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Beziehungsfeindliche Wahnvorstellungen (Fallbeispiel)

  • Starter*in Starter*in EuFrank
  • Datum Start Datum Start
Kann man jemanden unterstützen, der einen für einen hinterhältigen Mobber und chronischen Lügner hält? Kann man gleichzeitig mit dem nette Gespräche und schöne Fernsehabende führen? Hat das nicht etwas sehr schizophrenes (umgangssprachlich ausgedrückt) an sich?

Meiner Erfahrung nach kann man das nicht.
Denn es bleibt nicht bei den wahnhaften Ideen bezüglich auf die Arbeitskollegen.
Es wird sich ausweiten und es wird eskalieren.
Der Partner wird sich aufreiben, denn Wahnvorstellungen (zumindest durch die Krankheit, die ich an meinem Partner erlebt habe) wollen von "Gesunden" verstanden werden...unser Hirn tut sich schwer mit der Tatsache, dass der Partner einerseits die irrsten Dinge annimmt und andrerseits ein normales Gespräch (der von dir aufgegriffene Fernsehabend, z.B.) möglich ist. Man will verstehen, was nicht zu verstehen ist und darüber kann man kaputt gehen.
 
Eines finde ich noch wichtig:

Selbst wenn der eine Partner unter einer recht verzerrten Wirklichkeitswahrnehmung leidet, empfindet er dennoch selbst auch diese Diskrepanz zwischen dem Mögen des Partners und ihm Schlechtes unterschieben.

Klarer:

Claudia mag Michael, weil sie schöne Abende mit ihm verbringt etc
Claudia mag ihn gar nicht, weil er sie hintergeht, sie anlügt etc

Dieser Gegensätzlichkeit ist sich Claudia trotz ihrer Krankheitsuneinsicht ja durchaus bewußt. Daher kann man ihr schon ein merkwürdig inkonsequentes Verhalten (das Schöne nehme ich, das Schlecht nehme ich hin) anrechnen, das sie bewußt und wohl auch willentlich in Kauf nimmt.

Hierbei kommt es eben nicht darauf an, ob sich ihre Vorstellungen aus einem Wahn oder der Wirklichkeit ergeben. Sie bilden in jedem Fall ein widersprüchliches Gegenüber zu ihren anderen Erfahrungen.

Normalerweise sollte man immer, wenn man starke Zweifel (Entzug des Vertrauens) am Partner hat, die Beziehung nicht fortführen. Oder?

Ich hoffe, dass ich mich verständlich genug ausgedrückt habe 🙂.
 
Es kommt auf die Ursache der Wahnvorstellungen an und darauf, wie sie sich in den Alltag integrieren und inwieweit Claudia generell noch in der Realität ist.

Das kann solche Ausmaße annehmen, die jedem Verschwörungstheoretiker das Herz hochschlagen lassen.

Ich rate auch jedem, die Beine in die Hand zu nehmen. Aber oft muss der Partner erst mit der Nase im Dreck liegen, bevor er geht. Gefährlicher Irrtum, ebenfalls aus eigener Erfahrung.

Was tut sie eigentlich konkret? Wie geht sie mit ihrem Partner um, mit wem bespricht sie ihre Vorstellungen?
 
nun.. manche geben leuten einen tritt in a*** und manche bleiben beim partner.

ich kenne ein zwei drei leute, die nicht die supermenschen sind und gewisse "probleme" haben. die eine beziehung dauert schon länger und es ist schön zu sehen, wie sie sich nicht im stich lassen. sie haben höhen und tiefen, die eine person geht auch regelmässig zur thera. die beziehung ist nicht einfach, ganz und gar nicht. auch er bringt probleme mit rein. aber ich glaube, im grunde ihrer seelen haben sie sich getroffen und deshalb halten sie aneinander fest, stützen sich, so gut es eben geht.

aber sowas kann man nicht erzwingen.

ist lustig, ich kenne solche, die glauben von sich, das nonplusultra zu sein und suchen dementsprechend ein pendant. ist ja alles erlaubt. was will man sich nerven. zum beispiel männer, die dicke frauen meiden. und dann gibts die männer, die stehen gerade auf diese frauen. keine ahnung. ich weiss auch nicht. ich finde, man kann da pauschal nichts sagen. ethisch gesehen fänd ich schön, wenn menschen sich so achtsam wie möglich begegnen. ist nicht immer einfach.

als ich damals probleme hatte mit mir (manisch-depressiv, aber nicht in ultrakrasser form) hat mich mein ex als psycho betitelt und so ziemlich missmutig direkt in die fresse gesagt, ich sei unfähig. er konnte und wollte damit nicht umgehen.
was solls?

menschen, die andere menschen etikettieren, sollte man eh meiden..

zwei bekannte von mir haben krasse psychosen. es ist nicht einfach, aber wenn ich mich mit ihnen treffe, dann geb ich mein bestes und red halt mit ihnen. wenn die eine person kommt und was behauptet, versuche ich es zu entkräften, oder keine ahnung. oder wenn die eine person angst hat, versuch ich halt zu geben, und zu ergründen, was ihr grad angst macht.

eben.. dann gibt es halt auch noch die personen, die können und wollen das nicht.

auch in "gesunden" beziehungen mit "gesunden" menschen, gibt es immer wieder "probleme" bezüglich eifersucht oder was auch immer.
da muss man halt reden.
 

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