Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Biologie studiert - und was nun?

Hallo, ich bin nur zufällig hier drüber gestolpert, aber zufällig kann ich was darüber sagen. 🙂

Biologie ist ein kumulatives Fach, d.h. es ist quasi nur der Beginn einer Studienrichtung. Ich empfehle unbedingt ein Masterstudium mit einem entsprechenden aufbauenden Fach. In der Biologie empfiehlt es sich auch dringends ins Ausland zu gehen, allein weil die Fachrichtung in Deutschland quasi keinen Bedarf hat. (bis auf Meeresbiologie in Kiel).

Ich empfehle weiterhin, dir Fachliteratur v.a. Nature (Link: Nature Publishing Group : science journals, jobs, and information) zu abonnieren. Wenn du noch eingeschrieben bist hast du über deine Universität eventuell noch freien zugang dazu. Dort wird sehr häufig über fantastische Projekte in der Biologieforschung berichtet. In Stanford wurde vor kurzem eine vollständige Zelle Simuliert Scientists create first computer simulation of a complete organism

Orientier dich dann an dem was du dort liest und bau dir daraus dein zweites Studium zusammen. Z.b. Biotechnik, Bioinformatik, Umweltbiologie, Medizinische Biologie, Pharmazie oder gar Medizin. Die akademischen Möglichkeiten mit Biologie sind quasi grenzenlos.


Falls dir das alles nicht zusagt und du quasi in der Hoffnung auf einen Zoowärterjob Biologie Studiert hast, rate ich dir zu einer Laufbahn im öffentlichen Dienst / polizeilichen Dienst (LKA oder allgemein Kripo) oder Ministerien. Die Bezahlung ist zwar nicht berauschend, aber die Jobs sind in situ, dh du musst das was du gelernt hast auch anwenden, was beim Job im Biogemüßeladen jetzt nicht so der Fall ist. 🙂
 
A

Anzeige

Re: Biologie studiert - und was nun?
Selbst promovierte Biologen haben es schwer. Es ist ein Fach für Forscher eher als für Anwender. Deswegen sind Mikrobiologie oder alles was mit Untersuchungen in wichtigen Bereichen (Zellenforschung, Genforschung, etc. im Bereich Pharmazie und Medizin) erfolgsbringender. Mit Tieren arbeiten geht, aber dann wohl eher mit Versuchsmäusen...

Zeitschriften und Kongresse sind leider etwas irreführend, finde ich. Dort gibt es Menschen mit furchtbar spannenden Jobs, aber diese Sorte Jobs ist dann halt auch schon vergeben. Das maximale Potential eines Studienberufs wird nicht von allen zu nutzen sein. Deswegen wäre die Arbeitsagentur (bzw. das Hochschulteam) für dich interessanter. Sie haben aktuelle Statistiken für Akademiker und auch Bewerbungstrainings. Berufsplanungen und -beratungen würde ich allerdings an anderer Stelle machen.

Mit einem Bachelor ist es in Deutschland schwer! Das ist sicherlich auch für die Nawis der Fall. in der freien Wirtschaft könntest du Chancen haben, aber wäre die Frage womit. Wahrscheinlich eher in der Dienstleistung, z.B. einem Verlag für Schulbücher, einem Pharmakonzern, Sportgetränkehersteller oder einem Eventverband. Dort würdest du aber halt eher Organisatorisches lernen und machen. Mit Pflanzen oder Tieren arbeiten ist auch schwer, weil der Andrang groß ist, aber vielleicht sind Botanische Gärten oder Zoos eine Richtung?

Was interessiert dich in der Freizeit, was im Studium und wie kannst du beides kombinieren?


P.S. an den User, der meinte, man solle vor dem Studium ansatzweise wissen, was man machen möchte: die meisten studieren etwas, was sie teilweise in der Schule hatten, aber selbst dann lernt man neue faszinierende Dinge. Abgesehen davon sind die Pflichtmodule eines Studiums uninteressant und bringen einem für später nichts. Dann weiß man viel über Wissenschaftliches Arbeiten oder die Geschichte des Fachs, aber die wenigsten kommen deswegen zum Studium. Abgesehen davon beschäftigen sich die wenigsten Schüler mit den realistischen Chancen ihres Studienberufs und fokussieren sich dann auf das, wo es Geld gibt. Vor allem, weil einem ständig jemand sagt, man solle sich für das entscheiden, was einem Spaß macht und das kann in 3 bis 5 Jahren plötzlich immer mehr werden!
 
Hallo liebe Leute,

Im März werde ich mit meinem Bachelorstudium in Biologie fertig.
Nach meinem Studium wollte ich Praktika machen, um mich beruflich besser zu orientieren... Rausfinden, welche Berufsbilder mir Spaß machen würden, und was ich dazu evtl. als Master studieren müsste.
Dazu muss ich sagen, dass die Berufsvorstellungen die ich früher hatte mittlerweile eher nichts für mich wären. Aus dem Standpunkt heraus war das Studium ziemlich desillusionierend.

Jetzt ist mein Problem folgendes: Ich weiß gar nicht, wo ich mich auf die Suche nach Praktikumsstellen machen sollte.
Wie finde ich raus, welche Berufsbilder überhaupt zu mir passen könnten? Die Onlinetests ergeben z.B. nichts Sinnvolles.
Und wie finde ich raus, welche Betriebe in der Richtung dann freie Stellen für mich hätten bzw. was es überhaupt für Betriebe in meiner Gegend gibt?
Und habe ich da irgendeine Chance, ein bezahltes Praktikum zu finden? Wie viel darf man als Praktikant überhaupt verlangen?

Ich weiß grad echt nicht, wo ich mich auf die Suche machen soll. Kann mir hier vielleicht jemand weiterhelfen..?

Offene Antwort:

Womit hast Du Dich denn in den letzten Jahren beschäftigt?

Welche beruflichen Perspektiven ich mit meinem Studium würde haben werden, das wusste ich im weitesten Sinne schon, bevor ich meinen Studiengang gewählt habe.
Spätestens aber im Kontakt mit den Dozenten und den älteren Semestern und mit einigen Absolventen die den Kontakt zur Uni hielten, und nicht zuletzt aus den Fachzeitschriften und Veröffentlichungen die im ASTA - Büro zur Verfügung standen, entwickelte sich ein recht klares Bild von den Perspektiven.

Da hast Du offensichtlich etwas verpennt!

Hier könntest Du mal reinschauen und unter verschiedenen Suchkriterien recherchieren .... zumindest findest Du dort eine ganze Reihe möglicher Institutionen bei denen Du nachfragen könntest: JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit - Deutschlands größtes Online-Jobportal
 
Ich habe auch Biologie studiert. Über den Umweg der Zeitarbeit bin ich dann in der Arbeitsmarkt reingekommen. Ich wurde nach dem Studium von einer Zeitarbeitsfirma als Produktionshelfer eingestellt. (Ich musste mich aufgrund eines Vermittlungsvorschlag dort bewerben.) Nach einen halben Jahr hatte die Zeitarbeitsfirma mal eine Anfrage für einen BTA und ich wurde vorgeschlagen. Die Firma hatte Interesse und hat mich erstmal über Zeitarbeit eingesetzt. Nach 6 Monaten wurde ich dann übernommen. Angefangen habe ich als Produktionshelfer für 8,50 Euro die Stunde- als BTA habe ich dann 11 Euro pro Stunde bei der Zeitarbeitsfirma bekommen. Inzwischen bekomme ich umgerechnet 14 Euro brutto die Stunde und ich bin direkt bei einer Firma eingestellt. Für den Job braucht man kein Studium, aber immerhin habe ich ein halbwegs passables Gehalt. Mit einen Biologiestudium macht man in der Regel keine Karriere. Ich kenne ehemalige Kommilitonen, die in irgendwelchen Call-Center festhängen und für 8,50-9,50 Euro pro Stunde ackern müssen.
 
Auf ein offenes Wort,

darf ich auch ein offenes Wort sprechen?

Es ist mir völlig unverständlich und für mich nicht nachvollziehbar, wie jemand ein Studium aufnehmen kann, ohne vorher, wenn nicht genau zu wissen, aber mindestens eine Vorstellung davon zu haben, was man mit dem Studium hinterher machen kann.

Das befremdet mich.

Burbacher

Hallo,

ich bin Diplom-Biologin 🙂 und muß mal eben für den TE sprechen.

Bio, Chemie, Physik sind in dem Sinne KEINE Berufe! Wir werden / wurden (viell. ist es heute anders) als Wissenschaftler ausgebildet. MEHR NICHT!

In jungen Jahren wollte ich Wissenschaftlerin werden, habe noch nicht überblickt, dass die Wirtschaft "solche Leute sooooo gar nicht braucht". In jungen Jahren bin ich davon ausgegangen, daß ich mal promovieren, was ich später aus bestimmten Gründen, die man erst während der Diplomarbeit in einer Arbeitsgruppe im Labor richtig durchblickt.

Nun gut. Bei mir ging es gut aus. Ich habe eine unbefristete Stelle und ich liebe meinen Beruf. Selbst wenn ich mich am Anfang des Studium erkundigt hätte, was ich alles so hätte machen können, so wäre ich nie im Leben auf den Job gekommen, den ich jetzt mache. Den gab es nämlich noch gar nicht soooo gut. Was ich mache, habe früher Ärzte so nebenbei gemacht. Allerdings sind die Forderungen so gestiegen, daß es sich zu einer eigenständigen Berufsgruppe entwickelt hat, die von Quereinsteigern besetzt werden.

Das Arbeitsamt hat mir nach dem Studium empfohlen, ein Jahr zu jobben, damit ich dann Arbeitslosengeld beziehen kann. Also: Klartext: Selbstverantwortlich in die Hand nehmen und ich finde es gut das TE das macht.


Ich habe im Bereich der Tumorbiologie meine Diplomarbeit geschrieben und auch ein wenig danach im Labor gearbeitet.

Die Frage:

In welchem Bereich hast Du Dich "spezialisiert"? Ich weiß nicht, wie der Bachelor gestaltet ist. Wir hatten Nebenfächer und Hauptfächer. Mein Hauptfach war Zell- und Molekularbiologie und ich habe mich immer weiter in die Tumorbiologie reingefuchst und mein Diplom beim Chemiker in der Apoptosisforschung abgelegt.

In welcher Richtung möchtest Du denn überhaupt gehen?

Liebe Grüße

Kolya

Für den Job braucht man kein Studium, aber immerhin habe ich ein halbwegs passables Gehalt. Mit einen Biologiestudium macht man in der Regel keine Karriere. Ich kenne ehemalige Kommilitonen, die in irgendwelchen Call-Center festhängen und für 8,50-9,50 Euro pro Stunde ackern müssen.
Das stimmt! Es sei denn man promoviert mitte 20 und vor dem 30 LJ fertig. Aber selbst diese Überflieger nehmen die Stelle eines Pharmareferenten. Ich würde das nicht machen wollen. Dann lieber als BTA oder das was ich mache arbeiten
 
Zuletzt bearbeitet:
Auf ein offenes Wort,

darf ich auch ein offenes Wort sprechen?

Es ist mir völlig unverständlich und für mich nicht nachvollziehbar, wie jemand ein Studium aufnehmen kann, ohne vorher, wenn nicht genau zu wissen, aber mindestens eine Vorstellung davon zu haben, was man mit dem Studium hinterher machen kann.

Das befremdet mich.

Burbacher

-----------------------------------------------------------------------------------------------

tja man kann vorher eben nicht alles wissen...viele sehen den fachbereich und die möglichen jobs halt erstmal nur oberflächlich an, was ja auch gar nicht anders geht, da man ja erst mit laufendem studium tiefere einblicke erhällt.

mir ging es ähnlich, habe mit 25 ein studium aufgenommen und war total begeistert von der idee mal in meinem bereich zu arbeiten...

mittlerweile bin ich 29 und meine ansichten haben sich doch deutlich verändert. vieles dass mich in meinem arbeitsfeld abschreckt habe ich zb erst im studium erfahren und wäre als aussenstehender gar nicht zu erfahren gewesen.

von daher kann ich ihnen sagen, dass mich ihre ansicht ebenfalls befremdet.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben