A
Avalon
Gast
Hallo,
ich bin 45 Jahre alt und pflege meinen unheilbar erkrankten Mann ( 48 ), inzwischen mit Hilfe, seit 7 Jahren. Seit 2 Jahren kann mein Mann auch nicht mehr sprechen, es kostet mich Mühe, mir seine Stimme ins Gedächnis zu rufen. Er ist beatmet, total verkabelt, und nicht in der Lage, aus eigener Kraft irgendetwas zu tun. Ausser ein paar wirklich guten Freunden ist von unserem früher sehr großem Bekanntenkreis nichts übrig geblieben; und das Schlimmste, die einzige Verwandtschaft meines Mannes hat sich, trotz unmittelbarer örtlicher Nähe, seit Monaten nicht mehr hier blicken lassen, wir sind ihnen, gelinde gesagt, sch.......egal. Mir tut das für meinen Mann besonders leid. Ich selbst habe mir mit der Zeit einen richtigen Panzer zugelegt. Ich kann mich zu nichts mehr aufraffen, und verbringe die ganze Zeit, abgesehen von notwendigen Erledigungen, hier zu Hause. Ich habe mein komplettes Leben auf meinen Mann eingestellt, ein Eigenes habe ich praktisch nicht mehr. Bei den seltenen Ausgehversuchen die ich mache, spüre ich förmlich die Unsicherheit und Angst der Menschen, mit denen ich früher regen Kontakt hatte; es ist ihnen unmöglich, ganz normal mit mit umzugehen. Ich fühle mich dort auch ohne meinen Mann höchst unwohl und wie "amputiert".
Ich weiss schon, dass ich etwas tun muss, damit ich das Loch, in das ich >danach> sowieso fallen werde, nicht jetzt schon anfange auszuheben, aber ich weiss nicht wie und bin nicht in der Lage dazu. Ich weiss, dass ich meinen Mann verlieren werde, und je länger das dauert, je übermächtiger wird die Angst vor dem Davor und dem Danach.
Gibt es jemanden hier, der sich grade in derselben, schrecklichen Lage befindet und sich gerne mit mir austauschen möchte? Oder vielleicht jemanden, der etwas über Selbsthilfegruppen weiss, in denen sich Angehörige treffen und reden können?
Ich freue mich über jedes ernstgemeinte und ehrliche Posting.
LG
Avalon
ich bin 45 Jahre alt und pflege meinen unheilbar erkrankten Mann ( 48 ), inzwischen mit Hilfe, seit 7 Jahren. Seit 2 Jahren kann mein Mann auch nicht mehr sprechen, es kostet mich Mühe, mir seine Stimme ins Gedächnis zu rufen. Er ist beatmet, total verkabelt, und nicht in der Lage, aus eigener Kraft irgendetwas zu tun. Ausser ein paar wirklich guten Freunden ist von unserem früher sehr großem Bekanntenkreis nichts übrig geblieben; und das Schlimmste, die einzige Verwandtschaft meines Mannes hat sich, trotz unmittelbarer örtlicher Nähe, seit Monaten nicht mehr hier blicken lassen, wir sind ihnen, gelinde gesagt, sch.......egal. Mir tut das für meinen Mann besonders leid. Ich selbst habe mir mit der Zeit einen richtigen Panzer zugelegt. Ich kann mich zu nichts mehr aufraffen, und verbringe die ganze Zeit, abgesehen von notwendigen Erledigungen, hier zu Hause. Ich habe mein komplettes Leben auf meinen Mann eingestellt, ein Eigenes habe ich praktisch nicht mehr. Bei den seltenen Ausgehversuchen die ich mache, spüre ich förmlich die Unsicherheit und Angst der Menschen, mit denen ich früher regen Kontakt hatte; es ist ihnen unmöglich, ganz normal mit mit umzugehen. Ich fühle mich dort auch ohne meinen Mann höchst unwohl und wie "amputiert".
Ich weiss schon, dass ich etwas tun muss, damit ich das Loch, in das ich >danach> sowieso fallen werde, nicht jetzt schon anfange auszuheben, aber ich weiss nicht wie und bin nicht in der Lage dazu. Ich weiss, dass ich meinen Mann verlieren werde, und je länger das dauert, je übermächtiger wird die Angst vor dem Davor und dem Danach.
Gibt es jemanden hier, der sich grade in derselben, schrecklichen Lage befindet und sich gerne mit mir austauschen möchte? Oder vielleicht jemanden, der etwas über Selbsthilfegruppen weiss, in denen sich Angehörige treffen und reden können?
Ich freue mich über jedes ernstgemeinte und ehrliche Posting.
LG
Avalon