Ich selbst hab noch nie ein Smartphone besessen. Ich hatte in der Schulzeit ein Handy, aber das fand ich so langweilig, ich habe nur Handy-Spiele damit gespielt. (Jahrgangs in der Scheide zw. Millenials und Gen Z.) Ich nutze für alles einen Laptop und habe dadurch eigentlich keine Nachteile, habe kaum Kontakte, aber das stört mich nicht. "Mobile Apps" sind meistens irrelevant, aber es gibt wenige Fälle, in denen handliche Geräte einen echten Nutzen hätten (Produktinformationen beim Einkauf, Konsum-Tracking oder Wegweiser unterwegs).
Ich bin mir unsicher, was Smartphone-Sucht bedeutet. Es scheint als ob viele heute in Deutschland dieses Problem hätten, ihre Umgebung nicht mehr wahrnehmen können, dabei ist ständige Erreichbarkeit keine äußere Anforderung sondern ein innerer Zwang. Dieser Entscheidung bewusst zu werden ist der erste Schritt für mehr Selbstkontrolle. Allerdings gibt es Helden, die glauben, dass Leute innerhalb wenigen Stunden jede Email lesen. Die Lösung ist einfach, Emails möglichst im Voraus zu senden und Wartezeit zu berücksichtigen.
Wenn aber das Smartphone das einzige digitale Kommunikationstool ist (kein PC, PDA), dann muss man sich nicht krämen, nicht darauf zu verzichten, weil diese Kommunikationsfähigkeit wirtschaftlich erwartet wird. Ohne elektronische Mailbox geht quasi nix. SMS ist grauenhaft, sowas habe ich nie ernsthaft genutzt.
In der Zeit wo Smartphones nicht fürs Arbeiten und Kommunizieren erfordert wird, ist möglich, darauf zu verzichten.
Was man machen kann: Spaziergang in den Park (oder auf einen Spielplatz 🙂 ) und alle Geräte zuhause liegen lassen. Klar, Anrufende werden dich nicht erreichen. Allerdings nervt es, dass meine Mutter häufig ihr Smartphone zuhause lässt, wenn sie weg ist. Sie ist ungestörter, unbewusst, und die Leute klingeln dann hoffnungslos.
Was auch hilft: Hobbies und Tätigkeiten. Sport, Spiele, Ehrenamt, Musik, Malen, Basteln, Kochen, Schreiben, Videos. Ja selbst Lesen! Z.B. kritische Lektüre (ich lese auch gerne technische, mathematische, wissenschaftliche Sachen). Können diese Kinder heute überhaupt noch Bücher lesen? Natürlich kann man dafür auch andere Geräte nutzen.
Sonst – las ich – kann man (wie schon vorgeschlagen) Farben und Benachrichtigungen ausstellen.
Geräte soll man 1h vor dem Schlafen ausstellen und nicht Nachrichten, Videos, Spiele konsumieren, die Schlaf rauben. Das mache ich gänzlich falsch.
Unterwegs nutze ich keine Geräte. Ich hatte zwischenzeitlich einen Surfstick, den ich verlor. Es ist völlig ungewohnt mir in der Öffentlichkeit ein Gerät vor die Nase zu halten. Allerdings fällt auf, wie abwesend nahezu alle anderen sind. Das ist schade.