Nun weiß ich nicht, wie ich mich verhalten soll. A) habe ich noch nie ein Mädchen verlassen und B) würde sie dieser Schritt sicher extrem mitnehmen. Dabei mache ich mir Sorgen, wie sie damit zurecht kommen soll. Trost kann sie in ihrem (nicht existenten) Freundeskreis oder ihrer (schrecklichen) Familie nicht erwarten, und alleine glaube ich nicht, dass sie damit zurecht kommt.
Ich hoffe jemand hat Rat, und noch mehr hoffe ich, dass sie das hier nicht liest (was purer Zufall wäre).
Es gehört zum Erwachsensein, daß man mit problematischen Situationen fertig wird und Lebenskrisen bewältigen kann. Das heißt nicht, dass Deine Freundin die Trennung mutterseelenallein überdauern muß. Aber wenn sie weder Freunde noch hilfreiche Familie hat, dann muß sie sich eben anderweitig Hilfe suchen: Sorgentelefon, Psychotherapie, oder in Foren wie diesem hier. Das Leben ist weder ein Ponyhof, noch ein Kindergeburtstag; wer sich alt genug fühlt, Verhältnisse einzugehen, der sollte auch erwachsen genug sein, mit deren Ende klarzukommen - denn eine Garantie für dauerhaftes Beziehungsglück
gibt es nun mal nicht!
Was Dich betrifft: Du hast die Situation in Deinem Beitrag recht klar beschrieben. Natürlich sind Trennungsgespräche stressig, aber dem auszuweichen wäre feige und Deiner Freundin gegenüber auch sehr unfair. Sicher wird es sie treffen, wenn Du ihr das sagst, was Du hier geschrieben hast. Aber es ist doch nun mal die Wahrheit und so bitter das ist: Weder hat Deine Freundin es verdient, daß Du nur aus Mitleid noch länger den Status Quo aufrechterhältst, noch solltest Du länger den liebenden Partner geben, obwohl Du ihrer im Grunde - und ja, ich sage das jetzt mal ganz offen und platt -
überdrüssig bist.
Also sei bitte ein Mann. Sei tapfer, fass Dir ein Herz und sprich mit ihr. Da führt kein Weg dran vorbei, wenn Du weiter aufrecht durchs Leben gehen willst.
Lieber ein Ende mit Schrecken, als umgekehrt.