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Bitte helft "letzter Funken" sie braucht dringend viel Unterstützung

  • Starter*in Starter*in annalina
  • Datum Start Datum Start
A

annalina

Gast
Hallo an alle engagierten Forumsmitglieder,

bitte lest mal das Tagebuch von "letzter Funken" und die Threats, die dabei sind!
Sie ist eine tolle Frau und wenn Ihr lest, was ihr passiert ist.............Ich sage Euch:
So was kann kein Mensch allein durchstehen!!!!!
Sie braucht dringend Freunde, die es ernst meinen!

LG,
Annalina
 
Hallo annalina,

habe gerade deinen Aufruf und auch ansatzweise das Tagebuch von letzter Funken gelesen. Mir war bereits nach dem ersten Bericht schlecht.
Was letzter Funken vor allem braucht ist professionelle Hilfe um ne vernünftige Vergangenheitsbewältigung hinzukriegen und aus ihrer aktuellen Depression rauszukommen. Bevor die Hölle in ihr, die sie letztlich nur selber bekämpfen kann, sie nicht einholt....
Dazu reichen allein freundliche und unterstützende Worte durchs Internet-Forum oder von Freunden bei Weitem nicht aus.
Ich habe das tiefste Mitgefühl für letzter Funken, die so viel Schlimmes erlebt hat. Aber ich denke, daß sie sich selbst und ihren Kindern gegenüber eine Verantwortung hat. D.h. das sie Sorge dafür tragen muss ihre Probleme "aus dem Haus" bzw. ihrem Kopf zu tragen und mal den ganzen belastenden Seelenmüll schnellstens wegschaffen muß...zumindest wo weit, das sie damit klarkommt. Stichwort: Psychohygiene. Das Forum hier war ein erster Schritt, aber es muß weitergehen mit Schritt in die Therapie... und zwar fix!

Gruß
minette
 
Hallo,

ich habe die Tagebuch-Threads von letzter Funken gelesen und bin erschüttert und skeptisch zugleich. Ich kann irgendwie nicht nachvollziehen, wie ein Mensch nur so viel erdulden und mit sich machen lassen kann: erst jahrelange Vergewaltigung durch den Bruder, dann Mißbrauchsversuch durch den Onkel, dann durch ein einsames Waldstück gelaufen und Vergew. durch Bruder, Onkel und Vater gleichzeitig, dann unter Alkoholeinfluss von weiteren 4 Männern vergewaltigt, dann auf dem Strich.....
Wie durchgeknallt muß denn da die Familie des Opfers sein: alle männlichen Familienmitglieder V***? Und das ohne das ein anderer das jemals mitgekriegt oder gemerkt hat?
Und das Opfer war nie in der Lage sich einmal effektiv zu wehren? Und warum so spät Anzeige? Gut ich denke letzter Funken war blockiert durch ein nicht vorhandenes Selbstwertgefühl, Scham und (idiotischen) Schuldgefühlen...und das Psychologikum, dass Menschen der Gewohnheit, mag sie auch noch so übel sein, verhaftet sind und Angst vor Veränderung haben. Ich hoffe sehr daß diese Frau sich aufrappelt und per Verhaltenstherapie ihre Grundhaltung sich selbst gegenüber gründlich ändert.

Ich war einmal in meinem Leben mit einer Vergewaltigungssituation konfrontiert, habe mich aber instinktiv und ohne zu Zögern effektiv zur Wehr gesetzt und mir ist nix passiert. Nur dem Typen...was ich in keiner Weise bedaure. Ich wünsche letzter Funken zumindest einen Ansatz einer solchen wehr-dich-ohne-zu-zögern-Mentalität, damit sie irgendwann einmal besser im Leben klarkommt.
Und ich wünsche mir das dieses Forum ihr weiterhin Unterstützung gibt in Richtung: verharre nicht in deinem Leid, sondern sieh zu wie du da rauskommst und dieses Forum nicht mehr nötig hast.

Gruß
greta
 
hallo Greta,

danke, dass Du Dir Gedanken machst und dass Du die Threads gelesen hast.
(Strich habe ich allerdings nichts gelesen, hast Du Dich da verlesen?)

Weißt Du, für alle, die in einer liebevollen Familie aufwuchsen, ist das vielleicht schwer nachzuvollziehen, warum ein Mensch sich nicht so wehrt, wie man es selbst tun würde. Aber stell Dir mal vor, ein Kind hat als erstes Bild von der Welt seine Familie und wächst mit dem Gedanken auf, so schreckliche Dinge seien nun leider mal unabänderlich. Der Mensch ist darauf genetisch gepolt, Dinge und Geschehnisse in der Familie zu beobachten und als Maßstab zu nehmen. Und genau daran reift der Mensch kognitiv. Klar hat ein Kind mega Angst, wenn der Peiniger kommt und zittert, aber es denkt nur etwa: "Oh nein, nicht schon wieder! Das will ich nicht! So ein Sch...tag schon wieder! Warum muss das sein?" Aber es denkt auch nicht daran, dass das nicht normal sein könnte und dass es ein anderes Leben geben könnte. Kinder können auch nicht über ihre Gefühle sprechen, sagen etwas, womit kein Erwachsener was anfangen kann.

So sagt so ein Kind vielleicht " Schnidel sind blöd!" oder mag keine Menschen, die die Augenfarbe des Peinigers haben, weil der sie immer so "komisch und unheimlich anguckt". Die Erwachsenen verstehen nicht, was das Kind wirklich meint.
Außerdem äußert das Kind seine Gedanken zuallererst in der näheren Umgebung und das Pech von "letzter Funken" war, dass die ganze Familie anormal ist. Also nur anormale Reaktionen auf versteckte Hilfeschreie. Sie sagte doch, die Mutter habe sie beschuldigt. Ein Kind, dass ein Bonbon geklaut hat und was auf die Finger kriegt, ist sauer, dass es gehauen wurde, denkt aber, es sei ja selbst "Schuld". Ein Kind, dass im Haushalt helfen soll und seine "Aufgabe" nicht nach Wunsch der Erwachsenen erfüllt hat, wird aus Kindersicht "zur Strafe" vergewaltigt.
WIE kann ein Kind den Unterschied wissen, wenn es nicht weiß, was ein Menschenrecht ist?
Mit der Zeit lernt das Kind auch durch die Gesellschaft, dass ihm Unrecht widerfahren ist. Dann erst kann sich der junge Erwachsene wehren. Und das tut sie jetzt.
Ich denke, sie hat auch professionelle Hilfe und Du hast Recht, das braucht sie auch.

Zusätzlich braucht sie aber FREUNDE, denn die Professionellen können nicht die Menschenliebe und Wärme von Freunden ersetzen.

LG,
Annalina
 
Liebe Annalina, ich kann mich doch nicht bverabschieden, ohne Dir für Deine so sehr verstehenden Worte zu danken. Außerdem möchte ich Dir von Herzen danken, dass Du mich geholt hast. Ich werde Kleinen Funken nicht mehr aus den Augen lassen. Sie ist inzwischen auch bei mir angemeldet, allerdings als kleines Feuer. D.h., wir werden viel Zeit für intensive Gespräche haben. Ich denke, dass sie sich im Moment innerlich völlig mit dem bevorstehenden Prozess beschäftigt und danach erst sich sicher genug fühlt, um weitere professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen zu können. Im Moment stehen im Vorergrund die Bedrohungen, die sie am Aussgaen hindern wollen.
Aber in einem muss ich Greta und Minette widersprechen. Kleines Feuer ist nicht so depressiv, wie es den Anschein hat. Lest mal meinen letzten Beitrag in Was tun. Das, was sie mir schenkte, werde ich Montag, wenn es klappt, auch hier hereinstellen. Sie gab mir die Erlaubnis dazu. Dann könnt Ihr seihen, das sie nur überlebt hat, weil sie ganz tief in sich eine enorm postitive Einstellung hat. Ich glaube, ich hätte so ein Martyrium nicht überlebt. Aber Du, Annalina, verstehst, was in Menschen, die von Klein auf nichts anderes als Vergewaltigun kennen, empfinden und durchmachen. Erst die frühe Pubertät lässt sie erkennen, dass da etwas Unrechtes geschieht. (Siehe auch meinen Beitrag im Thread von Frozens Kritik an mich).
Annalina, kleines Feuer hat großes Vertrauen zu Dir. Las uns zusammen versuchen, ihr weiterzuhelfen.

Ich umarme Dich uns sende Dir ganz liebe Grüße
Dein Luiserl.
 
Hallo Annalina,

danke für deine Stellungnahme. Stimmt übrigens, bei der Strich-Sache scheine ich mich verlesen zu haben.
Das mit dem erst spät Bewußt-werden der Unrichtigkeit der erfahrenen Handlungen stimmt leider sehr häufig bei Mißbrauchsfällen. Da versagt meiner Ansicht nach eindeutig die elterliche Pädagogik und auch die Schule.
Ich kann nur allen Eltern dieser Welt raten: so früh wie möglich den Kindern ein ausreichendes Selbstbewußtsein, die eigene Körperbestimmung und die Selbstverständlichkeit der Gegenwehr = Nein zu sagen beibringen. Bei meiner erst dreijährigen Nichte hat das schon gewirkt. Allerdings denke ich, daß sie auch tradigenetisch bedingt schon eine gehörige Portion Selbstbewußtsein mitgekriegt hat.
Ich bin übrigens in keiner liebevollen Familie aufgewachsen, sondern hatte einen recht brutalen Vater, der zwar nicht mißbraucht aber geschlagen hat, was auch seine Spuren hinterlassen hat. Allerdings war mir bereits recht früh klar, das das überhaupt nicht o.k. war und habe mich auf verschiedene Art abgegrenzt und gewehrt. Was mich auch in Hinsicht auf meine persönlichen Gewalterlebnisse besonders anstößt ist das Nichthingucken und Schweigen der näheren Umgebung= Nachbarn und insbesondere der Mütter.
Ich glaube, dass diese fast immer wissen, was los ist, aber sehr sehr oft im Eigeninteresse und ihrer passiv-masochistischen Abhängigkeit von ihren Partnern (= den Tätern) verdrängen, dulden und schweigen. So kreiieren diese Mütter oft wider besseren/halbverdrängten Wissens eine falsche Normalität und Tradition, der die Kinder natürlich zunächst hilflos ausgeliefert sind. Wo bleibt hier der mütterliche Schutzinstinkt? Verdrängt durch den mütterlichen Egoismus ihren Partner halten zu wollen? Das zum Punkt der Annormalität.
Gestern habe ich übrigens im Fernsehn das bemerkenswerte Porträt einer in ihrer Kindheit von ihrem Schwiegervater und Schwiegeropa (auch hier ein Konglomerat annormaler Tradition! die beiden haben sich das Kind gegenseitig zugeschoben...) mißbrauchten Frau gesehen. Sie gibt heute Selbstbewußtseins- und Selbstverteidigungskurse und ist Weltmeisterin im Armdrücken. Ihren Halt hat sie während ihrer nicht nachvollziehbaren Leidenszeit in Gebeten gefunden. Sie hatte ihre Mutter nach jahrelanger Kontaktunterbrechung in einem Gespräch zu den damaligen Vorfällen befragt und als sie zu dem Punkt des Mißbrauchs durch den Schwiegeropa kamen, hat die Mutter nur gerufen: Was bei dir hat er es auch versucht? Und trotzdem den damaligen recht deutlichen Mitteilungen der Tochter nicht geglaubt und als Lüge abgetan. Nach diesem einzigen Gespräch hat die Mutter, um sich nicht mit aufkeimenden Erinnerungen und schlechtem Gewissen belasten zu müssen, den weiteren Kontakt zu ihrer Tochter für immer abgesagt...ich hoffe nur sie hat die Fernsehsendung gesehen...
Das die Tochter es verstanden hat trotz ihrer schlimmen Erlebnisse ein solches Selbstbewußtsein aufzubauen, ist echt bewundernswert.
Ich hoffe sehr, dass dies letzter funken/kleines feuer auch gelingen mag und sie bei erneuten Gewaltübergriffen gegen sie auch mal zum Waldbrand werden kann.

Gruß
greta2
 
Liebes kleinens Feuer,
diese Präsentation ist soooooo schön!!! Vielen Dank dafür!
Es sind wirklich schöne Gedanken über das Leben........

Du bist eine tolle und starke Frau und ich habe Dich ganz doll lieb!!!

Liebe Grüße und Umarmung,
Annalina


Liebes Luiserl,
wer in Deinen Händen ist, der ist in den Händen seines Schutzengels!!
Ich bin so dankbar, dass es Dich gibt! Mir hast Du ja auch schon geholfen. Du bist so ein Schatz!


Küsschen,
Deine Annalina
Hallo Grete,
danke für Deinen interessanten Beitrag.
Ja, Kinder, besonders die selbstbewussten, können erkennen, dass es ungerecht ist, wenn sie geschlagen werden. das hört man ja auch überall und Mütter kritisieren Spielplatzkinder, wenn sie andere schlagen.
Aber wer spricht über Vergewaltigung? Niemand!
Wie kann da ein Kind verstehen, was seine Rechte sind?
Und sorry, wenn ich jetzt mal eklig genau werde:
Wenn ein Vater sein Kind küsst, während er es vergewaltigt, und ihm noch einredet, dass dieser Gewaltakt "schmusen" und "lieb haben" sei, dann denkt das Kind, es sei gemein, ungehorsam und es sei schlecht von ihm, dass es den Vater, den es lieben MUSS, eklig findet.

Liebe Grüße,
Annalina
 

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