R
ranidae
Gast
Es gibt immer wieder Tage an denen ich mich frage was ich falsch mache – warum alles so geballt auf mich einstürzt. Vielleicht nehm ich das was passiert auch zu ernst. Auf jeden Fall bin ich grad an nem Punkt an dem ich das Gefühl hab zusammenzubrechen wenn sich nicht bald was ändert.
Die letzten Jahre waren sehr heftig, hab mich nach langem hin und her von meinem Mann getrennt und das obwohl ich ihn damals noch geliebt hab. Aber ich wär mit ihm kaputt gegangen und die Kinder gleich mit. Unsere Ehe war absolut nicht einfach, wir hatten ständig Geldprobleme, die Verantwortung für alles lag nur bei mir. Mein Ex ist stark depressiv, konnte sich zu nix mehr aufraffen, die Situation war am Ende nur noch schrecklich und ich völlig fertig.
Nach der Trennung ging der Wahnsinn des allein lebens los. Allein mit 2 Kindern zurecht kommen, allein für alles verantwortlich sein. Hab mir nen Job gesucht, genauer gesagt 3 Teilzeitjobs und hab versucht von den Schulden wegzukommen die meine Ehe hinterlassen hat. Nicht einfach – vor allem wenn du mit den Kindern in ner Wohnung sitzt in der es außer den Kinderbetten und einem Sofa keine Möbel mehr gibt – er hatte alles mitgenommen. Der Anfang hatte irgendwie etwas von Nachkriegszeit: keine Töpfe, keine Handtücher, keine Pfanne, keine Bettwäsche, keine Bettdecken, keinen Tisch, kein Auto mehr……………
Abgesehen davon war ich körperlich total fertig, nach zwei heftigen Schwangerschaften kurz hintereinander und Jahren mit kaum Schlaf – mein zweites Kind war ein absolutes Schreibaby, ich hab in den ersten 2 Jahren mit Kind nie länger geschlafen als 4 Stunden pro Tag.
Vermutlich wars normal das ich mich in dieser Situation danach gesehnt hab das jemand für mich da ist – ich hab diesen Menschen auch gefunden, war unendlich verliebt in ihn, hab mich wohl auch total an ihm festgehalten weil ich nimmer konnte. Nach 2 oder 3 Monaten war Schluss und ich fiel in ein richtig tiefes Loch. Konnte mit dem Schmerz nicht umgehen, hab angefangen wie eine Verrückte zu arbeiten nur um den Schmerz nicht zulassen zu müssen.
Irgendwann hab ichs geschafft.
Die 2 Jahre danach waren auch ein ständiges Wechselbad der Gefühle, das ist immer noch so.
Mein Ex zahlt nicht, beruft sich auf seine psychische Erkrankung, ist grad dabei vor der 2. oder 3. Instanz zu klagen: Er will sich gerichtlich von der Pflicht für seine Kinder zu zahlen befreien lassen. Gleichzeitig versucht er mir ständig weh zu tun. Er zieht hier seinen privaten Psychokrieg durch – ich versuch nicht drauf einzugehen – aber es verletzt trotzdem.
Das Schlimme an dieser Finanzgeschichte ist für mich: ich weis er kann zahlen wenn er will.
Ich weis seine Eltern haben ein beträchtliches Vermögen und mir ist klar das er mit ihnen gemeinsam eine Lösung finden könnte um zu zahlen.
Meine Exschwiegermutter fordert die Kinder zu sehen, aber ich darf sie nicht bei ihr abgeben, sie hat mir verboten die Straße zu betreten in der sie lebt – es ist ihrem psychischen Zustand nicht zuzumuten das sie mich sieht. Sie hat mir gegenüber Schuldgefühle – ich hab ihr zweimal das Leben gerettet und dafür den Rest meiner Ehe riskiert – sie hat Schuldgefühle die ihrer Gesundheit nicht gut tun.
Ich hab das Gefühl ich leb im Irrenhaus, ich soll immer, aber ich kann nicht mehr.
Es tut mir weh – ich hab mich mit meiner Schwiegermutter eigentlich recht gut verstanden trotz ihrer und meiner Macken. Ich dachte man kann auch nach einer Trennung normal mit dem Expartner umgehen – aber es klappt nicht. Entscheidungen für die Kinder darf ich nicht allein treffen – wir haben gemeinsames Sorgerecht. Leider verhindert mein Ex so gut wie alles. Der Kleine hätte einen OP Termin gehabt – ich musste ihn absagen weil ich die Unterschrift für ne HNO OP nicht bekam. Seitdem versuch ich den Kleinen naturheilkundlich fit zu kriegen – es klappt mal mehr mal weniger. Als er Cortisonspray gegen sein Asthma bekam hat sich mein Ex wieder total aufgeregt und mir vorgeschrieben zu welchem Arzt ich ab sofort zu gehen habe. Er wollte ohne Cortison – klar will ich das auch – aber noch nicht um jeden Preis. Im Moment hat er ne Verengung an der Vorhaut – wieder krieg ich von meinem Ex nur „tolle“ Ratschläge – teilweise sogar welche die Verletzungen hervorrufen können – alles – nur keine OP. Allein die Vorstellung, dass ich im Notfall gezwungen bin, die Unterschrift gerichtlich einzufordern, macht mich fertig.
Vermutlich bin ich inzwischen selbst depressiv, zumindest bin ich kraftlos. Der ständige Marathon mit Arbeit und Kindern ist schon anstrengend genug – dann auch noch jeden Tag mit neuem Ärger vom Gericht zu rechnen macht mich einfach fertig. Zur Zeit hab ich eine 30 Stunden Stelle, allerdings eine in der ich oft viele Überstunden machen muss. Wegen diesem Job verdien ich zuviel für Gerichtskostenhilfe – muss also die Anwaltskosten selbst tragen. Zum Glück kommen da grad noch keine Rechnungen weil mein Anwalt versucht die Kosten meinem ja klagenden Mann zuzuschieben. Trotzdem macht es mir Angst, ich komm finanziell nur klar wenn nix passiert, ich zahl jeden Monat 200€ Schulden zurück, hab ein uralt Auto das nur noch am klappern ist, dann noch Anwaltskosten?
So, und in dieser Situation hab ich mich noch mal verliebt. Vermutlich war das unklug – ich war einfach schon zu sehr unter Stress. Wir hatten 3 sehr schöne Monate miteinander, Freitag hat er mir dann erklärt, dass er mich nicht liebt. Das wars. Es war ehrlich von ihm, ich kann ihm nicht mal bös sein, leider bin ich schon in ihn verliebt.
Mir reißt das grad den Boden weg, ich merke wie unendlich überfordert ich mich fühle. Vor 2 Wochen war ich schon beim Doc, wollte Hilfe, bekam außer dem Tipp etwas an meinen Lebensumständen zu ändern nichts.
Manchmal hab ich das Gefühl ich erleb diesen ganzen Quatsch weil ich irgendwas falsch mache. Im Moment weis ich nicht weiter und wünsch mir das mir jemand hilft aus diesem Schlamassel wieder raus zu kommen.
Vielleicht sieht einer von Euch etwas was ich nicht mehr sehe weil ich drinstecke? Es hat auf jeden Fall schon mal gut getan es aufzuschreiben
LG
ranidae
Die letzten Jahre waren sehr heftig, hab mich nach langem hin und her von meinem Mann getrennt und das obwohl ich ihn damals noch geliebt hab. Aber ich wär mit ihm kaputt gegangen und die Kinder gleich mit. Unsere Ehe war absolut nicht einfach, wir hatten ständig Geldprobleme, die Verantwortung für alles lag nur bei mir. Mein Ex ist stark depressiv, konnte sich zu nix mehr aufraffen, die Situation war am Ende nur noch schrecklich und ich völlig fertig.
Nach der Trennung ging der Wahnsinn des allein lebens los. Allein mit 2 Kindern zurecht kommen, allein für alles verantwortlich sein. Hab mir nen Job gesucht, genauer gesagt 3 Teilzeitjobs und hab versucht von den Schulden wegzukommen die meine Ehe hinterlassen hat. Nicht einfach – vor allem wenn du mit den Kindern in ner Wohnung sitzt in der es außer den Kinderbetten und einem Sofa keine Möbel mehr gibt – er hatte alles mitgenommen. Der Anfang hatte irgendwie etwas von Nachkriegszeit: keine Töpfe, keine Handtücher, keine Pfanne, keine Bettwäsche, keine Bettdecken, keinen Tisch, kein Auto mehr……………
Abgesehen davon war ich körperlich total fertig, nach zwei heftigen Schwangerschaften kurz hintereinander und Jahren mit kaum Schlaf – mein zweites Kind war ein absolutes Schreibaby, ich hab in den ersten 2 Jahren mit Kind nie länger geschlafen als 4 Stunden pro Tag.
Vermutlich wars normal das ich mich in dieser Situation danach gesehnt hab das jemand für mich da ist – ich hab diesen Menschen auch gefunden, war unendlich verliebt in ihn, hab mich wohl auch total an ihm festgehalten weil ich nimmer konnte. Nach 2 oder 3 Monaten war Schluss und ich fiel in ein richtig tiefes Loch. Konnte mit dem Schmerz nicht umgehen, hab angefangen wie eine Verrückte zu arbeiten nur um den Schmerz nicht zulassen zu müssen.
Irgendwann hab ichs geschafft.
Die 2 Jahre danach waren auch ein ständiges Wechselbad der Gefühle, das ist immer noch so.
Mein Ex zahlt nicht, beruft sich auf seine psychische Erkrankung, ist grad dabei vor der 2. oder 3. Instanz zu klagen: Er will sich gerichtlich von der Pflicht für seine Kinder zu zahlen befreien lassen. Gleichzeitig versucht er mir ständig weh zu tun. Er zieht hier seinen privaten Psychokrieg durch – ich versuch nicht drauf einzugehen – aber es verletzt trotzdem.
Das Schlimme an dieser Finanzgeschichte ist für mich: ich weis er kann zahlen wenn er will.
Ich weis seine Eltern haben ein beträchtliches Vermögen und mir ist klar das er mit ihnen gemeinsam eine Lösung finden könnte um zu zahlen.
Meine Exschwiegermutter fordert die Kinder zu sehen, aber ich darf sie nicht bei ihr abgeben, sie hat mir verboten die Straße zu betreten in der sie lebt – es ist ihrem psychischen Zustand nicht zuzumuten das sie mich sieht. Sie hat mir gegenüber Schuldgefühle – ich hab ihr zweimal das Leben gerettet und dafür den Rest meiner Ehe riskiert – sie hat Schuldgefühle die ihrer Gesundheit nicht gut tun.
Ich hab das Gefühl ich leb im Irrenhaus, ich soll immer, aber ich kann nicht mehr.
Es tut mir weh – ich hab mich mit meiner Schwiegermutter eigentlich recht gut verstanden trotz ihrer und meiner Macken. Ich dachte man kann auch nach einer Trennung normal mit dem Expartner umgehen – aber es klappt nicht. Entscheidungen für die Kinder darf ich nicht allein treffen – wir haben gemeinsames Sorgerecht. Leider verhindert mein Ex so gut wie alles. Der Kleine hätte einen OP Termin gehabt – ich musste ihn absagen weil ich die Unterschrift für ne HNO OP nicht bekam. Seitdem versuch ich den Kleinen naturheilkundlich fit zu kriegen – es klappt mal mehr mal weniger. Als er Cortisonspray gegen sein Asthma bekam hat sich mein Ex wieder total aufgeregt und mir vorgeschrieben zu welchem Arzt ich ab sofort zu gehen habe. Er wollte ohne Cortison – klar will ich das auch – aber noch nicht um jeden Preis. Im Moment hat er ne Verengung an der Vorhaut – wieder krieg ich von meinem Ex nur „tolle“ Ratschläge – teilweise sogar welche die Verletzungen hervorrufen können – alles – nur keine OP. Allein die Vorstellung, dass ich im Notfall gezwungen bin, die Unterschrift gerichtlich einzufordern, macht mich fertig.
Vermutlich bin ich inzwischen selbst depressiv, zumindest bin ich kraftlos. Der ständige Marathon mit Arbeit und Kindern ist schon anstrengend genug – dann auch noch jeden Tag mit neuem Ärger vom Gericht zu rechnen macht mich einfach fertig. Zur Zeit hab ich eine 30 Stunden Stelle, allerdings eine in der ich oft viele Überstunden machen muss. Wegen diesem Job verdien ich zuviel für Gerichtskostenhilfe – muss also die Anwaltskosten selbst tragen. Zum Glück kommen da grad noch keine Rechnungen weil mein Anwalt versucht die Kosten meinem ja klagenden Mann zuzuschieben. Trotzdem macht es mir Angst, ich komm finanziell nur klar wenn nix passiert, ich zahl jeden Monat 200€ Schulden zurück, hab ein uralt Auto das nur noch am klappern ist, dann noch Anwaltskosten?
So, und in dieser Situation hab ich mich noch mal verliebt. Vermutlich war das unklug – ich war einfach schon zu sehr unter Stress. Wir hatten 3 sehr schöne Monate miteinander, Freitag hat er mir dann erklärt, dass er mich nicht liebt. Das wars. Es war ehrlich von ihm, ich kann ihm nicht mal bös sein, leider bin ich schon in ihn verliebt.
Mir reißt das grad den Boden weg, ich merke wie unendlich überfordert ich mich fühle. Vor 2 Wochen war ich schon beim Doc, wollte Hilfe, bekam außer dem Tipp etwas an meinen Lebensumständen zu ändern nichts.
Manchmal hab ich das Gefühl ich erleb diesen ganzen Quatsch weil ich irgendwas falsch mache. Im Moment weis ich nicht weiter und wünsch mir das mir jemand hilft aus diesem Schlamassel wieder raus zu kommen.
Vielleicht sieht einer von Euch etwas was ich nicht mehr sehe weil ich drinstecke? Es hat auf jeden Fall schon mal gut getan es aufzuschreiben
LG
ranidae