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Bin verunsichert?!

G

Gast

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Da ich ja auf Jobsuche bin, durchforste ich nicht nur das Internet, sondern auch die Tageszeitung.

Nun habe ich gestern eine Anzeige eines Buchhandels für eine Filialleiterin entdeckt und das würde mich schon sehr interessieren. Gelernt bin ich ja Kauffrauh im Eh im Textilen, habe die letzten Jahre im Schuhbereich verkauft und würde diese Anzeige als Herausforderung sehen.

Dazu gesagt, stellvertretende Abteilungsleiterin war ich schon - steht nur leider nicht im Arbeitszeugnis. Bei meiner Nochfirma, hatte ich mich auch als Filialleiterin beworben und hatte "mündlich" eine Zusage, aber auf Grund dessen, dass viele Filialen geschlossen werden, müssen sie erst die älteren Filialleiter einsetzen und somit bekam ich die Kündigung. Einarbeitung hatte auch schon bekommen - nur... das wird auch nicht in meinem Arbeitszeugnis stehen.

Mein Sohn ist jetzt schon größer und ich möchte einfach nicht als Verkäuferin dahin dümpeln. Nichts gegen Verkäuferin, aber ich hab nunmal eine längere Ausbildung und ich arbeite nunmal gerne selbständig und mit Eigeninitiative. Es ist einfach nicht mein Ding (auf Dauer) gesagt zu bekommen, wie ich ein Etikett aufzukleben oder wie ich den Stift zu führen habe etc.

Nun hab ich mich mit einem Bekannten darüber unterhalten, dass ich mich dort gerne bewerben würde, ich brauche einfach auch etwas was mich fordert.
Dieser meinte da wären ja noch Kenntnisse gefragt die sich auf den Buchhandel beziehen.

Jetzt meine Frage:

? Seh ich das zu blauäugig, und trau ich mir da zuviel zu?

Ich dachte eigentlich immer man kann auch dazu lernen, wenn die bereitschaft da ist.

?Ich würde schon gerne mehr Verantwortung übernehmen, aber genügt es nicht stellvert. Abt.leiterin gewesen zu sein?!

Ich denke überall wo man neu anfängt muss man sich einarbeiten, es hat ja so jede FA. ihren eigenen Stil und Ablauf.

Vor allem mein Berufszweig umfasst ja mehrer Berufssparten, da ich auch Bürotätigkeiten oder Lagerarbeiten, Disposition etc. erlernt habe.

Sicherlich hab ich das die letzten Jahre als "einfache" Verkäuferin nicht gebraucht, aber ist deshalb meine Lehre umsonst gewesen?

Müsste natürlich nachrüsten, aber bin ich wirklich nicht mehr zu gebrauchen?

Wie machen das Männer oder Frauen, die sich für die Familie komplett aus dem Berufsleben genommen haben - wie schaffen die den Wiedereinstieg?!

Im Moment bin ich echt ziemlich frustriert, dachte nicht, dass ich nach so kurzer Zeit schon meine Motivation und Selbstvertrauen verliere. 😱((
 
Hallo

Es gibt ein gutes Sprichwort: "Arbeitest Du etwas, oder bist Du etwas?"

Das Zitat soll nicht zur "nichtarbeit" aufrufen sondern das Bewusstsein wecken, dass in unserer Gesellschaft solch ein Druck herscht, dass das Selbstbewusstsein oft nicht genug gestärkt werden kann.

Nehmen wir mal eine ganz normale Situation im Alltag: Man trifft einen bekannten, den man schon lange nicht mehr gesehen hat.

1. Frage: "Wie geht es Dir?" Natürlich sagt man dann: "Es geht mir gut"
ob wir uns dabei selbst belügen, ist eine ganz andere Frage, aber man sagt es halt einfach. ;o)

2. Frage ist meist bereits der Job: Was machst Du jetzt eigentlich beruflich?:
Und schon, fühlt man sich erdrückt, alle Gedanken kommen wieder hoch. Ich suche etwas, dass mir gefällt, bin ich gut genug? Was soll ich sagen? Ich möchte doch bloss endlich wieder integriert sein und frei von meiner Arbeit erzählen können.

Du siehst schon, die Arbeit hat in unserer Welt einen hohen Gesellschaftlichen Stellenwert, der uns soziale Stabilität und Würde verleihen soll.

Das eingefahrene Denken macht uns Angst.. die berühmte Decke fällt einem auf den Kopf.

Versuche Ruhe zu finden und schreibe Deine möglichkeiten und Deine Wünsche job-Bereffend auf ein Papier. Lies es dir immer wieder durch und handle dann konkret nach deinem Wissen und Gewissen. Bau Druck ab.

Mit Druck schaffen wir uns eine unsichtbare Wand, die bei Arbeitgeber wie auch Jobgeber unbewusst spüren.

Bringst Du DICH erstmal ins Gleichgewicht, kommt alles von selbst.
Mit Ruhe kann man klarer Denken und die "Blauäugigkeit" wird allmählich ersetzt durch eine objektive Sicht von Deinen persönlichen und reelen Möglichkeiten.

Glaub an Dich... ich bin sicher Du wirst das Beste für Dich finden. -Und wenn Du Dein Ziel dann siehst, wirst Du Schritt für Schritt ohne Zwang darauf hinarbeiten können.

Lieber Gruss und viel Kraft

XXX
 
Hallo Gast!

Eigentlich bin ich schon im Gleichgewicht und weiß, was ich möchte, nur wie sehen das die Arbeitgeber?!

Vielleicht reicht denen ja meine Ausbildung und Erfahrung nicht. Das ist ja mein Problem und meine Verunsicherung - nicht der Status.

In meinem "noch" momentan Job fühlte ich mich von Anfang an unterfordert, nur war mein Sohn noch klein und ich konnte somit nicht die volle STD-Anzahl arbeiten. Also muss man Abstriche machen.

Jetzt würde ich können und wollen, aber was möchen die Arbeitgeber. In den Absagen steht ja leider immer nur " auf Grund der hohen Bewerberzahl". Würden sie schreiben ihre Qualifikation ist uns zu wenig etc. (was eben den Tatsachen entspricht), könnte ich eher was damit anfangen und wissen warum es gescheitert ist.

Sind hier vielleicht Arbeitgeber?
Vielleicht kann mir jemand von der "anderen" Seite mal ehrlich die Meinung sagen, wie er es als Arbeitgeber sieht.

Wenn Bekannte natürlich Zweifel äußern, lässt einen das halt schon stutzig werden, ob man nicht zu hoch pokert.

Das Bewerben nach 12 Jahren in einer Firma ist dann halt wieder ganz neu und da hat sich auch einiges geändert!
 
Ich weiß jetzt nicht, ob ich das darf... wenn nicht bitte ich hiermit den Admin es zu löschen.

Folgendes schreibt die Fa. in der Anzeige:

Aufgaben:
- Sie führen sicher kleine Teams

Profil:
- Sie sind Buchhändler/-in oder verstehen etwas von Büchern, aktuellen Filmen und Musik
- Sie haben bereits Erfahrung im Handel und/oder Vertrieb
- Sie haben Organisationstalent
- Sie lieben es, Verantwortung zu übernehmen
- Sie wissen, dass Ihr Platz bei unseren Kunden ist

Was ist eure Meinung dazu - überschätze ich mich?
 
Liebe Gästin,

dazu sage ich nur: Versuch es! Bewirb Dich! Was hast Du zu verlieren?


Wag etwas, denn nur wer wagt der gewinnt!


Liebe Grüße
 

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