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Bin ich empfindlich?

G

Gast

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Hallo an alle!

Mir geht es gerade nicht so gut im Moment.

Ich (weiblich, 28) führe seit einiger Zeit (fast 2 Jahren) eine Fernbeziehung über eine wirklich ordentliche Distanz.
Ich habe meinen Freund in seiner Heimat kennengelernt und es war Liebe auf den ersten Blick. Nachdem wir uns immer wieder gesehen haben und auch so regelmäßigen Mail- und Chat- und Telefonkontakt haben, beschlossen wir im Herbst, dass wir eine gemeinsame Zukunft wollen. Er ist bereit zu mir zu kommen und hier ein gemeinsames Leben zu starten. Dieses Unterfangen ist ohnehin erst gegen Sommer hin realistisch, er möchte so z.B. noch auf seinen Uniabschluss warten, etc.

Was mich aber in den letzten Tagen und Wochen belastet, ist ein Charakterzug von ihm, der mich am Anfang nicht gestört hat, mir aber jetzt mehr zum Problem wird.

Er ist ein geselliger Typ, geht gern aus und trinkt dann auch.
Wir haben uns auch in einer Bar kennen gelernt.
Er ist ein Mensch, der sehr schnell Kontakt findet und einen großen Bekanntenkreis hat (mit einigen sehr guten Freunden).
Mir wird das langsam zuviel.
Am Anfang hab ich mich sehr gefreut, dass er so aktiv ist und gern ausgeht und Spaß versteht und wir die Abende immer in einer lustigen Runde verbracht haben.
Doch mittlerweile wird es mir zuviel und ich frage mich, ob er nicht doch auch ein Alkoholproblem hat. Er trinkt beim Ausgehen zwar "nur" Bier, das aber sehr regelmäßig, weil er ja oft unterwegs ist und es bleibt meist nicht bei "einem kleinen".

Ich selber trinke auch gelegentlich Wein, hab als Studentin schon auch Phasen gehabt, wo ich mehr gefeiert als sonst was getan habe.
Aber die Zeiten sind vorbei und ich wünsche mir auch einen Partner, der einen anderen Lebensinhalt hat, als feiern zu gehen.

Wir hatten deswegen auch einen großen Krach und er ist dann, als ich wieder bei ihm zu Hause war, auch weniger unterwegs gewesen und wir haben zu Hause auch nichts getrunken.

Aber ich bin mir momentan grad gar nicht mehr sicher, was ich will.

Durch meinen Job hab ich immer wieder mal mit Menschen zu tun, die am Alkohol zerbrechen und das schockiert mich immer wieder aufs Neue.

Daher kommen auch meine Sorgen...
Ab wann wird das gut angesehene "feiern gehen, lustig sein, Freunde haben, gesellig und beliebt sein" zum Problem?
Ab wann ist auch der Alkoholkonsum ein Problem?

Denn eines ist für mich klar: Bevor der Alkohol oder sein Lebensstil zum Problem werden für mich, trenne ich mich von ihm. Denn mein Leben ist mir wichtig und ich werde nicht zu lassen, dass es jemand leichtfertig zerstört.

Vielen Dank an alle, die sich die Zeit nehmen zum Lesen.
Und vielen Dank für ein paar Meinungen dazu,
Eure Luna
 

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Pync

Mitglied
Sprich doch vielleicht mal mit ihm darüber. Wenn Du auch beruflich damit zu tun hast und deswegen Angst davor hast, das er daran zerbrechen könnte, dann würde ich ihm das auch genau so mal sagen.

Ich denke allein an der Reaktion seinerseits kannst Du schon ein bisschen herauslesen ob er ein Problem damit hat und evtl bereit ist sich dem zu stellen oder nicht, oder ob er einfach im Moment gerne Party macht und sich aber für sein Zukünftiges Leben was ganz solides ohne Alkohol vorstellt und wie selbstbewusst er das vertritt.

Ich glaube, man merkt, ob jemand nur etwas daher erzählt, weil er grade seine Ruhe vor einem ihm unangenehmen Thema hat, oder ob er es ernst meint und voll dahinter steht.

Auf jeden Fall bin ich der Meinung das Du persönlich mit ihm darüber reden solltest und nicht nur am Telefon oder so.

Vielleicht festigt sich dann auch wieder Deine Meinung zu Eurer Beziehung, in welcher Hinsicht auch immer, aber es kann für Dich nur gut sein.
 
G

Gast

Gast
Danke für Deine Antwort.

Ein Gespräch ist sicher ein guter Weg. Nur leider wird ein persönliches Gepräch darüber nicht so schnell möglich sein, am Telefon aber sicher. Immerhin besser als darüber zu schweigen.

Ich wurde in einer früheren Beziehung schwer enttäuscht in Gesprächen und Versprechungen. Daher tu ich mich schwer, jemandem zu vertrauen, solange ich keine Beweise sehe.

Auf der einen Seite spüre ich, dass ich ihn sehr mag, er mir unglaublich viel bedeutet und dass ich mich wohl fühle bei ihm.
Auf der anderen Seite nagt ein Teufelchen in mir, das mir sagt: "pass auf!" - Und ich weiß nicht, was es ist.

Irgendwie versuch ich die quälenden Gedanken los zu werden.
Meine - nicht grad immer beste - Lösung dafür ist Flucht in die Arbeit. Lenkt zwar untertags schön ab, aber abends bin ich fix und fertig und mein Hirn feuert trotzdem.
Und dabei wär ich gern einfach nur glücklich verliebt und hab es satt, ständig diese Gedanken mit zu schleppen über unsere Beziehung.

Ist das vielleicht ein Warnsignal dafür, dass etwas nicht stimmt?
Oder hat man manchmal einfach solche Phasen, bevor man plant, sich wirklich fest zu binden?

Ich wünsche allen eine gute Nacht,
Luna
 

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