Guten Morgen,
ich bin neu hier. Danke für die Aufnahme.
Der Grund für mein Eintreten in dieses Forum,
ist eine nicht einfache Beziehung zu einer Frau,
deren Folgen und der derzeitige Stand,
der mich einfach ratlos stimmt.
Ich versuche es wirklich zusammenzufassen,
danke euch, wer es es liest, schonmal fürs Lesen und Durchackern.
Es ist halt einiges wichtig...daher geht es in die Länge.
Ich lernte im Mai letzten Jahres eine Dame Anfang 30, damals 32 kennen und lieben
(Ich selbst bin mittlerweile Mitte 30).
Sie hatte sich zuvor von ihrem Ehemann getrennt (halbes Jahr zuvor), mit dem sie insgesamt
12 Jahre zusammen und davon 5 Jahre verheiratet war. Sie lebte in Scheidung.
Als wir uns kennenlernten, blieb ich erstmal, mich langsam öffnend, aber dennoch liebend
ein wenig vorsichtig, da mir und auch durch ihre Erzählungen, bewusst war,
dass ich ihr auch noch innerlich Zeit geben musste, ihre Ex-Beziehung zu verarbeiten.
Sie bestritt das zwar und wollte sich quasi Hals über Kopf in das neue Abenteuer (große Liebe zu mir)
stürzen - ich bezweifelte aber indirekt, dass man über 12 Jahre Beziehung gerade so wegverarbeitet.
Meine Vorsicht äußerte sich lediglich darin, dass ich, ohnehin nicht der Schnellste bei Beziehungsdingen
aufs Tempo drückend, jetzt nicht nach 3 Monaten sofort Vorwärts machte, was Eltern/Freunde etc.
kennenlernen anging, nur als Beispiel.
Ich wollte SIE kennenlernen mit allem drum und dran. Und diesmal (nach 2 eigenen Pleiten zuvor) mal das Ganze
richtig genießen und mit Kraft angehen zu lassen. Ich war mir das selbst auch schuldig irgendwie.
Wir führten über 95km eine "Fern"beziehung und sahen uns quasi jedes Wochenende.
Mal 2 Tage, mal 3 Tage. Aufgrund von beruflichen Dingen und Stress kam es auch vor, dass ich nicht konnte
(an einem We).
Sie hatte aber auch mal was vor (mit Freundinnen). Und man merkte auch, dass sie diese Zeit brauchte. Genoss.
Also Dinge zu tun, die sie einfach in ihrer Ehe vernachlässigt hatte.
Und ich bin ein Typ Mensch begleitend, der das Gegenüber so sein lassen will, wie es ist. Nichts verändern.
Ich finde das sehr gut, wenn der Partner auch etwas unternimmt und ich sehe, dass es nicht eine völlige Lebensaufgabe für den anderen gibt.
Dennoch wurden mir nach ca. 4 Monaten zum erstenmal genau diese Dinge irgendwie vorgeworfen von ihr.
Es wurde offensichtlich, dass sie ein wenig reflektierender Mensch ist und auch nicht wirklich empathisch für Situationen oder das Gefühlsleben des anderen (wie sie mit Aussagen wirkt usw.) ist.
Auch stellte sich dar, dass sie wohl in ihrer Ehe wenig bis garnicht gesprochen hatte
(über ihre Wünsche und Bedürfnisse).
Und sich deshalb immer zurückgestellt fühlte.
Sie hatte eine Kurz-Therapie wegen diesem Thema nach ihrer Ehe gemacht, beendete diese jedoch,
als sie mich kennenlernte.
Nach paar Monaten (3,4!!!!!!) nun sprudelte es aus ihr heraus, wie unzufrieden sie wäre (mit mir und der Beziehung)
und wie wenig sie das Gefühl hätte für eine Perspkektive mit mir und dass ich sie ganz in meinem Leben will.
Ich meine, was hätte ich Stand da überhaupt machen können?
Meinen Job kündigen? Alles sofort aufgeben für diese zarte Liebe (sie lebte wohlgemerkt noch in Scheidung
und sah ihren Exmann quasi auch noch jeden Tag auf der Arbeit - also ich ertrug auch so einiges -
was sie aber garnicht oder wohl zu wenig als Einsatz meinerseits sah).
Zudem formulierte sie damals schon einen heftigen Kinderwunsch, daher brauche sie eine Perspektive,
wo das alles hinführt. Rumdaddeln könne sie nicht.
Ich sage das jetzt aus Sicht eines Mannes: Wir werden diese hormonelle Geschichte des Kinderwunsches
nie bis garnicht nachvollziehen können.
Wie auch.
Ich halte mich aber dennoch für einen so empathischen Menschen, dass ich dieses Dilemma, in dem
man da als Frau stecken kann, zumindest versuche nachzuvollziehen.
Es zehren die Hormone, der dringliche Wunsch ist da.
Man will auf den Punkt kommen.
Das Problem an der ganzen Geschichte ist nur, dass man unterbewusst immer mehr verkrampft,
quasi nicht mehr man selbst ist und die ganze Sache unnatürlich ist oder wird,
weil man fordert, beeinflusst, usw.
Ich will auch Kinder. Nur will ich für all das eine starke Basis und dazu gehört auch Respekt
und Empathie für den Partner. Wie sonst soll es funktionieren?
Insgesamt, um das jetzt zusammenzufassen, folgten dann an Weihnachten 2015,
an meinem Geburtstag 2016 im Frühjahr und final an ihrem im Sommer jetzt 2016 weitere Streits,
die sich letztlich darum nur drehten, dass sie eine Vielzahl von Wünschen und Hoffnungen
so deplatziert und komischen Momenten zusammengefasst sammelnd in meine Richtung formulierte
und einen Monster-Druck erzeugte, dass es immer unnatürlicher wurde.
Auf Einzelheiten gehe ich ein, falls Nachfragen bestehen.
Wichtig ist, dass ich sehr viel, woher sie kommt, und warum sie so agiert, ja nachvollziehen kann.
Dennoch hatte ich durchweg das Gefühl, dass ich derjenige war, der Konstruktiv an dieser Beziehung
auch arbeiten wollte.
Sagte immer, dass sie mit mir REDEN soll.
Nicht immer Whatsapp oder Imessage oder so einen Müll.
Das ist das Versagen der Kommunikation.
Aber sie versteckte sich gerne dahinter, dass sie letztlich viele Ängste hatte und vor allem,
wenn man zu irgendetwas Nein sagte.
So fragte sie manche Dinge garnicht, weil sie vordachte, was der andere denken könnte,
nur um zu umgehen, dass es eine Antwort geben könnte, die ihr mal nicht gefallen würde.
Dadurch staute sich soviel Frust an bei ihr, da so der Eindruck entstand,
dass ich zu allem eine Verweigerungshaltung haben würde, was absolut nicht stimmte.
Ich sagte deutlich von Anfang an, dass ich aus meiner Stadt ohnehin wegwill,
hier aber noch einen Job zu erledigen habe (sehr intensiv und mit Verantwortung)
und dann mich weiterentwickeln will.
Beruflich ein WENIG weiterzukommen (kein Karrierist) ist mir auch wichtig.
Ihr z.B. garnicht. Daher sieht sie solche Dinge auch als Hemmklotz letztlich.
Unterstützend kreativ in einer Beziehung sein, ist leider auch nicht wirklich ihre Stärke.
Ich half ihr z.B. bei eigenen Bewerbungen, habe sie beraten, half ihr Sachen uns ihrem Ex-Haus
umzuziehen usw. Sie hatte eine OP, ich war da. Und dennoch warf sie mir vor,
wenn es wirklich darauf ankommt, würde ich Rückzieher machen.
Weil ich es wohl mit dem Elternkennenlernen noch nicht forciert hatte.
Aber ich brauche dafür Konstanz. Und nicht alle 3 Monate essentiellen Knatsch,
bei dem man immer das Gefühl hat, bei Adam und Eva anzufangen..
Ich hatte einfach irgendwann den Eindruck, dass sie aufgrund der Therapie? und eigenen Vorstellungen
nach ihrer Ehe, bei der immer 2 zum Scheiteren gehören, eine Art "jetzt bin ich dran"-Haltung entwickelte
und diese eher schwer mit einer vernünftigen Beziehung zu vereinbaren ist.
Zumal, wenn überhaupt nicht das klare und vernünftige und warme Wort zum Partner gesucht wird.
Ein Beispiel?
Es ging immer wieder um Urlaub und wegfahren. Ich bin beruflich mehr eingespannt als sie,
sagte aber immer, dass, nachdem ich zwei Trips organisiert hatte in unserem gemeinsamen Jahr,
dass sie auch mal auf mich zukommen könnte..mir zeigen, wo sie es schön findet..ZUSAMMEN planen..
usw. Mich beiseite nehmen, live und wir reden darüber.
Da kam aber nie was. Nur als anklagende Forderung per SMS. Sie sprach es nie an, wenn wir wirklich beisammen waren. Und so staute sich auch da Frust an. Ich hätte nie Zeit. Und immer würden wir nur wegfahren, wenn ich könnte usw. Dabei sagte ich ganz klar, dass ich Ende August/Anfang September Zeit hätte wegzufahren.
Das wiederum wartete sie aber nicht ab und buchte schnell einen Trip mit einer Freundin im August, weil "sie mal rausmüsse". Ich hatte dann Stress auf der Arbeit, weil ich die Kündigung in den Raum stellte, weil ich das ja ohnhehin vorhatte und fuhr paar Tage meinem Bruder hinterher und versuchte runterzukommen. Danach beendete sie unsere Beziehung per Facebook.
Der Cut vollführte sie eben wieder mal medial, nach einem Hin - und Her-Dialog,
dass es so nicht weitergeht.
Sie wünsche mir viel Kraft, bei allem was bei mir ansteht,
sie wäre gerne für mich dagewesen, aber sie sei sich sicher,
ich schaffe das auch gerade alleine. Kuss usw.
2 Sätze davor, sagte sie, wir sollten uns besinnen,
Ruhe einkehren lassen, und es läge nicht an ihren Gefühlen zu mir.
Dennoch Cut.
Ich habe sie nach 24 Stunden aus meiner Facebook - Liste entfernt
und auch Instagram. Das liegt daran, dass ich so ein Affentheater mit Ungewissem nicht mitmache.
Sie wollte nicht mal mit mir reden. Dann bekam sie den Cut.
Und ich wusste in dem Moment sofort, dass es zwar ein ausgesprochener Cut ihrerseits war,
in dem aber eine Erwartungshaltung steckte, dass ich wieder mal den ersten Schritt auf sie zu machen sollte..
Ich konnte das nur schwer deuten, da sie im Schnellschuss schonmal so
Dinge ausgesprochen hatte und sie 3 Tage danach wieder zurücknahm.
Danach war Ruhe. 2 Monate. Weil auch ich mich ärgerte.
Wegen eines gemeinsamen Konzertes in dieser Zeit, wo wir eigentlich hingehen wollten
und ich auch schon die Karte bezahlt hatte und sie bei ihr lag, kam auch nichts von ihr.
Sie fehlte mir stark. Immer mehr. Aber ich respektierte ihren Wunsch nach Cut.
Und gab Ruhe.
Hielt es aber dann nicht mehr aus, da ich diese Unklarheit nicht haben kann.
An den Gefühlen lag/liegt es nicht, aber reden wollte sie dennoch nicht mehr mit mir?
Ich hatte viel reflektiert, sah vieles auch, was ich falsch gemacht hatte...
und schrieb sie auch deswegen dann an.
Sie reagierte unwirsch, sagte es würde sich nie was ändern..sie könne diese Streits und Schmerzen nicht mehr ertragen und ebenso auch nicht ein neuerliches Scheitern.
Daraufhin schrieb ich ihr einen langen Brief, nicht polemisch. Nicht Vorhaltend oder sonstwas
und ergänzte diesen um einige Tagebuch-Einträge aus der Zeit mit ihr.
Sie dankte nach einer Woche für diese Einträge (per SMS), es sei die Art,
wie man mit ihr "sprechen müsste", damit man sie es "verstehe".
Den Brief hätte sie tobend und schreiend und wild kommentierend gelesen.
Ich reagierte darauf nicht (per SMS). Weil ich das einfach nicht mehr haben kann, wie man alles
so unerwachsen regelt, also immer in diesen Scheiss Kurz-Zeichen.
Eine weitere Woche später dankte sie mir nochmals. Diesmal für den Brief. Wieder per SMS.
Sie hätte ihn nochmal gelesen und da würden Worte anders wirken.
Daraufhin schrieb ich sie vorgestern an und wünschte ihr und ihrer Familie eine schöne Vorweihnachtszeit
und dass ich an sie denken würde.
Sie antwortete und stellte in den Raum, dass sie auch viel über uns, den Brief etc. nachdenken würde.
Und sie mit sich kämpfen würde, ob sie bereit für ein Treffen wäre.
Nun kommt es also kommende Woche dazu. Wir sehen uns.
An einem neutralen Ort (wollte sie so).
Sie fragte zudem, ob es egoistisch wäre, dass sie keine Versprechungen machen oder Hoffnungen geben könnte.
Ich verneinte. Wir sind sowieso nicht auf Augenhöhe derzeit oder jemals gewesen, was das angeht?
Ich bezweifelte in meinem Brief auch, ob sie wirklich den Menschen in mir gesehen hatte
oder nur den Ex-Mann schnell ersetzen wollte. Und schnell wohin kommen wollte..
Ich kann das alles so schwer deuten...wenn jemand so wenig redet..und soviel Selbstschutz in sich hat
und bis heute man sich nicht ganz von dem Eindruck lösen kann...dass sie ihre Anteile in einer Beziehung nicht sieht.
Die Scheidung ist ja längst durch (diesen Januar). Ihr Ex-Mann hat auch schon lange eine Neue. Dennoch, kaum hatte sie den Cut mit mir im August vollführt, hat sie sich bei FB wieder befreundet mit ihm...und auch bei instagram werden wieder Bilder geliked.
Ich kann dagegen ja garnichts sagen. Fand nur den Zeitpunkt so ironisch..und ich würde halt anders handeln..
Und das erklärt, warum es mir das all die Monate so schwer machte...weil nie der Eindruck ganz verloren ging, dass sie mit sich, auch was die Ex-Beziehung angeht, nicht im Reinen ist. Und ich glaube wirklich nicht, dass sie ihn zurückwill. Das nicht. Aber es ist dennoch eine seltsame Art. Bzw. vielleicht war sie doch nicht bereit sich auf was Neues einzulassen. Ein neuer Mensch. Neue Selbstverständlichkeiten entwickeln. Nicht alles ist ein Wunschkonzert usw.
Jetzt habe ich all die Wochen innerlich so gekämpft.
So gehofft, dass auch was von ihr kommt.
Jetzt sitze ich irgendwie da und habe das Gefühl, dass ich "Glück" habe,
dass sie sich gnädig mit mir trifft. Ich weiß nicht was ich denken soll.
Vor allem wie mich verhalten? In diesem Gespräch?
Ihr könnt mir auch gerne hier den Kopf waschen. Bitte aber in gutem Ton...
Ich bin grad arg kraftlos.
Wo eben die Liebe hinfällt, man macht sich wohl zum Otto..das weiß ich.
Mir sollte vielleicht auch klar sein, dass sie mir absolut mit ihrer Art nicht gut tut.
Denn es geht mir seit Wochen schlecht...wenn man so eine Wand vor sich hat.
Und ich suche nur noch Fehler bei mir. Dabei habe ich gleichzeitig das Gefühl,
dass mein Verständnis für alles bei ihr/mit ihr, mir letztlich zum Verhängnis wurde..
ich bin neu hier. Danke für die Aufnahme.
Der Grund für mein Eintreten in dieses Forum,
ist eine nicht einfache Beziehung zu einer Frau,
deren Folgen und der derzeitige Stand,
der mich einfach ratlos stimmt.
Ich versuche es wirklich zusammenzufassen,
danke euch, wer es es liest, schonmal fürs Lesen und Durchackern.
Es ist halt einiges wichtig...daher geht es in die Länge.
Ich lernte im Mai letzten Jahres eine Dame Anfang 30, damals 32 kennen und lieben
(Ich selbst bin mittlerweile Mitte 30).
Sie hatte sich zuvor von ihrem Ehemann getrennt (halbes Jahr zuvor), mit dem sie insgesamt
12 Jahre zusammen und davon 5 Jahre verheiratet war. Sie lebte in Scheidung.
Als wir uns kennenlernten, blieb ich erstmal, mich langsam öffnend, aber dennoch liebend
ein wenig vorsichtig, da mir und auch durch ihre Erzählungen, bewusst war,
dass ich ihr auch noch innerlich Zeit geben musste, ihre Ex-Beziehung zu verarbeiten.
Sie bestritt das zwar und wollte sich quasi Hals über Kopf in das neue Abenteuer (große Liebe zu mir)
stürzen - ich bezweifelte aber indirekt, dass man über 12 Jahre Beziehung gerade so wegverarbeitet.
Meine Vorsicht äußerte sich lediglich darin, dass ich, ohnehin nicht der Schnellste bei Beziehungsdingen
aufs Tempo drückend, jetzt nicht nach 3 Monaten sofort Vorwärts machte, was Eltern/Freunde etc.
kennenlernen anging, nur als Beispiel.
Ich wollte SIE kennenlernen mit allem drum und dran. Und diesmal (nach 2 eigenen Pleiten zuvor) mal das Ganze
richtig genießen und mit Kraft angehen zu lassen. Ich war mir das selbst auch schuldig irgendwie.
Wir führten über 95km eine "Fern"beziehung und sahen uns quasi jedes Wochenende.
Mal 2 Tage, mal 3 Tage. Aufgrund von beruflichen Dingen und Stress kam es auch vor, dass ich nicht konnte
(an einem We).
Sie hatte aber auch mal was vor (mit Freundinnen). Und man merkte auch, dass sie diese Zeit brauchte. Genoss.
Also Dinge zu tun, die sie einfach in ihrer Ehe vernachlässigt hatte.
Und ich bin ein Typ Mensch begleitend, der das Gegenüber so sein lassen will, wie es ist. Nichts verändern.
Ich finde das sehr gut, wenn der Partner auch etwas unternimmt und ich sehe, dass es nicht eine völlige Lebensaufgabe für den anderen gibt.
Dennoch wurden mir nach ca. 4 Monaten zum erstenmal genau diese Dinge irgendwie vorgeworfen von ihr.
Es wurde offensichtlich, dass sie ein wenig reflektierender Mensch ist und auch nicht wirklich empathisch für Situationen oder das Gefühlsleben des anderen (wie sie mit Aussagen wirkt usw.) ist.
Auch stellte sich dar, dass sie wohl in ihrer Ehe wenig bis garnicht gesprochen hatte
(über ihre Wünsche und Bedürfnisse).
Und sich deshalb immer zurückgestellt fühlte.
Sie hatte eine Kurz-Therapie wegen diesem Thema nach ihrer Ehe gemacht, beendete diese jedoch,
als sie mich kennenlernte.
Nach paar Monaten (3,4!!!!!!) nun sprudelte es aus ihr heraus, wie unzufrieden sie wäre (mit mir und der Beziehung)
und wie wenig sie das Gefühl hätte für eine Perspkektive mit mir und dass ich sie ganz in meinem Leben will.
Ich meine, was hätte ich Stand da überhaupt machen können?
Meinen Job kündigen? Alles sofort aufgeben für diese zarte Liebe (sie lebte wohlgemerkt noch in Scheidung
und sah ihren Exmann quasi auch noch jeden Tag auf der Arbeit - also ich ertrug auch so einiges -
was sie aber garnicht oder wohl zu wenig als Einsatz meinerseits sah).
Zudem formulierte sie damals schon einen heftigen Kinderwunsch, daher brauche sie eine Perspektive,
wo das alles hinführt. Rumdaddeln könne sie nicht.
Ich sage das jetzt aus Sicht eines Mannes: Wir werden diese hormonelle Geschichte des Kinderwunsches
nie bis garnicht nachvollziehen können.
Wie auch.
Ich halte mich aber dennoch für einen so empathischen Menschen, dass ich dieses Dilemma, in dem
man da als Frau stecken kann, zumindest versuche nachzuvollziehen.
Es zehren die Hormone, der dringliche Wunsch ist da.
Man will auf den Punkt kommen.
Das Problem an der ganzen Geschichte ist nur, dass man unterbewusst immer mehr verkrampft,
quasi nicht mehr man selbst ist und die ganze Sache unnatürlich ist oder wird,
weil man fordert, beeinflusst, usw.
Ich will auch Kinder. Nur will ich für all das eine starke Basis und dazu gehört auch Respekt
und Empathie für den Partner. Wie sonst soll es funktionieren?
Insgesamt, um das jetzt zusammenzufassen, folgten dann an Weihnachten 2015,
an meinem Geburtstag 2016 im Frühjahr und final an ihrem im Sommer jetzt 2016 weitere Streits,
die sich letztlich darum nur drehten, dass sie eine Vielzahl von Wünschen und Hoffnungen
so deplatziert und komischen Momenten zusammengefasst sammelnd in meine Richtung formulierte
und einen Monster-Druck erzeugte, dass es immer unnatürlicher wurde.
Auf Einzelheiten gehe ich ein, falls Nachfragen bestehen.
Wichtig ist, dass ich sehr viel, woher sie kommt, und warum sie so agiert, ja nachvollziehen kann.
Dennoch hatte ich durchweg das Gefühl, dass ich derjenige war, der Konstruktiv an dieser Beziehung
auch arbeiten wollte.
Sagte immer, dass sie mit mir REDEN soll.
Nicht immer Whatsapp oder Imessage oder so einen Müll.
Das ist das Versagen der Kommunikation.
Aber sie versteckte sich gerne dahinter, dass sie letztlich viele Ängste hatte und vor allem,
wenn man zu irgendetwas Nein sagte.
So fragte sie manche Dinge garnicht, weil sie vordachte, was der andere denken könnte,
nur um zu umgehen, dass es eine Antwort geben könnte, die ihr mal nicht gefallen würde.
Dadurch staute sich soviel Frust an bei ihr, da so der Eindruck entstand,
dass ich zu allem eine Verweigerungshaltung haben würde, was absolut nicht stimmte.
Ich sagte deutlich von Anfang an, dass ich aus meiner Stadt ohnehin wegwill,
hier aber noch einen Job zu erledigen habe (sehr intensiv und mit Verantwortung)
und dann mich weiterentwickeln will.
Beruflich ein WENIG weiterzukommen (kein Karrierist) ist mir auch wichtig.
Ihr z.B. garnicht. Daher sieht sie solche Dinge auch als Hemmklotz letztlich.
Unterstützend kreativ in einer Beziehung sein, ist leider auch nicht wirklich ihre Stärke.
Ich half ihr z.B. bei eigenen Bewerbungen, habe sie beraten, half ihr Sachen uns ihrem Ex-Haus
umzuziehen usw. Sie hatte eine OP, ich war da. Und dennoch warf sie mir vor,
wenn es wirklich darauf ankommt, würde ich Rückzieher machen.
Weil ich es wohl mit dem Elternkennenlernen noch nicht forciert hatte.
Aber ich brauche dafür Konstanz. Und nicht alle 3 Monate essentiellen Knatsch,
bei dem man immer das Gefühl hat, bei Adam und Eva anzufangen..
Ich hatte einfach irgendwann den Eindruck, dass sie aufgrund der Therapie? und eigenen Vorstellungen
nach ihrer Ehe, bei der immer 2 zum Scheiteren gehören, eine Art "jetzt bin ich dran"-Haltung entwickelte
und diese eher schwer mit einer vernünftigen Beziehung zu vereinbaren ist.
Zumal, wenn überhaupt nicht das klare und vernünftige und warme Wort zum Partner gesucht wird.
Ein Beispiel?
Es ging immer wieder um Urlaub und wegfahren. Ich bin beruflich mehr eingespannt als sie,
sagte aber immer, dass, nachdem ich zwei Trips organisiert hatte in unserem gemeinsamen Jahr,
dass sie auch mal auf mich zukommen könnte..mir zeigen, wo sie es schön findet..ZUSAMMEN planen..
usw. Mich beiseite nehmen, live und wir reden darüber.
Da kam aber nie was. Nur als anklagende Forderung per SMS. Sie sprach es nie an, wenn wir wirklich beisammen waren. Und so staute sich auch da Frust an. Ich hätte nie Zeit. Und immer würden wir nur wegfahren, wenn ich könnte usw. Dabei sagte ich ganz klar, dass ich Ende August/Anfang September Zeit hätte wegzufahren.
Das wiederum wartete sie aber nicht ab und buchte schnell einen Trip mit einer Freundin im August, weil "sie mal rausmüsse". Ich hatte dann Stress auf der Arbeit, weil ich die Kündigung in den Raum stellte, weil ich das ja ohnhehin vorhatte und fuhr paar Tage meinem Bruder hinterher und versuchte runterzukommen. Danach beendete sie unsere Beziehung per Facebook.
Der Cut vollführte sie eben wieder mal medial, nach einem Hin - und Her-Dialog,
dass es so nicht weitergeht.
Sie wünsche mir viel Kraft, bei allem was bei mir ansteht,
sie wäre gerne für mich dagewesen, aber sie sei sich sicher,
ich schaffe das auch gerade alleine. Kuss usw.
2 Sätze davor, sagte sie, wir sollten uns besinnen,
Ruhe einkehren lassen, und es läge nicht an ihren Gefühlen zu mir.
Dennoch Cut.
Ich habe sie nach 24 Stunden aus meiner Facebook - Liste entfernt
und auch Instagram. Das liegt daran, dass ich so ein Affentheater mit Ungewissem nicht mitmache.
Sie wollte nicht mal mit mir reden. Dann bekam sie den Cut.
Und ich wusste in dem Moment sofort, dass es zwar ein ausgesprochener Cut ihrerseits war,
in dem aber eine Erwartungshaltung steckte, dass ich wieder mal den ersten Schritt auf sie zu machen sollte..
Ich konnte das nur schwer deuten, da sie im Schnellschuss schonmal so
Dinge ausgesprochen hatte und sie 3 Tage danach wieder zurücknahm.
Danach war Ruhe. 2 Monate. Weil auch ich mich ärgerte.
Wegen eines gemeinsamen Konzertes in dieser Zeit, wo wir eigentlich hingehen wollten
und ich auch schon die Karte bezahlt hatte und sie bei ihr lag, kam auch nichts von ihr.
Sie fehlte mir stark. Immer mehr. Aber ich respektierte ihren Wunsch nach Cut.
Und gab Ruhe.
Hielt es aber dann nicht mehr aus, da ich diese Unklarheit nicht haben kann.
An den Gefühlen lag/liegt es nicht, aber reden wollte sie dennoch nicht mehr mit mir?
Ich hatte viel reflektiert, sah vieles auch, was ich falsch gemacht hatte...
und schrieb sie auch deswegen dann an.
Sie reagierte unwirsch, sagte es würde sich nie was ändern..sie könne diese Streits und Schmerzen nicht mehr ertragen und ebenso auch nicht ein neuerliches Scheitern.
Daraufhin schrieb ich ihr einen langen Brief, nicht polemisch. Nicht Vorhaltend oder sonstwas
und ergänzte diesen um einige Tagebuch-Einträge aus der Zeit mit ihr.
Sie dankte nach einer Woche für diese Einträge (per SMS), es sei die Art,
wie man mit ihr "sprechen müsste", damit man sie es "verstehe".
Den Brief hätte sie tobend und schreiend und wild kommentierend gelesen.
Ich reagierte darauf nicht (per SMS). Weil ich das einfach nicht mehr haben kann, wie man alles
so unerwachsen regelt, also immer in diesen Scheiss Kurz-Zeichen.
Eine weitere Woche später dankte sie mir nochmals. Diesmal für den Brief. Wieder per SMS.
Sie hätte ihn nochmal gelesen und da würden Worte anders wirken.
Daraufhin schrieb ich sie vorgestern an und wünschte ihr und ihrer Familie eine schöne Vorweihnachtszeit
und dass ich an sie denken würde.
Sie antwortete und stellte in den Raum, dass sie auch viel über uns, den Brief etc. nachdenken würde.
Und sie mit sich kämpfen würde, ob sie bereit für ein Treffen wäre.
Nun kommt es also kommende Woche dazu. Wir sehen uns.
An einem neutralen Ort (wollte sie so).
Sie fragte zudem, ob es egoistisch wäre, dass sie keine Versprechungen machen oder Hoffnungen geben könnte.
Ich verneinte. Wir sind sowieso nicht auf Augenhöhe derzeit oder jemals gewesen, was das angeht?
Ich bezweifelte in meinem Brief auch, ob sie wirklich den Menschen in mir gesehen hatte
oder nur den Ex-Mann schnell ersetzen wollte. Und schnell wohin kommen wollte..
Ich kann das alles so schwer deuten...wenn jemand so wenig redet..und soviel Selbstschutz in sich hat
und bis heute man sich nicht ganz von dem Eindruck lösen kann...dass sie ihre Anteile in einer Beziehung nicht sieht.
Die Scheidung ist ja längst durch (diesen Januar). Ihr Ex-Mann hat auch schon lange eine Neue. Dennoch, kaum hatte sie den Cut mit mir im August vollführt, hat sie sich bei FB wieder befreundet mit ihm...und auch bei instagram werden wieder Bilder geliked.
Ich kann dagegen ja garnichts sagen. Fand nur den Zeitpunkt so ironisch..und ich würde halt anders handeln..
Und das erklärt, warum es mir das all die Monate so schwer machte...weil nie der Eindruck ganz verloren ging, dass sie mit sich, auch was die Ex-Beziehung angeht, nicht im Reinen ist. Und ich glaube wirklich nicht, dass sie ihn zurückwill. Das nicht. Aber es ist dennoch eine seltsame Art. Bzw. vielleicht war sie doch nicht bereit sich auf was Neues einzulassen. Ein neuer Mensch. Neue Selbstverständlichkeiten entwickeln. Nicht alles ist ein Wunschkonzert usw.
Jetzt habe ich all die Wochen innerlich so gekämpft.
So gehofft, dass auch was von ihr kommt.
Jetzt sitze ich irgendwie da und habe das Gefühl, dass ich "Glück" habe,
dass sie sich gnädig mit mir trifft. Ich weiß nicht was ich denken soll.
Vor allem wie mich verhalten? In diesem Gespräch?
Ihr könnt mir auch gerne hier den Kopf waschen. Bitte aber in gutem Ton...
Ich bin grad arg kraftlos.
Wo eben die Liebe hinfällt, man macht sich wohl zum Otto..das weiß ich.
Mir sollte vielleicht auch klar sein, dass sie mir absolut mit ihrer Art nicht gut tut.
Denn es geht mir seit Wochen schlecht...wenn man so eine Wand vor sich hat.
Und ich suche nur noch Fehler bei mir. Dabei habe ich gleichzeitig das Gefühl,
dass mein Verständnis für alles bei ihr/mit ihr, mir letztlich zum Verhängnis wurde..