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"Berufung"

  • Starter*in Starter*in Merlin
  • Datum Start Datum Start
Hallo Merlin,

in Berlin gibt es eine Person, die Seminare zur "Individuellen Berufsfindung" macht. Google mal unter "Berufsfindung" und Uta Glaubitz. Ihren Ansatz finde ich interessant, und ihre Bücher sind sehr lesenswert.

Im Prinzip stellt ihr Ansatz drei Fragen:

Was kann ich (besonders gut)?
Was will ich?
Welche Schritte führen dahin?

Wichtig ist, jede dieser drei Fragen (zunächst ja vor allem die ersten beiden) anhand ganz konkreter Erfahrungen zu beantworten.
Also z.B. bei Frage 1: Bei welchen Tätigkeiten hatte ich besonders viel Erfolg bisher - wurde vielleicht dafür gelobt ... (das kann auch Kinderhüten, Singen, Tischdekorieren sein...) Wichtig ist nur: keine Scheuklappen, Vieles zulassen, ganz KONKRET
Und bei Frage 2: Was treibt mich morgens aus dem Bett? Worüber vergesse ich die Zeit? auch hier wieder sehr KONKRET

Frau Glaubitz berichtet von Personen, die ihre Berufung z.B. als "Ansager" bei großen Sportveranstaltungen, als Literaturscouts, aber auch in eher "bürgerlichen" Berufen gefunden haben.

Übrigens kenne ich Frau Glaubitz nicht und erhalte auch keine Provision von ihr... rein private Empfehlung - zumindest sehr anregend.

ich denke mal, bei den beiden ersten Fragen hast du ja schon eine ganze Menge genannt, bis jetzt passt es nur noch nicht so richtig "Zusammen". Vielleicht kannst du jemanden finden, der mal in Ruhe mit dir alles durchspinnt.
Bin sicher, du wirst was finden.

P.S. Stichwort Ausbildung: Nach meiner Erfahrung ist es sehr schwierig, ohne eine abgeschlossene Ausbildung in Deutschland berufstätig zu sein. Darauf wird hier sehr viel Wert gelegt. Ich kann dir also nur dringend empfehlen, doch einen Ausbildungsabschluss zu machen. Ganz ohne Abschluss wird dein Lebenslauf in den Augen deutscher Personalchefs immer einen großen Makel haben.
 
Zuletzt bearbeitet:

Hallo Baba,

schau mal hier: "Berufung". Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo Baba,

das ist sehr freundlich von dir, doch leider bin ich einfach nicht der Typ für soetwas. Nicht falsch verstehen, aber mir sind solche Menschen/ Seminare/ oder Ratgeberbücher einfach schon immer sehr suspekt gewesen und ich habe sie nie ernst nehmen können.

Trotzdem danke dir für deine Mühe, ich weiss es zu schätzen.

"Was kann ich (besonders gut)?
Was will ich?
Welche Schritte führen dahin?"

Dazu brauche ich kein Seminar😛

Bin nur hier um mich mit ein paar Denkanstössen für ein hoffentlich erfolgreiches Brainstorming zu bereichern😀
 
Schade, dass du zwar sehr anspruchsvoll bist, aber nichts annehmen kannst...

Vielleicht würde es dir helfen, nicht immer alles gleich rundweg abzulehnen???

Der Grundtenor deines ersten Postings ist nämlich:
Das, was ich kann, das will ich nicht.
Und was ich will, das kann ich nicht.

Dass das nicht funktionieren kann, liegt irgendwie auf der Hand.
Übrigens habe ich eine ganze Weile über deine "Selbstauskünfte" nachgedacht - herausgekommen sind genau diese zwei widersprüchlichen Aussagen. Habe tatsächlich überlegt, ob ich eine konkrete Idee für dich hätte.

Dazu bräuchte es dann aber eben sicher ein noch etwas ausgedehnteres Brainstorming. Denn, wie gesagt, du müsstest dann mal was finden, was du willst UND kannst...

Übrigens: die Leute, die über die von dir gestellten Fragen nachdenken und beraten, nennen sich normalerweise Coaches und nehmen viel Geld dafür... Also, so selbstverständlich, dass hier etliche Leute "Gewehr bei Fuß" stehen, nur um dich zu beraten, ist das nicht...
 
Schade, dass du zwar sehr anspruchsvoll bist, aber nichts annehmen kannst...

Vielleicht würde es dir helfen, nicht immer alles gleich rundweg abzulehnen???

Der Grundtenor deines ersten Postings ist nämlich:
Das, was ich kann, das will ich nicht.
Und was ich will, das kann ich nicht.

Dass das nicht funktionieren kann, liegt irgendwie auf der Hand.
Übrigens habe ich eine ganze Weile über deine "Selbstauskünfte" nachgedacht - herausgekommen sind genau diese zwei widersprüchlichen Aussagen. Habe tatsächlich überlegt, ob ich eine konkrete Idee für dich hätte.

Dazu bräuchte es dann aber eben sicher ein noch etwas ausgedehnteres Brainstorming. Denn, wie gesagt, du müsstest dann mal was finden, was du willst UND kannst...

Übrigens: die Leute, die über die von dir gestellten Fragen nachdenken und beraten, nennen sich normalerweise Coaches und nehmen viel Geld dafür... Also, so selbstverständlich, dass hier etliche Leute "Gewehr bei Fuß" stehen, nur um dich zu beraten, ist das nicht...


Hi Baba,

Was verleitet dich zu der Annahme dass ich das, was ich will, nicht kann?
😕

Es ist tatsächlich wahr dass ich hohe Ansprüche an mich und mein Leben habe und ich muss eben von etwas überzeugt sein um mich reinzuknien. Ich habe genügend Menschen unglücklich werden sehen, und so lange ich noch jung bin und zB keine Kinder zu ernähren habe denke ich, dass ich mir den "Luxus", mir in Ruhe Gedanken machen zu dürfen, leisten darf, zumal ich u.a schon zu einem Zeitpunkt Vollzeit arbeiten war in dem andere noch in Ruhe das Abitur gemacht haben.

Ja, ich weiss, was ein Coach ist. Aber ich weiss auch, wie dieses Forum funktioniert und ich finde deine Reaktion nicht in Ordnung, denn wer nach Rat bittet ist deshalb nicht verpflichtet jeden Rat dankend anzunehmen, besonders dann nicht, wenn man prinzipiell damit nichts anfangen kann.

Man darf hier nicht mit solch einer Erwartungshaltung rangehen.

Ich für meinen Teil freue mich wenn jemand ein paar kreative Ideen reinwirft, aber es steht mir zu, diese anzunehmen, und wenn ich das nicht tun sollte bin ich keineswegs undankbar, sondern ehrlich.
 
Aber ich weiss auch, wie dieses Forum funktioniert und ich finde deine Reaktion nicht in Ordnung, denn wer nach Rat bittet ist deshalb nicht verpflichtet jeden Rat dankend anzunehmen, besonders dann nicht, wenn man prinzipiell damit nichts anfangen kann.

Man darf hier nicht mit solch einer Erwartungshaltung rangehen.


Hier muss ich doch ein wenig lächeln... Gut, dass mir mal jemand erklärt, wie dieses Forum funktioniert, nachdem ich schon jahrelang immer mal hier bin...

Lass mich noch mal versuchen, in aller Freundlichkeit zu formulieren, was mich bei dir ein wenig wundert: Viele Dinge, die du nicht kennst, lehnst du in Bausch und Bogen ab: eine Ausbildung - das kann ja nichts sein! Das kann ich alles schon... ein Seminar - das brauche ich nicht, da lerne ich nichts!

Du schneidest dir von vornherein viele Möglichkeiten ab, wenn du mit Scheuklappen durchs Leben gehst. Und das ist schade.

Ich für meinen Teil habe in verschiedenen Ausbildungen und Seminaren eine ganze Menge gelernt (zugegeben, in vielen "Veranstaltungen" auch nichts). Beispielsweise hatte ich mal ein sehr gutes Seminar zur Ausbildung von Gruppendolmetschern beim Deutsch-Französischen Jugendwerk. Sogar für "lau" und trotzdem mit hochqualifizierten Seminarleitern - das kommt selten vor. (Häufiger ist leider tatsächlich das Gegenteil...)

Konkret habe ich noch mal über dein Brainstorming nachgedacht:
Wie wäre es denn mit einer Tätigkeit als Webdesigner? Da könntest du deine künstlerischen Interessen einbringen, müsstest selber nicht unbedingt sehr gut zeichnen können. Deine sprachlichen Fähigkeiten könntest du sehr gut einsetzen, in jedem Land der Welt diesen Beruf ausüben. Und du könntest allein und so "perfektionistisch" arbeiten, wie es dir gefällt.

Grüße! Und lass dir meine kritischen Anmerkungen vielleicht doch ein bisschen auf der Zunge zergehen. Auch ein älteres Huhn hat manchmal ein bisschen Lebenserfahrung....
 
Hallo Baba,

Es ist ja nicht so dass ich schon immer prinzipiell einer Ausbildung abgeneigt war. Ich war mehrfach bei der Berufsberatung, vorallem jedoch hatten meine Kollegen meist eine abgeschlossene Berufsausbildung und wir haben unseren Job gleichgut erledigt.
Ich weiss auch dass ich die Möglichkeit habe mich extern bei der IHK zB als Fremdsprachenkorrespondentin / Bürokauffrau, etc, also im Grunde in den Jobs qualifizieren zu lassen die ich bisher ausgeübt habe- ohne dass ich die Schulbank drücken muss und der Abschluss wäre dem einer normalen Berufsausbildung gleichgestellt.

Nur, das habe ich ja bereits erwähnt, möchte ich eigentlich nichts in der Richtung machen, zumindest nicht die nächsten 41 Jahren...und so lange ich weiterhin als "unqualifizierte" Arbeit finde, ist es auch in Ordnung- ich habe gute Arbeitszeugnisse und bisher wirklich keine Schwierigkeiten gehabt irgendwo unterzukommen.

Ich denke auch nicht dass ich mich von vornhinein irgendwelchen Möglichkeiten verschliesse, nur denke ich dass ich in einem Alter bin in dem mein nächster Schritt "sinnvoll" sein sollte.
Deshalb halte ich eine 3 jährige Berufsausbildung ( obwohl ich die Prüfung auch extern ablegen könnte) wirklich für Zeitverschwendung, speziell wenn ich nicht vorhabe, immer in dem Bereich tätig zu sein. Ausserdem ist das den Steuerzahlern gegenüber nicht fair.

Tatsächlich- wo du das Thema Webdesign ansprichst- habe ich bereits( allerdings ist das einige Jahre her) für ein Hotel, in dem ich tätig war die Webseite erstellt, die Kenntnisse dazu habe ich mir damals autodidaktisch beigebracht, nur leider ist die Branche absolut überlaufen und ich habe genug Freunde die nebenher freiberuflich Seiten erstellen und mittlerweile umgeschult haben.


Ich möchte schon einen Beruf wählen der mehr oder minder Zukunft hat und bei dem ich genügend verdiene um eine Familie ernähren zu können.
Vielleicht wäre es am sinnvollsten wenn ich mich dran mache, mein Abitur nachzuholen um studieren zu können. Unter den Studiengängen gibt es mehr Auswahl und die Berufschancen sind um einiges besser- hier müsste ich mir nur noch überlegen wie ich das finanzieren würde ( denn mittlerweile ist studieren teuer geworden und ich habe mich bereits an meinen Lebensstandard gewöhnt).

Ich habe viele Freunde die studieren oder schon fertigstudiert haben und ich weiss auch, dass ein Studium keinesfalls einen Jobgaranten darstellt. Es kommt auch immer auf den Studiengang an, und ich würde versuchen, pragmatisch zu sein, ohne aber komplett meine Neigungen und Talente zu ignorieren.

Es ist nicht so dass ich komplett unglücklich in meiner jetztigen Situation bin, ich verdiene genug um gut über die Runden zu kommen, aber ich weiss dass ich nicht mehr verdienen werde, auch nicht mit einer Qualifikation in meinem jetzigen Bereich, das wären vielleicht nur ein paar Euro mehr und die Aufstiegschancen sind gering.

Für mich war mein jetziger Lebensstandard immer in Ordnung, aber desto älter ich werde, desto mehr Gedanken mache ich mir.
Vielleicht werde ich erwachsen😱

Was ich sagen will ist das ich in den kommenden 10 Jahren gerne eine Familie gründen würde und dann wäre mein Gehalt keinesfalls mehr ausreichend. Das ist ein gutes Gehalt um als Single über die Runden zu kommen, aber nicht, um eine Familie zu ernähren.
Ich denke auch nicht das ich mir meine jetzige Haltung in den kommenden Jahren erlauben kann. Mir ist schon bewusst dass ich dann nicht einfach so den Job wechseln kann wenn mir danach ist, nicht, wenn ich Verantwortung trage. Deshalb liegt es mir am Herzen einen Beruf zu finden der mich ( mehr oder minder) erfüllt, bei dem ich gut verdiene und auch gute Aufstiegsmöglichkeiten habe.

LG

Merlin
 
Hallo Merlin,

ich glaube, dass du dir in deinem letzten Posting viele Antworten selbst gegeben hast: Du weißt, was du NICHT willst, und zwar die nächsten Jahre deines Lebens so weiter machen wie bisher. Ratschläge helfen dir da im Moment nicht, da du nicht weißt, was du WILLST. Also drehen wir uns doch im Kreis. War wohl mein letztes Posting zu diesem Thema.

Otherland
 
Hallo Merlin,

ich glaube, dass du dir in deinem letzten Posting viele Antworten selbst gegeben hast: Du weißt, was du NICHT willst, und zwar die nächsten Jahre deines Lebens so weiter machen wie bisher. Ratschläge helfen dir da im Moment nicht, da du nicht weißt, was du WILLST. Also drehen wir uns doch im Kreis. War wohl mein letztes Posting zu diesem Thema.

Otherland

Nunja, es ist schonmal ganz gut zu wissen was man NICHT will😀

Genaugenommen weiss ich ja in etwa, was ich will, nur fällt es mir schwer mich für einen Beruf zu entscheiden. Ich habe eine recht gute Seite gefunden in der die Stärken/ Schwächen geprüft wurden und viele Berufsvorschläge eingeblendet wurden, fast alle setzen ein Studium voraus.

Vielleicht wäre es tatsächlich am sinnvollsten das Abitur nachzuholen, das wäre auch keine Zeitverschwendung und ich der zwischenzeit könnte ich mir noch Gedanken um den Studiengang machen.

Was meinst du, Otherland? Ich weiss deine Mühen zu schätzen, ehrlich, auch, wenn ich keine konkreten Antworten geben kann....😉
 
Ein Abitur und Studium kann helfen, wenn du nicht mit dir haderst sondern ohne Rücksicht auf Verluste durchstudierst. Und nebenbei einfach das machen, was du bisher auch gemacht hast: jobben. Ein Studium ist nach deinem bisherigen Lebensweg nur mit Augen zu und durch erstrebenswert, weil du viele Dinge lernen musst, wo du bitte nicht die Sinnfrage stellen darfst, und nur weniges, was im entferntesten mit dem zu tun hat, womit du dich später beschäftigst. Das muss dir klar sein, denn sonst stehst du in einem oder zwei oder drei Jahren wieder genau da, wo du jetzt bist. Ohne Frust wirst du nicht sein, das gehört zur "geistigen Abhärtung" unserer Tage.
 
Ein Abitur und Studium kann helfen, wenn du nicht mit dir haderst sondern ohne Rücksicht auf Verluste durchstudierst. Und nebenbei einfach das machen, was du bisher auch gemacht hast: jobben. Ein Studium ist nach deinem bisherigen Lebensweg nur mit Augen zu und durch erstrebenswert, weil du viele Dinge lernen musst, wo du bitte nicht die Sinnfrage stellen darfst, und nur weniges, was im entferntesten mit dem zu tun hat, womit du dich später beschäftigst. Das muss dir klar sein, denn sonst stehst du in einem oder zwei oder drei Jahren wieder genau da, wo du jetzt bist. Ohne Frust wirst du nicht sein, das gehört zur "geistigen Abhärtung" unserer Tage.

Das ist gut formuliert und spiegelt genau das dar was mir bisher Sorgen bereitet hat. Werde jetzt einen Kaffee trinken und mir das jetzt durch den Kopf gehen lassen.
 

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