Religionsgedönse
@tequila: Bingo! Treffend bemerkt, stimme Dir voll und ganz zu!
Würde mich interessieren, ob Du Gast (evtl. cry?), der Du Deinen Beitrag hier als Hilferuf ins Forum eingestellt hat, nun nach den letzten Antworten, für sich den Eindruck gewonnen hat: ...das hat mir etwas geholfen oder gebracht, denn die letzten 2 Seiten hast Du Dich hier nicht mehr beteiligt.(??)
Ich finde, es gehört schon ne Menge Mut dazu, das Gast sich hier getraut hat, offen anzusprechen, das sie sich nun schon seit 2 Monaten mit Gedanken und Plänen rumquält Menschen umzubringen, aber "Angst" vor diesen Gedanken hat.
Einfacher wär's stattdessen gewesen aufs gerade Wohl als Ventil für das Aufgestaute "Leben zu vernichten" und für Schlagzeilen zu sorgen.
Gast hat aber, trotz Verzweiflung über die nicht erwiderte Liebe, den schwereren Weg gewählt - sich anderen anzuvertrauen und damit Leben zu erhalten - um quasi entgegengesetzt - trotz der bisherigen eigenen leidvollen Erfahrungen- einen "gewaltlosen" Ausweg für sich zu finden, und dadurch glücklich zu werden.
Oder habe ich Dich, Gast hier falsch verstanden?
Zum Thema Religion hat schon Bertrand Russell festgestellt:
"Was das Glück betrifft, so haben weder Erfahrung noch Beobachtung in mir den Eindruck erweckt, daß Gläubige im Durchschnitt glücklicher oder unglücklicher seien als Glaubenslose."
Ich persönlich denke, für Liebe und Mitgefühl braucht man keine Tempel und keine Kirche, ja nicht einmal unbedingt einen Glauben, wenn man einfach nur versucht, ein menschliches Wesen zu sein mit einem warmen Herzen und einem Lächeln, das genügt.
Noch ein paar Danken zum Thema Gewalt:
Gewalt wird nur verschluckt, doch nicht verdaut!
Selbst wenn Du Stolz und Würde des Menschen brichst und Du die Menschen zwingst, Dinge zu tun die sie nicht wollen, es gibt keine Garantie für Deinen Endsieg.
Kann sein, daß der bezwungene Mensch vor seiner Zeit zugrunde geht. Das Leid, es pflanzt sich fort, doch Gewalt unverdaut und roh ausgespuckt schlägt zurück und schlägt letztendlich Dich nieder!
Einen Menschen lieben bedeutet manchmal auch ihn "loslassen zu können", denn Liebe wird einem vom anderen eben nun mal nur "freiwillig" geschenkt.
Gewalt oder Druck ausüben bewirken nur das Gegenteil und selbst wenn's kurzfristig helfen würde, dann wär das der totale Stress, denn was man mit Gewalt errungen hat, kann man auch nur mit Gewalt (be)halten.
Brauchst Du das Gast wirklich um glücklich zu sein?