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"Berufung"

  • Starter*in Starter*in Merlin
  • Datum Start Datum Start

Hallo otherland,

schau mal hier: "Berufung". Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo Merlin,

so wie sich das anhört, wäre wohl tatsächlich ein Studium das Richtige für dich. Wenn du dich auf Dauer in deinem Job unterfordert siehst, wirst du sicher nicht glücklich werden. Und es sieht ja auch so aus, als wenn du eine vielseitig interessierte Person bist, die mehr und tiefere Kenntnisse erwerben will.

Allerdings, wie du ja auch schon feststellst, ist nicht unbedingt sicher, dass du neben deinem ersten Ziel (etwas tun, was dich ausfüllt) dann nach dem Studium auch das zweite Ziel, nämlich von deinem Gehalt gut leben zu können, erreichen wirst.

Immerhin wirst du, wenn du dein Abitur nachgeholt hast und das Studium beendet, etwa 32 Jahre alt sein, wenn alles gut geht. Und dann wird das Zeitfenster für einen Berufseinstieg schon ziemlich eng. Zumal du auch noch die Familiengründung als ausdrückliches Ziel nennst.

Also, ich meine, das sollte dich nicht vom Studium abhalten - denn, wenn du dich nicht entfalten kannst, wirst du unglücklich sein, und mir scheint, du hast das Zeug dazu. Aber: du müsstest dann wirklich mit sehr viel Realismus rangehen. Wenn du feststellst, dass dich eigentlich nur Indologie und Kunstgeschichte interessieren, wirst du sehr ackern müssen, viele Praktika machen, nebenbei noch z.B. mehr betriebswirtschaftliches Wissen erwerben, um irgendwann überhaupt Geld damit zu verdienen. Ich denke, man muss sich im Klaren sein, dass man immer einen Preis für etwas zahlt, und das ungetrübte Glück nicht zu erreichen ist.

Meines Erachtens: Würde vorschlagen, informiere dich jetzt sehr gründlich über Studiengänge und Aussichten, mache dann nebenher Praktika in Richtungen, wo du wirklich hinwillst (!).

Finanzieren kann man das immer (BaFög?, Stipendium der verschiedenen Stiftungen), aber du musst natürlich Abstriche machen, wenn du deine Zeit für ein vernünftiges Studium investieren willst (wie gesagt, einen Tod muss man sterben...)

Und dann verliere keine Zeit mehr, sondern hau rein!


Für Infos ganz gut:
http://www.stern.de/wirtschaft/arbeit-karriere/539568.html?nv=redir
(die "Jobampel" des "Spiegel" mit den Ausichten in verschiedenen Studiengängen)

der Berufswahltest vom geva-Institut (ist nicht ganz kostenlos, aber auch nicht teuer, dafür sehr umfassend und seriös)
 
Hallo Baba,

Ja, auch den Punkt dass ich bei Beendigung eines Studiums über 30 sein werde habe ich bedacht, aber das stellt glaube ich heutzutage keine Seltenheit mehr dar, da viele den zweiten Bildungsweg einschlagen.
Wenn ich mir jedoch überlege dass ich noch ganze 41 Jahre bis zur Rente arbeiten darf halte ich diese paar Jahre auf der Uni für recht sinnvoll und sehe sie auch als Investition.

Richtig, mein Ziel ist es in den kommenden Jahren eine Familie zu gründen😀, trotz ( oder vielleicht gerade aufgrund) meines bisher sehr bewegten Lebens sehne ich mich sehe danach, aber das muss/ kann warten bis einigermassen finanzielle Sicherheit gegeben ist.

Ich habe, was einen möglichen Studiengang anbetrifft eher an ein technisches Studium gedacht, ich interessiere mich sehr für Maschinen und technische Abläufe und mache gerne Entwürfe.
Ich hatte Technik auf der Realschule und war recht fit in den Naturwissenschaften, es wird sich aber denke ich beim Nachholen des Abiturs herauskristallisieren ob ich es immer noch bin...schliesslich war das Mittelstufenniveau😕

Vielleicht finde ich einen Studiengang der nicht allzu trocken, theoretisch ist, genügend Freiraum für kreatives Schaffen lässt und bei dem die Sprachen vielleicht auch von Vorteil sind.

Ich bedanke mich jedenfalls für die Tips und werde mich jetzt erstmal dem ersten Schritt, nämlich der Erlangung des Abiturs, widmen- das ist sicherlich auch nicht ohne und wird mir Gewiss zeigen wo meine Stärken liegen, zumindest in akademischer Hinsicht.

LG

Merlin
 
"Ich habe, was einen möglichen Studiengang anbetrifft eher an ein technisches Studium gedacht, ich interessiere mich sehr für Maschinen und technische Abläufe und mache gerne Entwürfe.
Ich hatte Technik auf der Realschule und war recht fit in den Naturwissenschaften, es wird sich aber denke ich beim Nachholen des Abiturs herauskristallisieren ob ich es immer noch bin...schliesslich war das Mittelstufenniveau😕"

Das sind doch gute Voraussetzungen, es wird ja ein Mangel an Ingenieuren beklagt. Hoffentlich auch noch, wenn du fertig sein wirst... (Stichwort "Schweinezyklus"...) Ist aber, denke ich, auf jeden Fall ein sehr solides Studium, wo man was mit anfangen kann. Dazu noch Fremdsprachen - ist doch perfekt (zumal die meisten Ingenieure da wohl eher schlechter sind)


"Vielleicht finde ich einen Studiengang der nicht allzu trocken, theoretisch ist, genügend Freiraum für kreatives Schaffen lässt und bei dem die Sprachen vielleicht auch von Vorteil sind."


Ich kenne mehrere Leute, die eine Ingenieurwissenschaft studiert haben. Wenn man sich da wirklich interessiert, scheint das Studium auch sehr praxisnah zu sein und viel Spaß zu machen.



"Ja, auch den Punkt dass ich bei Beendigung eines Studiums über 30 sein werde habe ich bedacht, aber das stellt glaube ich heutzutage keine Seltenheit mehr dar, da viele den zweiten Bildungsweg einschlagen."


Trotzdem kann ich nur sagen: Vorsicht! Kenne zumindest ein konkretes Beispiel eines hochqualifizierten Werkstoffwissenschaftlers, dessen einziger "Fehler" war, beim Berufseinstieg (auch zweiter Bildungsweg) dann "schon" 33 zu sein. Er hat trotz allseits und ständig beklagten Mangels an Fachkräften ewig nach der ersten Stelle suchen müssen. Sollte man auf keinen Fall unterschätzen. Das Alter scheint oft ein wichtigerer Faktor zu sein als Vieles andere.


"Wenn ich mir jedoch überlege dass ich noch ganze 41 Jahre bis zur Rente arbeiten darf halte ich diese paar Jahre auf der Uni für recht sinnvoll und sehe sie auch als Investition."


Das würde ich auch so sehen, mit dem gehörigen Realismus.

Grüße! Baba
 
Hallo Baba,


"Das sind doch gute Voraussetzungen, es wird ja ein Mangel an Ingenieuren beklagt. Hoffentlich auch noch, wenn du fertig sein wirst... (Stichwort "Schweinezyklus"...) Ist aber, denke ich, auf jeden Fall ein sehr solides Studium, wo man was mit anfangen kann. Dazu noch Fremdsprachen - ist doch perfekt (zumal die meisten Ingenieure da wohl eher schlechter sind)"

Der grösste Mangel an Ingenieuren wird in den kommenden 10-15 Jahren auftreten , das wäre ungefähr zu dem Zeitpunkt an dem ich mit einem Studium fertig wäre wenn ich diesen Weg einschlagen sollte. Und sollte es hier nicht so gut aussehen bleibt immer noch das Ausland, diesen Weg werde ich wahrscheinlich so oder so gehen müssen da ich in einer binationalen Beziehung lebe und wir einige Jahre auch im Ausland leben werden.
Ich denke dass, egal wie man es dreht, die Arbeitschancen mit Studium trotzdem besser sein werden.

"Trotzdem kann ich nur sagen: Vorsicht! Kenne zumindest ein konkretes Beispiel eines hochqualifizierten Werkstoffwissenschaftlers, dessen einziger "Fehler" war, beim Berufseinstieg (auch zweiter Bildungsweg) dann "schon" 33 zu sein. Er hat trotz allseits und ständig beklagten Mangels an Fachkräften ewig nach der ersten Stelle suchen müssen. Sollte man auf keinen Fall unterschätzen. Das Alter scheint oft ein wichtigerer Faktor zu sein als Vieles andere."

Das kann durchaus vorkommen, muss aber nicht immer der Fall sein, vielleicht bin ich auch nur so optimistisch weil ich persönlich jemanden kenne die erst Mitte dreissig, nachdem sie ihre Kinder grossgezogen hat, Karriere machte und mittlerweile ( 10 Jahre später) in leitender Position arbeitet. Ausnahmen gibt es immer, sowohl negative als auch positive, und ich denke dass dies extrem von der Persönlichkeit und dem bisherigen Lebenslauf abhängig ist.
Ich könnte mir sogar vorstellen dass einige Personalchefs den Ehrgeiz erkennen der hinter solch einem Vorhaben steckt.

Es gibt Jobs für gestandene, lebenserfahrene Persönlichkeiten und Jobs bei denen es bevorzugt wird dass die Person noch "formbar" ist, meist ist dies an ein jüngeres Alter gekoppelt. Im Falle meiner Bekannten wurde sie jedoch genau aus jenem Grunde in dem Unternehmen eingestellt- sie hatte Kämpfernatur, Organisationstalent und Ausdauer bewiesen.

"Das würde ich auch so sehen, mit dem gehörigen Realismus."

Der ist ( leider) mein ständiger Begleiter😉
 

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