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Bin zu uncool für die Menschheit

Ich kann bestätigen, dass man vom Großteil der Menschheit als schräg angesehen wird, wenn man keinen Alkohol trinkt, keine Partys mag und einen ungewöhnlichen Musikgeschmack hat.

Da hilft nur, sich eine Nische zu suchen, in der man so sein darf, wie man ist. Vielleicht wird es mit zunehmendem Alter einfacher, aber jetzt mit ü40 würde ich sagen, ich bin mit mir im Reinen. Es gibt vereinzelte Menschen, die sich gern mit mir treffen, und den anderen laufe ich nicht mehr hinterher.
Mein Mann trinkt auch keinen Alkohol mehr und wird nie schräg angesehen.
 
Also ich glaube, es hat viel damit zu tun, in welchem Umfeld man sich bewegt.

Ich bin z.B. in einem Sportverein und da trinken mehr als die Hälfte der Leute keinen oder kaum Alkohol.

Und Musikgeschmack? Muss das Thema sein? Ich spreche mit fast niemandem über meinen Musikgeschmack, meine Freunde und Freundinnen wissen, dass ich Metal höre, manche hören auch Metal, andere ganz andere Sachen. Und?

(...)
 
Zuletzt bearbeitet:
leider werde ich (34) von der Gesellschaft abgestraft, weil ich offensichtlich zu langweilig, zu wenig unterhaltsam bin. Ich höre überwiegend klassische Musik (Bzw. Romantik), gehe gerne früh ins Bett und statt Alkohol interessiere ich mich für hochwertige Mineralwasser. Partys mag ich natürlich auch nicht, in Konversationen versage ich ebenso, da ich mich weigere Small-Talk zu betreiben und eher True-Talk spezifische Themen forciere.


Schon überlegt das deine Persönlichkeit dem autistischen Spektrum zugeordnet werden könnte? Das ist nicht abwertend gemeint. Schwierigkeiten bei sozialen Interaktionen, bewusste Abneigung gegen Smalltalk (und Menschenmengen), feste Routinen und Spezialinteressen sind Bestandteil solch einer Persönlichkeit.
 
Ich denke, es ist nicht so, das die Welt dich nicht mag, sondern du magst dich selbst nicht. Deine sozialen Probleme, rechtfertigst du mit dem "anders" sein, was Musikgeschmack oder Gesprächsthemen angeht.
Du wertest dich selbst ab und grenzt dich somit selbst aus.
Es gibt Millionen anderer Themen als Musik usw. über die man sich mit anderen austauschen kann. Mir persönlich ist noch nie jemand begegnet, der jemanden ablehnt, nur wegen Musikgeschmack oder ob jemand Alkohol trinkt oder nicht. Im Gegenteil, es wäre wohl eher ein Grund jemanden nicht zu mögen, gerade weil er Alkohol trinkt und sich z. Bsp. total daneben benimmt. Ob du in einer Gesprächsrunde nun ne Cola oder ein Bier in der Hand hältst, interessiert keinem. Und du musst offen sein für andere und darfst dich nicht selbst ausgrenzen, weil du glaubst anders zu sein. Sei offen für andere Themen und nicht nur für Themen, die deinen eigenen Interessen betreffen. Du lebst in einer erlernten Hilflosigkeit, die sich steigert und steigert. Such dir Hilfe, um die Ursache für deinen Zustand zu finden, statt dir Gründe einzureden, die dein Verhalten rechtfertigen.
 
... und statt Alkohol interessiere ich mich für hochwertige Mineralwasser.
Hallo bin-zu-wenig,
also ich interessiere mich auch für hochwertige Mineralwässer und trinke keinen Alkohol 🙂 ... mein Großvater ist mit mir oft zum Sauerwasser-Brunnen und da hole ich bis heute regelmäßig gutes Wasser. Klassische Musik ist super und ich kenne das auch, dass ich mich in großen Menschenmengen unwohl fühle, weil ich denke, da muss ich jetzt nicht auch noch dazu beitragen, dass es so viele sind.

Vielleicht brauchst du einfach andere Gesellschaft? Wie geht es dir denn im Wald in Gesellschaft von Bäumen z. B.?

Alles Gute!
Werner
 
da ich mich weigere Small-Talk zu betreiben

Warum?
Was möchtest du mit dieser Verweigerung erreichen?

Bei mir entsteht da ein schroffes, abweisendes Bild. Insgesamt entsteht bei mir diffus der Eindruck von Selbstsabotage.

Beziehungen halten zwei, womöglich drei Wochen.

Woran liegt das?

dass ich (in tiefer Überzeugung) neue Kontakte darauf hinweise, dass sie ohnehin sehr schnell das Interesse verlieren werden und mich ggf. auf Messenger-Ebene auch blockieren werden.

Die Selbstsabotage nimmt also zu?

Ich quäle mich entschuldigend durch den Alltag

Passt ins Bild, du machst dich klein.

Wohin also mit jemandem, der unerwünscht ist?

Du stellst dir die falsche Frage.
Besser wäre dich zu fragen, wie du aus dieser ungesunden Ecke (wieder?) rauskommst.

Hattest du schon immer Schwierigkeiten mit Sozialkontakten?
Konntest du dich noch nie leiden?
Hast du es mal mit Psychotherapie versucht?

da ich zu alldem auch noch Hartz4 beziehe

Wie kommt das?

das Problem, dass es gesellschaftlich zumindest von Seiten des Steuerzahlers nicht gewünscht ist, dass Hartz4-Bezieher selbstbewusst sind;

Woher sollte jemand, der dich kennenlernt, wissen, dass du Bürgergeld beziehst?

Was bringt dir dieser Glaubenssatz anderes, als Distanz zwischen dir und anderen Menschen zu erzeugen?
Du sabotierst dich.
 
Mittlerweile ist mein Selbstbewusstsein derart geschädigt, dass ich (in tiefer Überzeugung) neue Kontakte darauf hinweise, dass sie ohnehin sehr schnell das Interesse verlieren werden und mich ggf. auf Messenger-Ebene auch blockieren werden.
Kann es nicht viel eher sein, dass du dich selbst als langweilig wahrnimmst?
Und um das dann selbst zu bestätigen tätigst du solche Aussagen und strafst dich damit selbst ab.
Für was und warum tust du das?
Du musst niemand sein und schon gar nicht wie alle anderen.
 
Unsere Gesellschaft
Ist eigentlich ein grausliges, feindliches Wort, nicht wahr? Etwas, das man fürchten muss, es sei denn.... ??? man denkt, handelt, ist, wie sie..?

Vielleicht ist man sich als Gesellschaft gar nicht bewusst, dass man der Verursacher von Angststörung ist und schrecklichen Befindlichkeiten- ich bin ja auch ein Teil von diesem ominösen Feind, wie auch "bin-zu-wenig"- oder? Wir alle sind die Gesellschaft.
 

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