweifeln ist, dann würde weiteres Lernen in dem Moment nichts bringen und einen nur noch mehr in die Verzweiflung treiben.
Hier allerdings nochmal der ausdrückliche Hinweis: Das ist meine Meinung, das sind Dinge, die mir helfen, und ich will damit auf keinen Fall sagen, dass das immer die richtige Lösung für jeden ist.
2. Ich befürchte, dass die Klausur schief läuft, obwohl ich den Stoff beherrsche. Klingt doof, aber ich denke, jeder kennt das. In diesem Fall schaue ich mir an, was ich alles können muss, frage mich gedanklich grob ab, und irgendwann denke ich "Du hast es doch drauf, warum machst du dir eigentlich so große Sorgen?". Eine blöde Aufgabenstellung vom Lehrer, ein Blackout oder sonstige ungünstige Zwischenfälle können immer passieren; dieser "Was wäre wenn"-Gedanke plagt einen oft - aber hey, was kann ich gegen Unvorhersehbares tun? Ein gewisses Risiko ist immer da, und gerade das zu akzeptieren stellt (zumindest bei mir) eines der größten Probleme dar. Aber irgendwann geht es, selbst wenn ich es mir nur immer wieder selbst sage und einrede. Ja ja, dieses Einreden bringt einem nicht gerade die große Erfüllung, aber für eine tiefgreifende Veränderung der Persönlichkeit in Richtung "super motiviert und stressfrei" hat man kurz vor dem Abi einfach keine Zeit.

So, nun was zu Vorträgen / Referaten. Die machen mir auch Probleme, da ich selber öfter mal bis in die Nacht irgendwas vorbereite. Wenn es eine Sache ist, die man von einem Tag auf den anderen machen muss, kommt man um die nächtliche Arbeit oft nicht herum, aber das ist ja nicht so wild, passiert ja eher selten dass man gezwungen ist an einem Tag so viel zu erledigen.
Ganz anders ist es da bei den Vorträgen, für die man beispielsweise zwei Wochen Vorbereitungszeit hat. Ein, zwei Tage vor der Präsentation fängt man an, und dann hat man die ganze Arbeit auf einen Schlag zu machen. Um das zu verhindern kleb ich mir immer Zettel an den Bildschirmrand wo einfach nur das Thema vom Referat draufsteht, damit der Gedanke an das Referat präsent bleibt. Durch diese ständige Erinnerung will ich erreichen, dass ich zwischendurch (wenn ich am Surfen bin aber im Prinzip nichts wichtiges mache) dazu animiert werde, mit dem Vortrag anzufangen - und sei es nur die Suche nach ein paar Bildern, die zum Thema passen; ein Anfang ist somit schonmal gemacht. Dieses rechtzeitige Anfangen - wie auch immer - wird einem ständig nahegelegt, und doch machen es die wenigsten. Aus diesem Grund will ich mich halt auch selber mit diesen kleinen Zetteln beeinflussen, denn wenn ich mir sagen kann "Boah, ich hab noch zwei Wochen Zeit, hab aber schon was getan", dann gefällt mir das natürlich besser, als die ganze Zeit nichts zu tun, dann aber alles auf den letzten Drücker zu machen. Irgendwie muss man sich ja durch rechtzeitiges Beginnen entlasten, und wenn es nur mit solchen billigen Tricks ist.

Als Burn-Out würde ich das Problem, das du beschreibst, nicht bezeichnen. Du stürzt dich zwar gewissermaßen in die Arbeit, aber hey, das ist Abi.
Ich würde mich an deiner Stelle fragen, ob mein Leben ausreichend Ausgleich für die Schule bietet; also Hobbies, Sport, irgendwelche Aktivitäten ... Es kann ja sein, dass du aus Mangel an Beschäftigung bzw. Mangel an Forderung so viel Energie in die Schule steckst.
Vielleicht hast du aber auch persönliche Probleme, die du irgendwie mit viel Schularbeit kompensieren willst, aber da will ich dir auf keinen Fall zu nahe treten. Ich will dir nur einen Denkanstoß geben.
 
Mir geht's ähnlich wie euch beiden.
Mache ebenfalls im April mein Abitur und komme momentan von einer Heulattacke in die nächste.
Aber es ist schonmal schön zu wissen, dass man damit nicht alleine ist.
😀
 
Hallo,

ich bin erschüttert, was Ihr da so schreibt. O.k. ich bin schon älter und mein Abi ist schon längst Geschichte. Über meinen beruflichen Lebensweg kann ich nun sagen, dass das Abi-Zeugnis ja nun mal ein Papier ist, das man bei j e d e r Bewerbung vorzeigt. Deshalb ist`s ja schon mal klar, dass man das Abi ernstnehmen sollte. ABER: Man sollte nicht von sich selber erwarten, dass man ein SUPER-ABITUR-TYP ist. Ja, ja, es gibt solche Abiturienten, die Super-Noten schaffen und bewundert werden. Mit solchen Zeugnissen kommen sie leichter auf ihrem Lebensweg weiter, werden leichter zu Vorstellungsgesprächen eingeladen, und jeder denkt, dass diese Leute es im Leben überhaupt leichter haben. DAS stimmt aber nicht.

Schließlich bewirbt man sich mit seinem Zeugnis auf diejenigen Stellen, die einen interessieren. Wer nicht mit innerer Überzeugung seinen Berufsweg geht, scheitert irgendwann. Was ich sagen will: Man sollte sich von dem Abi nicht verückt machen lassen. Nach dem Abi wird es weitere Prüfungen geben (Ausbildung, Studium, ...) Wer z.B. ein mittelmäßiges Abi-Zeugnis hat aber eine Ausbildung, die zu einem passt und mit einer tollen Note abgeschlossen hat, der überzeugt seinen potentiellen Vorgesetzten auch! Schließlich hat man bewiesen, dass man in seinem Fach (=in seinem Beruf) sehr wohl sehr fit sein kann.

Ein Wort zur Leistungsabgabe: In den Abi-Klausuren soll man ja das vorhandene Wissen dem Lehrer so präsentieren, dass er von der Fähigkeit des Abiturienten überzeugt ist (und deshalb eine gute Note gibt). Jetzt sollte aber jeder wisssen, dass alles, was unangenehme Emotionen sind, das Abliefern von Wissen behindert. Einfacher ausgedrückt: Stress verhindert klares Denken. Lernspychologisch gesehen ist es so: das Gehirn ist nur bei einer positiven Grundstimmung wunderbar aufgeschlossen für Neues (=neues Wissen, neuer Lernstoff). Um also gute Leistungen abzuliefern, muss das Gehirn schon vorher in guter Stimmung (Musik, gut geschlafen, gute Laune, schönes Essen, angenehmer Sport, liebevolle Freunde, aufmerksame Eltern, schönes wetter, ...) gewesen sein, damit es viel gelernt hat. Am Tag vor der Klausur gilt: NIEMALS etwas Neues lernen! Nur entspannen und wiederholen und gute Laune haben, z.B. Spaß mit Freunden. Am Klausurtag e n t s p a n n t in den Klausurraum gehen und sich darauf verlassen, dass der eigene Kopf das in der Aufgabenstellung verlangte Wissen abgeben wird. Und wenn Wissen fehtl, dann Tricks wie umschreiben, Nebensätze zur besseren Erläuterung, gutes optisches Bild der Klausur, etc. anwenden. Denn: Stress behindert das denken! Und unter Stress bringt die Birne dann weniger Infos.

Man denke daran: Alle Gedanken sind elektromagnetische Wellen, die durch negative Stimmungen gestört werden. Sie fließen auf den Nervenleiterbahnen dann nicht richtig, oder gar nicht. Also immer schön locker bleiben! (Ich weiß, das klingt salop. Ist aber total ernst gemeint).

Eine schöne Lernzeit und viele schöne Erinnerungen an die schönen (kleinen) Freizeiten zwischendurch!!
 

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