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Buliemie hat mein Leben verändert

truefruit

Neues Mitglied
Hallo alle zusammen,
ich habe lange überlegt hier rein zu schreiben. Getraut habe ich mich nie. Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Mein Text ist lang und vielleicht auch ein bisschen durcheinander. Bitte liest es euch trotzdem durch. Ich brauche eure Meinungen. PS: Beim Texte schreiben bin ich nicht so gut.
In meiner Pupertät habe ich wohl ein bisschen zugenommen. Das war mir selbst nicht so bewusst. Ich war ein schüchternes, liebevolles, sportliches Mädchen. Auch wenn ich nicht so laut in der Klasse war wurde ich von allen gemocht. Freunde hatte ich auch. In der 10. Klasse fing alles an. Als wir im Urlaub waren fingen Familienangehörige mir erstaunt zu sagen, dass ich zugenommen habe (direkt bei der Begrüßung). Das war ein kleiner Schock für mich. Ich fing an mich unwohl zu fühlen. Ich muss noch sagen, dass ich eine Schwester habe die schlank und hübsch ist. Sie bekam immer positive Komplimente. Mir wurde nur gesagt, dass ich die leise pummelige bin (geliebt wurde ich natürlich trotzdem von allen. Ich liebe meine Familie trotzdem. Sie haben mir vieles ermöglicht. Viel Liebe und Aufmerksam habe ich bekomme. Nur haben sie in dieser Zeit nicht die guten Sätze gewählt). Mir wurde jedoch nie gesagt, dass ich hübsch bin. Meine Schwester beakam nur Komplimente (auch von meinen Eltern wurde mir nicht mal einmal gesagt, dass ich hübsch bin. Rückblickend weiß ich jetzt, dass man in dieser Zeit sehr libevoll mit einem Kind umgehen muss ). So ich fing langsam an mein Körper nicht schön zu empfinden. An einem Silvesterabend hatte sich die ganze Familie versammelt. Ich war in meinem Zimmer und habe mich schön gemacht. Ich fand mich auch sehr hübsch. Voller Hoffnung, dass einer mir ein Kompliment sagt, bin ich ins Wohnzimmer gegangen. Direkt bekam ich von meinem Vater zu hören:,, Hey, du hast ja zugenommen!". Mein Cousin daraufhin:,, Ja, das stimmt!". Ich weiß noch wie ich weinend in mein Zimmer rannte, mich einschloss und vor dem Spiegel stand. Ich fand mich so unakttraktiv. An dem Abend beschloss ich ab sofort abzunehmen ( ich will nochmals sagen dick war ich nicht). Nun so fing ich an abzunehmen und auf mein Essen zu achten. Nachdem ich abgenommen habe bekam ich positivee Komplimente. Meine Mutter meinte mir das aller erste Mal, dass ich hübsch bin.
Nach einer Weile, so wie es immer ist, habe ich ein bisschen zugenommen. Voller Angst, dass ich zunehme stand ich eines Abends vor dem Kloschüssel und erbach. Gut und erleichtert habe ich mich gefühlt.
Jahre vergingen und es wurde immer schlimmer mit der Bulimie. In meienr Abi Phase konnte ich nicht für Klausuren lernen. Meine gedanken umkreisten nur die Themen Essen, Abnehmen und Schönheit. Da ich mich nicht auf mein Lernen konzentrieren konnte war meine Abi Note fast eine Drei. Wenn ich nicht in die Bulimie gerutscht hätte würde meine Abi Note ganz anders aussehen, weil ich sehr fleißig und schlau war.
Jetzt bin ich 22 Jahre alt (weiblich) und in meinem dritten Studiengang. Zwei Studiengänge habe ich abgebrochen, weil ich nicht lernen konnte. Meiner Familie meinte ich, dass mir die Studienfächer nicht gefallen. Es lag aber daran, dass ich mich nur auf das Essen und Abnehemen konzentrierte.
Seit zwei Jahre erbreche ich nicht mehr(ohne Hilfe von außen oder von einem Pschologen. Darauf bin ich schon ein wenig stolz). Ich will auch nicht mehr kotzten. Irgendetwas in meinem Gehirn hat sich umgestellt. Auch wenn mein Körper nicht so perfekt ist fühle ich mich einigermaßen gut. In den Jahren habe ich immer mehr an Selbstbewusstsein gewonnen. Habe mein eigenes Geld verdient und mir dann schöne Kleidung gekauft. Von Menschen bekam ich Komplimente. Ich galube, dass mir das viel geholfen hat.
Jetzt zu meinem Probelm. Ich bin in meinem derzeitigen Studiengang im 4. Semester. Nicht mal eine Klausur habe ich geschrieben. Ich dachte ich kriege es hin, da ich nicht mehr erbrach. Ich weiß nicht was mit mir los ist. Ich kann mich einfach nicht hinsetzten und lernen. Da ich nicht lerne habe ich es auch vermieden in die Vorlesunegn, Übungen zu gehen, da dann alle merken würden, dass ich nicht lerne. Am Anfang hatte ich paar Freundinne. Da ich auf der Strecke blieb, war ich nach einer Weile alleine. Wenn ich jetzt in die Uni gehe bin ich meistens alleine. Von außen sieht man mir es nicht an. Ich sehe selbstbewusst, intelligent und auch relativ attraktiv aus. Ich vermeide es in die Uni zu gehen. Vorlesungen besuche ich nicht mehr. Bin ich faul? Wenn ich mich nicht gut fühle bleibe ich lieber zu Hause in meinem Zimmer. Ich schaue mir stundenlag Serien und Youtube Videos an. Das ist jetzt eine kleine Sucht. Ich verdänge meine Probleme mit Videos. Ich denke mal, dass ich gerne so ein Leben hätte wie in den Youtube Videos.
Ich schäme mich. Von meinen Problemen weiß niemand,auch nicht von meiner Bulimie Zeit. Alle denken, dass bei mir alles gut läuft. Ich weiß nicht was ich meinen Eltern sagen soll, wenn sie merken, dass mein Studium nicht läuft. Meine Gedanken umkreisen nur mein Studium.Ich bin so verweifelt. Von außen merkt man mir nichts an. Ich könnte eine Schauspielerin werden :D. Genießen kann ich vieles nicht mehr. Trotzdem lerne ich ich einfach nicht. Ich vergeude meine kostbare Zeit. Ich bin jetzt 22 Jahre alt und habe noch nichts geschafft. Wie soll ich meine Zukunft so aufbauen. Wer will den eine Frau die nichts im Leben geschafft hat. Habe ich psychische Probleme? Bin ich einfach nur Faul?
Ich will mein Leben ändern. Aktiv, glücklich , sozial und das Leben genießen. Nur beim Lernen geht das nicht. Und das schränkt mich so sehr ein, dass ich neue Kontakte meide. Niemand soll merken, dass mein Studium nicht gut läuft. Wenn ich so weiter mache sieht mein Zukunft nicht prickelnd aus. Enge Freundinne sind fast mit dem Studium fertig. Ich bin im 4. Semester und habe noch garnichts geschafft. Das macht mich fertig. Abends weine ich nur. Ich werde auch langsam neidisch, weil ich auch gerne so zielstrebig und erfolgreich sein will wie andere. Was muss ich machen um mein Alltag in den Griff zu bekommen? Soll ich mein Studium abbrechen? Kann ich mich ändern? Mein Kopf ist soo voll. Klar denken kann ich nicht. Ich brauche eure Hilfe.

Vielen Dank für eure Unterstützung.
 

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Alopecia

Aktives Mitglied
Seit zwei Jahre erbreche ich nicht mehr(ohne Hilfe von außen oder von einem Pschologen. Darauf bin ich schon ein wenig stolz).
darauf kannst du auch stolz sein. allerdings zeigt dir dein beitrag und die situation, in der du heute steckst, dass du aus dem teufelskreis alleine eben NICHT rauskommen wirst.

auch wenn es schwerfällt, gestehe dir selbst die schwäche ein und suche dir eine gute therapie. das ist das A und O bei psychischen krankheiten. was das studium angeht würde ich mir erstmal keinen kopf machen, und auch keine sorgen. es gibt genug menschen, die mit einem netten mädel befreundet sein wollen, auch wenn es im studium verkackt und auch genug männer, die interesse haben werden trotzdem.

alles gute dir.
 

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