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lededo96
Gast
Es ist irgendwie komisch: Ich habe das Gefühl, dass nicht alle Antworten veröffentlicht werden, die ich schreibe. Liegt das immer noch daran, dass ich neu auf der Plattform bin? Eigentlich sollte das "Durch den Moderator überprüfen" nach 24 Stunden und drei Beiträgen wegfallen. Komisch.
Dann müsste ich einen Weg finden, mit der drückenden Leere und Einsamkeit klar zu kommen. Es ist wirklich, wirklich schwierig zu beschreiben aber mir fehlt echte Körperlichkeit soooo sehr. Das macht mich verrückt und ist aktuell der Hauptgrund für meine innere Anspannung! Sobald ich Pärchen sehe, die sich nahe sind. Mir Pornografie ansehe, in denen das Pärchen Spaß hat. Oder einfach nur an mein letztes (und erstes) Mal denke, dann bekomme ich sofort das Bedürfnis, mir die Haare auszureißen oder gegen die Wand zu schlagen. Auf der Anspannungsskala ist das von der einen Sekunde zur nächsten eine 90 oder 100. Dann Dissoziiere ich sogar. Das macht mir echt zu schaffen.
Einfach weil mir das so sehr fehlt, auch wenn ich es nur einmal richtig erlebt habe. Deswegen wollte ich ja eigentlich schon verzweifelt Abhilfe schaffen: Mit Prostituierten und/oder in Swingerclubs - aber dafür fehlt mir das Geld. Und eigentlich geht es mir ja gar nicht um plumpen Sex, sondern um Liebe und Akzeptanz, um das Gefühl, gewollt zu werden, und die Freude daran, einer anderen Person Schutz zu geben. Irgendwie eine Heimat und Familie haben.
Von all den Dingen, die ich in den Griff bekommen muss, fällt mir das am Schwersten: Die Einsamkeit nach über 8 Jahren weiter zu ertragen. Vor Allem jetzt, wo ich für ein paar Abende erfahren durfte, wie schön emotionale und körperliche Intimität sein kann. Ich bräuchte da irgendeinen Ansatz, irgend einen Weg um das weiterhin zu ertragen.
Die einzige Folgeerkrankung, die es bei mir noch gibt, ist eine rezidivierende-depressive Störung. Mit meinen SSRI habe ich das aber eigentlich ganz gut im Griff. Abgesehen von den letzten Wochen, da ist einfach zu viel passiert und meine Therapeutin ist noch bis übernächste Woche im Urlaub.
Meine Therapeutin hat die Diagnose gestellt und ist sich ganz sicher, dass sie auch stimmt. Meine Psychiaterin hat sich die Situation auch noch mal angesehen aber eigentlich wollte sie nur wissen, was meine Therapeutin gesagt hat, damit sie das in ihr System aufnehmen kann.
Ich fand die Diagnose aus dem Nichts auch krass. Vor Allem, weil der Folgetermin dann auch erst in 4 Monaten war und ich mit allen Ängsten, Sorgen und eben auch Vorurteilen alleine gelassen wurde. So hat sich dieser Gedanke "Borderliner sind Monster" ja erst in meinen Kopf eingebrannt .. weil ich mit meinen Depressionen zu kämpfen hatte, plötzlich diese Diagnose bekam und 4 Wochen lang nach "Borderline" gegoogelt habe. Und irgendwann enden die fachlichen Beiträge und man kommt zu Erfahrungsberichten von Betroffenen und Angehörigen. Und da ist - zumindest im englischsprachigen Raum - der Konsens ganz klar: "Borderline? Run for the Hills!" sprich: Lauf um dein Leben, wenn du einen Borderliner kennenlernst.
Mittlerweile erkenne ich mich aber schon sehr in den Merkmalen von Borderline wieder. Nach der Therapie habe ich mir auch zwei Bücher zum Thema DBT durchgelesen und war der Meinung, dass das das Richtige für mich wäre. Nur macht mir meine Therapeutin schon seit Tag 1 Kopfschmerzen und jedes Mal wenn ich das anspreche, läuft der Dialog darauf hinaus, dass meine Bedenken ja doch irgendwie nur an meiner Einstellung lägen, das typisch Borderline sei und ich mir doch bis zur nächsten Stunde überlegen soll, ob "aktuell der richtige Zeitpunkt für Therapie ist."
Wenn ich da mal ganz subjektiv meine Meinung dazu geben könnte: Für mich fühlt sich das immer wie ein Todschlagargument an und verhindert jeden Diskurs. Aber vielleicht ist ja auch der Gedankengang "typisch Borderline"..
Das ist relativ einfach: Wenn ich z.B. "Verschließe dich nicht vor Anderen, sondern gib deinen Mitmenschen die Chance dein 'wahres Ich' zu sehen und zu akzeptieren" umsetzen will, dann gerate ich sehr schnell in Gefühle der Überforderung und der Scham. Weil das einfach eine ganz, ganz großes Aufgabe ist, wenn man sein ganzes Leben nie mit jemanden über seine ehrlichen Emotionen geredet hat und Menschen im Allgemeinen nie getraut hat. Dann fühle ich mich einfach Überfordert und weiß gar nicht, wo ich anfangen soll und hundert Fragen entstehen gleichzeitig in meinem Kopf: Wer ist die richtige Person dafür? Wann ist der richtige Zeitpunkt? Wie viel soll ich überhaupt über mich preisgeben? Wie mache ich das am Besten? etc. etc.
Und weil ich mich so überfordert fühle, mache ich gar nichts. Und weil ich gar nichts mache, Schäme ich mich, dass ich Hilfe nicht annehme und flüchte mich in Suizidgedanken, weil ich ja sowieso zu dumm bin was zu ändern.
Deswegen sind so große, abstrakte Ziele vielleicht gut um eine ungefähre Richtung einzuschlagen. Aber was mir fehlt, sind die kleinen Schritte, ein ungefährer Weg und die Akzeptanz, dass ich auch mal scheitern darf.
Ich weiß das und ich bin unglaublich dankbar, dass echte Frauen anders sind als die in Pornos. Ich habe das ja letztes Jahr bei meinem erstem Mal erlebt. Ich habe mir Sex ganz anders vorgestellt und war überrascht als ich feststellen musste, dass es so viel besser ist als ich es bisher gesehen habe.
Ich konnte noch nicht mal meine Erektion halten - weil ich zu aufgeregt war und mir meine leichte Phimose den größten Teil der Empfindung nimmt - und hatte keinen Orgasmus. Dabei dachte ich immer, das es genau darum geht. Aber die reine Körperlichkeit, die Zärtlichkeit, die Emotionen - das war sooo viel mehr.
Pornografie und Masturbation ist für mich mittlerweile einfach etwas, was gemacht werden muss. Wie der Abwasch. Und wenn härtere und ekligere Sachen dazu führen, dass ich die Arbeit schneller hinter mich gebracht habe, dann bin ich gerne diese Route gegangen. Vollen Wissens, dass ich mich später dafür Schäme und mir damit nur schade.
Das stimmt! Ich glaube es ist wirklich wichtig, dass ich Pornografie ab sofort meide und versuche, aus Masturbation wieder etwas schönes zu machen, statt weiterhin Opfer meiner eigenen Triebe zu sein.
Nur gibt mir vor Allem die Masturbation ein Ventil, um Druck auf eine non-destruktive Weise (im Gegensatz von z.B. Selbstverletzung mit einer Klinge) abzubauen. Ich sollte das sicherlich in meiner Therapie thematisieren und mein Verhalten / meine Zwänge in der Diary Card überprüfen. Ich Schäme mich nur so sehr dafür und einer Person von Angesicht-zu-Angesicht davon erzählen.. Puh..
vielleicht wäre es eine option dann jetzt erst mal nicht aktiv zu suchen dafür dich mehr um deine entwicklung zu kümmern?
Dann müsste ich einen Weg finden, mit der drückenden Leere und Einsamkeit klar zu kommen. Es ist wirklich, wirklich schwierig zu beschreiben aber mir fehlt echte Körperlichkeit soooo sehr. Das macht mich verrückt und ist aktuell der Hauptgrund für meine innere Anspannung! Sobald ich Pärchen sehe, die sich nahe sind. Mir Pornografie ansehe, in denen das Pärchen Spaß hat. Oder einfach nur an mein letztes (und erstes) Mal denke, dann bekomme ich sofort das Bedürfnis, mir die Haare auszureißen oder gegen die Wand zu schlagen. Auf der Anspannungsskala ist das von der einen Sekunde zur nächsten eine 90 oder 100. Dann Dissoziiere ich sogar. Das macht mir echt zu schaffen.
Einfach weil mir das so sehr fehlt, auch wenn ich es nur einmal richtig erlebt habe. Deswegen wollte ich ja eigentlich schon verzweifelt Abhilfe schaffen: Mit Prostituierten und/oder in Swingerclubs - aber dafür fehlt mir das Geld. Und eigentlich geht es mir ja gar nicht um plumpen Sex, sondern um Liebe und Akzeptanz, um das Gefühl, gewollt zu werden, und die Freude daran, einer anderen Person Schutz zu geben. Irgendwie eine Heimat und Familie haben.
Von all den Dingen, die ich in den Griff bekommen muss, fällt mir das am Schwersten: Die Einsamkeit nach über 8 Jahren weiter zu ertragen. Vor Allem jetzt, wo ich für ein paar Abende erfahren durfte, wie schön emotionale und körperliche Intimität sein kann. Ich bräuchte da irgendeinen Ansatz, irgend einen Weg um das weiterhin zu ertragen.
die chancen auf heilung bei einem borderliner stehen gut. ich weiß, es steht im internet anders. es gibt allerdings auch ganz viele verschiedene typen von borderline, weil es immer eine erkrankung ist, die folgeerkrankungen im gepäck hat und je nach kombination ist dann das verhalten und die heilungschancen. wenn narzismus dazu kommt, wird es schwierig. das ist meine erfahrung. ansonsten kenne ich viele leute, die haben die erkrankung gut im griff.
Die einzige Folgeerkrankung, die es bei mir noch gibt, ist eine rezidivierende-depressive Störung. Mit meinen SSRI habe ich das aber eigentlich ganz gut im Griff. Abgesehen von den letzten Wochen, da ist einfach zu viel passiert und meine Therapeutin ist noch bis übernächste Woche im Urlaub.
darf ich fragen, wer sie gestellt hat. ein psychiater oder deine jetzige therapeutin? und sind weitere störungen diagnostiziert worden
Meine Therapeutin hat die Diagnose gestellt und ist sich ganz sicher, dass sie auch stimmt. Meine Psychiaterin hat sich die Situation auch noch mal angesehen aber eigentlich wollte sie nur wissen, was meine Therapeutin gesagt hat, damit sie das in ihr System aufnehmen kann.
Ich fand die Diagnose aus dem Nichts auch krass. Vor Allem, weil der Folgetermin dann auch erst in 4 Monaten war und ich mit allen Ängsten, Sorgen und eben auch Vorurteilen alleine gelassen wurde. So hat sich dieser Gedanke "Borderliner sind Monster" ja erst in meinen Kopf eingebrannt .. weil ich mit meinen Depressionen zu kämpfen hatte, plötzlich diese Diagnose bekam und 4 Wochen lang nach "Borderline" gegoogelt habe. Und irgendwann enden die fachlichen Beiträge und man kommt zu Erfahrungsberichten von Betroffenen und Angehörigen. Und da ist - zumindest im englischsprachigen Raum - der Konsens ganz klar: "Borderline? Run for the Hills!" sprich: Lauf um dein Leben, wenn du einen Borderliner kennenlernst.
Mittlerweile erkenne ich mich aber schon sehr in den Merkmalen von Borderline wieder. Nach der Therapie habe ich mir auch zwei Bücher zum Thema DBT durchgelesen und war der Meinung, dass das das Richtige für mich wäre. Nur macht mir meine Therapeutin schon seit Tag 1 Kopfschmerzen und jedes Mal wenn ich das anspreche, läuft der Dialog darauf hinaus, dass meine Bedenken ja doch irgendwie nur an meiner Einstellung lägen, das typisch Borderline sei und ich mir doch bis zur nächsten Stunde überlegen soll, ob "aktuell der richtige Zeitpunkt für Therapie ist."
Wenn ich da mal ganz subjektiv meine Meinung dazu geben könnte: Für mich fühlt sich das immer wie ein Todschlagargument an und verhindert jeden Diskurs. Aber vielleicht ist ja auch der Gedankengang "typisch Borderline"..
magst du das mal näher beschreiben, wie es bei dir aussieht, wenn du "abstraktes" versuchst umzusetzen. vielleicht finden wir gemeinsam eine mögliche Änderung.
Das ist relativ einfach: Wenn ich z.B. "Verschließe dich nicht vor Anderen, sondern gib deinen Mitmenschen die Chance dein 'wahres Ich' zu sehen und zu akzeptieren" umsetzen will, dann gerate ich sehr schnell in Gefühle der Überforderung und der Scham. Weil das einfach eine ganz, ganz großes Aufgabe ist, wenn man sein ganzes Leben nie mit jemanden über seine ehrlichen Emotionen geredet hat und Menschen im Allgemeinen nie getraut hat. Dann fühle ich mich einfach Überfordert und weiß gar nicht, wo ich anfangen soll und hundert Fragen entstehen gleichzeitig in meinem Kopf: Wer ist die richtige Person dafür? Wann ist der richtige Zeitpunkt? Wie viel soll ich überhaupt über mich preisgeben? Wie mache ich das am Besten? etc. etc.
Und weil ich mich so überfordert fühle, mache ich gar nichts. Und weil ich gar nichts mache, Schäme ich mich, dass ich Hilfe nicht annehme und flüchte mich in Suizidgedanken, weil ich ja sowieso zu dumm bin was zu ändern.
Deswegen sind so große, abstrakte Ziele vielleicht gut um eine ungefähre Richtung einzuschlagen. Aber was mir fehlt, sind die kleinen Schritte, ein ungefährer Weg und die Akzeptanz, dass ich auch mal scheitern darf.
Frauen, die in Pornos mitspielen, spielen wirklich. Es ist eine Rolle.
Es ist eine Rolle..., für die sie mitunter zur "perfekten" Frau gestylt werden. Im wahren Leben (und komplett ungeschminkt) glotzt die auch kein Mann an; es sei denn, sie sind fast nackt oder haben gigantische, aufgemotzte Brüste.
Du bist (wie so viele) in einer Scheinwelt verfangen. Echte Frauen sind tatsächlich anders. Zumindest die meisten. 😉
Ich weiß das und ich bin unglaublich dankbar, dass echte Frauen anders sind als die in Pornos. Ich habe das ja letztes Jahr bei meinem erstem Mal erlebt. Ich habe mir Sex ganz anders vorgestellt und war überrascht als ich feststellen musste, dass es so viel besser ist als ich es bisher gesehen habe.
Ich konnte noch nicht mal meine Erektion halten - weil ich zu aufgeregt war und mir meine leichte Phimose den größten Teil der Empfindung nimmt - und hatte keinen Orgasmus. Dabei dachte ich immer, das es genau darum geht. Aber die reine Körperlichkeit, die Zärtlichkeit, die Emotionen - das war sooo viel mehr.
Pornografie und Masturbation ist für mich mittlerweile einfach etwas, was gemacht werden muss. Wie der Abwasch. Und wenn härtere und ekligere Sachen dazu führen, dass ich die Arbeit schneller hinter mich gebracht habe, dann bin ich gerne diese Route gegangen. Vollen Wissens, dass ich mich später dafür Schäme und mir damit nur schade.
Gegen jedwede Art von Sucht hilft Abstinenz und Durchhaltekraft. Du weisst, dass es dir schadet - also versuche damit aufzuhören.
Das stimmt! Ich glaube es ist wirklich wichtig, dass ich Pornografie ab sofort meide und versuche, aus Masturbation wieder etwas schönes zu machen, statt weiterhin Opfer meiner eigenen Triebe zu sein.
Nur gibt mir vor Allem die Masturbation ein Ventil, um Druck auf eine non-destruktive Weise (im Gegensatz von z.B. Selbstverletzung mit einer Klinge) abzubauen. Ich sollte das sicherlich in meiner Therapie thematisieren und mein Verhalten / meine Zwänge in der Diary Card überprüfen. Ich Schäme mich nur so sehr dafür und einer Person von Angesicht-zu-Angesicht davon erzählen.. Puh..