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Bin ich beziehungsunfähig?

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Ich verstehe generell sowieso nicht, wieso ich zusätzliche Hürden habe, weil ich Trans bin. Das habe ich aber tatsächlich auch noch nie verstanden.

Der einzig für mich nachvollziehbare Grund ist, wenn eine Frau auf jeden Fall schwanger werden will. Mal abgesehen davon, dass ich das sowieso nicht will, ist es körperlich ja auch nicht möglich.

Alles andere ist für mich nicht nachvollziehbar. Ich habe auch schon zu hören bekommen, dass sie ja nicht auf Frauen steht und mich daher nicht weiter kennenlernen will usw.
Also ehrlich gesagt könnte ich mir nicht vorstellen, mit einem Trans zusammen zu sein-

Damit spreche ich aber nur für mich und ich habe absolut nichts gegen Trans.

Das liegt jetzt aber wohl daran, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass du wie ein "richtiger" Mann ausschaust...

Vielleicht solltest du es garnicht erwähnen, dass du als Frau geboren wurdest, wenn man es dir nicht ansieht?
 
Um noch einmal die eigentliche Frage zu beantworten: Natürlich bist du nicht beziehungsunfähig. Und du hattest ja auch schon Beziehungen. Das ist nur leider keine Garantie, dass eine Beziehung lange hält.
 
Doch, natürlich hat eine Partnerin darin Platz. Ich reise unglaublich gerne und möchte alle Länder, die man bereisen kann, mindestens ein Mal bereisen. Das bedeutet ich mache nicht nur 1 oder 2 Reisen im Jahr sondern 4-5. Das mache ich aktuell überwiegend alleine, aber würde mich sehr freuen, wenn eine Partnerin dabei wäre. Kinder passen nur nicht zu diesem Lebensmodell. Viel reisen, viel unterwegs, immer aktiv..
Dann müsste deine Zukünftige also nicht nur kinderlos und ohne Kinderwunsch, und ohne Wunsch nach Zusammenwohnen sein, sondern auch noch finanziell sehr gut gestellt sein.
Sonst würde das mit den gemeinsamen Reisen ja gar nicht gehen...

Und irgendwelche Angehörige, die sie unterstützen muss, oder einen festen, ortsgebundenen Job dürfte sie auch nicht haben, wenn dir das Reisen so sehr wichtig ist...

Da wird der Kreis der möglichen Partnerinnen immer kleiner.
Es sei denn, du wärst vielleicht doch noch bereit, irgendwo Abstriche zu machen, wie es in den meisten Partnerschaften normal ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sehe ich nicht so. Es ist eine Herausforderung, mit einem Menschen eine Beziehung einzugehen, der sich streckenweise ablehnt. "Mein" Transkontakt FzM musste ständig bestätigt bekommen, männlicher rüberzukommen als jeder Biomann. Zudem waren Rollenklischees der 50er sehr beliebt. Ich würde mir das heute nicht mehr geben.
Oh ja, das kenne ich vor allem von Mann zu Frau -Transpersonen.
Die sind leider manchmal total auf Äußerlichkeiten fixiert, und manche haben sehr klischeehafte Vorstellungen, wie "man" als Frau auszusehen und sich zu kleiden hat.
Nach meiner Erfahrung sind ältere Transfrauen da noch nicht so auf Äußerlichkeiten und "perfektes Frau sein" fixiert, wie die jüngeren.

Ich kannte früher eine Transfrau, die sich vor ca 30 Jahren hat operieren lassen, und sie war schon sehr froh, endlich von neutralen Personen als Frau angesehen zu werden.
Ich erinnere mich noch, wie sehr sie sich gefreut hat, als ihr das das erste Mal passiert ist.
Dabei war das eigentliche Thema damals ein kleiner Streit über das Benehmen eines Kindes...
Also ungefähr so:
Die Mutter des Kindes: Sie haben wohl keine Kinder, oder?
Meine Bekannte, die Transfrau: ähm, nein, ich habe keine Kinder.
Mutter: das dachte ich mir. Wenn Sie Mutter wären, dann würden Sie auch wissen daß usw, blabla...
Transfrau: strahlt plötzlich übers ganze Gesicht!
Was die Kindsmutter dann ziemlich aus dem Konzept gebracht hat...😀

Diese Bekannte von damals war jedenfalls noch nicht so klischeehaft unterwegs.
Heute gibt's leider genug Transfrauen, die sich z.B. weigern würden, einen Nagel in die Wand zu schlagen, weil das angeblich "Männerarbeit" wäre.
Solche Vorstellungen führen dann leider auch zu verstärkten Vorurteilen bei Leuten, denen das Trans-Thema sowieso schon suspekt ist...

Aber ich dachte immer, daß es bei Transmännern eher weniger diese Klischee-Rollenvorstellungen gibt.
 
Also ehrlich gesagt könnte ich mir nicht vorstellen, mit einem Trans zusammen zu sein-

Damit spreche ich aber nur für mich und ich habe absolut nichts gegen Trans.

Das liegt jetzt aber wohl daran, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass du wie ein "richtiger" Mann ausschaust...

Vielleicht solltest du es garnicht erwähnen, dass du als Frau geboren wurdest, wenn man es dir nicht ansieht?

Ich sehe tatsächlich aus, wie ein "richtiger" Mann, weil ich den Körperbau habe, der eher Männern zugeschrieben wird. Breite Schultern, schmales Becken. Muskel- und Fettverteilung dementsprechend. Ich bin 1,90 m groß. Und auch nur so "Kleinigkeiten", wie ausgeprägter Adamsapfel oder markante Gesichtszüge.
Ich kann es aber in Bezug auf potentielle Partnerinnen nicht für immer verheimlichen. Spätestens wenn es zu Intimitäten kommt.

Ich kann aber auch verstehen, wieso du es dir nicht vorstellen kannst. Die Trans-Personen, die auffallen, fallen meistens auf, weil man es ihnen ansieht. Die anderen bemerkt man ja gar nicht.

Dann müsste deine Zukünftige also nicht nur kinderlos und ohne Kinderwunsch, und ohne Wunsch nach Zusammenwohnen sein, sondern auch noch finanziell sehr gut gestellt sein.
Sonst würde das mit den gemeinsamen Reisen ja gar nicht gehen...

Und irgendwelche Angehörige, die sie unterstützen muss, oder einen festen, ortsgebundenen Job dürfte sie auch nicht haben.
Da wird der Kreis der möglichen Partnerinnen immer kleiner.
Es sei denn, du wärst vielleicht doch noch bereit, irgendwo Abstriche zu machen, wie es in den meisten Partnerschaften normal ist.

Sie muss nicht reich sein (bin ich auch nicht). Es müssen ja auch nicht immer alle Reisen gemeinsam gemacht werden. Und einen festen ortsgebundenen Job habe ich auch. Das eine schließt das andere nicht aus.

Oh ja, das kenne ich vor allem von Mann zu Frau -Transpersonen.
Die sind leider manchmal total auf Äußerlichkeiten fixiert, und manche haben sehr klischeehafte Vorstellungen, wie "man" als Frau auszusehen und sich zu kleiden hat.
Nach meiner Erfahrung sind ältere Transfrauen da noch nicht so auf Äußerlichkeiten und "perfektes Frau sein" fixiert, wie die jüngeren.

Ich kannte früher eine Transfrau, die sich vor ca 30 Jahren hat operieren lassen, und sie war schon sehr froh, endlich von neutralen Personen als Frau angesehen zu werden.
Ich erinnere mich noch, wie sehr sie sich gefreut hat, als ihr das das erste Mal passiert ist.
Dabei war das eigentliche Thema damals ein kleiner Streit über das Benehmen eines Kindes...
Also ungefähr so:
Die Mutter des Kindes: Sie haben wohl keine Kinder, oder?
Meine Bekannte, die Transfrau: ähm, nein, ich habe keine Kinder.
Mutter: das dachte ich mir. Wenn Sie Mutter wären, dann würden Sie auch wissen daß usw, blabla...
Transfrau: strahlt plötzlich übers ganze Gesicht!
Was die Kindsmutter dann ziemlich aus dem Konzept gebracht hat...😀

Diese Bekannte von damals war jedenfalls noch nicht so klischeehaft unterwegs.
Heute gibt's leider genug Transfrauen, die sich z.B. weigern würden, einen Nagel in die Wand zu schlagen, weil das angeblich "Männerarbeit" wäre.
Solche Vorstellungen führen dann leider auch zu verstärkten Vorurteilen bei Leuten, denen das Trans-Thema sowieso schon suspekt ist...

Aber ich dachte immer, daß es bei Transmännern eher weniger diese Klischee-Rollenvorstellungen gibt.

Es gibt in unserer Gesellschaft nun mal Dinge, die typisch Mann sind und Dinge die typisch Frau sind. Die Grenzen werden mittlerweile oft durchbrochen (ist auch gut so), aber dennoch existieren sie in den Köpfen von vielen. Wenn eine Trans-Person dann gewisse Dinge ablehnt, dann nicht, weil man dieses typische 50er Jahre Klischee Rollenbild toll findet und leben will. Es hat eher damit zu tun, dass man nichts machen will, was mit diesem Geschlecht zu tun hat. Ich hatte so eine Phase auch und wollte nichts typisch weibliches machen oder erleben, weil ich nicht als weiblich gesehen werden wollte. Das ist oftmals total übertrieben, aber in dieser Phase ist man in seinem eigenen Film.
 
Ich sehe tatsächlich aus, wie ein "richtiger" Mann, weil ich den Körperbau habe, der eher Männern zugeschrieben wird. Breite Schultern, schmales Becken. Muskel- und Fettverteilung dementsprechend. Ich bin 1,90 m groß. Und auch nur so "Kleinigkeiten", wie ausgeprägter Adamsapfel oder markante Gesichtszüge.
Ich kann es aber in Bezug auf potentielle Partnerinnen nicht für immer verheimlichen. Spätestens wenn es zu Intimitäten kommt.
Und das ist eben der Punkt. Einer klassischen Hetera sind Adamsäpfel oder schmale Becken wumpe. Wenn unten rum eine Vagina ist, bist du für sie kein Mann. Ich weiß, dass es heute möglich ist, das gefühlte Geschlecht zum echten Geschlecht erklären zu lassen. Und das ist auch gut so. Man darf halt nur nicht erwarten, dass jeder Mensch das genauso erlebt.
Ein Mann mit blonder Walle-Perücke, Stöckelschuhen und starkem Make-up ist für mich immer noch ein Mann. Egal, ob er sich als Frau empfindet oder nicht. Und sollte ein heterosexueller Mann nicht auf she-males stehen, ist es bei ihm spätestens rum, wenn es intim wird und ihn ein Penis in der Unterbuxe erwartet.
Klar erschweren solche Tatsachen die Beziehungsanbahnung. Das ist traurig, aber es macht wenig Sinn, Fakten wegzuwoken.
 
Und das ist eben der Punkt. Einer klassischen Hetera sind Adamsäpfel oder schmale Becken wumpe. Wenn unten rum eine Vagina ist, bist du für sie kein Mann. Ich weiß, dass es heute möglich ist, das gefühlte Geschlecht zum echten Geschlecht erklären zu lassen. Und das ist auch gut so. Man darf halt nur nicht erwarten, dass jeder Mensch das genauso erlebt.
Ein Mann mit blonder Walle-Perücke, Stöckelschuhen und starkem Make-up ist für mich immer noch ein Mann. Egal, ob er sich als Frau empfindet oder nicht. Und sollte ein heterosexueller Mann nicht auf she-males stehen, ist es bei ihm spätestens rum, wenn es intim wird und ihn ein Penis in der Unterbuxe erwartet.
Klar erschweren solche Tatsachen die Beziehungsanbahnung. Das ist traurig, aber es macht wenig Sinn, Fakten wegzuwoken.

Untenrum ist zu mindestens bei mir keine Vagina.
 
Bei Trans gibt es eben auch viele Unsicherheiten. Mich würde das auch abschrecken. Nicht nur, weil ich nun mal Kinder will. Aber auch, weil zwar viel über Trans geredet wird, aber eben nicht darüber, was einen dann erwartet, wenn man mit einer Transperson zusammenkommt. Dazu die Angst, versehentlich was falsches zu sagen und dann als transfeindlich abgestempelt zu werden. Da ist es eben einfacher, was Partnerschaft betrifft einen Bogen um Transpersonen zu machen.

Und ja, all die prominenten Beispiele, die immer Extrawürste für sich wollen und jedes Wort auf die Goldwaage legen, machen die Sache leider nicht besser. Zumal die so laut sind, dass einem die stillen Transmenschen, die einfach nur ihrem Leben nachgehen, gar nicht mehr auffallen. Aber man verbindet trans dann innerlich eben doch ein wenig mit Nervensäge, weil man eben nur die lauten Transmenschen sieht/hört.

Ich denke, bei dir ist es eben eine unglückliche Kombination, die den Pool an potenziellen Partnerinnen sehr klein macht. Denn eine Frau müsste ja
  • kein Problem damit haben, dass du trans bist (haben viele wegen Unsicherheiten eben doch)
  • keine Kinder haben
  • auch keine Kinder wollen (weil deine Zeugungsunfähigkeit ließe sich ja durch ne Samenspende lösen)
  • noch nicht mal den Wunsch haben, mit dem Partner zusammenzuziehen (was gefühlt >98% aller Frauen schon unabhängig der anderen Punkte ausschließt)
  • reisen lieben
  • sich die Reiserei auch finanziell leisten können
Das macht dich für dauerhafte Beziehungen nun mal für die meisten Frauen ungeeignet. Ich denke mal, dass freiheitsliebende Frauen, die keine Kinder wollen, durchaus an dir interessiert sind. Sich auf Dauer dann aber doch daran stören, dass man nicht zusammenzieht, du immer auf Achse bist, alles irgendwie unstet ist...

Da hilft eigentlich nur fleißig weitersuchen. Immerhin: wenn du sowieso keine Kinder hast, läuft dir nicht die Zeit davon (du musst ja nicht aufpassen, dass du für fruchtbare Frauen langsam zu alt wirst).
 
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