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Beziehungsbeginn, Ängste und Zweifel

Hallo zusammen,

vielen Dank an euch für all die Antworten. Ich habe mich die vergangenen Wochen sehr auf ihn eingelassen und glaube auch sehr doll verliebt. Ich bin einfach unglaublich gern in seiner Nähe und mag ihn echt gern. Trotzdem ist da irgendetwas, das mich traurig macht, zumindest gerade. Ich versuche es einmal in Worte zu fassen und hoffe, es wird nicht zu lang.

Ich kenne es von mir, dass ich manchmal einfach zu viel nachdenke, das habe ich versucht beiseite zu schieben die vergangenen Tage. Ich hatte bislang erst zwei Beziehungen, eine sehr lange (7 Jahre) mit sehr unschönem Ende, um es nett zu formulieren und eine sehr kurze (fünf Monate), an dessen Verlauf ich zur Zeit öfter denke... er konnte keine tieferen Gefühle für mich aufbauen… es schleicht sich so eine Angst ein, dass ich meinen neuen Partner wieder recht schnell verliere und ich es "einfach nicht hinbekomme". Ich kann nicht sagen, ob ich zu viel über gewisse Dinge nachdenke, weil ich es so von außen her/durch ihn wahrnehme oder sich eben dieses Komische Gefühl einschleicht (auch für ihn?), weil ich zu viel nachdenke... und er das spürt.

Ich habe bislang vor allem zwei "Probleme" in Beziehungen gehabt: in der letzten vor allem mein Selbstbewusstsein und Körpergefühl. Charakterlich bin ich manchmal ruhiger, tendenziell aber recht offen und selbstsicher. Ich war vor meiner letzten Beziehung drei Jahre single. Das soll jetzt nicht „komisch“ klingen, aber ich hätte das nicht sein müssen, das weiß ich… Dennoch: Ich fühle mich oft nicht besonders wohl in meiner Haut. Vielleicht sollte ich kurz erwähnen, dass ich mit 17 für zwei Jahre an Bulimie erkrankt bin, immer wieder mal kleine Rückfälle hatte, aber schon sehr lang als geheilt beschreiben würde… die Bedeutung des Essens und des Körpergefühls sind allerdings nie ganz verschwunden, was vermutlich auch normal ist. In den letzten Monaten war ich im Studium stark eingespannt, was ich inzwischen erfolgreich beendet habe. In dieser Zeit habe ich jede Minute hierfür genutzt und nur sehr selten Sport gemacht. Seit Mitte September habe ich daher 2 kg zugenommen, was durch den mangelnden Sport, was ich früher allerdings auch in Maßen und nicht übermäßig (kein Krafttraining oder dergleichen) betrieben habe, vielleicht mehr aussieht?? Ich bin 1,69 m groß und wiege derzeit 58 kg - was mit einem BMI von 20,3 wohl im guten Normalbereich liegt, aber mein Problem war schon immer Hüfte und Bauch... ich bin wie gesagt, untrainiert, was man natürlich sieht… aber auch mit viel Sport bekomme ich diese Problemzone nicht richtig weg. Aufgrund dessen war es für mich besonders während der ersten Treffen mit ihm komisch, vor allem da er auf meine Nachfrage, welchen Typ Frau er grundsätzlich optisch und charakterlich mag, mit "nicht so korpulente Frauen" beantwortet hat - was nun auch nicht mit "dürr" gleichzusetzen ist... Wie gesagt, in meiner letzten Beziehung hab ich mich oft unwohl gefühlt, ich wollte den „Fehler“ nicht wieder machen, dass ich deswegen zurückhaltender bin, in körperlicher Hinsicht und ständig daran denke. Grundsätzlich klappt das auch ganz gut. Man könnte vermuten, dass ich aufgrund des Beschreibung oben in dem Bereich schnell etwas überinterpretiere, aber so langsam glaube ich das nicht mehr…  er erwähnt SEHR oft, dass er noch zum Sport geht, ob ich auch noch gehe, kneift mir (spielerisch) in den Bauch und insgesamt „fühlt“ er fast jedes mal nach, wie viel Speck vorhanden ist, wenn er mich streichelt. Hab ihm mal (neckisch) gesagt, er soll mir nicht so da reinkneifen, das wäre nicht schön und auch nicht besonders nett… Ich weiß, ein Stück weit bin ich bei dem Thema sensibler als andere. Ich versuche es auch nicht zu ernst zu nehmen, ich habe mir nach der letzten Beziehung gesagt, dass ich da von nun an drüber stehe und deswegen nicht selbst runterziehe, da es im Prinzip eine Kleinigkeit ist. Gerade fällt mir das zunehmend schwerer. Ich hab ich wahnsinnig gern und möchte ihm gern gefallen. In den letzten Wochen habe ich wieder mit Sport begonnen, auch für mein Gefühl einfach. Ich würde gern meinen Bauch wegbekommen, aber ich weiß einfach, dass wenn ich mich normal gesund und ausgewogen ernähre, ein wenig Sport mache, wird vielleicht alles etwas straffer, aber ich werde NIE Modelmaße haben.

Und ich möchte mich mit solchen Gedanken auch selbst nie wieder so fertig machen. Ich habe mir im letzten Sommer nach dem letzten Beziehungsende gesagt, dass ich auf meine Gesundheit und Körper achte, aber in Grenzen einfach so bin wie ich bin. Alles andere tut mir auch nicht gut, gar nicht gut. Fertig. Jetzt gerade habe ich sogar das Gefühl, er möchte mich auch seiner Familie nicht mehr vorstellen, weil ich dicker bin als seine Exfreundinnen? Ist er schon nicht mehr verliebt und ich habe es quasi gerade erst? Vor ein paar Wochen wollte er noch, dass ich mit in den Urlaub fahre in zwei Wochen, morgen früh zum Brunch seines Opas, wozu ich immer meinte „vielleicht oder mal schauen“… Ich fand das nach zwei oder drei Wochen einfach viel zu früh, jetzt bereue ich es, dass ich so „vorsichtig“ war und nicht begeistert, „klar, gern, sofort“ geantwortet habe. Ich habe das Gefühl, ich enttäusche ihn… er schämt sich für mich!? Er steht (glaube ich mehr) auf braune und kürzere Haare, meine sind lang und blond. Merke das manchmal. Habe sogar letztens überlegt sie abzuschneiden – dann dachte ich „bist du verrückt, andere mögen deine Haare so und ich eigentlich auch, das mach ich nicht“ – habe ich also nicht gemacht!! Immerhin hat er mich so kennengelernt, wenn er das nicht wirklich attraktiv findet, hätte er das doch nicht müssen?? Er fragte gestern auch spielerisch, ich wollte doch zum Frisör, die Haare schneiden… Ich versuche vor ihm selbstbewusst zu wirken und ich glaube, er merkt tatsächlich nicht, wie ich mich fühle.

Das zweite „Problem“ ist irgendwie das Thema Vertrauen. Ich mag ihn, wie gesagt, immer mehr und bin immer noch sehr aufgeregt vor unseren Treffen. Oft fühle ich mich total wohl und sehr geborgen… dann wieder habe ich Angst, vermutlich einfach aufgrund dessen, weil er am Anfang sehr schnell sehr körperlich wurde (siehe oben) – was ich einfach bislang nur dann so kennengelernt habe, wenn jemand nur Sex wollte – was ja bei ihm nicht so ist. Wenn er betrunken ist, schreibt er mir, dass er gern mit mir würde usw… er schreibt es mir, gut und er ist ein Mann… und betrunken. Trotzdem werde ich wahnsinnig traurig, wenn ich weiß, er geht feiern und meldet sich dann irgendwann auch nicht mehr…

Objektiv gesehen ist das alles übertrieben und vermutlich hätte ich diese Probleme in jeder Beziehung!? Vielleicht sollte ich es einfach lasse mit den Männern? Ich habe zur Zeit Angst, ihn wieder zu verlieren, obwohl es doch gerade erst anfängt. Ich bin ich selbst in seiner Nähe, klappt dann auch ganz gut, nicht nachzudenken… aber jetzt gerade… warum redet er nicht mehr davon, dass ich morgen mit zum Brunchen komme? Irgendwas ist komisch… Ich habe ihm vor etwa eineinhalb Wochen gesagt (da ich dachte, es ist wichtig, dass ich ihm eindeutig signalisiere, dass es mir sehr ernst ist, nicht dass er mein Vielleicht noch missversteht), dass ich gern mitkomme und ich hatte das Gefühl, er freut sich… Ich weiß nicht, wie ich mich weiter verhalten soll. Ich habe das Gefühl, alles falsch zu machen. Als wäre er enttäuscht von mir.
 
Ich habe mich die vergangenen Wochen sehr auf ihn eingelassen und glaube auch sehr doll verliebt. Ich bin einfach unglaublich gern in seiner Nähe und mag ihn echt gern. Trotzdem ist da irgendetwas, das mich traurig macht, zumindest gerade.

Das zweite „Problem“ ist irgendwie das Thema Vertrauen. Ich mag ihn, wie gesagt, immer mehr und bin immer noch sehr aufgeregt vor unseren Treffen. Oft fühle ich mich total wohl und sehr geborgen… dann wieder habe ich Angst, vermutlich einfach aufgrund dessen, weil er am Anfang sehr schnell sehr körperlich wurde (siehe oben) – was ich einfach bislang nur dann so kennengelernt habe, wenn jemand nur Sex wollte – was ja bei ihm nicht so ist. Wenn er betrunken ist, schreibt er mir, dass er gern mit mir würde usw… er schreibt es mir, gut und er ist ein Mann… und betrunken. Trotzdem werde ich wahnsinnig traurig, wenn ich weiß, er geht feiern und meldet sich dann irgendwann auch nicht mehr…

Mich erinnert das an:
Eine Frau gibt Sex, wenn sie Liebe möchte und ein Mann redet von Liebe, wenn er Sex möchte.


Ich bin ich selbst in seiner Nähe, klappt dann auch ganz gut, nicht nachzudenken… aber jetzt gerade…

Nicht nachdenken... das ist in meinen Augen kein Vorteil sondern gerade in Deiner Situation ein Nachteil.

Du hast Angst ihn zu verlieren - dabei sieht es bisher nicht so aus, als ob Du den idealen Lebenspartner gefunden hättest. Ich habe den Eindruck, dass die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass er sich ganz schön verbogen hat, um Dich ins Bett zu kriegen. Was für Gemeinsamkeiten bleiben, wenn der Sex mal auf Eis gelegt wird?
 
Das erste Problem ist rein deines, da wird er kaum etwas ändern können, es ist sehr schwierig, da nicht in irgendwelche fettnaepfchen zu "fassen" 🙂 ( ich bin auch bulimisch...).
Alles weitere wird sich zeigen, wenn du verliebt bist, geniesse es doch, wenn der Sex aber unerfreulich bleibt, hakt es. Da kann man noch die Notbremse ziehen....
Dafür seid ihr noch {immer} am beziehungsbeginn...
 
Hallo nochmal,

manchmal fällt es mir einfach wahnsinnig schwer, zu differenzieren, ob ich (wieder) zu viel denke oder ob sich mein Bauchgefühl meldet. Grundsätzlich definitiv zu viel denken... das ist ja auch nicht die ganze Zeit so gewesen, erst jetzt wieder. Dieser Brunch heute macht mich noch verrückt - vielleicht vertue ich mich mit dem Datum, aber eigentlich bin ich mir relativ sicher, dass das heute war... ich bin ihm auch nicht böse, wenn er sich nun doch unsicher ist, ob er mich schon der Familie vorstellen will (wenn eher etwas traurig). Er war gestern raus, hat (wie immer) um fünf Uhr morgens bei mir durchgeklingelt (hab geschlafen). Ich war ebenfalls mit Freundinnen unterwegs... heute morgen seine Frage, ob ich auch allein wach geworden wäre... Heute morgen meinte er dann, dass er bei einem Freund geschlafen hat und sie wohl immer noch dort "rumhängen". Es war aber ganz untypisch, dass er schon so früh wach war... als ich gefragt habe, ob wir uns heute noch sehen, meinte er, dass er noch nicht wisse, wo das dort hinführe, mit ihm wäre außerdem nicht viel anzufangen heute. Bin sehr traurig gerade. Klar könnte ich auch hier wieder zu viel denken, aber ich glaube, er denkt, ich habe es vergessen und denke daher nicht mehr daran, er muss sich dann nicht erklären, wenn er mich nicht vorstellen möchte. Ich denke die Sache mit dem Kumpel stimmt nicht... Vielleicht habt ihr ein paar konkrete Tipps. Ich merke gerade, wie wichtig er mir wird und ich ihn auf keinen Fall verlieren möchte. Weniger denken, ja, aber diese konkrete Sache fühlt sich komisch an und muss ich für mich klären. Ich könnte ihn fragen (schreiben), aber dann sehe ich seine Reaktion nicht wirklich, persönlich ist daher viel besser... möchte ihn aber auch nicht in eine unangenehme Situation bringen, wenn er dort war/ist ohne mich, hat er das sicher verschwiegen, um mich nicht zu verletzen...

Wie kläre ich das gerade konkret? Fragen, ob nicht heute eigentlich das Brunchen gewesen wäre? Eigentlich ja nicht so wild... Ich glaube nicht, dass das gerade eine reine Kopfsache ist...
 

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