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Beziehungskiller Katze

Samson

Neues Mitglied
Moin,

ich schreibe Euch, weil ich so langsam am Ende bin. Konkret bin ich Ende 40, verheiratet, 2 Kinder und uns ist vor einigen Jahren eine Katze zugelaufen (damals noch ungechippt, nicht kastriert und total verwurmt). Gesundheitlich geht es dem Freigänger inzw. wesentlich besser, gechippt und kasteriert ist er auch.
Vor unserer Hochzeit war mein Wahlspruch: "Mein Feld ist die Welt!", denn ja, ich will die Welt nicht nur auf Fotos im Internet sehen sondern selber dorthin reisen, auch wenn es mühsam ist. So war bei mir vor unserer Beziehung Australien und Neuseeland (gerne auf eigene Faust durchs Outback) angesagt. Bei meiner Frau waren es die USA, ebenfalls selber geplant. Zusammen sind wir dann noch vor den Kindern nach Mexiko und zum Tauchen auf die Malediven. Als dann die Kinder kamen war für mich klar, dass ich in den nächsten Jahren etwas kürzer treten und mich auf Europa beschränken muss. Die Kinder sind aber so langsam aus dem Gröbsten raus, so daß eigentlich absehbar ist, dass es in 3 bis 5 Jahren wieder losgehen kann. Auf nach Japan, Peru, Chile... wäre da nicht das Problem "Katze".
Das Tierchen ist ja eigentlich ganz pflegeleicht, aber da der Freigänger ja täglich gefüttert werden will, ist die Katze der Show-Stopper. Als die Katze damals zu uns gekommen ist, habe ich schon formuliert, dass ein Haustier für mich ein Schwerstpflegefall ist und ich nicht verstehen kann, wie man sich sowas freiwillig ans Bein bindet. Eben weil man wirklich jeden Tag für das Tier da sein muss und nie Pause hat. Das war zwar sehr krass formuliert, aber ich denke, dass es so jedem verständlich sein müßte. Ich fühle mich irgendwie als Gefangener in den eigenen vier Wänden. 5 Wochen Südamerika? Undenkbar! Wer kümmert sich um die Katze?
Im Familienkreis sieht sich niemand im Stande die Katze zu füttern. Das war vor 2 Jahren noch anders.
Derweil bin ich der Dosenöffner für die Katze. Allerdings sehe ich mein eigenes Leben im Namen der Katze geopfert. 🙁Will ich noch einmal weitere 10 Jahre warten, bis es dann wieder losgehen kann? Bin ich dann überhaupt noch konditionell in der Lage dazu das zu tun, was ich gerne möchte? Wohl eher nicht.
Vor wenigen Wochen war ich beim Arzt und habe mir die Gelbfieberimpfung verpassen lassen, weil man die Erstimpfung nicht im hohen Alter bekommen sollte. Eben damit es nach den Kindern wirklich wieder losgehen kann und es dann nicht daran scheitert, dass ich für die Impfung zu alt bin. Meine Frau kann nicht verstehen, dass ich mit der Ansage, die ich vor 15 Jahren gemacht habe, nämlich nach den Kindern wieder auf Weltreise zu gehen, ernst mache. Sie lehnt das mit Verweis auf die Katze, um die sich ja jemand kümmern müßte, ab. Von den Verwandten und Nachbarn hat sich niemand bereit erklärt die Katze zu füttern.
Dabei hatten wir uns damals sogar vorgenommen mit zwei Motorrädern, sie fährt selber auch, ans Nordkap zu fahren. Aber das wird alles wohl nicht mehr passieren.
Jetzt hat sie mir schon angeboten, dass ich doch alleine reisen solle, aber ich glaube, wenn ich die Karte ziehe, können wir die Ehe wohl gleich begraben. Ich habe damals geschworen "in guten wie in schlechten Zeiten" und gefühlt ist die Zeit so lange schlecht, so lange die Katze da ist. 😢
Ich fühle mich hier halt wirklich als Gefangener. Als wir uns kennengelernt haben, habe ich gesagt: "Unsere Eltern haben nicht für den Fall der Mauer (DDR) und die Reisefreiheit gekämpft, damit wir heute dann nur zuhause rumsitzen." Als Corona war wollte ich so schnell wie möglich geimpft werden, weniger wegen der Angst vor Corona, sondern vielmehr, weil Geimpfte ihre Reisefreiheit zurück bekommen haben. An meinem Arbeitsplatz donnern mir die großen Vögel (Verkehrsflugzeuge) im Endanflug kurz vor der Landung in nur 150m Höhe über den Kopf. Obwohl sie ordentlich Lärm machen, wecken sie bei mir regelmäßig sehnsüchtiges Fernweh: "Nur 26 Stunden bis Neuseeland. Dafür haben sie vor 250 Jahren noch 1,5 Jahre mit dem Segelschiff benötigt, wenn sie die Reise überhaupt überlebt haben. Und heute nur 26 Stunden. Was für ein Fortschritt. 🙂" Meine Großeltern hatten eine Nebenerwerbs-Landwirtschaft und weil sie täglich die Viecher zu versorgen hatten, sind sie nie weiter als 30km von zuhause weggekommen. Als Jugendlicher habe ich mir geschworen, dass mir das selber nicht passiert, also Gefangener im eigenen Zuhause.

Mein nächsten Traumziel wäre die Corallen-Route. Aber einfach so mal eben 5 Wochen weg bleiben? Geht nicht so lange die Katze da ist.

Und nein, der Vorschlag meiner Frau sich doch auf Tagesausflüge zu beschränken, der Katze wegen, ist in meinen Augen keine Option. Zwischen Machu Picchu und Worpswede liegen doch Welten.

So, was machen?
 
A

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Re: Beziehungskiller Katze
Zwischen Machu Picchu und Worpswede liegen doch Welten.

Ja, das versteh ich.

Die Katze ist nicht das Problem. Da gäbe es sicher Lösungen.
Deine Frau ist es. Auf einmal will sie nicht mehr, was früher euer gemeinsamer Traum war.

Hast du sie gefragt, warum sie nicht mehr mit dem Motorrad zum Nordkap will?
Vielleicht fühlt sie sich einfach körperlich nicht mehr belastbar genug?

Jetzt hat sie mir schon angeboten, dass ich doch alleine reisen solle, aber ich glaube, wenn ich die Karte ziehe, können wir die Ehe wohl gleich begraben.

Wieso das denn? Gibt es noch andere Krisenherde?

Nimm sie doch beim Wort und plane eine Reise. Dann siehst du ja, wie sie reagiert.

Ehrlich, ich liebe Tiere, aber von einer Katze würde ich mir nicht meine Träume zerstören lassen.
 
Ich glaube, die Katze ist nicht wirklich das Problem. Sie steht eher sinnbildlich für das Gefühl, dass dein Wunsch nach Weltreise in der Familie nicht mehr ernst genommen wird. Du schreibst, deine Frau lehnt es mit Verweis auf die Katze ab - aber sie schlägt dir gleichzeitig vor, allein zu fahren. Vielleicht ist das ein Signal, dass sie selbst gerade gar nicht mehr dieselbe Reiselust empfindet wie früher?

So oder so scheint mir das ein Punkt, an dem ihr euch dringend nochmal zusammensetzen solltet. Nicht wegen einer Tierbetreuungs-Logistik, sondern um ehrlich zu klären: Was wünscht ihr euch jetzt, 20 Jahre später, vom Leben und was davon wollt ihr noch gemeinsam erleben?

Und zum Trost: Gute Katzensitter gibt‘s wirklich viele. Es muss nicht zwingend jemand aus der Familie sein.
 
Hallo Samson,
es muss doch eine Betreuungsmöglichkeit zu finden sein. 🤔

Sowas hier in der Art

Ich hatte schon von Homesittern gehört die im Gegenzug dort umsonst wohnen und Urlaub machen, dabei die Katzen füttern und den Garten gießen.

Ich würde das nur am Anfang mit 1-2 Wochen testen und nicht gleich 5 Wochen.

Wohnt ihr in einer Urlaubsregion oder nah an Unis zb?
 
Die Katze ist nicht euer Problem.

Katzenpension.
Irgendein fremder Haussitter.

Oder jemanden suchen, den die Katze frühzeitig kennenlernt, regelmäßig sieht und der dann das Haus sittet.

Oder ähnlich, nur die Katze zieht dort vorübergehend zur Pflege ein.

Ich habe eine Katze übernommen, die mich sehr gut kannte. Nahm sie später mit zu Besuch in ihr altes Zuhause.
Überall sofort wieder als Freigänger.
Völlig problemlos.

Freunde reisen regelmäßig, während Katzerich in Pension urlaubt.
Andere reisen mit ihrem Fellknäuel; ok, das kann aufwändiger sein und bei euch ist das ausgeschlossen.

Es soll nur aufzeigen:

Die Katze ist nicht euer Thema, über welches ihr sprechen solltet.
 
Ich musste herzlichst lachen ,lieber TE , bitte zeige Deiner Frau den Post , ich kann Euch versichern Euer " Problem " kommt aus einer ganz anderen Richtung.
Erst einmal will ich Euch beglückwünschen, Du , Deine Frau , Kinder , sogar für ein Haustier habt ihr noch Platz und " Pflichtbewußtsein " .

Wem sollen wir die Katze geben ...dem ...dem oder dem oder gar denen ?????

Die arme ....


Ich hatte 23 Jahre 2 Katzen, die sich bester Gesundheit erfreuten und beide sehr alt wurden.
Ich bin nach Holland an den Strand gefahren, abends wieder nach Hause ( 3 h ) Katzen füttern , wieder los ...morgens.... wieder ich war praktisch jeden Tag 12 Stunden unterwegs ( was mir nix ausmachte , damals war ich Kilometerjunkie auf der Autobahn ) aber ich hatte eines sicher gestellt.

Dem Tier geht es gut dem anderen Tier geht es auch gut . Heute ist mir klar , das Pflichtbewusstsein, der eigene Anspruch an die Integrität, die ich vermitteln möchte. Die Verantwortung dem Tier gegenüber , bei Euch noch weiter - Vorbild gegenüber den Kindern.

Meine damalige Partnerin erklärte mich für bekloppt, hat aber die eine oder andere Fahrt aus " Langeweile " mitgemacht, wobei sie immer dann grinste wenn der V8 laut blubberte ......

Deine Frau - ist wie Du oder hat sogar noch mehr Pflichtbewusstsein. Aber welchen Rat kann ich Euch geben.
Also die damalige Technik gab das nicht her- aber hätte ich gesehen , wie der Katzensitter in die Wohnung kommt, die Katzen füttert, wieder geht. Hätte ich gewusst, ob alles ok ist.

Als meine Großmutter zum Pflegefall wurde, habe ich ihre Wohnung mit ihrem Einverständnis und positiver Einvernehmlichkeit komplett videoüberwachen lassen.
Das war eine sehr gute Entscheidung, besonders was die Wahl der Pflegepersonen anging.
Wenn ich denen gesagt habe , da ist überall Kamera, ihre Entscheidung, die Kameras bleiben, haben sie ihren Job gut gemacht.

Heute kosten das nix mehr - kann man selbst installieren, ganz ohne Kabel -aber ihr könnt sozusagen dann Eure Katze - mit dem richtigen Verbindungen, selbst am Ende der Welt live sehen. Wenn ihr jemanden habt, der keine Einwände hat, gegen Kameras und Überwachung , weil dem das auch lieber ist , schließlich weist er dadurch nach er /sie hat den Job korrekt erledigt , dann habt ihr die
Gewissheit- der Katze geht es gut und wenn etwas sein sollte, könnt ihr bestimmen was getan werden muss.....und fertig.

Ihr könnt Eure Ziele in Ruhe bereisen aber auch dafür sorgen , dass es der Katze gut geht.

Da ich damals keinem !!!!! vertraut hätte , was aber ein Fehler meinerseits war, kann ich das sehr gut nachvollziehen , denke ich.

Man kann auch einen Teil " überwachen " einen verschließen !

Vielleicht ist das für Euch ne gute Lösung, für mich wäre es eine gewesen, weil ich hätte wie gesagt gewusst, den beiden geht es gut, da ich gesehen hätte , wie die drauf sind .
 
Ob die Katze das Problem ist oder nicht - wie hier schon wieder breit gemutmaßt - lässt sich doch herausfinden, wenn tatsächlich mal eine gangbare Lösung auf dem Tisch liegt. Die sehe ich aktuell noch nicht, halte sie aber anhand der zahlreichen, bereits aufgezeigten Wege für leicht beschaffbar. Ganz konventionell könnte man auch noch bei Kleinanzeigen inserieren oder an schwarzen Brettern nahe gelegener Supermärkte o.ä. Auch wundert mich, dass sich kein Nachbar gefunden hat - gegen ein kleines Entgelt hätte ich vermutet, dass sich da sehr wohl jemand finden lässt. Oder hat womöglich doch deine Frau danach gefragt? 🧐😉

So oder so würde ich da nicht so schnell kleinbei geben und alle Probleme aus dem Weg räumen, die sich um die Katze ranken. Dann muss sie ja Farbe bekennen und tatsächlich würde ich da dran bleiben.
 
Also einen Catsitter zu bekommen ist ganz einfach, kostet nicht viel. Wie weiter oben schon angezeigt über Cat In Flat, die kümmern sich auch sollte der gebuchte Catsitter ausfallen, war bei mir auch so.
Ich empfinde es auch so das die Katze nur eine Ausrede ist.
 
Also ...... da liegen ja wohl ganz tiefliegende andere Probleme vor.....

Wenn ich regelmässig zu meinen Operationen in die Uni muss geht die Welt unter weil ich meine Katzen alleine lassen muss. Die ganzen Oberärzte kennen das Thema schon und sorgen durch den OP-Plan dafür, dass ich nur so kurz wie möglich dort bleiben muss.

Nachbarn oder Freunde geben den Tieren hier Futter und es hat für die Tiere immer gut funktioniert - nur nicht für mich, die mit ihren Sorgen um die alten Tiere Probleme hat.

Denkt vielleicht mal "tiefer" in Euch rein.....7

Grisu
 

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