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Beziehung & Erfahrungen

Ich finde es richtig gut, dass Du so klar unterscheiden kannst und auch siehst, dass manche Deiner "Anlagen" (z.B Stubenhocker) nicht auf seinem "Mist" gewachsen sind. Beziehungen fördern IMMER Schwachpunkte und Ungereimtheiten zutage, das lässt sich nicht vermeiden. Wir suchen uns immer Partner, an denen wir wachsen können und müssen, sonst wiederholt sich der eigene "Mist" in der nächsten Beziehung immer wieder.

Kann es sein, dass Du dieses "Verletzt werden", dieses "Sei, wie ich Dich haben will, dann liebe ich Dich" schon von früher kennst? Musstest Du Dir schon öfter Dein "Geliebt werden" erst verdienen?

Könnte es auch sein, dass Dein Wunsch nach MEHR in ihm Ängste auslöst? So viele Männer fürchten sich ganz erbärmlich, ihren Frauen nicht zu "genügen", nicht gut genug zu sein. So mancher mutige Schritt der eigenen Frau lässt sie noch mehr diese Angst spüren. Aber das ist sein Problem, nicht Deines. Es ist vielleicht ganz gut, auch darüber zu sprechen.
 
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Könnte es auch sein, dass Dein Wunsch nach MEHR in ihm Ängste auslöst? So viele Männer fürchten sich ganz erbärmlich, ihren Frauen nicht zu "genügen", nicht gut genug zu sein. So mancher mutige Schritt der eigenen Frau lässt sie noch mehr diese Angst spüren. Aber das ist sein Problem, nicht Deines. Es ist vielleicht ganz gut, auch darüber zu sprechen.

Nein, ich stamme aus weitgehend behüteten Verhältnissen. Ich habe allerdings etwas rebellisches im Charakter. Es passt mir überhaupt nicht, wenn ich auf Zwang Dinge tun oder lassen soll, und wenn man das von mir verlangt, mache ich aus Prinzip das Gegenteil. Das kollidiert natürlich erheblich - selbst ohne Streit - passiv mit Beziehungen bzw. auch mit der Eifersuchtsgeschichten. Dazu Kontrollwahn (jetzt glaub ich nicht mehr so), wen ich denn als Freund hinzufüge bei Facebook.. was ich so am Handy mache. Und mich begleitet eben weiterhin das Gefühl, dass ich Dinge - wenn auch unaufgefordert ohne Worte - so zu tun habe, wie er es wünscht, weshalb ich nicht vollständig glücklich sein kann. Ich weiß dabei nicht mal, ob er immer noch so denkt, es ist einfach die Erwartungshaltung aus den schlechten Erinnerungen am Anfang, und ich kann das nicht abschalten. Ich unterstelle ihm, dass er weiterhin ein bestimmtes Handeln von mir erwartet. Instinktiv habe ich den Drang mir Luft und Platz zu verschaffen, aber das geht eben nicht so einfach in Beziehungen. Gefühlstechnisch ist der Drang nach Nähe und gleichermaßen Selbstbestimmung / Sehnsucht nach Neuem teilweise schwer auszuhalten. Ich bezweifel aber, dass es in einer anderen Beziehung anders laufen würde.

Ja, allgemein mein Wunsch nach Veränderung löst bereits in ihm Angst aus. Sei es neue Freundschaften schließen, oder generell, dass eine Veränderung zu Lasten der Beziehung eintritt. Auch hat er Angst, dass ich ihn austausche, denn ich sehe relativ akzeptabel aus und denke auch, dass ich - würde ich denn mehr aus gehen - schon einige Interessenten finden würde, falls ich es wollte. Aber das ist gar nicht mein Plan, mir strebt es nicht nach einer neuen Beziehung.

Ich würde gerne - wenn überhaupt - meine alte Beziehung beibehalten, wäre diese aus welchen Gründen auch immer zu Ende, würde ich auch keine neue Partnerschaft anfangen. Ich kann mich auch ganz gut allein durch das Leben schlagen. Es ist eben nur die Sorge, etwas zu verpassen. Partys, Freundschaften etc. und das fehlende Gefühl "richtig" zu leben. Ich suche Action.

Ich habe meinen eigenen Kopf und bin relativ dominant und komme überhaupt nicht damit zurecht, wenn ich die Oberhand nicht behalte. Zeitgleich möchte ich ihm natürlich nicht vor den Kopf stoßen und schraube mich da zurück, aber innerlich gefällt es mir nicht. Klingt egoistisch, aber so bin ich, was das an geht.
 
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Es klang am Anfang für mich so, als ob Du eingesperrt und unterdrückt in eurem Haus sitzen würdest und immer mehr den Kontakt zur Außenwelt verlierst. Das war dann wohl ein großes Missverständnis. Jetzt sieht es eher danach aus, dass Du Mittel und Wege suchst, in Deiner Beziehung mehr Action und Gehör zu finden, Deinem Hunger nach "Leben" besseren Ausdruck zu verleihen und dem immer gleichen Trott zu entfliehen und dabei seine Eifersucht nicht all zu sehr "auf den Plan zu rufen". Habe ich das nun besser verstanden?
 
Es klang am Anfang für mich so, als ob Du eingesperrt und unterdrückt in eurem Haus sitzen würdest und immer mehr den Kontakt zur Außenwelt verlierst. Das war dann wohl ein großes Missverständnis. Jetzt sieht es eher danach aus, dass Du Mittel und Wege suchst, in Deiner Beziehung mehr Action und Gehör zu finden, Deinem Hunger nach "Leben" besseren Ausdruck zu verleihen und dem immer gleichen Trott zu entfliehen und dabei seine Eifersucht nicht all zu sehr "auf den Plan zu rufen". Habe ich das nun besser verstanden?

Hallo GrayBear,

ja, so in etwa hast du das richtig verstanden. Wir schon gesagt, leben wir in getrennten Wohnungen und ich kann bis auf die Eifersuchtskonfrontationen theoretisch alles rund um die Uhr machen, sofern ich nicht arbeiten bin.

Das hat sich allerdings schon gebessert, ich trau dem ganzen aber noch nicht.

Ich habe halt wenig Lust mehr mich zu verstellen, oder ständig Rücksicht zu nehmen, ob irgendwas seine Eifersucht auslösen könnte, nur damit es ihm "besser" geht und dabei nicht ich selbst zu sein. Ich nehme da zu viel Rücksicht bisher.

Es ist mir zu dumm geworden, ständig etwas zu berücksichtigen, ob ein Foto mit potenziellen zukünftigen Bekannten ihm denn gefallen würde, oder ob ich eine Person XY als Facebook Freund hinzufügen darf, falls Person XY ein Mann wäre. Ob ich zu viel Zeit auf der Arbeit verbringe und mich nicht rechtzeitig zurückmelde, damit ich nicht verdächtigt werde eine Affäre mit irgendwem zu haben. Dass ich im Internet, oder auch bei Facebook nicht mehr meine persönlichen Lieblingssachen angeben kann ohne alles zu überdenken.

Dennoch bleibt das irgendwie nach den ganzen Monaten im Hinterkopf und schränkt mich persönlich ein.

Ich habe mir vorgenommen darauf wenig Rücksicht zu nehmen und einfach zu leben.

Das ist auch der Grund, weshalb ich mein Single leben vermisse. Es sind einfach die normalen Dinge, die man nicht (mehr) leben kann.

Ich finde man sollte sich in einer Beziehung - solange man im strengen Sinn treu ist - nicht verstecken müssen und an gar nichts gehindert werden, denn sie sollte doch bereichern und nicht einschränken.

Ich denke es ist das Beste, einfach wieder zu leben, bzw. das Leben zu entdecken und wenn er damit ein Problem hat ihn zu vergessen. Einfach machen.

Wenn man ständig mit sowas konfrontiert ist, fehlt einem selbstverständlich irgendwas. Ich denke das ist einfach ein Fluchtreflex, die Sehnsucht nach der gewohnten Single-Neutralität, denn all das sind zu viele Regeln.

J.
 
Hallo Janine,

das klingt für mich nach einem guten Ansatz. Stimmt, die Schere im eigenen Kopf hinterlässt viel zu oft Narben und Wunden auf die Dauer. Wenn man sich in vorauseilendem Gehorsam die eigene Lebendigkeit und Leichtigkeit beschneiden muss, damit (wie Du so richtig geschrieben hast) es ihm besser geht, dann begibt man sich in eine Abhängigkeit, die nicht einmal ihm hilft. Irgendwann kommt es zur "Explosion der Kleinigkeiten". Eifersucht ist eine Schlange, deren Hunger nie zu stillen ist. Je mehr man ihr Raum gibt, um so größer wird dieser Hunger.

Steh zu Dir und mache ihm auf eine zugewandte Art und Weise klar, dass nicht Du die Lösung seines Problems sein kannst, sondern er darf sein Problem nicht länger zu Deinem machen. Was sich dann ergibt ... mal sehen.

Deine Klarheit und Deine ruhige Sicht auf die Dinge ist beeindruckend. Respekt.
 
Das ganze Drumherumgerede finde ich ziemlich sinnlos. Denn es führt zu nichts , außer das Du Dir mal Luft machen kannst, das beseitigt aber die Problematik nicht.

Für ihn ist es mehr oder weniger anscheinend nicht zu fassen, das er Dein erster Freund ist, denn ne akzeptable Frau mit 28 Jahren ...noch keine Erfahrungen ??? Sowas kommt in seiner Welt nicht vor .
Ergo er glaubt Dir nicht.

Er vertraut Dir nicht.

Er unterstellt Dir irgendwelche Affären oder Verhältnisse oder Abenteuer, stellt irgendwelche Regeln auf und engt Dich in Deiner Lebensführung damit ein.

Du allerdings siehst die ganze Sache etwas lockerer und hättest wahrscheinlich auch nicht wirklich ein Problem damit sexuell oder nicht mal was auszuprobieren, weil es Dich einfach als Erfahrungswert interessiert und Du eh schon viel zu lange das Gefühl hast , was verpasst zu haben.

Er hat aber die Angst Dich zu verlieren, denn erst wenn Du ihm damit drohst , höört er mit seinem Falschverhalten auf , frißt es aber wahrscheinlich dafür in sich selbst hinein.

Nur mal so am Rande überlegt, wenn ihr Euch an einen Tisch setzt und miteinander redet , hast Du dann das Gefühl Du bist ein vollwertiger Gesprächspartner oder nicht?

Wie siehst Du Dich da ?

Ich sags mal so spart Euch die Lügen und die Verstellungen , macht mal Nägel mit Köpfen , lernt Euch mal wirklich kennen, Eure Beziehung kommt mir so vor als hätte jeder seinen eigenen Lebensbereich aber ihr habt halt keinen gemeinsamen.

Ei gutes Sprichwort sagt , drum prüfe wohl wer sich bindet.

Genau das solltest ihr tun ich würde Euch vorschlagen , wohnt mal zusammen .....ihr wohnt im gleichen Ort , also besteht doch die Möglichkeit , Du wohnst ne Woche mit bei ihm , er wohnt ne Woche mit bei Dir , ich sag immer erst wenn man mit nem Menschen aus einem Pott ißt und in einen Pott macht , lernt man den richtig kennen.

Erzwingen kann man nichts , aber unnütz kaputt machen aus unbegründeten Ängsten muß man sich auch nichts , gebt Euch ne Chance , redet über Eure Probleme udn Ängste und vor allem über Eure Gefühle am besten an einem Tisch auf Augenhöhe , dann seht ihr was ihr habt und was ihr draus machen könnt , sonst ist viel zu viel was sich in Deiner und seiner Fantasie abspielt....und bevor Euch das was kaputtmacht wäre es doch schön , wenn ihr wenigstens wüßtet wer der andere so wirklich ist, dann könnt ihr nämlich aus Wissen heraus entscheiden, das möchte ich oder das möchte ich nicht.

Klar ist das nicht einfach sich da umzustellen, man gewöhnt sich ja um, aus dem Ich wird bestenfalls ein Wir , wenn das Wir aber nicht so gestaltet ist, das es beide glücklich macht, dann ist das Ich die bessere Wahl wenn ihr aber das Wir so gestalten könnt, daß es Euch glücklicher macht , als das bekannte Ich, dann ist sicherlich das Wir die bessere Wahl , doch um das zu entscheiden, reichen Vermutungen oft nicht aus.

Da ist gegenseitiges Vertrauen und Wissen die bessere Basis. Unabhängig was dann daraus wird ist zumindest die Zeit nicht verschwendet, weil ihr aktiv was tut und nicht insgeheim hofft, daß irgendwas gut geht , weil ihr nicht wisst, wenn aber Kommunikation in Augenhöhe an einem Tisch als zwei vollwertige Gesprächspartner und Lebenspartner schon nicht möglich ist, solltest ihr beide zuerst mal daran arbeiten das sie es ist.

Grenzen aufzeigen sollte doch auch anders funktionieren, als zu sagen ich mach Schluß , wenn Du nicht ....

und Unterstellungen, wie Du hast sicher auch mit dem schon ......sind ja irgendwie nur Ausdruck der Angst davor, das Du es getan hast, wenn es keine wirklichen Anhaltspunkte gibt.

Deshalb nehmt Euch die Zeit Euch wirklich kennenzulernen, redet miteinander friedlich , wohnt miteinander kocht miteinender, esst miteinander, wenn ihr dann merkt , genau das tut Euch gut, dann ist doch toll udn wenn ihr merkt das geht garnicht, dann ist doch auch gut, weil dann wißt ihr woran ihr seid, weil ihr den anderen kennt wie er wirklich ist.

Nehmt Euch die Zeit füreinander.
 
Eifersucht ist etwas, dem man mit Rationalität und Geduld trotzdem nur sehr schwer beikommt. Das darf man nicht außer Acht lassen. Hoffnung und Liebe überwinden vieles, aber manchmal erleben wir dieses Glück einfach nicht mehr. Auch das darf in die eigenen Überlegungen und in die eigene Realität mit einfließen.
 
Hallo Zebaothling, danke für deine ausführlichen Antworten.

Du allerdings siehst die ganze Sache etwas lockerer und hättest wahrscheinlich auch nicht wirklich ein Problem damit sexuell oder nicht mal was auszuprobieren, weil es Dich einfach als Erfahrungswert interessiert und Du eh schon viel zu lange das Gefühl hast , was verpasst zu haben.

Ja, man hat eben nur ein Leben und ich finde man sollte - soweit möglich - alles mal gesehen, erlebt und gefühlt haben. Weiß nicht, ob ich damit zufrieden wäre nur einen Sexualpartner gehabt zu haben, aber das ist ja nur ein kleiner Teil, es gibt noch sehr viel zu erleben jenseits davon. Und ich fühl mich da eben -passiv- stark eingegrenzt durch die Erfahrungen, die ich mit ihm sammeln durfte. Beziehungstechnisch möchte ich aber keinen anderen. Persönlich denke ich wie erwähnt, dass es nicht um andere Partner geht, sondern ich einfach das Gefühl haben möchte wieder "frei" zu sein. Ich könnte auch auf andere verzichten, worauf ich nicht verzichten könnte wären andere Erlebnisse.. Party und sowas.

Er hat aber die Angst Dich zu verlieren, denn erst wenn Du ihm damit drohst , höört er mit seinem Falschverhalten auf , frißt es aber wahrscheinlich dafür in sich selbst hinein.


Grenzen aufzeigen sollte doch auch anders funktionieren, als zu sagen ich mach Schluß , wenn Du nicht ....

Ich wusste mir damals nicht anders zu helfen. Ohne zu übertreiben durfte ich mich mindestens 1-2 Stunden jeden 2. Tag über MONATE mit seiner unbegründeten Eifersucht befassen, ich habe es auf allen möglichen Wegen versucht, bis ich letztlich keine Lust mehr auf die Beziehung hatte, denn ich kann mir auch so genug eigene Probleme schaffen, falls ich möchte, dafür benötige ich keine Beziehung. Schöne Gespräche am Telefon, oder Treffen arteten in diese Art "Verhördiskussionen" aus. Hatte damals mit der Beziehung schon fast abgeschlossen, da mich das so dermaßen belastet hat. Und das war eben die Wende, als er mich nicht wie gewohnt mehr erreichen konnte, weil es für mich fast gelaufen war.

Nur mal so am Rande überlegt, wenn ihr Euch an einen Tisch setzt und miteinander redet , hast Du dann das Gefühl Du bist ein vollwertiger Gesprächspartner oder nicht?

Wie siehst Du Dich da ?

Ich fühle mich zwar irgendwo gleichwertig, irgendwo auch nicht. Es ist oft so, dass er anfängt zu jammern, falls eine Lebenseinstellung nicht mit seiner Sichtweise zusammen passt und versucht dann auf mich einzureden, in der Hoffnung, dass ich seine Meinung annehme. Schwer zu ertragen, auch ein Grund weshalb ich mich nicht teilweise wie mich selbst fühle. Er "schmollt" dann und gibt sich enttäuscht, um mich zu bestrafen und zieht sich zurück. Ich fühle mich oft einfach erdrückt davon, was meine Gefühle angeht, im wahrsten Sinne des Wortes.

Dabei kann es sich auch um Kleinigkeiten handeln. Ein Beispiel (ausgedacht): Er ist der Meinung, dass man Tiere nicht als Haustiere halten sollte, und es macht ihn rasend vor Wut, dass so viele Menschen Tiere versklaven und halten. Ich wäre der Meinung, dass es okay ist, dass Menschen Tiere halten und würde eventuell sogar ein eigenes halten. Und schwupps, hätte man die oben genannte Situation und einen Streit darüber. Solange ich dann nicht auf ihn eingehen würde, und ihm da zustimme, würde sich das locker über Stunden hinziehen und er würde dasselbe Thema immer wieder mal ansprechen - alle paar Wochen und Tage - und genau so reagieren, bis ich da einlenke. Mega nervig.

Genau das solltest ihr tun ich würde Euch vorschlagen , wohnt mal zusammen .....ihr wohnt im gleichen Ort , also besteht doch die Möglichkeit , Du wohnst ne Woche mit bei ihm , er wohnt ne Woche mit bei Dir , ich sag immer erst wenn man mit nem Menschen aus einem Pott ißt und in einen Pott macht , lernt man den richtig kennen.

Ja, angesichts der gelaufenen Sachen fällt es mir schwer mir eine gemeinsame Wohnung mit ihm (oder anderen) vorzustellen. Ich denk mir immer, ich könnte die Wohnung nicht mal für eine Stunde (alleine) verlassen, falls mir danach ist und müsste dann noch mehr verzichten, falls ich zum Beispiel mal spazieren gehen möchte oder ähnliches, weil man könnte ja potenziell überall andere Männer treffen. Ist aber nur im Kopf von mir, er selbst sagt, er würde mich nicht daran hindern. Mit Pech verliert man da auch noch die letzte Souveränität, die man hat, persönlich finde ich es nicht schlecht getrennt zu wohnen. Ich stehe überhaupt nicht auf "zusammengeschweißt" sein und nur noch im Duo unterwegs zu sein. Abgesehen davon kehrt auch häufig die Routine ein und die Beziehungen kann man schnell vergessen aus meiner Sicht.

Zusammenziehen könnte ich mir erstmal generell - mit keinem Mann - mehr vorstellen. Und wenn dann nur mit genug Freiraum, so dass jeder seinen eigenen Bereich hat und man sich nicht ständig in die Quere kommt.

Nichtsdestotrotz, liegt mir sehr viel an der Beziehung, er setzt sich abgesehen von der Geschichte auch sehr für unsere Beziehung ein und versucht mich in jeder Angelegenheit glücklich zu stimmen.

Ich muss dazu sagen, dass ich auch noch nie begeistert vom klassischen Zusammenleben war. Hochzeit hat für mich keine Bedeutung. Ich finde man kann seine Liebe ohne Hochzeit noch eher beweisen, denn niemand MUSS befürchten Nachteile durch eine Scheidung zu riskieren, sollte er sich nicht so und so verhalten. Warum irgendwem sowas aufzwingen? Ein Brauch aus prähistorischen Zeiten. Von einem Mann, der nur bleibt, weil er kein Bock auf Unterhaltszahlungen hat, habe ich letzten Endes auch nichts. Bedauerlicherweise ist das in vielen Beziehungen augenscheinlich der Fall. Der Kirche und dem Staat muss ich nicht jetzt noch zusätzlich Geld in den Rachen schieben, da ist sowieso schon alles vergoldet. 😀 Ich sehe da jetzt nur Nachteile drin, der einzige Vorteil ist das oberflächliche prollen vor den Leuten, dass man ja zusammengehört... Das sollten die meisten aber auch so verstehen. Für mich so mit das unromantischste was es gibt.

Zudem fallen mir nur gescheiterte Paare ein, wenn ich an's zusammenleben denke... Die betrügen sich entweder heimlich gegenseitig, hassen sich und leben aneinander vorbei nach wenigen Jahren... Nee, für mich ist das überhaupt nichts. Mal abgesehen vom fehlenden Freiraum. Ich kenne in meiner Familie, Bekanntenkreis etc. nicht ein einziges Paar, das nach wenigen Jahren Zusammenleben (mit oder ohne Hochzeit) noch wirklich glücklich ist. Eher ein dahinvegetieren. Stelle ich mir ziemlich schrecklich vor auf Dauer. Wünsche ich mir natürlich nicht, aber ich bin eher rational und die Chance ist hoch, dass es so endet.

Dann lasse ich meinen Partner und mich doch lieber ungezwungen jeder Zeit ziehen, falls ihm danach ist. Und kann mich notfalls später, falls es wirklich schlecht läuft, nach neuen Dingen umsehen.

J.
 
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Eine Beziehung kann, muß aber keine Vorteile darstellen, was ich aber immer schade finde ist, wenn sich Leute entschließen zusammenzuleben, die garnicht zusammen passen, sich nach Jahren dann wieder trennen, weil sie den anderen mitlerweile kennengelernt haben und dann sagen, hätte ich das mal vorher gewußt ....

da kann ich nur jedem, der glücklich sei will raten, sich das nicht anzutun und wirklich die Zeit zu investieren, den anderen auf Augenhöhe offen und ehrlich kennenzulernen, das denke ich mir geht aber nicht so gut , wenn jeder eine Art Rückzugsterrain hat, um dann wieder mit guter Mine zum bösen Spiel aufzukreuzen, sondern geht besser, wenn man wirklich mit jemandem zusammen lebt, muß ja auch nicht für die Ewigkeit sein, wenn man es nicht will, sondern ist in meinen Augen eben nur die bessere Möglichkeit den anderen so zu erleben, wie er wirklich ist.

Zu Deinem Beispiel , es gibt in meinen Augen sicher Tiere , denen geht es als Haustier so richtig gut, genauso wie es Haustiere gibt, die als Sache und nicht als Lebenwesen betrachtet und auch so behandelt werden, denen geht es sicher schlechter, ich zum Beispiel halte mich für einen Menschen, der in der Lage ist, sich darüber eine eigene Meinung zu bilden. Die Haustiersituation in Deutschland ist überschaubar und es bedarf keiner besonderen biologischen Ausbildung, um sich darüber ein reelles Bild machen zu können.

Also Thematik klar , ich als vollwertiger Mensch, bilde mir eine eigene Meinung und brauche zur Meinungsbildung nicht irgendwelche Hilfe .

Jeder andere Mensch darf sich aber auch eine Meinung bilden, bin ich nun mit einem Menschen zusammen, fände ich es nicht schlimm , wenn der Partner eine andere Meinung hat, es hätte kein Schmollen und auch keine Überredeungskunst meinerseits zur Folge , sondern mehr ein Interesse an der Andersartigkeit der Meinung und der dazu führenden Faktoren , ich würde das also als ein Gespächsthema betrachten, würde mich aber nicht in der Rolle sehen, meinen Partner von meiner Meinung überzeugen zu müssen, sondern würde in dem gleichen Maß in dem ich Respekt und Akzeptanz meiner Meinung einfordere auch Respekt und Akzeptanz für die Meinung des Gegenübers aufbringen, besonders dann, wenn das Gegenüber mir seine Meinungsbildung schlüssig herleiten kann.

In Deinem Beispiel sehe ich allerdings einen vesrtimmten Gockel der so lange kräht , bis das Huhn , in dem Falle Du das Ei legt.

Ich persönlich würde solche Machtspielchen nicht mitspielen, sondern dem Partner klarmachen, paß mal auf Deine Ignoranz und Dein Fehlverhalten der Mangel an Akzeptanz und der Mangel an Respekt mir gegenüber und meiner Meinung gegenüber , das geht garnicht.

Ich bin aber ich und Du bist Du und wenn Du gut mit sowas klarkommst, also irgendwann einzulenken, obwohl Du anderer Meinung bist, nur damit der Haussegen nicht schief hängt, dann ist das ja Deine persönliche Entscheidung.

Stört es Dich aber, so ist es eine Sachlage in der Du Dich unterdrücken läßt, was auch dazu führen kann, das Du eben keine gute Laune hast, ich z.B. hätte schlechte Laune , wenn ich unterdrückt werden würde .

Na und das mit der Heirat und der Kirche und der Gesellschaft, dem Staat , der Ehe , kann ich nachvollziehen.

Ich kenne eigentlich nur zwei Pärchen, die das so leben, daß es ihnen gut tut, aber das hat wohl auch etwas damit zu tun, welchen Stellenwert sie der Sache selbst geben.

Sie leben das nach dem Prinzip, daß der Mann für die Frau und deren Bedürfnisse die volle Verantwortung übernimmt und die Frau die volle Verantwortung, für die Bedürfnisse des Mannes übernimmt, was natürlich zur Folge hat, das sie sich und ihre Bedürfnisse offen austauschen und ehrlich miteinander umgehen, das geht vom sexuellen körperlichen Bereich, bis hin zum psychischen Gesisteszustand und funktioniert bestens, meiner Meinung nach, weil sie es so handhaben und auch so leben, weil sie das beide wollen und auch können. Das kann aber mit Sicherheit nicht jeder.

Auch hier darf ja jeder Mensch seine eigene Vorstellung haben, will ich das oder will ich das nicht.

Mir kommt es allerdings so vor , als gingen da bei Euch auch die Vorstellungen etwas auseinander, so wie bei vielen anderen, wo es irgendwann in die Brüche geht.

Einengung und damit verminderte Lebensqualität, ist ja dann vorprogrammiert, Eifersucht und Mißtrauen genauso, ja und wie in Deinem Beispiel beschrieben, dieses nervige Gockelgekrähe ....für mich wäre das nichts , weil es mich mehr belasten würde , als das es mich glücklich machte.

Du scheinst für mich ein halbwegs klar denkender Mensch zu sein, aber wenn es bei Dir schon sowas auslöst , wie das Damoklesschwert in Deinem Kopf, das Du etwas nicht tun darfst nicht machen kannst, nicht sagen darfst und das geht ja wohlmöglich dann auch noch soweit , das Du etwas nicht fühlen darfst oder gar empfinden darfst, etc., weil sonst der Haussegen wieder schief hängen könnte , dann würden bei mir Grenzen überschritten, dann würde ich mich in einer Situation wiederfinden, in der ich mich manipuliert sähe.

Das wäre für mich nichts erstrebenswertes oder etwas was ich wollte , sondern ich würde mich eingeengt und beobachtet fühlen, würde mich nicht akzeptiert sehen, meine Bedürfnisse unterdrückt sehen, meine Empfindung zum negativen verändert sehen ohne wirklichen Grund meinerseits, ich würde also zu unrecht bestraft werden.

Mit so einer Frau, die sich als krankhaft eifersüchtig entpuppte, war ich auch mal kurzzeitig zusammen wohlgemerkt kurzzeitig.
Mir wurden Verhältnisse unterstellt, die es nie gab, mir wurden Gedanken unterstellt, die ich nicht hatte , mit wurden Gefühle unterstellt, die mir völlig fremd waren.....und mir wurde ständig vorgelogen, das es ja nur daran liege, wie sehr sie mich lieben würde, da ich aber weder ein Freund von Lügen bin, noch ein Freund von Heimlichkeiten bin, sondern für meine Integrität jahrelang gekämpft habe, habe ich diese Form von psychischer Manipulation und ungerechtfertigter Platzierung auf der Anklagebank, sehr zeitnah beendet.

Glücklicherweise konnte ich der Frau klarmachen, daß sie eine Therapie braucht, weil sie weder in der Lage war sich so weit zu öffnen, daß vernünftige Kommunikation möglich war, also betreffend ihrer Angst irgendwie betrogen zu werden, sie nicht in der Lage war anzuerkennen, was ich an Integrität mitbrachte, wirklich fühlte und empfand, nicht in der Lage war, die Realität aufgrund der verschobenen Wahrnehmung zu sehen.

Heute, unser Intermezzo ist nun schon 8 Jahre her, ist sie eine gute Freundin, wohl auch therapiert, weil sie Hilfe angeommen hat, vielleicht immer noch etwas in mich verguckt ( kommt mir manchmal so vor ) , aber ganz weit weg davon, für mich in die engere Wahl zu kommen, man lernt ja bestenfalls aus seinen Fehlern, warum ich Dir das sage , weil ich im Leben halt die Erfahrung gemacht habe, das man als Partner kein Therapeut ist und auch das Gegenüber nicht verbiegen kann.
Ich lasse mich nicht verbiegen, dafür ist mir das Leben zu viel wert, man mag mir etwas unterstellen, mich zu unrecht beschuldigen und ich habe auch kein Problem, mich kontrollieren zu lassen, wenn es aber so weit geht, das es völlig unbegründet einengt, ist zumindest bei mir ein Punkt erreicht, wo mir klar ist , daß ich das nicht will.

Ich wünsche Dir das du für Dich erkennst, wo Du Dir selbst schaden würdest, wenn Du Eier legst, um es mal auf Dein Beispiel zu münzen, die Du im Grunde umsonst legst, weil sie verfaulen werden.

Es liegt dann nicht daran, das Du etwas nicht zu tolerieren in der Lage bist, sondern daran, das Du soviele Eier, garnicht legen kannst, wenn das Gekrähe ständig wieder von vorne losgeht.....
😉
 
Mit so einer Frau, die sich als krankhaft eifersüchtig entpuppte, war ich auch mal kurzzeitig zusammen wohlgemerkt kurzzeitig.
Mir wurden Verhältnisse unterstellt, die es nie gab, mir wurden Gedanken unterstellt, die ich nicht hatte , mit wurden Gefühle unterstellt, die mir völlig fremd waren.....und mir wurde ständig vorgelogen, das es ja nur daran liege, wie sehr sie mich lieben würde, da ich aber weder ein Freund von Lügen bin, noch ein Freund von Heimlichkeiten bin, sondern für meine Integrität jahrelang gekämpft habe, habe ich diese Form von psychischer Manipulation und ungerechtfertigter Platzierung auf der Anklagebank, sehr zeitnah beendet.

Genau so habe ich das auch erlebt.Er begründete das auch immer mit seiner starken Liebe zu mir. Teilweise glaube ich das, teilweise nicht. Denn Liebe heißt auch immer den anderen voll und ganz zu akzeptieren, außer er tanzt einem auf der Nase rum.

Ja, mich deprimiert diese Unterdrückung eben auch. Hab da teilweise neuerdings in einen Egomodus geschaltet, mir ist das nun nicht mehr ganz so wichtig. Ob das gut für eine Beziehung ist, ist eine andere Frage. Entweder er akzeptiert, dass ich ein eigenständiger Mensch bin, oder eben nicht. Ich bin aber nicht dafür da, mich ständig rechtfertigen zu müssen, weil ich anderer Meinung als er bin.

Sehe das genau so wie Du, dass andere Meinungen interessant sind und man auch daraus lernen kann.

Eine zeitlang konnte man nicht mal gemeinsam Fernsehen schauen, ohne dass Fragen kämen ob ich Schauspieler XY attraktiv finde. Hätte ich da nicht gelogen hing auch der Haussegen schief. Denn er muss ja an 1. Stelle stehen und in einer Beziehung findet man niemanden außer seinen Partner attraktiv. Er täte das ja auch nicht... Das war so unglaublich unglaubwürdig von ihm.

Problem ist eben nur, obwohl es sich nun stark gebessert hat, bleibt es in meinem Hinterkopf. Ich würde das so gerne "resetten", aber das ist echt schwierig sich davon wieder zu lösen. Das alles hat mich nachhaltig doch sehr unglücklich gemacht und ist immer noch ständig in meinem Kopf präsent.

Manchmal befürchte ich, dass man da aus dem Gedankenkreislauf nicht mehr so raus kommt außer durch eine neue Beziehung, aber das möchte ich auch nicht. Unglücklich sein ebenso wenig. Leider trage ich immer noch eine gewisse Wut/Hass in mir, weil er eben so scheiße mit mir umgegangen ist und ich das alles ertragen musste. Ich möchte das gar nicht, aber es ist automatisch so, falls das wieder hoch kommt. Dann bin ich gemein zu ihm, obwohl ich das nicht möchte und es tut mir direkt leid. Oder ich provoziere, um mir Freiraum zu verschaffen, damit er sich an Sachen gewöhnt, die ihn Eifersüchtig machen und Normalität einkehrt. Irgendwie verkorkst. Aber es funktioniert.

Vielleicht sollte ich einfach machen, Dinge erleben und gucken was passiert. Mehr als verlassen kann er mich ja nicht, habe jeden falls wenig Lust auf seine Spinnereien einzugehen, falls sie wieder kommen sollten. Möglicherweise regelt sich das wieder, wenn ich sehe, dass ich Dinge erleben kann ohne "bestraft" oder verhört zu werden. Keine Ahnung. Bisher habe ich die ja unter anderem deswegen unterlassen.

Wieder zu mir selbst finden, Dinge tun, die ich auch als Single tun würde. So lange man treu bleibt, sollte das ja alles kein Problem sein. Ich habe mich da schon ziemlich stark an ihn angepasst und mich teilweise selbst vergessen/verloren.

Tja, es war mal sein Problem, doch zunehmend hat sich das nun zu meinem manifestiert, obwohl er es nun zum Großteil behoben hat.

J.
 
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