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BGE die 2.

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Biddi

Sehr aktives Mitglied
Das Thema BGE gab es schon mal, aber derzeit werden alle Politikthemen damit belastet. Also auf ein neues:

BGE, ja oder nein?
 

Hallo Biddi,

schau mal hier: BGE die 2.. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Warum das denn?

Aber zum BGE
Es ist der schöne Wunschtraum vieler Menschen. Aber es wird nichts werden.

Marx und Engels haben ähnlich gedacht...
 
BGE= Bedingungsloses Grundeinkommen

Heißt Freiheit für jeden Bürger.

Wenn so etwas tolles kommt, dann bin ich erst zufrieden. 🙂

Das ist das Beste was die Politik machen kann. 😉
 
Ich finde BGE ist eine geniale Sache und nach allem was ich so gelesen habe, ist es durchaus finanzierbar. Früher oder später werden wir das (ohne eine ähnliche Form brauchen) Stichwort Industrie 4.0 oder Crash.

Ich sehe aber mindestens zwei große Hürden:

1. Die, für die es von Nachteil sein wird, werden das zu verhindern wissen. Denn immerhin haben die die Macht
2. Es würde gewaltige Veränderungen nach sich ziehen (und ich weiß nicht, ob das in den Modellrechnungen berücksichtigt ist), denn ein Teil der Beschäftigten würde vermutlich sofort hinwerfen. Hätte ich vor ein paar Jahren ohne mit der Wimper zu zucken gemacht und selbst jetzt würde ich mir das überlegen. Für viele würde die Hauptmotivation für deren aktuelle Tätigkeit wegfallen, nämlich irgendwie den Lebensunterhalt zu sichern. Allen voran im sozialen Bereich würde ich vermuten, den dort sind die Arbeitsbedingungen oft genug bescheiden. Transportgewerbe, Reinigungsdienste, Zeitarbeit, Werkvertrag, Schichtarbeit und auch Ärzte mit 24 Stunden und mehr Bereitschaftsdienste nur mal so als Stichwörter für potentielle Kandidaten.

Niemand müsste mehr bescheidene Rahmenbedingungen ertragen und sich stattdessen in Ruhe und ohne Sorge nicht zu wissen wovon man sich im nächsten Monat ernähren soll einen neuen Job suchen. Vielleicht einer der weniger einbringt, dafür aber mehr Spaß macht. Oder man probiert ein paar Jobs durch, bis man eben so einen Arbeitsplatz gefunden hat. Da müssten auch einige Chefs komplett umdenken bzw. sich neu erfinden, denn dann gäbe es sicher Bereiche wo die sich wirklich um Mitarbeiter bemühen/kümmern müssen, damit die auch bleiben.

Insgesamt sehe ich auch das inhaltlich positiv, aber stimmt dann noch die Finanzierung?
 
Ich finde BGE ist eine geniale Sache und nach allem was ich so gelesen habe, ist es durchaus finanzierbar. Früher oder später werden wir das (ohne eine ähnliche Form brauchen) Stichwort Industrie 4.0 oder Crash.

Ok, Ansatz vielleicht ok, aber wie hoch sollte das BGE sein incl Krankenversicherung?
 
Und wie soll das finanziert werden?

Es ist eigentlich schon finanziert.

Denn wir produzieren genügend Güter und Dienstleistungen. Von ihnen leben wir, nicht von Geld. Geld ist ein rechtliches Äquivalent zu den käuflichen Güter und Dienstleistungen. Es ist kein Wert an sich. Mit den Gütern und Dienstleistungen entsteht das Geld, mit dem sie gekauft werden können. Dafür ist das Geld da. Es gibt so viel Geld, wie es käufliche Werte gibt. Sonst kann man sie nicht kaufen.

Um die Lebensbasis geht es beim Grundeinkommen. Ein Einkommen, das die Lebensbasis sichert, hat auf die eine oder andere Weise mehr oder weniger heute jeder. Sonst könnte er nicht mehr leben. Ein Sockelbeitrag, der jeder zu einem Leben in Würde braucht, soll bedingungslos sein.

Die Finanzierungsfrage des Grundeinkommens ist eine Aufklärungsfahrt durch das, wie Steuern wirken. Sie ist kein wildes Um sich greifen, woher noch Geld zu ziehen wäre oder neu zu schaffen.

Die Grundfrage lautet ob unsere Gesellschaft einen so großen Überschuss an Gütern und Dienstleistungen produzieren kann, dass wir für 82 Millionen Menschen ein Grundeinkommen von ungefähr 1000 Euro gewährleisten können. Angesichts eines Bruttosozialprodukts von rund 2500 Milliarden und Konsumausgaben von rund 1800 Milliarden Euro ist es möglich.


Das habe ich von Götz Werner.
 
Es ist eigentlich schon finanziert.

Denn wir produzieren genügend Güter und Dienstleistungen.

Richtig! Aber wer produziert das? Die mit dem BGE nicht mehr arbeiten gehen? Und was ist, wenn 30% der Leute nicht mehr bereit sind. Dienstleistungen zu erbringen weil ihnen das BGE reicht?
 
Es ist eigentlich schon finanziert.

Denn wir produzieren genügend Güter und Dienstleistungen. Von ihnen leben wir, nicht von Geld. Geld ist ein rechtliches Äquivalent zu den käuflichen Güter und Dienstleistungen. Es ist kein Wert an sich. Mit den Gütern und Dienstleistungen entsteht das Geld, mit dem sie gekauft werden können. Dafür ist das Geld da. Es gibt so viel Geld, wie es käufliche Werte gibt. Sonst kann man sie nicht kaufen.

Um die Lebensbasis geht es beim Grundeinkommen. Ein Einkommen, das die Lebensbasis sichert, hat auf die eine oder andere Weise mehr oder weniger heute jeder. Sonst könnte er nicht mehr leben. Ein Sockelbeitrag, der jeder zu einem Leben in Würde braucht, soll bedingungslos sein.

Die Finanzierungsfrage des Grundeinkommens ist eine Aufklärungsfahrt durch das, wie Steuern wirken. Sie ist kein wildes Um sich greifen, woher noch Geld zu ziehen wäre oder neu zu schaffen.

Die Grundfrage lautet ob unsere Gesellschaft einen so großen Überschuss an Gütern und Dienstleistungen produzieren kann, dass wir für 82 Millionen Menschen ein Grundeinkommen von ungefähr 1000 Euro gewährleisten können. Angesichts eines Bruttosozialprodukts von rund 2500 Milliarden und Konsumausgaben von rund 1800 Milliarden Euro ist es möglich.


Das habe ich von Götz Werner.

Ich hab da auch was von Götz Werner: "Zur Deckung der Staatsausgaben schlägt Werner eine Mehrwertsteuer von 50 Prozent vor, die auf jegliche Waren und Dienstleistungen anfallen. Als eine Möglichkeit sieht er auch, überlebenswichtige Güter wie Lebensmittel und nicht-alkoholische Getränke niedriger zu besteuern, dafür Luxusgüter deutlich höher, um soziale Benachteiligung auszugleichen."

Hach ja, so ein schönes modernes Schlaraffenland ... davon träumen wohl weltweit jede Menge Menschen ... Die Botschaft hör ich wohl ... allein mir fehlt der Glaube, wie man das realistisch bewerkstelligen will ...
 
Richtig! Aber wer produziert das? Die mit dem BGE nicht mehr arbeiten gehen? Und was ist, wenn 30% der Leute nicht mehr bereit sind. Dienstleistungen zu erbringen weil ihnen das BGE reicht?

Das ist die Frage, die ich mir auch schon die ganze Zeit stelle. Es gibt nun mal jede Menge Jobs, die von den Menschen vor allem deshalb gemacht werden, weil sie das Geld brauchen. Wenn diese Leute nun alle hinschmeißen, weil das Geld ja auch so reicht, dann frag ich mich, was das für alle bedeuten wird.

Die Geschäfte haben dann vielleicht nur noch 2 oder 3 Stunden am Tag geöffnet und auch wenn sie offen haben fehlt die Ware, weil sie entweder nicht geliefert oder nicht eingeräumt wurde. Auto ist kaputt, aber leider ist auch die Werkstatt zu oder vergibt nur höchst selten Termine. Ganz zu schweigen von so ungeliebten Jobs wie putzen. Oder du musst ins Krankenhaus, aber es ist nicht ausreichend Pflegekräfte da etc etc
 
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