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Bin ich Schuld?

Thelast

Mitglied
Hey,

Manchmal habe ich das Gefühl, das mir andere nicht zuhören. Wenn ich ein Problem habe und mit anderen darüber spreche, sind sie meistens einer anderer Meinung wie ich und ziehen mich mit ihren Antworten runter. Natürlich kann ich nicht erwarten, das sie mich einfach verstehen aber es stört mich, wenn ich nicht über meine Probleme reden kann und die anderen mir keine Stütze sind. Meistens sagen sie so etwas zu mir: „Stelle dich nicht so an“ „Das ist doch halb so schlimm“ „Das ist das kleinste Problem“. Bin ich seltsam? Oder sind das momentan die Hormone? Haben die anderen Recht und sind meine Probleme wirklich kleiner als die der anderen? Mache ich nur Fass auf? Ich verstehe echt nicht mehr, was ich machen soll. Am liebsten wurde ich zuhause bleiben und lieber meine Probleme im Stillen lösen.

Liebe Grüße Thelast
 

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D

DNK

Gast
Ich kenne das. Exakt solche Situationen hatte ich schon zur Genüge.

Ob du überreagierst, können wir nicht sagen, da wir die Situationen nicht kennen, aber schlaf nach einer solchen Situation eine Nacht drüber und reflektier sie.
Wenn du nüchtern betrachtet immer noch der Ansicht bist, dass du im Recht warst, solltest du den Kurs auch beibehalten, ansonsten überleg, weshalb du so überreagiert hast. Oft sind es kleine Dinge, die solche Situationen hochkochen lassen.
Wenn du die Ursachen kennst, fällt es dir irgendwann leichter, sie direkt in der Situation zu identifizieren und entsprechend zu reagieren.
Kommunikation ist eine komplexe Wissenschaft, in der viele Faktoren zum Überschäumen der metaphorischen Milch im Topf führen können. Umso wichtiger ist es, die Auslöser zu kennen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Petra47137

Sehr aktives Mitglied
........Probleme entstehen nicht von allein - sie sind meist die Folge von falschen Entscheidungen und Vorgehensweisen.
Zunächst versucht man das Problem zu analysieren ( zu durchdenken) und Wege zur Lösung zu finden.
Wenn man sich entscheidet, andere um Hilfe zu bieten - dann muss man damit rechnen, das ihre Meinung von der eigenen abweicht. Allerdings, wenn Du der Meinung bist, Du hast recht - wozu brauchst Du dann eine andere Meinung?
Bestätigung kannst Du nur durch Dich selbst finden und selbst ein Fehler - ist einer weniger - auf der Liste, der Fehler, die in der Zukunft noch kommen werden. So sammelt man Erfahrungswerte.
Probleme gibt es nicht - es gibt nur Herausforderungen, denen man sich stellt.......und das ganze Leben besteht aus diesen Herausforderungen und je eher Du lernst sie allein anzugehen, um so leichter wird es in Zukunft werden.

Allerdings gibt es auch Problematiken, wo man wirklich Hilfe braucht - aber das sollte man im Vorfeld wirklich abwägen - wenn alle eigenen Versuche gescheitert sind - dann und erst dann, bittet man um Hilfe.
Jeder der bereit ist zu helfen, wird zunächst fragen, was hast Du bisher unternommen, um allein eine Lösung herbei zu führen............und auf dieser Basis - wird man Dir auch zuhören.
 

Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Hallo, Thelast,

die Antworten von Petra und Dominik finde ich recht gut. Vielleicht eine Ergänzung dazu:

Was nennst Du ein Problem?
Aus meiner Sicht ist ein Problem eine Aufgabe, die ich für mich angenommen habe, für die ich aber zu wenige Kompetenz besitze und daher nicht bewältigen kann. Beispiel: Wenn mich jemand auffordert, aus dem Stand 3 Meter hoch in die Luft zu springen, habe ich damit kein Problem, solange ich diese Aufgabe mangels Kompetenz (hier: mangels Sprungkraft) ablehne.

Oft werden persönliche Empfindungen als Problem beschrieben. Beispiel: Ich fühle mich auf der Party unwohl und würde am liebsten gehen. Hier muß "ich" für mich eine Entscheidung treffen, wie ich mich in dieser Situation mit meinem Gefühlen umgehen möchte.

Meine Empfehlung: Suche nach alternativen Entscheidungsmöglichkeiten
Noch etwas bleiben - oder vorzeitig gehen und eine höfliche Erklärung suchen, die den Gastgeber nicht verletzt, wären die Alternativen. Wenn sich alle anderen Partygäste wohl fühlen, werde ich nicht erwarten können, dass mir zu liebe die Party umfrisiert oder beendet wird.

Und wenn Dir keine alternativen, positiven Handlungsweisen einfallen, dann stelle die richtige Frage.
Falsch wäre die Frage: Findest Du diese Party auch blöd - wollen wir gehen?
Besser wäre: Ich fühle mich unwohl. Wie verhalte ich mich in dieser Situation positiv, ohne den Gastgeber oder andere Gäste zu verletzen?

Falsche oder unpräzise Fragen führen zu Antworten, die nicht wirklich hilfreich sind.

Und sollten Dich alle bisherigen Antworten nicht wirklich zufrieden stellen, dann präzisiere Deine Frage.

LG, Nordrheiner
 
Zuletzt bearbeitet:

Adria78

Aktives Mitglied
Die eignen Probleme wirken immer größer als die der anderen.

Und es gibt Menschen, die reden sehr gerne die Probleme anderer Menschen klein. Oder übergehen einfach. Um dann von sich selbst zu sprechen.

Ich habe das Gefühl, das die Menschen mit denen Du zusammen bist in diese Kategorie fallen. Weil das was sie machen ist nicht in Ordnung.

Klar, jeder hat woanders ein Problem. Ich hatte früher unglaubliche Angst vorm Zahnarzt. Das war früher mal ein ganz großes Thema. Wenn ich einen Termin hatte, war ich wochenlang durch den Wind.

Jemanden, der diese Angst nicht hat, findet mein Problem "lächerlich". Weil derjenige sich ja nicht damit schwertut.

Dafür habe ich als Beispiel keine Höhenangst. Kann diese auch nur unzulänglich nach vollziehen.
Ich klettere überall drauf.

Ich bin auch gut in Mathe, konnte früher auch nicht meine Mitschüler verstehen, die sich schwertaten. Und damit fast ihre Versetzung gefährdeten. Mathe war doch einfach. Jedenfalls für mich. Dafür tat ich mich in Deutsch schwer, was für andere ein Kinderspiel ist.

Verstehst Du was ich meine? Wo ich drauf hinaus möchte?

Ich denke, Deine Mitmenschen reagieren wenig empathisch. Es ist doch egal, ob sie gut mit dem Problem klar kämen und es deswegen nicht als Problem ansehen. DICH quält es. Und das sollten sie sehen und verstehen. Und Dir deswegen helfen.

Statt so drüber weg zu gehen, könnten sie auch mit Dir Lösungen erarbeiten. Aber das machen sie nicht. Finde ich persönlich sehr bezeichnend.
 

no-vip

Mitglied
Hallo

Ich vermute mal, dass diese Erfahrung fast jeder fast überall auf der Welt schon mal gemacht hat.
Und ich denke die Anworten hier sind so vielseitig, dass sie einiges abdecken.
Deshalb möchte ich nur etwas anfügen:
Zum Einen solltest Du Dich nicht - gerade wenn Du in einer eh schon schlechteren Situation bist -
von "unsensiblen" Anworten (weiter) herunterziehen lassen.

Das Andere ist ein Hinweis, dass es oft kein Desinteresse, Kleinreden, arrogantes Verhalten oder ähnliches ist.
Sondern einfach, dass Derjenige "selbst nicht mehr tragen kann" oder vielleicht sogar Angst vor Problemen hat.

So ist der Grund weshalb Menschen so reagieren eigentlich egal.
Weil man es wohl auch nie genau wissen kann.
Und für Dich verbessert es die Situation nicht.
Sich ganz zurückziehen wird also vermutlich nicht viel nutzen.

Vielleicht hilft es Dir etwas mehr Vertrauen in den einzigen Menschen zu setzen,
der Dir wirklich helfen kann:
Du

Gruß
 

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