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Berufseinstieg..mutmachende Worte

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Gast

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Hallo!

ich schreibe noch nicht lange Bewerbungen und daher müsste ich keine Panik schieben, aber ich bin total unerfahren und hätte gerne Erfolgsgeschichten unterschiedlicher Art oder Ratschläge.

Ich bin aufgrund von gewissen anfänglichen Schwierigkeiten beim Schreiben von Bewerbungen noch ziemlich im Hintertreffen, was die Anzahl und Qualität der verschickten Bewerbungen angeht. Aus diesem Grund sind leider auch schon fast vier Monate vergangen, in denen ich einmal fast die Chance hatte ins Arbeitsleben einzusteigen. Dieser Zeitraum der Arbeitslosigkeit kommt mir so lang vor und ich bin sauer auf mich, dass es so gelaufen ist und ich nicht früher zu einer besseren Form gefunden habe. Hinzu kommt, dass ich etwas Geisteswissenschaftliches studiert habe, auf das ich zwar stolz bin, dass aber bei den Anforderungen der Arbeitgeber nicht wirklich das Tollste ist. Ich versuche mich nun weiter zu qualifizieren. Erste Maßnahmen zum Aufholen eigentlich selbstverständlicher Kenntnisse laufen demnächst an, doch irgendwie hab ich einfach nur Angst, dass es nie klappt mit nem Job oder ich meine Bewerbungen nicht attraktiv genug gestalte. Ja, ich weiß, es bewerben sich verdammt viele Leute und es gleicht wohl bei einigen Positionen einer Lotterie, genommen zu werden.

Wie ist euer Berufseinstieg verlaufen? was hat zum Erfolg geführt? Wieviele Monate sollte ich Geduld haben? Ab wann wird man das schwarze unvermittelbare Schaf, das Minijobs nur noch ausführen darf?
 
Hallo, ich wünsche Dir erst einmal viel, viel Glück! 🙂
eine Erfolgsgeschichte habe ich nicht vorzuweisen, was allerdings größtenteils daran liegt, dass ich eine lange Zeit lang krank war und dass meine Krankheit meinem Immunsystem und meiner allgemeinen Fitness nicht besonders gut getan hat, so dass mir ein geregelter Job schwer fällt.
Doch nun genug von mir.
Wenn Du magst und genug Vertrauen hast, kannst Du mir gerne eine PN schicken und ich überfliege Deine Bewerbung mal. Ich bin vermutlich kein Experte in Deinem Gebiet (obwohl ich auch etwas Geisteswissenschaftliches studiert habe), doch über den ersten Eindruck, den eine Bewerbung macht, könnte ich schon etwas sagen.
Du schreibst ja über Dich, dass Du Maßnahmen ergriffen hast um Dir selbstverständliche Kenntnisse nachträglich anzueignen. Das ist doch schon einmal ein guter Anfang! 🙂
Wie sieht es mit Praktika aus? Hast Du schon mal eines gemacht? Falls Du im Moment Geld vom JobCenter/Arbeitsamt beziehst, steht Dir ein Praktikum von mindestens drei Wochen zu, in dem Du weiterhin Dein Geld vom Amt beziehen kannst. Diese Chance würde ich auf jeden Fall ergreifen, falls Du es noch nicht getan hast, denn Praktika bringen Kontakte und zeigen potentiellen Arbeitgebern, dass Du Dich auch außerhalb einer Uni einbringen kannst.
Vier Monate ohne Job sind nur eine kurze Zeit, vor allem, wenn Du Dich während dieser Zeit weiterbildest. Darüber würde ich mir keine Sorgen machen. Problematisch wird eine Lücke im Lebenslauf dann, wenn sie sich über Jahre erstreckt und die Arbeitsfähigkeit langfristig eingeschränkt ist.
Die Umstände bei Dir hören sich recht vielversprechend an- so weit ich das sagen kann! 🙂
Manche Leute kommen nach einem Studium über einen Sachbearbeiterjob ins Berufsleben. Nach mehreren Bewerbungen hatte ich einmal trotz langer Lücke im Lebenslauf einen solchen Job bekommen (das liegt nun allerdings schon ein paar Jahre zurück).
Weil ich noch mit den Folgen meiner Krankheit zu tun hatte, war ich jenem Job leider langfristig nicht gewachsen, doch -wie gesagt- ich habe ihn bekommen!
Gibt es eine Fähigkeit (Buchhaltung, eine bestimmte Sprache, bestimmte PC-Kenntnisse), die Du in einem Sachbearbeiter-Job einsetzen könntest? Von einem Sachbearbeiterjob aus kann man sich dann immer noch in eine andere berufliche Richtung (die mehr mit dem zu tun hat, was man studiert hat) "hinauf"-arbeiten.
Alles Gute an Dich!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Themba!

Danke für deinen Beitrag. Er macht mir zum Teil Mut, erhöh aber auch Druck und Angst, denn ich bin kein Mensch, der sich nach einer einem Universitätsabsolventen gemäßen oder gar voll und ganz seinem Berufsbild etsprechenden Tätigkeit sehnt. Ich möchte einfach arbeiten und so viel Geld verdienen, dass es zum Leben reicht. Ich sollte natürlich nicht in einer Branche anfangen, die ganz andere Qualifikationen erfordert, denen ich nicht gewachsen bin. Ich möchte zu etwa 40 Prozent noch etwas aus dem Studium in die Tätigkeit einbringen können.

Wenn ich PC-Kompetenzen hätte oder gar Ahnung von Buchhaltung, würde ich mir gar keine Sorgen machen und sagen, dass das alles eine Frage der Zeit ist, ich muss aber diese PC-Sachen noch erwerben und das dauert. Hinzu kommt, dass es meine private Situation mir einfach im Studium nie erlaubt hat, die Hälfte meiner Studienzeit n Privatunis imAusland abzusitzen und zig tausend Praktika zu absolvieren. Ich finde es immer weder komisch, wie so viele Studis sich das leisten konnten und von Mami und Papi sogar mal eben die Uni woanders spendiert bekamen und sich trotzdem nochvorkommen, als hätten sie nichts zu bieten. Ich habe mal ein Mädel getroffen, die ein Auslandsjahr in Spanien gemacht hat und dort bei einem Projekt teilnahm. Sie konnte danach fließend Spanisch. Dann hat sie ja noch in den Niederlanden studiert und das natürlich auf Englisch. Niederländisch sprach sie danach natürlich auch und sie hatte trotzdem Komplexe. Da fragt man sich doch, was man falsch gemacht hat, wenn man all diese glänzenden Chancen nicht hatte und die Uni im Inland machte und das war´s. Solche Leute haben doch auch was drauf und sind zu Teil auch wirklich stolz wie Bolle.

Ich sitze hier und hab mich durchgekämpft aus einer Familie, die wirklich grausam zu mir war und all die Leute, die nie ganz krasse Probs hatten in ihrem Leben und alles mal so eben mitnehmen konnten, sich nie im Leben erproben mussten, sind immer wieder weiter vorn, weil sie so eine tolle fröhliche Ausstrahlung haben und eben alle Kenntnisse. Ich weiß, dass ich damit eine Form von Neid raushängen lasse und nicht alle über einen Kamm zu scheren sind, aber manche Leute haben´s einfach schwerer, auch wenn sie sich eigentlich auf vielen Gebieten abackern. Nun ja, ich muss mich dann in allem weiterbilde, was wegn meiner Probs nicht zur rechten Zeit in Angriff genommen werden konnte..Prost Mahlzeit!!!!
 
Hallo lieber Gast,

extrem wichtig in der heutigen Berufswelt sind gute Kontakte, ohne die läuft fast nix. Ein eigenes Netzwerk aufzubauen ist allerdings nicht ganz einfach und kann durchaus auch mal einige Jahre dauern. Sehr nützlich ist in diesem Zusammenhang das Business-Netzwerk Xing. Dass zumindest grundlegende PC Kenntnisse in der heutigen Arbeitswelt zwingend nötig sind, ist dir ja schon bewusst. Ich würde dir empfehlen den ECDL zu machen, der ist nicht besonders schwer und du bekommst einen guten Überblick über die Grundlagen und auch die gängigen Office Programme. Das Zertifikat kannst du dann auch immer deinen Bewerbungen beilegen.
Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Suche. 🙂
 

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