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Bin voller Wehmut & Trauer - ohne Grund

Hallo liebe Forianer!

Seit ca.15 Jahren beschleicht mich zunehmend ein Gefühl von Wehmut und Trauer. Ich denke dies sind die treffendsten Worte, weil ich es nicht anders beschreiben kann.

Diesen Zustand erlebe ich fast täglich ohne das es irgendwelche Auslöser gibt. Und dann denke ich meist an meine ( glückliche ) Kindheit zurück oder an Dinge, die unwiederbringlich vorbei sind. Dies sind jedoch nicht nur Geschehnisse sondern auch materielle Dinge wie beispielsweise Spielzeug, welches es nicht mehr gibt. Mir wird dann bewusst, dass alles nie wieder kommt.

Diese gewonnene Erkenntnis der Vergänglichkeit zeigt sich dann bei mir im Weinen. Alles ist so absolut! Oft beschleunige ich dies mit traurigen Liedern, wobei ich nicht sagen kann das dann eine Last abfällt. Es bleibt ein sinnierender Zustand, bei dem ich gedanklich mit mir selbst spreche.
Besonders Gedanken und Erinnerungen an meine Spielkonsole wecken Wehmut. Ich möchte einfach die Zeit zurück drehen. Manchmal träume ich von der Konsole, dass ich sie kaufen kann oder im Schaufenster sehe.

Dabei habe ich jetzt nichts auszustehen, bin glücklich verheiratet und wir haben drei gemeinsame Kinder. Wir haben Wohneigentum, beide Arbeit und unternehmen gemeinsam mit den Kindern viel.
Ich habe auch genügend "Freiheit" für mich allein, bin zeitlich nicht unter Druck und gehe meinen Hobbys nach. Mit meinen 40 Jahren sehe ich unsere Kinder und weiß, dass wir ihnen eine sorglose und stabile Kindheit bereiten, so wie ich sie bei meinen Eltern hatte ( die beide noch leben ) .

Aber auch unsere Kinder sind es, die mich zum Weinen bringen. Ich schaue mir Fotos an und bin voller Traurigkeit, dass alles im Leben weiter gehen muss.
Vielleicht hat Jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder wird gedanklich in die gleiche Richtung gedrängt? Über einen Austausch wäre ich sehr dankbar.


Liebe Grüße!
 
man was es nicht alles gibt.
Du hast alles was viele sich wünschen frau kinder keine geldsorgen. hm glaube bei dein problem kann dir keiner helfen.
also ich würste nicht wie.
 
Ich kann dich irgendwie gut verstehen. So gefühlsmäßig kann ich das nachvollziehen. Ich denke, es hängt mit dem Älterwerden zusammen, dass so eine depressive Stimmung sich entwickelt. Vielleicht bist du zu stark fixiert auf das, was nicht mehr ist. Du könntest auch sehen, was jeden Tag neu dazu kommt, beim selbständig werden der Kinder zum Beispiel.
Als Sofortmaßnahme würde ich dir empfehlen, so eine Konsole zu besorgen. Es ist enorm, was es noch an altem Zeugs gibt. Google mal danach.
Wenn es gar nicht besser wird und sich weiter auswächst, würde ich dir zu einer Therapie raten. Das ist total normal und du bist genau im richtigen Alter dafür!
Alles Gute dir!
Das wird schon!
 
Guten Abend Seilic29 !

Ich habe dies erwähnt um Denen, die gern helfen möchten, etwas Einblick zu geben. Ich bin kein Psychologe, doch bestimmte Sorgen & Ängste erfordern meiner Meinung nach eine andere Ursachenforschung und Herangehensweise, so dass es schon einen Unterschied macht ob man jetzt Alleinstehend, Trennungskind usw. ist.
Da dies mein erster Beitrag war denke ich persönlich schon, dass ein sozialer Überblick im Rahmen liegt und eventuell dazu beiträgt Lösungsansätze zu finden 😉 .


Liebe Grüße!
 
Ich denke, du HAST einen Grund! Vielleicht ist es die Trauer um die schwindende Jugend. Du stehst an einem Wendepunkt. Du hast ja auch alles erreicht. Nun stehen andere Ziele an. Freu dich über den Zugewinn an Lebenserfahrung, beruflicher Erfahrung, da wird einiges sein, was du entdecken kannst in der neuen Lebensphase. Lass das Alte los und freu dich aufs neue. Älter werden ist auch schön! Und in manchen Bereichen auch befreiend.
 
Guten Abend Rainfarn!


Oh, Dich hatte ich überlesen, sorry!

Ich kann dich irgendwie gut verstehen. So gefühlsmäßig kann ich das nachvollziehen...

Danke Dir!

Ja, ich denke schon dass das ein "Problem" des Älterwerdens ist - zumindest eine Begleiterscheinung bei mir. Ich hab mich eigentlich nie als Erwachsenen gesehen und plötzlich ist man selbst Eltern und mitten drin.
Ich bin nach wie vor ein sehr lebens-beja-ender Mensch, meine Frau und ich haben bis auf einige Ausnahmen den gleichen langen Freundeskreis...trotzdem packt es mich regelmäßig. Mal mehr - mal weniger.

Die Konsole ist immer noch da. Spielbereit im Wohnzimmer, sogar noch die Spiele von früher im Kinderzimmer. Naja, ist trotzdem irgendwie anders.
Ich weiß auch nicht, warum mir immer wieder die Konsole in den Sinn kommt. Ich war nun wirklich nicht so der Stubenhocker. Und ich bin mir sicher, dass dies auch ein merkwürdiges Beispiel ist. Doch es ist der Fakt.

Vielen Dank erst einmal und einen schönen Abend miteinander, liebe Grüße!
 
Lieber haushaltsreinigungsmittel,

also bei dem Pseudonym fällt es schwer, sich auf etwas anderes zu konzentrieren. Was um alles in der Welt hat Dich denn dazu bewogen? Aber egal ...

Im Grunde würde ich Dir gerne einige humorvolle und aufheiternde Zeilen schreiben, aber darum geht es bei Dir, so denke ich, nicht. Was Du beschreibst, steht schon in der Bibel: "... vom Baum der Erkenntnis essen...". Du bist 40 Jahre alt geworden, um die Welt zu sehen, wie sie ist. Alles ändert sich, nichts bleibt, alles vergeht und kommt auch irgendwie wieder, der Kreislauf des Lebens. Das ist nicht nur eine tröstende Erkenntnis. Sorry, Du leidest vielleicht nicht unter Schwermut, sondern Du fängst an zu begreifen, wie das Leben ist. Kein Schlupfloch, keine happy Ente, kein "nix für mich!". Du und ich, wir werden garantiert sterben, unsere Kinder hoffentlich noch nicht so bald, und wir können nichts behalten. Das ist Vergänglichkeit. Und das ist die eine Seite der Medaille. Das kann einen ganz schön treffen, der Wirklichkeit ins Auge zu schauen.

Aber deswegen ist das Lachen Deiner Kinder keinen Funken weniger wunderbar, die Sonne auf Deiner Haut weniger warm und alles Wertvolle in Deinem Leben noch immer wertvoll. Erkenntnis ist manchmal auch wie ein Mühlstein und ein Zurückdrehen geht nicht. Du siehst heute mehr, als vor 10 Jahren, gehst über manches weniger leichtfertig hinweg, siehst auch die Kehrseite. Man nennt das auch Mitgefühl. Und mit dieser Erkenntis wächst auch Dein Verständnis. Beides ist eine Gabe, die auch Verantwortung und Trauer mit sich bringen.

Nein, ich will Deinen Schmerz nicht klein reden, denn auch mich hat meine Tochter schon gefragt, warum ich beim Lachen manchmal so traurig aussehe. Ich mußte ihr sagen, dass mir eben gerade in den glücklichsten Momenten bewußt wird, wie schnell dies alles vergehen kann und dass Freude, Liebe und Trauer sich recht oft treffen.

Bei all diesen Möglichkeiten kann der Grund Deiner Schwermut vielleicht auch körperlich sein. Überprüfe das, aber greif nicht gleich zur Pille. Manches im Leben muss wehtun, weil das Leben auch so ist, aber nicht nur ...

Alles Gute
 
Zuletzt bearbeitet:
hast du zuviel zeit um über dich nachzudenken? ablenkung hilft dagegen.

mal eine frage. wie kommst du auf deinen nic.
 
... Die Konsole ist immer noch da. Spielbereit im Wohnzimmer, sogar noch die Spiele von früher im Kinderzimmer. Naja, ist trotzdem irgendwie anders.

Sorry, das hatte ich überlesen.

Um bei der Konsole zu bleiben - na klar ist es anders! Alles verändert sich, dein ganzes Leben, du bist in deiner Lebensmitte angekommen. Verabschiede dich von ihr. Stelle sie auf den Dachboden, verkaufe sie, was auch immer. Stellvertretend für deine erste Lebenshälfte, die du dabei bist hinter dir zu lassen. Um sich an dem alten Zeuges freuen zu können, muss man es erstmal verloren (losgelassen) haben. Sonst tut das alte nur weh! Das kenne ich auch.

Weg damit, stellvertretend und dann gehe die neue Lebenshälfte mit Blick nach vorne an. Freue dich auf das, was noch kommt!
 
Hallo Zusammen!

Vielen Dank für Eure Rückmeldung!

Nein Rainfarn, die Spielkonsole bleibt. Auch wenn ich deine Gedanken nachvollziehen kann, so hänge ich zu sehr an ihr. Wie bei anderen Dingen auch, verbinde ich mit jedem einzelnem Spiel gute Erinnerungen. Dass das für meine Wehmut eher kontraproduktiv ist kann ich mir vorstellen. Dennoch, ich bleibe dabei.

also bei dem Pseudonym fällt es schwer, sich auf etwas anderes zu konzentrieren. Was um alles in der Welt hat Dich denn dazu bewogen? Aber egal ...

...wie kommst du auf deinen nic.

Ich nehm das mal als Kompliment, aber eigentlich ist es nicht sonderlich hintergründig. Ich bin gedanklich einfach durch die Zimmer gegangen, einfach, weil ich mir keinen Kopf machen wollte...

So kam ich von dem "Kugelschreiber" neben dem PC schließlich auf "Pinnwand", dann ging ich über in "Rucksack" und endete schließlich im finalem "Küchenrolle". Das fand ich eigentlich lustig und versuchte zusammengesetzte vielsilbige Wörter. "Haushaltsreinigungsmittel" ist dann schon verdammt gaga und so ist es das geworden - ohne Putzzwang oder Reinigungstick, nur einfach so...


hast du zuviel zeit um über dich nachzudenken? ablenkung hilft dagegen.

Nun ja, generell haben wir trotz kunterbuntem Familienleben genügend Zeit. Ich denke nicht dass das von Nachteil ist. Wie ich schon schrieb habe ich auch einige Hobbys denen ich unregelmäßig nachgehe. Ich bin also jetzt nicht ein sich zurückziehender Grübler, der Trübsal bläst und auf hohem Niveau meckert.
Vielmehr merke ich doch selbst in mir die Veränderung, das Realisieren der Endlichkeit. Zudem werde ich zunehmend weinlicher, selbst bei Kinderfilmen oder dem sonntäglichem Liebesfilm.

Ich erkenne mich auch in Ansätzen ebenfalls in den Zeilen von GrayBear wieder. Vielen Dank an Dich, da ist sicherlich teilweise der Daumen drauf.
Ein körperlichen Auslöser kann ich natürlich nicht ausschließen, werde bei Bedarf aber erst einen Psychologen in Betracht ziehen.


Liebe Grüße!
 

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