Hallo ihr lieben 🙂
Ich habe ein problem, über das ich gerne mit euch sprechen möchte, denn es beschäftigt mich sehr und führt auch teilweise dazu, dass ich sehr unglücklich bin...
Ich bin längere Zeit mit meinem Freund zusammen- er ist wundervoll. Wir saßen uns beispielweise eines abends gegenüber und sagten beide völlig zufällig gleichzeitig:"Du bist der Freund/die Freundin, die ich mir schon immer gewünscht habe." Er ist wirklich toll- und genauso denkt er auch von mir.
Wir sind sehr verschieden, er eher der rationale Typ, ich eher emotional, was sich sehr gut ergänzt. Viele Freundinnen beneiden mich und es gibt uns beiden ein unglaubliches Gefühl der Sicherheit, wenn wir zusammen unterwegs sind oder Arm in Arm einschlafen. So weit so gut.
Wäre da nicht seine Vergangenheit.
Seine Eltern trennten sich als er noch ein kleines Kind war, seine Mutter brach unter dem Stress der Trennung (sie hatte immerhin 2 Kinder mit diesem Mann!) zusammen und überließ meinen Freund sich selbst. Heute haben die beiden ein eher angespanntes Verhältnis.
Als ich seine leibliche Mutter das erste Mal kennen lernte fand ich sie nett, aber auch unsensibel und kalt.
Beispiel: Wir saßen zusammen am Tisch, aßen Kuchen und sie fragte: Wie war dein Zeugnis?
Er wahrheitsgemäß darauf: Ich habe eine 4 in physik.
Das darauf folgende Donnerwetter hat mich zutiefst erschrocken und ich habe verstanden, dass er am Besten einfach nur funktionieren soll.
Der Rest des Abends bei ihr war für mich unangenehm- ich hatte so lust meinen freund zu beschützen aber wollte es mir mit seiner mama, die ja auch einen gewissen wert hat, nicht verspielen.
Auf dem Weg nach Hause war er sehr still, Zuhause angekommen nahm ich ihn in den Arm und alles fiel von ihm ab. Es hat mich sehr traurig gemacht meinen Freund so zu sehen. Er hat sich still an meine Schulter gekuschelt und die ein oder andere Träne vergossen.
So viel dazu.
Daraus resultiert meiner Meinung nach (bin ja kein psychologe!) eine Bindungphobie. Diese drückt sich in unserer Beziehung so aus, dass er immer sagt "Kann man nichts dran ändern"-egal, worum es geht!
Ich weiss nicht, vielleicht rührt es daher, dass er als kleines Kind gelernt hat:"Mama möchte mich sowieso nicht. Da kann ich nichts machen." und sich von da an verschlossen hat, um diesen Schmerz nicht noch einmal zu erleben.
Er weicht mir auch, wenn es auf ein tieferes "level" der Beziehung geht, hauptsächlich dann, wenn er sich verletzlich machen könnte.(s. verschließen vor anderern Menschen)
Er hat in seiner gesamten Umgebung nur "freunde"(ich schreibe freunde absichtlich mit anführungszeichen), mit denen er saufen gehen kann, randalieren kann und mit denen er feiern gehen kann. Ich weiss das Männer an sich vllt nicht diejenigen sind, die über Gefühle reden können, aber ist das wirklich gute Freundschaft, wenn Freunde einen dazu verleiten, Sachen kaputt zu machen und Leute anzulabern?
Wobei ich anmerken muss, dass sich dies verbessert hat. Er versucht noch mich durchs Anpöbeln wildfremder Leute zu beeindrucken- aber das geht jedes mal schief und ich frage mich dann, was ich da gerade tue.
Ein anderes Thema ist seine Unsensibilität. Ich habe das Gefühl, ich muss immer weinen bis er merkt, das etwas nicht stimmt, oder zumindest ein nicht so begeistertes Gesicht machen. Er SIEHT nicht, er kann sich nicht in mich reinfühlen. Bei mir ist das kein Problem, ich spüre sofort wenn etwas nicht in Ordnnung ist.
Er sagt mir aber auch danach, dass es ihm leid tut- nur hat er das schon zu oft gesagt. Irgendwo verpufft die Wirkung, so ist jedenfalls mein Gefühl.
Ich habe mich viel mit der Freundin seines Vaters unterhalten ( was er nicht gut findet, er mag sie nicht, verachtet sie sogar teilweise= zurückzuführen auf das gestörte Bild weiblicher Personen, die ihm nahe sind?) und die hat mir sehr geholfen. Sie hat mir Mut zugesprochen, mein Freund hätte sich geändert seitdem ich in seinem Leben bin ect ect.
Er weicht mir oft aus, er meint, er würde Sachen lieber spontan kommen lassen. Ich finde aber, in einer Partnerschaft gibt es auch Regeln und Versprechungen sollte man einhalten.
Das tut er mehr oder weniger, trotzdem kommen manchmal Sätze wie: "Nerv mich nicht mit dem scheiss" oder"Rede nicht mit der Freundin meines Vaters, ich hab kein Bock dir die ganze Zeit hinterher zu rennen und zu kontrollieren, was du ihr sagst."
Was soll das denn bitte? Ich bemühe mich um ein gutes Verhältnis zwischen seiner Familie und mir, er z.B. geht lieber auf irgend eine Party anstatt mit mir zu meiner Familie zu fahren, weil er "da ja niemanden kennt.".
Ist das nicht irgendwo Lüge? Er interessiert sich nicht für mich und meine Familie, damit ist doch eigentlich genug gesagt, oder?
Ich bin hin und hergerissen, ob ich bei ihm bleiben soll oder nicht. Ich denke nämlich auch, das ich irgendwo egoistisch sein muss, und es abbrechen muss, um mich selbst zu schützen, wenn er so weiter macht.
Er sagt selbst, dass es so nicht weitergehen kann...aber er fällt immer wieder in dieses verletzende Verhaltensmuster zurück.
Beim letzen Mal als das passiert ist(gestern) bin ich einfach gegangen. Ich hatte da keine Kraft mehr für. Er gab mir die Schuld für irgendwas total abstraktes (er durfte von seinen eltern nicht feiern gehen, weil sein vater post von der polizei bekommen hat: mein freund ist als zeuge einer schlägerei vorgeladen)und behandelte mich wie dreck. Er ignorierte mich, gab blöde kommentare und setze sich wie ein trotziges Kind in die Ecke. Das hat mich sehr verletzt. Ich habe meine Sachen gepackt und wollte gerade gehen, als eine Sms von meiner Mama kam. Die dort drin enthaltene schlechte nachricht brachte das fass, wie so oft, zum überlaufen. Ich stand mich glasigem Blick da und weinte. Dann wurde mein Freund auf einmal aufmerksam. Er kam bei mir an, wollte die Arme um mich legen- aber ich konnte in dem moment nicht. Ich wartete schließlich darauf, das meine Mutter vorbeikam um mich abzuholen, er saß die ganze Zeit neben mir und versucht an mich ran zu kommen, aber ich habe in dieser Situation einfach zu gemacht. Ich wollte das nicht mehr. Als er schließlich einen Kuss zum Abschied haben wollte, sagte ich einfach: "Das war zu viel." Und ging.
Das wars.
Er rief später noch einmal an und entschuldigte sich zum x-mal, aber meine Nerven liegen einfach blank.
Es kann nicht angehen dass ich immer leiden muss um ihn schließlich dazu zu bewegen, dass er sich kümmert.
Dieses Verhaltensmuster wiederholt sich ständig- ich weiss nun nur nicht genau woran das liegt.
Meine Frage: Ist das eine echt Bindungsangst die therapiert werden muss oder nur "normales" männliches Verhalten?
Ich habe ein problem, über das ich gerne mit euch sprechen möchte, denn es beschäftigt mich sehr und führt auch teilweise dazu, dass ich sehr unglücklich bin...
Ich bin längere Zeit mit meinem Freund zusammen- er ist wundervoll. Wir saßen uns beispielweise eines abends gegenüber und sagten beide völlig zufällig gleichzeitig:"Du bist der Freund/die Freundin, die ich mir schon immer gewünscht habe." Er ist wirklich toll- und genauso denkt er auch von mir.
Wir sind sehr verschieden, er eher der rationale Typ, ich eher emotional, was sich sehr gut ergänzt. Viele Freundinnen beneiden mich und es gibt uns beiden ein unglaubliches Gefühl der Sicherheit, wenn wir zusammen unterwegs sind oder Arm in Arm einschlafen. So weit so gut.
Wäre da nicht seine Vergangenheit.
Seine Eltern trennten sich als er noch ein kleines Kind war, seine Mutter brach unter dem Stress der Trennung (sie hatte immerhin 2 Kinder mit diesem Mann!) zusammen und überließ meinen Freund sich selbst. Heute haben die beiden ein eher angespanntes Verhältnis.
Als ich seine leibliche Mutter das erste Mal kennen lernte fand ich sie nett, aber auch unsensibel und kalt.
Beispiel: Wir saßen zusammen am Tisch, aßen Kuchen und sie fragte: Wie war dein Zeugnis?
Er wahrheitsgemäß darauf: Ich habe eine 4 in physik.
Das darauf folgende Donnerwetter hat mich zutiefst erschrocken und ich habe verstanden, dass er am Besten einfach nur funktionieren soll.
Der Rest des Abends bei ihr war für mich unangenehm- ich hatte so lust meinen freund zu beschützen aber wollte es mir mit seiner mama, die ja auch einen gewissen wert hat, nicht verspielen.
Auf dem Weg nach Hause war er sehr still, Zuhause angekommen nahm ich ihn in den Arm und alles fiel von ihm ab. Es hat mich sehr traurig gemacht meinen Freund so zu sehen. Er hat sich still an meine Schulter gekuschelt und die ein oder andere Träne vergossen.
So viel dazu.
Daraus resultiert meiner Meinung nach (bin ja kein psychologe!) eine Bindungphobie. Diese drückt sich in unserer Beziehung so aus, dass er immer sagt "Kann man nichts dran ändern"-egal, worum es geht!
Ich weiss nicht, vielleicht rührt es daher, dass er als kleines Kind gelernt hat:"Mama möchte mich sowieso nicht. Da kann ich nichts machen." und sich von da an verschlossen hat, um diesen Schmerz nicht noch einmal zu erleben.
Er weicht mir auch, wenn es auf ein tieferes "level" der Beziehung geht, hauptsächlich dann, wenn er sich verletzlich machen könnte.(s. verschließen vor anderern Menschen)
Er hat in seiner gesamten Umgebung nur "freunde"(ich schreibe freunde absichtlich mit anführungszeichen), mit denen er saufen gehen kann, randalieren kann und mit denen er feiern gehen kann. Ich weiss das Männer an sich vllt nicht diejenigen sind, die über Gefühle reden können, aber ist das wirklich gute Freundschaft, wenn Freunde einen dazu verleiten, Sachen kaputt zu machen und Leute anzulabern?
Wobei ich anmerken muss, dass sich dies verbessert hat. Er versucht noch mich durchs Anpöbeln wildfremder Leute zu beeindrucken- aber das geht jedes mal schief und ich frage mich dann, was ich da gerade tue.
Ein anderes Thema ist seine Unsensibilität. Ich habe das Gefühl, ich muss immer weinen bis er merkt, das etwas nicht stimmt, oder zumindest ein nicht so begeistertes Gesicht machen. Er SIEHT nicht, er kann sich nicht in mich reinfühlen. Bei mir ist das kein Problem, ich spüre sofort wenn etwas nicht in Ordnnung ist.
Er sagt mir aber auch danach, dass es ihm leid tut- nur hat er das schon zu oft gesagt. Irgendwo verpufft die Wirkung, so ist jedenfalls mein Gefühl.
Ich habe mich viel mit der Freundin seines Vaters unterhalten ( was er nicht gut findet, er mag sie nicht, verachtet sie sogar teilweise= zurückzuführen auf das gestörte Bild weiblicher Personen, die ihm nahe sind?) und die hat mir sehr geholfen. Sie hat mir Mut zugesprochen, mein Freund hätte sich geändert seitdem ich in seinem Leben bin ect ect.
Er weicht mir oft aus, er meint, er würde Sachen lieber spontan kommen lassen. Ich finde aber, in einer Partnerschaft gibt es auch Regeln und Versprechungen sollte man einhalten.
Das tut er mehr oder weniger, trotzdem kommen manchmal Sätze wie: "Nerv mich nicht mit dem scheiss" oder"Rede nicht mit der Freundin meines Vaters, ich hab kein Bock dir die ganze Zeit hinterher zu rennen und zu kontrollieren, was du ihr sagst."
Was soll das denn bitte? Ich bemühe mich um ein gutes Verhältnis zwischen seiner Familie und mir, er z.B. geht lieber auf irgend eine Party anstatt mit mir zu meiner Familie zu fahren, weil er "da ja niemanden kennt.".
Ist das nicht irgendwo Lüge? Er interessiert sich nicht für mich und meine Familie, damit ist doch eigentlich genug gesagt, oder?
Ich bin hin und hergerissen, ob ich bei ihm bleiben soll oder nicht. Ich denke nämlich auch, das ich irgendwo egoistisch sein muss, und es abbrechen muss, um mich selbst zu schützen, wenn er so weiter macht.
Er sagt selbst, dass es so nicht weitergehen kann...aber er fällt immer wieder in dieses verletzende Verhaltensmuster zurück.
Beim letzen Mal als das passiert ist(gestern) bin ich einfach gegangen. Ich hatte da keine Kraft mehr für. Er gab mir die Schuld für irgendwas total abstraktes (er durfte von seinen eltern nicht feiern gehen, weil sein vater post von der polizei bekommen hat: mein freund ist als zeuge einer schlägerei vorgeladen)und behandelte mich wie dreck. Er ignorierte mich, gab blöde kommentare und setze sich wie ein trotziges Kind in die Ecke. Das hat mich sehr verletzt. Ich habe meine Sachen gepackt und wollte gerade gehen, als eine Sms von meiner Mama kam. Die dort drin enthaltene schlechte nachricht brachte das fass, wie so oft, zum überlaufen. Ich stand mich glasigem Blick da und weinte. Dann wurde mein Freund auf einmal aufmerksam. Er kam bei mir an, wollte die Arme um mich legen- aber ich konnte in dem moment nicht. Ich wartete schließlich darauf, das meine Mutter vorbeikam um mich abzuholen, er saß die ganze Zeit neben mir und versucht an mich ran zu kommen, aber ich habe in dieser Situation einfach zu gemacht. Ich wollte das nicht mehr. Als er schließlich einen Kuss zum Abschied haben wollte, sagte ich einfach: "Das war zu viel." Und ging.
Das wars.
Er rief später noch einmal an und entschuldigte sich zum x-mal, aber meine Nerven liegen einfach blank.
Es kann nicht angehen dass ich immer leiden muss um ihn schließlich dazu zu bewegen, dass er sich kümmert.
Dieses Verhaltensmuster wiederholt sich ständig- ich weiss nun nur nicht genau woran das liegt.
Meine Frage: Ist das eine echt Bindungsangst die therapiert werden muss oder nur "normales" männliches Verhalten?