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Blockade

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Lilly123123

Mitglied
Hallo Leute
Zu mir ich bin 26. Hatte schon paar Beziehungen und ons. Mein Problem ist das ich mich beim Sex nicht bewegen kann. Sprich der Mann macht alles. War auch nie ein Problem meine Ex Freunde die haben auch immer alles gemacht.
Jetzt bin ich seit 1 1/2 Jahre in einer Beziehung und ihn stört es total das ich nichts mache. (Was ich verstehen kann) und ich denke immer ok ich mach was aber ich fühle mich dann immer so unwohl. Und wenn er dann beim Sex sagt jetzt beweg du dich. Bekomme ich sofort eine Blockade. Also blowjob und handjob ist kein Problem. Aber ich weis nicht wie ich weiter gehen kann. Vielleicht spielt es auch eine Rolle das ich mich in meinem Körper schon immer unwohl. Und würde auch als Kind missbraucht. Zwar nicht vergewaltigt aber betatscht und einmal ging’s unter die Gürtellinie. Ananfang hat mir Sex nie Spaß gemacht. Mit ner Weile aber schon. Ich bin ratlos. Und weis nicht was ich machen soll. Ich würde gerne mein Partner das geben. Oder auch meine Phantasie ausleben. Aber irgendwie kommen die Blockaden und dann geht gar nichts. Vielleicht kann mir jemand helfen wie ich das hinbekomme. Und langsam ist auch Scham das ich was falsch mache. Was auch nicht schlimm ist sagt auch mein Partner. Hab auch schon mit mein Therapeut geredet er meinte ich soll langsam ran gehen und mein Partner immer wieder fragen ob es so gut ist. Aber irgendwie schaffe ich das nicht.
Was soll ich tun?danke fürs lesen.
 

Hallo Lilly123123,

schau mal hier: Blockade. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Ich würde als erstes Deinem Partner vermitteln, dass es Dir gefällt, wenn Du nichts machst und passiv bist. Ohne deutliches Feedback kann das ihn nämlich verunsichern.

Dann wird das Ganze entspannter.
Aus der entspannten Ebene heraus, kannst Du dann hin und wieder kleine Aktivitätsphasen ausprobieren.

Es gibt nicht wenige Frauen, die das so mögen und nicht wenige Männer, denen das so gefällt. Es ist nicht unnormal, will ich damit sagen.
 
Erst mal solltest du herausfinden was genau das Problem verursacht und daran arbeiten!

beim Sex selber:

Sex soll Spaß machen also ist entspannen schon mal Standart
vllt stellst du dir das wie reiten eines Pferdes vor oder versuchst andere Gendanken mit ins Spiel zu bringen
positive natürlich bis du damit besser kla kommst...
 
Gespräche helfen sehr oft.

Vielleicht ist dein Partner verunsichert und macht sich gedanken was flasch zu machen.

Rede mit ihm.

Und beim Sex, Hirn in den Schrank hängen und den gefühlen freien lauf lassen, solange es spass macht, kannst du auch nix falsch machen 😀
 
Hallo Lilly,

wie erobert man "verlorenes Terrain" zurück? Wie lernt man mit etwas umzugehen, mit dem man nicht umgehen kann oder will? Bei meinen "Dingen" habe ich leider feststellen müssen, dass es nur auf meine ganz individuelle Weise und mit meinem Timing funktioniert. Zärtlichkeiten, Berührungen werden so individuell wahrgenommen und wirken sich so unterschiedlich aus und manchmal fällt es auch nicht leicht, so zu empfinden, wie man gerade nun mal empfindet.

Was aus meiner Sicht helfen kann, hast Du mit Deinem Beitrag hier schon bewiesen: Mut. Sich aus einer "Starre" zu lösen braucht Mut, denn diese Starre war einmal vielleicht eine Strategie, die funktioniert hat. Rehkitze verstecken sich im Gebüsch ganz starr, weil sie instinktiv wissen, dass sie noch nicht schnell genug rennen können. Aber irgendwann ist man hoffentlich groß und kräftig genug, nicht mehr erstarren zu müssen.

Du hast es selbst geschrieben: jemand anderem "etwas Gutes" zu tun, ist meist einfacher, als "etwas Gutes" für sich selbst zuzulassen, denn da hat man nicht mehr alle Kontrolle, weiß nicht so recht, was von einem erwartet wird, wird mit sich selbst in einer Weise konfrontiert, die überraschend sein kann. Berührungen, Gerüche, Geräusche konfrontieren einen immer wieder mit Erinnerungen. Als ich einmal eine "Behandlung" mit warmen Steinen bekam, brach ich heftig in Tränen aus und heulte wie ein Schlosshund, einfach von jetzt auf nachher. Die Therapeutin schaute ganz schön "befremdet" aus der Wäsche, aber ich erst?!

Du hast Mut und Du bist kein "Rehkitz" mehr. Schau mal, was mit Dir passiert, wenn Du Dich beim Sex in warme Decken packst, wenn Du das Licht aus machst, wenn Du mit Duftölen experimentierst. Gestalte Du aktiv Dein Umfeld. Sex im Stehen, viele Kissen für unterschiedliche Positionen, Verkleidungen. Was klingt interessant für Dich? Manchmal braucht es für eine gewisse Zeit eine (neue) Maske, um sein zu können, wer man sein möchte und um andere/alte Masken ablegen zu können.

Bei all dem scheinbar "Spielerischen" hast Du trotz aller Hoffnungen das Recht auf eigene Grenzen. Geh auch damit "pfleglich" um. Und beim Sex ist eine gehörige Portion Egoismus manchmal gar nicht so schlecht. Wie schon geschrieben wurde: den Kopf dabei mal etwas abzuschalten ist eine der möglichen Strategien, wenn auch nicht so einfach umzusetzen. Erlaube Dir Fehler zu machen. Sei unsicher und behalte Dir das Recht vor, Dich immer wieder anders zu entscheiden. "Wie, gestern wolltest Du das doch noch?" "Na und? Heute eben nicht mehr!". Sei nicht "zahm" und "unproblematisch", sei nicht etwas, das Du nicht willst. "I did it my way". Das herauszufinden ist unglaublich spannend und befreiend.
 
Zuletzt bearbeitet:
Weiß dein Freund Bescheid?

Diese Art von Gesräch ist nicht einfach, aber versuche es. Zumindest andeuten, in welche Richtung das geht.
Normalerweise sind Männer schon verständnisvoll, wenn sie wissen, warum die Frau so reagiert. Wenn er es nicht weiß, dann sind in seinem Kopf viele Fragezeichen. Warum ist sie so komisch? Liebt sie mich überhaupt? Was mache ich denn falsch usw. usw.


Prinzipiell kann man solche Blockaden schon überwinden, oder zumindest bessern. Aber das dauert. Habe Geduld. Ich vergleiche seelische Verletzugen gern mit körperlichen: Die Verletzung passiert sehr schnell, heilt aber langsam. Meist bleibt eine Narbe zurück.

Finde das richtige Tempo. Wenn du in zu kurzer Zeit zu viel willst, dann verkrampfst du dich. Du erreichtst genau das Gegenteil.
Wenn du aber aufgibst und gar nichts probierst, dann wirst du auch nichts erreichen. Dazwischen gibt es einen goldenen Mittelweg. Mache ganz kleine Schritte !

Ein paar Beispiele:

Versteckter Text, Trigger-Gefahr:

Wenn ihr euch im Stehen küsst und du hast Lust auf ihn, zieh ihn zu dir und drücke deine Scham an seinen Oberschenkel. Wenn es sich gut anfühlt, dann küsse ihn intensiver und reib dich ein bisschen an ihm. Ich möchte wetten, dass ihm das gefällt.
Oder, wenn er auf der Couch sitzt, dann setz dich mit gespreizten Beinen auf ihn drauf und küss ihn. Und während du ihn küsst, reibst du "zufällig" deine Clit an seinem besten Stück.

Wenn es sich angezogen gut anfühlt, dann versuche es mal mit nur dem Slip an.




Oft hängt es auch an ganz kleinen Details. Z.B wenn er oben ist, dann ist es absolut unmöglich, dass du was machst. Wenn du aber unten bist, dann geht es. Oder umgekehrt.

Ein Beispiel aus meinem Leben:
Versteckter Text, Trigger-Gefahr:

Ich war mit einer Frau zusammen, die als Kind sexuell missbraucht wurde. Ich wusste das zuerst nicht. Wenn wir in normaler Richtung auf dem Bett lagen dann hatten wir ganz "normalen" lustvollen Sex. Kaum wollte ich sie aber quer auf das Bett legen, war ihre Lust plötzlich weg, ihr Gesicht versteinert und sie hat nicht mehr mit mir gesprochen. Das hat mich natürlich sehr verwirrt, ich wusste ja von nichts. Heute weiß ich: Sie hatte einen Flashback. Rate mal, wie sie auf dem Bett lag, als der Missbrauch passierte...


Achte auch auf dein Gefühl. Es ist nicht immer gleich. An manchen Tagen hast du nicht so richtig Lust und machst es mehr ihm zuliebe. An diesen Tagen versuche gar nichts neues, dann frustriert es dich nicht, wenn es nicht geht. Und dann gibt es die anderen Tage, wo du selber intensive Lust hast und dann geht es plötzlich ganz leicht.
 
Vielleicht liege ich völlig falsch (ich kann mich schwer in dich hineinversetzen), aber würde es einen Unterschied machen, wenn er dich nicht sehen könnte oder sonstwie daran gehindert ist, quasi dein Publikum zu sein? Also geht es darum, dass du Angst hast, was falsch zu machen oder dich schämst? Dann könnten Dinge helfen wie ihm die Augen verbinden oder das Licht ausmachen, ihn fesseln, ihm Ohrstöpsel anziehen. Und dann kannst du ganz langsam erkunden, was du tun willst und wie er darauf reagiert. Du hättest die völlige Kontrolle. Und ihr sprecht vorher ab, dass es nur ein Experiment ist, dass du also gar nicht ihn irgendwie befriedigen musst. So hättest du gar keinen (Erfolgs-) Druck. Oder du berührst ihn, während er schläft.

Oder, andere Idee: Ihr besprecht, was er gern hätte, legt genau die Schritte fest, die du tun sollst. Und so, nach Plan, tust du es dann. Auch damit wäre dir die Verantwortung genommen.
 
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